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21 Spinnenarten in Deutschland mit Bild

Spinnen gibt es in jedem Lebensraum, sie dringen selbst in menschliche Behausungen vor. Auch wenn sie häufig Ekel auslösen, sind es doch faszinierende Lebewesen. Einige Spinnenarten werden hier vorgestellt.

Spinnenarten von B bis G

Baldachinspinne (Linyphia triangularis)

Gemeine Baldachinspinne (Linyphia triangularis)
  • Körpergröße: bis 7 mm
  • Aussehen: Vorderkörper gelblichbraun mit schwarzer Umrandung, Hinterkörper weiß und braun gestreift oder mit Zackenlinie
  • Netz und Nahrung: großes Baldachinnetz in niedriger Vegetation, Fluginsekten
  • Vermehrung: Eikokons werden an verborgener Stelle abgelegt
  • Vorkommen: in Wäldern, aber auch offenen Landschaften, überall häufig

Brückenkreuzspinne (Larinioides sclopetarius)

Brückenkreuzspinne (Larinioides sclopetarius)
  • Körpergröße: Männchen bis 8 mm Weibchen bis 13 mm
  • Aussehen: gräuliche Grundfärbung, weißliche oder dunklere Zeichnung mit weißem Rand
  • Netz und Nahrung: Radnetz, häufig über dem Wasser und in der Nähe von Straßenlaternen, nächtliches Licht lockt Insekten ins Netz
  • Vorkommen: in Gewässernähe an Bauwerken und Felsen aller Art

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: An geeigneten Standorten bilden Brückenspinnen größere Kolonien, die sich beim Netzbau gegenseitig unterstützen.„]

Dreieckspinne (Hyptiotes paradoxus)

Dreiecksspinne (Hyptiotes paradoxus)
  • Körpergröße: Männchen bis 4 mm, Weibchen wenig größer
  • Aussehen: bräunlich, Weibchen in der Seitenansicht dreieckig, Männchen mit niedrigerem Hinterkörper
  • Netz und Nahrung: baut dreieckiges Netz im unteren Baumbereich, fängt Fluginsekten
  • Vermehrung: Eikokon wird auf einem Fichtenzweig abgelegt, Jungtiere schlüpfen erst nach der Überwinterung
  • Vorkommen: in Fichtenwäldern eine der häufigsten Spinnenarten

Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)

Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)
  • Körpergröße: Männchen bis zu 10 mm, Weibchen bis zu 17 mm
  • Aussehen: leicht zu bestimmen, Grundfärbung variabel, namengebende Kreuzzeichnung auf dem Rücken
  • Netz und Nahrung: typisches Radnetz, fängt Fluginsekten
  • Vermehrung: legt Eikokon an verborgener Stelle ab, Jungspinnen schlüpfen nach der Überwinterung
  • Vorkommen: in Gärten, Park und an Waldrändern, überall häufig

Gewächshausspinne (Parasteatoda tepidariorum)

Gewächshausspinne (Parasteatoda tepidariorum)
  • Körpergröße: Männchen bis 4mm, Weibchen fast doppelt so groß
  • Aussehen: hell- bis dunkelbraun mit dunkleren Flecken
  • Netz und Nahrung: Fangnetz in Bodennähe, Insekten
  • Vermehrung: kann bis zu 5 Kokons im Jahr herstellen, bewacht Kokons bis zum Schlupf der Jungtiere
  • Vorkommen: fast ausschließlich in Gewächshäusern und anderen Gebäuden, nur in warmen Gebieten auch im Freiland

Gewöhnliche Ovalspinne (Enoplognatha ovata)

Gewöhnliche Ovalspinne (Enoplognatha ovata)
  • Körpergröße: Männchen bis 5 mm, Weibchen bis 7 mm
  • Aussehen: auffälliger kugelförmiger, weißlich oder gelblicher Hinterkörper mit schwarzen Punkten, bei einigen Exemplaren auch mit zwei roten Streifen, Beine sehr lang und dünn
  • Netz und Nahrung: Haubennetz auf hohen Pflanzen, Schlupfwinkel in einem zusammengesponnenen Blatt, frisst Fluginsekten bis hin zu Wespen und Bienen
  • Vermehrung: legt Eikokon in Brutnest, bewacht Brut und Jungtiere
  • Vorkommen: überall häufig

Große Winkelspinne (Tegenaria atrica)

Große Winkelspinne (Tegenaria atrica)
  • Körpergröße: Männchen bis 15 mm, Weibchen bis 15 mm
  • Aussehen: Grundfärbung dunkel mit hellerer Zeichnung auf dem Rücken
  • Netz und Nahrung: Trichternetz in Zimmerecken oder hinter Möbeln, Insekten
  • Vorkommen: in Deutschland meist in Gebäuden

Von H bis K

Hauswinkelspinne (Tegenaria domestica)

Hauswinkelspinne (Tegenaria domestica)
  • Körpergröße: Weibchen bis 11,5 mm, Männchen bis zu 9
  • Aussehen: Körper hell-ocker bis grau-braun, in der Mitte einmal eingeschnürtes Brustschild mit vier seitlichen Flecken, rundlicher Hinterleib, weich behaart, Bein undeutlich geringelt oder gefleckt
  • Netz: trichterförmige Höhle aus mehreren Lagen
  • Vorkommen: in Häusern, im Frühling/Sommer/zeitigen Herbst auch an geschützten Orten im Freien

Herbstspinne (Metellina segmentata)

Herbstspinne (Metellina segmentata)
  • Körpergröße: Männchen bis 7,5 mm, Weibchen etwas größer
  • Aussehen: Beine gestreift, Körper mit heller Grundfärbung und schwarzer Fleckenzeichnung, auch rötliche Exemplare
  • Netz und Nahrung: typisches Radnetz, Fluginsekten
  • Vermehrung: Eikokon wird an Zweigen oder an Baumrinde abgelegt
  • Vorkommen: eine der häufigsten Radnetzspinnen, in Wäldern aber auch offenen Landschaften verbreitet

Körbchenspinne (Agalenatea redii)

Körbchenspinne (Agalenatea redii)
  • Körpergröße: Männchen bis 5 mm, Weibchen bis 8 mm
  • Aussehen: sehr variable Färbung, häufig hell- oder dunkelbraun mit hellerer Zeichnung
  • Netz und Nahrung: Radnetz mit körbchenförmiger Sitzwarte, Insekten
  • Vermehrung: kleiner Eikokon, Jungspinnen überwintern
  • Vorkommen: an sonnigen und trockenen Standorten, eine der häufigsten Spinnenarten

Kürbisspinne (Araniella cucurbitina)

Kürbisspinne (Araniella cucurbitina)
  • Körpergröße: bis zu 8 mm, Männchen auch um die Hälfte kleiner
  • Aussehen: Vorderkörper und Beine braun, Hinterleib auffällig grün und rund mit kleinen schwarzen Flecken, Unterseite mit rotem Fleck über den Spinndrüsen
  • Netz und Nahrung: Radnetz (10 cm), häufig auf der Oberseite eines großen Blattes, ansonsten in der Krautschicht, fängt Insekten
  • Vermehrung: legt mehrere Eikokons, Jungtiere eher rötlich gefärbt
  • Vorkommen: Waldränder, aber auch im offenen Gelände, überall verbreitet

Von L bis S

Listspinne (Pisaura mirabilis)

Listspinne (Pisaura mirabilis)
  • Körpergröße: Männchen bis 12 mm, Weibchen nur wenig größer
  • Aussehen: Grundfärbung hell- oder rötlichbraun, länglicher Körperbau, heller Mittelstreifen auf dem Vorderkörper
  • Netz und Nahrung: Fangnetz in der Krautschicht, Insekten und andere Spinnen
  • Vermehrung: baut größere Eikokon, den es herumträgt, später Brutnest, in dem die Jungspinnen schlüpfen, werden vom Muttertier bewacht
  • Vorkommen: besonders häufig an Waldwegen, Lichtungen oder Waldrändern

Rote Röhrenspinne (Eresus kollari)

Rote Röhrenspinne (Eresus kollari)
  • Körpergröße: Männchen bis zu 11 mm, Weibchen bis zu 16 mm
  • Aussehen: auffällige Geschlechtsunterschiede, Weibchen überwiegend blauschwarz, Männchen mit auffälligem rotem Hinterleib, darauf vier schwarze Flecken, weiße Ringe an den Beinen
  • Netz und Nahrung: baut niedrige Fangnetze, die in der Wohnröhre enden, fängt hauptsächlich Käfer
  • Vermehrung: betreibt Brutpflege, Jungen werden gefüttert, später stirbt das Muttertier und wird von den Jungen gefressen
  • Vorkommen: in wärmeren Gegenden, selten

Schilfradspinne (Larinioides cornutus)

Schilfradspinne (Larinioides cornutus)
  • Körpergröße: Männchen bis 8 mm, Weibchen bis 13 mm
  • Aussehen: Grundfärbung hell mit bräunlicher Zeichnung, Beine dunkler
  • Netz und Ernährung: Radnetz im unteren Bereich der Vegetation, gesponnener Schlupfwinkel, mit Pflanzenteilen getarnt, Insekten
  • Vermehrung: mehrere Eikokons pro Jahr, immer im Schlupfwinkel verborgen
  • Vorkommen: in der Nähe von Gewässern aller Art, überall häufig

Sektorspinne (Zygiella x-notata)

Sektorspinne (Zygiella x-notata)
  • Körpergröße: Männchen bis 7 mm, Weibchen bis 11 mm
  • Aussehen: Vorderkörper und Beine dunkel, Hinterleib hell mit gräulicher Zeichnung
  • Netz und Nahrung: baut meist kein vollständiges Radnetz, Fangfäden in zwei Sektoren ausgespart, Fluginsekten
  • Vermehrung: bis zu 5 Eikokons in geeigneten Verstecken, Jungspinnen bauen anfangs normales Radnetz
  • Vorkommen: im Siedlungsbereich häufig

Spaltenkreuzspinne (Nuctenea umbratica)

Spaltenkreuzspinne (Nuctenea umbratica)
  • Körpergröße: Männchen bis 10 mm, Weibchen bis 16 mm
  • Aussehen: auffallend flacher Körper, dunkle Grundfärbung mit hell gesäumter Zeichnung, mehrere paarige, punktförmige Einkerbungen
  • Netz und Nahrung: teilweise sehr großes Radnetz mit verschobener Nabe, Fluginsekten
  • Vorkommen: überall häufig, selten in Gebäuden

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Der Name dieser Spinnenart leitet sich von ihrer Fähigkeit ab, selbst in die schmalsten Spalten schlüpfen zu können. Mit Hilfe von speziellen Muskeln im Hinterleib kann sich die Spinne noch weiter abflachen.„]

Von V bis Z

Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia)

Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia)
  • Körpergröße: Männchen bis 5mm, Weibchen doppelt so groß
  • Aussehen: Männchen Vorderleib dunkel, ebenso vordere Beinpaare, hintere Beinpaare und Hinterleib heller mit dunkler Längszeichnung, Weibchen variabel gefärbt, etwa weiß, gelb oder grün
  • Netz und Nahrung: reine Jagdspinne, auch größere Insekten wie Schmetterlinge und Bienen
  • Vermehrung: Eikokon wird sicher versteckt, Jungspinnen überwintern
  • Vorkommen: in Gärten, offenen Landschaften, sonnigen Orten, überall verbreitet

Wasserspinne (Argyroneta aquatica)

Wasserspinne (Argyroneta aquatica)
  • Körpergröße: Männchen bis 15 mm, Weibchen nur bis zu 9 mm
  • Aussehen: dunkelbraun, im Wasser mit silbriger Luftschicht überzogen
  • Netz und Nahrung: baut sich aus Spinnfäden eine Art Taucherglocke, die sie mit Luft füllt, kleine Wasserlebewesen
  • Vermehrung: findet in der Taucherglocke statt
  • Vorkommen: in sauberen stehenden Gewässern, selten geworden wegen Lebensraumvernichtung

Wespenspinne (Argiope bruennichi)

Wespenspinne (Argiope bruennichi)
  • Körpergröße: Männchen bis zu 6 mm, Weibchen bis zu 17 mm
  • Aussehen: leicht zu bestimmen, Weibchen mit weiß-gelb-schwarz gestreiftem Hinterleib, Männchen fast einheitlich braun
  • Netz und Nahrung: baut Radnetz mit typischer Zickzacklinie in der Mitte, fängt häufig Heuschrecken
  • Vermehrung: Männchen wird nach der Paarung häufig gefressen, Weibchen baut größere Eikokons, in denen die Jungspinnen überwintern
  • Vorkommen: aus dem Mittelmeergebiet, in Deutschland eingewandert, inzwischen überall häufig, meist auf Wiesen in Bodennähe

Zebraspringspinne (Salticus scenicus)

Zebraspringspinne (Salticus scenicus)
  • Körpergröße: bis 7 mm
  • Aussehen: leicht zu bestimmen, schwarz-weiß gestreift, auffällige Augen
  • Netz und Nahrung: reine Jagdspinne, Insekten
  • Vermehrung: der Eikokon wird bewacht und kurz vor Schlupf der Jungen geöffnet
  • Vorkommen: häufig an sonnigen Mauern, auch in Gebäuden, weit verbreitet in Deutschland

Zitterspinne (Pholcus phalangioides)

Große Zitterspinne (Pholcus phalangioides)
  • Körpergröße: bis 1 cm, mit Beinen deutlich größerer Durchmesser
  • Aussehen: leicht zu bestimmen, hell, meist bräunlich oder gräulich, Beine mit dunkleren Gelenken
  • Netz und Nahrung: Fangnetz meist in Ecken oder unter der Zimmerdecke, neben Insekten auch andere Spinnen, etwa Erkerspinnen
  • Vermehrung: legt einen Eikokon in Netznähe ab, Jungspinnen bleiben noch eine Weile im Netz der Mutter
  • Vorkommen: in Deutschland eine der häufigsten Spinnenarten in Gebäuden

[infobox type=“check“ content=“Hinweis: Ihren Namen verdankt diese Spinnenart ihrem Verhalten bei einer ‚Störung‘. Denn da beginnt sie mit schnellen Bewegungen zu ‚zittern‘, so dass ihre Umrisse verschwimmen.„]

Häufig gestellte Fragen

Ist der Weberknecht eine Spinne?

Sie gehören zwar zu den Spinnentieren, nicht aber zu den Webspinnen, wie alle vorgenannten Arten. Weberknechte haben keine Gift- und keine Spinndrüsen. Sie sind in Deutschland weit verbreitet und leicht zu bestimmen.

Sind einheimische Spinnenarten gefährlich?

Grundsätzlich ist der Biss einer Spinne nicht gefährlich, das Gift kann einem Menschen nicht schaden. Trotzdem kann die Wunde gerade bei größeren Spinnenarten weh tun.