Gartengestaltung Gemüsegarten & Gemüse

Paprika-Mischkultur: diese 12 Pflanzen passen dazu

Paprika-Mischkultur

Geeignete Pflanznachbarn können beim Paprika die Pflanzengesundheit fördern und den Ertrag steigern. Hier finden Sie einige Pflanzen, die sehr gut mit Capsicum harmonieren und sich gegenseitig unterstützen. Diese 12 Pflanzen passen gut in eine Paprika-Mischkultur.

Borretsch

Borretsch (Borago officinalis) bringt in der Paprika-Mischkultur nur einen indirekten Vorteil. In der Nachbarschaft zum Paprika lockt er Bestäuber an, die auch den Ertrag steigern können.

Borretsch (Borago officinalis)

Im Garten ist Borretsch eine einfache Kultur. Einmal gepflanzt, vermehrt er sich durch Selbstaussaat gut. Die jungen Pflanzen, die jedes Jahr neu aufgehen, können Sie direkt als Nachbar zu den Paprika-Pflanzen setzen.

Chinakohl

Chinakohl (Brassica rapa) ist eine ideale Folgekultur, wenn Sie in der Mischkultur schnell wüchsige Gemüse-Arten verwendet haben. Der Chinakohl wird frühestens Ende Juli gepflanzt. Er hält unterschiedliche Schädlinge, wie etwa die Weiße Fliege, vom Paprika fern.

Chinakohl (Brassica rapa)

Der Chinakohl ist jedoch eher für die Kultur im Freiland geeignet.

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Im Gewächshaus besteht die Gefahr, dass er schießt, wenn er früh gepflanzt wurde.„]

Dill

Dill (Anethum graveolens) und Paprika passen gut zueinander, denn der Dill vertreibt Blattläuse, die die Paprika-Pflanzen schwächen. Den Dill können Sie einfach um die Pflanzen aussäen. Er fördert ebenfalls die Gesundheit der Paprika-Pflanzen.

Dill (Anethum graveolens)

Wenn Sie den Dill nicht ernten, beginnt er zu blühen und lockt wiederum Bestäuber zu den Paprika-Blüten.

Gurken

Ein idealer Pflanzpartner für Paprika-Pflanzen im Gewächshaus sind Gurken (Cucumis sativa).

Gurke (Cucumis sativus)
  • Gurken an Pflanzstäbchen ziehen
  • ausreichend Platz und Licht für Paprika
  • im Gewächshaus Luftfeuchtigkeit anpassen
  • Paprika trockener, Gurken höhere Luftfeuchtigkeit

Knoblauch

Knoblauch (Allium sativum) und Paprika vertragen sich ebenfalls sehr gut. Der Knoblauch hat fungizide Eigenschaften, die den Paprika vor Pilzinfektionen bewahren.

Knoblauch (Allium sativum)

Verwenden Sie zum Pflanzen nur Sommer-Knoblauch, der spätestens im Herbst geerntet wird. Der Sommer-Knoblauch wir eigentlich im März gepflanzt. Das ist wesentlich früher als der Paprika ins Beet kommt. Sie können den Knoblauch mit dem Paprika pflanzen, jedoch ist dann die Ernte etwas geringer. Sie können den Knoblauch auch vorziehen und haben schon größere Pflanzen, die sie direkt mit dem Paprika pflanzen können.

Kohl

Fast alle Kohl-Sorten passen zum Paprika. Lediglich Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes) oder hohe Blatt-Kohl-Arten eignen sich nicht in der Paprika-Mischkultur. Sie sind jedoch eine ideale Vorkultur im Vorjahr, der im nächsten Paprika folgt.

Wirsing (Brassica oleracea convar. capitata var. sabauda)
Wirsing

Auswahl an geeigneten Kohlarten:

  • Weißkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. alba)
  • Rotkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. rubra)
  • Spitzkohl (Brassica oleracea var. capitata f. alba)
  • Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis)
  • Brokkoli (Brassica oleracea var. italica)
  • Wirsing (Brassica oleracea convar. capitata var. sabauda)

Wenn Sie Kohl-Arten in der Mischkultur pflanzen, achten Sie darauf, dass alle Pflanzen ausreichend Platz haben. Paprika wächst nicht so schnell wie der Kohl und wird schnell überwuchert, wenn die Pflanzabstände nicht eingehalten werden.

Kopfsalat

Kopfsalate (Lactuca sativa) sind in der Paprika-Mischkultur ein idealer Partner sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus. Kopfsalate sind Schwachzehrer, die kaum Nährstoffe benötigen. Sie stellen keine Konkurrenz zu den Paprika-Pflanzen dar.

Kopfsalat (Lactuca sativa)

[infobox type=“check“ content=“Tipp: Der Kopfsalat entwickelt sich im Halbschatten besser. Zudem füllt er den Platz zwischen den Stauden sehr gut aus. Wenn Sie den Kopfsalat abgeerntet haben, sollten Sie regelmäßig nachpflanzen, damit keine Lücken bleiben.„]

Lauch

Lauch (Allium porrum) gehört ebenfalls zu den Pflanznachbarn, die einen positiven Effekt auf den Paprika haben.

  • wehrt Weiße Fliege ab
  • fördert Entwicklung der Paprika-Pflanzen
  • raschere Fruchtbildung
Lauch (Allium porrum)

Achten Sie beim Pflanzen aus ausreichend Abstand. Der Lauch hat zwar einen schlanken Wuchs, hat durchaus einen hohen Nährstoffbedarf.

Lauch sollten Sie außerdem regelmäßig anhäufen, damit er lange weiße Schäfte bildet. Davon profitiert auch der Paprika, denn er kann Seitenwurzeln ausbilden. Diese versorgen ihn mit Wasser und Nährstoffen, wodurch er ertragreicher wird.

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Der Lauch ist anfällig für unterschiedliche Schädlinge, die durch den Paprika nicht vertrieben werden. Kombinieren Sie daher den Lauch und die Paprika-Pflanzen mit Karotten (Daucus carota), die sich ebenfalls mit dem Paprika gut vertragen und Schädlinge vom Lauch fernhalten.„]

Mangold

Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) wird in der Paprika-Mischkultur unterschiedlich eingestuft. Gelegentlich wird er, sowie die Rote Bete (Beta vulgaris), als schlechter Nachbar angeführt. Dies stimmt jedoch nur bedingt, denn nur, wenn der Pflanzabstand nicht eingehalten wird, ist er in der Mischkultur ungeeignet.

Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris)
Mangold

Mangold bildet oft hohe und ausladende Blätter, die die Paprika-Pflanzen beschatten können. Dadurch bilden sie weniger Blüten aus. Pflanzen Sie den Mangold mit ausreichend Abstand und ernten Sie regelmäßig die Blätter ab, ist er ein guter Nachbar für Paprika.

Petersilie

Petersilie (Petroselinum crispum) ist im Freiland ein guter Nachbar, der keine Konkurrenz um Nährstoffe bildet. In der Paprika-Mischkultur können Sie sowohl Pflanzen als Unterpflanzung verwenden oder die Petersilie säen.

Petersilie (Petroselinum crispum)

Geeignet in der Mischkultur sind diese Petersilien-Arten:

  • Schnittpetersilie
  • Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum subsp. tuberosum)

Die Petersilie hält zudem Blattläuse fern, für die die Paprika anfällig ist.

Rettich

In der Paprika-Mischkultur sind alle Kreuzblüten-Gewächse, wozu auch Rettich (Raphanus) gehört, ein idealer Partner. Rettich ist eine eher kurze Kultur, die Sie in mehreren Sätzen zeihen können. Rettich ist allerdings nicht für die Kultur im Gewächshaus geeignet. Aufgrund der hohen Temperaturen neigt er dort im Sommer zum Schießen.

Rettich (Raphanus)

[infobox type=“check“ content=“Tipp: Anstatt Rettich zu säen, können Sie in die Mischkultur mit Paprika auch Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) pflanzen. Sie müssen ebenfalls in mehreren Sätzen gesät werden.„]

Tomaten

Gemüse, die zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, sollten in der Mischkultur nicht kombiniert werden. Sie begünstigen die Übertragung von Krankheiten und Schädlingen. Bei Tomaten (Solanum lycopersicum) ist dies eine Ausnahme, denn im Vergleich zu anderen Nachtschattengewächsen, zu denen auch die Paprika-Pflanzen gehören, vertragen sich diese Gemüsesorten sehr gut.

Tomatenpflanze

Vorteile von Tomaten:

  • halten Blattläuse fern
  • haben ähnliche Standortansprüche
  • sind in der Düngung ähnlich
  • haben die gleiche Pflanzzeit

Achten Sie bei Tomaten in der Mischkultur darauf, die Pflanzabstände einzuhalten. Paprika-Pflanzen wachsen zwar nicht so hoch wie die Tomaten, bis sie jedoch im unteren Bereich ausgegeizt oder entblättert sind, werfen Tomaten einiges an Schatten, wodurch die Paprika-Pflanzen ein starkes Höhenwachstum entwickeln. Dadurch beginnen sie später mit der Bildung von Blüten und Früchten.

Häufig gestellte Fragen

Eignen sich noch weitere Blumen, um Bestäuber anzulocken?

Geeignet um Bestäuber für den Paprika anzulocken, sind beispielsweise ungefüllte Studentenblumen oder Ringelblumen. Begrenzt eignet sich auch Lavendel. Hier sollten Sie jedoch den einjährigen Schopf-Lavendel verwenden, da mehrjährige Pflanzen im Gemüsebeet eher ungeeignet sind.

Welche Pflanznachbarn eignen sich nicht für Paprika-Pflanzen?

Ungeeignet in der Paprika-Mischkultur sind Kartoffeln oder Auberginen. Fenchel ist ebenfalls nicht geeignet, denn er bremst die Entwicklung der Pflanzen.