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Thuja ist vertrocknet: wie wird eine braune Thuja wieder grün?

Thuja vertrocknet

Ob bildhaft formbares Solitärgewächs oder blickdichte Hecke, der Thuja zählt zu einem der am weitesten verbreiteten Ziergehölze privater Vorgärten und Gärten. Trotz eines intensiven Wuchses und einer vergleichsweise einfachen Pflege verfärben sich Pflanzen immer wieder vom gewohnten, satten grün hin zu braun. Wie erklären die Ursachen und Maßnahmen, um aus dem unliebsamen Braun wieder ein frisches, gesundes Grün zu erhalten.

Von der Ursache zur Abhilfe

Nachvollziehbarerweise sind Hobbygärtner und Gartenbesitzer vor allem daran interessiert, wie sie ihren Lebensbaum möglichst schnell wieder in grün erstrahlen lassen können. Wegen der unterschiedlichen Ursachen, die zur ungeliebten Braunfärbung führen können, fallen allerdings auch die Maßnahmen dagegen stark unterschiedlich aus. Abhilfe ohne Kenntnis der Ursache ist deshalb kaum effektiv möglich und wäre im besten Fall ein glücklicher Zufallstreffer.

Braun gleich Trocken?

Üblicherweise geht eine Braunfärbung bei Pflanzen oder Pflanzenteilen mit einem Vertrocknen der betroffenen Triebe oder Blätter einher. Denn die Bräunung folgt in der Regel aus dem Fehlen von Pflanzensaft und dem eng damit verbundenen Abbau des Chlorophylls. Nicht immer bedeutet trocken dabei ein vollständiges Austrocknen und Absterben. In diesem Fall wäre Abhilfe kaum mehr möglich, da vollständig vertrocknete Leitungsbahnen der Thuja meist so intensiv geschädigt sind, dass eine Revitalisierung kaum noch möglich ist. Stattdessen tritt die Bräunung im Regelfall bereits bei einem Absinken des Wassergehalts ein, so dass bei frühzeitiger Reaktion eine Wiederbelebung und eine Rückkehr zur grünen Farbe gut möglich ist.

Winterbräune

Koniferen werden braunUnser erster Fall ist gleich ein Sonderfall, da hier keine Beeinträchtigung, Erkrankung oder Schädigung vorliegt, sondern die braune Farbe schlicht einer Anpassung der Pflanzen an winterliche Kälteperioden folgt:

  • Winterbräune ursprünglich Anpassung wilder Thuja an Extremfröste der nordamerikanischen Heimat
  • Braunfärbung im Spätherbst beginnend und im Frühjahr mit Einsetzen der Wachstumsphase verschwindend
  • bei wilden Arten und alten Zuchtformen auftretend
  • moderne Zuchtformen keine Winterbräune mehr vorhanden
  • ABER: Winterbräune weist auf höhere Frosthärte beim Lebensbaum hin
Hinweis: Aktivitäten gegen die Winterbräune sind selbstverständlich nicht erforderlich. Eine gute Pflege und Versorgung kann den Lebensbaum aber im Frühjahr dabei unterstützten, schneller wieder zum frischen Grün zurück zu kehren.

Trockenheit

Sowohl ein Fehlen von Niederschlägen, als auch zu geringes Gießen oder schlicht das fehlende Vermögen der Pflanzen, das angebotene Wasser aufzunehmen, führt zu einem geringen Wassergehalt im Lebensbaum mit von den Blättern aus fortschreitender Braunfärbung.

Voraussetzungen:

  • Trockene Sommer
  • Kalte Winter
  • durchgefrorene Böden (dann Wasseraufnahme der Wurzeln nicht möglich)
  • Starke, trockene Winde

Maßnahmen:

  • Bodenabdeckungen aus Rindenmulch etc., um Austrocknung entgegen zu wirken
  • Regelmäßiges Gießen, im Winter an frostfreien Tagen
  • Vorbeugen durch Intensives Wässern vor Einsetzen des Frosts, um Wasserreservoirs in Boden und Pflanze zu füllen

Salz

Ob Streusalz, oder der zu gut gemeinte Einsatz von Blaukorn, die Thuja reagiert empfindlich auf jede Form von Salzen, wenn sie zu intensiv auf ihn einwirken. Die Folge sind braune Verfärbungen der Triebspitzen, später der ganzen Triebe. Abhilfe für die Pflanze gut möglich, wobei die betroffenen Triebe meist verloren sind.

Abhilfe:

  • Thuja schneidenvertrocknete Thuja-Triebe abschneiden und entsorgen
  • Pflanze abbrausen und Salze aus Spritzwasser etc. abspülen
  • Boden gut wässern, um Salze in tiefere Bodenschichten auszuwaschen
  • Mineralische Nährstoffgaben zunächst reduzieren, um Wasserhaushalt zu normalisieren

Saure Böden

Weist der Boden um die Thuja einen zu sauren pH-Wert auf, reichert sich in ihm meist eine hohe Menge freien Mangans an. Auf dieses reagiert die Pflanze durch braunschwarze Nadelverfärbungen in Verbindung mit einer zunehmenden Austrocknung.

Abhilfe:

  • Bodensauren Kalk in Erdreich einarbeiten
  • Nach zwei bis drei Monaten Kompost zugeben und einharken, um Nährstoffversorgung des Bodens auszugleichen

Krankheiten

Verschiedene Krankheiten können ebenfalls dazu führen, dass die Triebe und Blätter der Thuja vertrocknen und braun werden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Pilzerkrankungen, wie beispielsweise:

  • Pestalotia-Triebsterben
  • Nadel- oder Schuppenbräune
  • Kabatina-Triebsterben

Koniferen werden braunAllen gemein ist der Pilz als Erreger, sowie die Ausbreitung von den jungen, besonders anfälligen Triebspitzen ausgehend. Abhilfe gelingt vor allem durch schnelle und zielgerichtete Gegenmaßnahmen:

  • Befallene Triebe zurückschneiden
  • Fungizide Mittel aufsprühen
  • Vorbeugen durch Ausgleich des Nährstoffhaushalts, um Anfälligkeit zu reduzieren (v.a. Magnesium und Calcium)