Kann man Grünkohl roh essen? Worauf Sie achten sollten

Grünkohl roh essen Während dieses klassische Wintergemüse früher als Arme-Leute-Essen galt, hat es mittlerweile auch in der modernen Lifestyle-Küche Einzug gehalten. Meist kennt man Grünkohl, der in einigen Regionen Deutschlands auch als Braun- oder Krauskohl bekannt ist, nur in gekochtem Zustand. Dabei ist diese Vitaminbombe auch im rohen Zustand essbar und schon gar nicht giftig. Roh lässt er sich zu unterschiedlichsten Gerichten kombinieren, als Salatbeilage verwenden sowie zu einem leckeren Smoothie oder Chips verarbeiten.


Auch roh genossen, ein echtes Superfood

Grünkohl ist ein Gemüse, das man mit Recht als Superfood bezeichnen kann. Das liegt insbesondere daran, dass der Gehalt an Nähr- und Vitalstoffen in diesem Wintergemüse besonders hoch ist. Dabei übertrifft er damit nicht nur andere Gemüsearten, sondern sogar die meisten anderen Kohlarten bei Weitem. Was den Grünkohl so wertvoll macht, sind hochwertiges Protein, zahlreiche Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe, Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium und Eisen sowie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Nach dem ersten Frost beginnt die Grünkohl-Saison und dauert bis in den März hinein. Jetzt kann er geerntet und seine Blätter frisch vom Strunk genossen oder entsprechend weiterverarbeitet werden. Dabei hat insbesondere der Rohverzehr wesentliche Vorteile gegenüber der Zubereitung beim Kochen.

Vorteile von rohem Verzehr

Wie bei den meisten Gemüsearten ist auch beim Braunkohl der rohe Verzehr besonders empfehlenswert. Das liegt vor allem daran, dass wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe beim Kochen ausgeschwemmt und mitsamt dem Kochwasser entsorgt werden, sie gehen verloren. Die Hitze zerstört aber auch manch hitzeempfindliche Vitamine wie z.B. das Vitamin C. Sie sind dann für unseren Körper nicht mehr verwertbar. Wer tatsächlich Wert auf den Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe legt, sollte den rohen Verzehr dem Gekochten auf jeden Fall vorziehen.

  Tipp: Natürlich ist Grünkohl auch im zubereiteten Zustand immer noch sehr gesund, dennoch ist der Rohverzehr eine nicht zu unterschätzende Alternative.

Wann man Grünkohl ernten kann

  • Grünkohl roh essen Grün- oder Braunkohl am besten im eigenen Garten anbauen
  • Frischegenuss so über mehrere Wochen möglich
  • Saison von Grünkohl beginnt nach dem ersten Frost
  • Ernte drei bis fünf Monate nach der Aussaat
  • in der Regel von Oktober/November bis Februar/März
  • Aussaat sollte spätestens im Juni erfolgen
  • so steht einer Ernte im Winter nichts im Wege
  • Großteil aller Gemüsearten verträgt keinen Frost
  • Ernte muss demzufolge vor dem ersten Frost erfolgt sein
  • beim Grünkohl ist das Gegenteil der Fall
  • er sollte mindestens einmal Frost bekommen
  • Braunkohl ist nahezu kälte- bzw. frostunempfindlich
Frost hat zur Folge, dass der Kohl seinen typischen Geschmack bekommt. Darüber hinaus sorgt er für eine lockere Blattstruktur, was diese bekömmlicher macht. Für eine einmalige Ernte kann man die Pflanzen aus dem Boden ziehen und die Blätter mit den Händen abstreifen. Möchte man jedoch mehrfach ernten, lässt man die Pflanzen stehen und streift die Blätter von außen nach innen ab. Danach wächst die äußere Blattschicht in der Regel wieder nach, sodass im Normalfall erneut geerntet werden kann.

  Tipp: Soll über einen längeren Zeitraum geerntet werden, ist es wichtig die Blätter regelmäßig abzuernten, ansonsten könnten sie bitter im Geschmack werden.

Worauf man bei gekauftem Kohl achten sollte

Grünkohl roh essen Wer keinen eigenen Garten hat oder wem der Anbau zu aufwendig ist, kann Grünkohl zur entsprechenden Jahreszeit auch kaufen. Dann sollte man allerdings einige Dinge berücksichtigen. Zunächst sollte man darauf achten, dass die Blätter noch intensiv grün sind sowie frisch und knackig aussehen und sich auch so anfühlen. Sie sollten möglichst noch keine gelben oder braunen Ränder aufweisen. 

Am besten setzt man auf Bioware. Die dürfte im Gegensatz zu Discounterware in der Regel nicht mit Pestizidrückständen belastet sein. Wenn der frische gekaufte Kohl nicht sofort verarbeitet werden soll oder kann, bewahrt man ihn zwischenzeitlich am besten im Kühlschrank auf. Hier bleibt er bis zu fünf Tage frisch.

Fazit
Braunkohl ist ein äußerst gehaltvolles und demzufolge gesundes Gemüse. Es enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe in besonders hoher Konzentration, was es zu einem echten Powergemüse macht. Zudem verfügt es über eine heilende Wirkung, was übrigens schon in der Antike bekannt war. Und wird es roh verzehrt, bleiben alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten.


Tipps für Schnellleser
Tipps für Schnellleser
- Grünkohl gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse
- auch bekannt als Braunkohl oder Krauskohl
- ein klassisches Wintergemüse
- eines der gesündesten und nährstoffreichsten Gemüse
- arm an Kalorien und reich an wertvollen Inhaltsstoffen
- kann gekocht, gedünstet und roh verzehrt werden
- ist im Rohzustand weder unverträglich noch giftig
- bei Rohverzehr bleiben alle Inhaltsstoffe komplett erhalten
- Großteil der Vitamine und Mineralstoffe beim Kochen ausgeschwemmt
- Hitze zerstört hitzeempfindliche Vitamine, wie das Vitamin C
- Hauptsaison ist von Oktober/November bis Februar/März
- für Winterernte, Aussaat bis spätestens Juni
- Ernte nicht vor dem ersten Frost
- Grünkohl sollte mindestens einmal Frost bekommen
- Kälte sorgt für den typischen Geschmack
- Ernte mehrmals möglich
- Blätter immer von außen nach innen abstreifen
- äußere Blätter wachsen wieder nach
- regelmäßige Ernte empfehlenswert
- Blätter bekommen sonst einen bitteren Geschmack
- bei gekauftem Kohl auf grüne, frische und knackige Blätter achten
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