Ranunkelstrauch

Der Ranunkelstrauch ist auch unter dem Namen Goldröschen oder wissenschaftlich unter Japanische Kerrie ( Kerria japonica) bekannt. Der Strauch überzeugt durch seine schönen und zahlreichen goldgelben Blüten, die ihn von April bis Juni zieren. Bei guter Pflege gibt es eine zweite Blüte, dann von August bis September. Es gibt sowohl einfache (’Simplex’), als auch gefüllte Blüten (’Pleniflora’). Beim Laub der Ranunkel gibt es ebenfalls Unterschiede. Viele Ranunkelsträucher haben grünes Laub, es gibt aber auch Arten mit grün-weiß panaschierten Blättern (’Picta’). Alle haben auch im Winter einiges zu bieten. Ihre hellgrünen, leuchtenden Zweige fallen im ansonnsten recht tristen Garten sehr auf.

Ranunkelstrauch pflegen

Der Wuchs des Ranunkelstrauches ist nicht wirklich umwerfend. Die etwa 2 Meter hohen Triebe sterben schon im zarten Alter von drei oder vier Jahren ab. Nur bei sehr gutem Standort und idealem Boden wird der Ranunkelstrauch wirklich als einzelner Strauch üppig. Erst durch seine vielen Ausläufer erscheint der Strauch kompakt und groß. Dafür wird er aber im Inneren langsam hohl. Man muss also immer schneiden, um die Form zu erhalten.

Der Ranunkelstrauch ist schnellwüchsig. Wenn man nicht aufpasst, kann sich das Gehölz ziemlich ausbreiten. In kleinen Gärten, wo wenig Platz ist, kann das zum Problem werden. Hier hilft Vorbeugen. Am besten baut man gleich eine Wurzelsperre ein. Ansonsten sind Ranunkel pflegeleicht und nicht anspruchsvoll. Der Strauch ist gut schnittverträglich, blühfreudig und vollkommen winterhart.

Was man nicht vergessen darf ist, den Ranunkelstrauch bei Trockenheit zu gießen, denn es ist ein Flachwurzler, der sich kein Wasser aus der Tiefe holen kann. Ansonsten ist nur ein jährlicher Schnitt empfehlenswert, damit der Strauch nicht vergreißt und immer wieder verjüngt wird.

Standort

RanunkelstrauchDer Ranunkelstrauch kommt eigentlich fast mit jedem Standort klar. Er mag Sonne, aber knallige Sonne ist für die Blüten nicht ideal. Auch Halbschatten und gar Schatten werden toleriert.

  • Sonne bis Schatten
  • Bei zu sonnigem Standort bleichen die Blüten aus
  • Halbschatten ist daher besser
  • Auch Schatten wird vertragen. Angeblich soll dann die Blüte noch üppiger ausfallen. Auf jedem Fall hält sie länger.

Pflanzsubstrat

Auch in Punkto Pflanzsubstrat ist der Ranunkelstrauch nicht sehr anspruchsvoll. Die Erde darf nur nicht zu trocken und nicht zu nass sein. Außerdem ist Bodenverdichtung schädlich. Ansonsten kommt das Gehölz mit fast jedem Boden klar. Je besser aber Boden und Standort sind, desto schöner und prächtiger gedeiht und blüht der Strauch.

  • Toleriert alle durchlässigen, lockeren und nicht zu trockenen Böden
  • Sandig bis lehmig
  • Normaler bis hoher Nährstoffgehalt
  • PH-Wert – schwach sauer bis schwach alkalisch
  • Zu sauer darf der Boden aber nicht sein!
  • Empfindlich gegen Bodenverdichtung
  • Mag Kalk nicht sonderlich
  • Keine Stauinässe

Pflanzen von Ranunkel

Der Ranunkelstrauch eignet sich als Solitär oder für kleinere Sichtschutzhecken. Auch für gemischte Gehölzpflanzungen zusammen mit anderen Blühsträuchern ist er geeigenet. Besonders schön sieht er im Winter neben Hartriegel aus. Die grünen und die roten Triebe zusammen bilden eine auffällige Einheit im ansonsten recht tristen Wintergrau.

Beim Pflanzen sollte man beachten, dass der Ranunkelstrauch starke Ausläufer bildet und sich so ausbreitet, bei guten Verhältnissen sogar sehr. Eine Wurzelsperre ist deshalb empfehlenswert. Der Ranunkelstaruch ist ein Flachwurzler. Die Wurzelsperre muss unbedingt oben aus der Erde schauen, etwa 5 cm reichen aus.

  • RanunkelstrauchBildet durch Ausläufer oft regelrechte Dickichte – Wurzelsperre einabuen
  • Die gefüllten Sorten sollen weniger Ausläufer bilden
  • Am besten im Frühjahr pflanzen.
  • Pflanzabstand in Schnitthecken ca. einen halben Meter
  • Pflanzabstand frei wachsende Hecke ca. einen Meter
  • Wurzelballen vor dem Pflanzen in Wasser stellen, mindestens so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen!

Gießen und Düngen

Da der Ranunkelstrauch ein Flachwurzler ist, kann er kein Wasser aus tieferen Bodenschichten ziehen. Das heißt, bei Trockenheit muss gegossen werden! Am besten gießt man durchdringend und wartet dann, bis der Boden wieder oberflächlich gut abgetrocknet ist. Auch beim Düngen ist einiges zu beachten.

  • Bei Trockenheit gießen!
  • Bei nährstoffreichem Substrat nicht düngen!
  • Wenn man zu stark düngt, gerade mit Stickstoff, geht die ganze Kraft ins Längenwachstum. Für die Blüte reicht sie dann nicht mehr.
  • Ich würde es auf alle Fälle erst einmal ohne Dünger versuchen. Wenn der Strauch schlecht blüht, kann man immer noch schnell mineralischen, schnell wirkenden Dünger nutzen, aber das ist meist absolut überflüssig.
  • Wer unbedingt düngen mag oder extrem mageren Boden hat, kann im Frühjahr mit Kompost düngen.

Schneiden

Der Ranunkelstrauch wächst breit und aufrecht und bildet aus dem Boden heraus lange, rutenförmige Triebe, welche sich kaum verzweigen und der Länge wegen bogig überhängen. Kürzt man die Ruten ein, verzweigen sie sich und treiben Seitentriebe. Von unter verkahlt der Strauch so allerdings. Die Seitentriebe wachsen waagerecht oder oft nach unten, es sieht nicht gut aus und passt optisch nicht. Deshalb ist der Ranunkelstrauch nicht wirklich für in Form geschnittene Hecken geeignet. Besser sind frei wachsende Hecken, aber für die braucht man Platz.

  • RanunkelstrauchBesser ist Auslichten!
  • Direkt nach der Blüte schneiden!
  • Alte Äste komplett am Boden abschneiden!
  • Der Strauch kann sich so verjüngen.
  • Ältere Triebe bekommen immer weniger Blüten, sie müssen raus.
  • Abgestorbene und über Kreuz wachsende Triebe herausschneiden!
  • Am besten blühen die ein und zweijährigen Triebe
  • Einen oder auch mehrere ZWeijährige, je nach Größe des Strauches, kann man auch gut blühend für die Vase schneiden.

Überwintern

Der Ranunkelstrauch stammt aus der Gebirgsregion Chinas und ist bei uns absolut winterhart. Auch in kalten Lagen kommt er im Winter prima zurecht. Was man nicht vergessen sollte ist, bei Trockenheit muss auch im Winter ab und zu mal gegossen werden!

Vermehren

Der Ranunkelstrauch vermehrt sich von allein. Er bildet Wurzelausläufer. Meist vermehrt er sich deutlich mehr und schneller, als das gewünscht ist und man muss etliche der Ausläufer entfernen. Will man mehrere Pflanzen haben, kann man die abgetrennten bewurzelten Ausäufer gleich an anderer Stelle wieder einpflanzen oder aber auch verschenken.

  • Abtrennung von Ausläufern
  • Einfach einen Ausläufer mit Wurzel ausgraben und woanders wieder einpflanzen
  • Stecklingsvermehrung funktioniert ebenfalls, ist aber deutlich aufwändiger

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten beim Ranunkelstrauch sind absolut selten. Es ist ein robustet Gewächs. Schädlinge sind auch ausgesprochen selten und stellen in der Regel keine Gefahr für den Strauch dar.

Tipps

  • RanunkelstrauchWer sich Bienen und Insekten in den Garten locken will, muss eine ungefüllte Sorte anpflanzen. Gefüllte Ranunkelsträucher werden von Bienen nicht angeflogen.
  • Der Ranunkelstrauch enthält in den Samen cyanogene Glykoside, wie sie auch in Samen von Steinobst oder Bittermandel vorkommen.

Fazit
Der Ranunkelstrauch ist eine dankbare Gartenpflanze. Der Strauch wird nur selten über 1,5 bis 2 Meter hoch und blüht wunderbar. Die meisten Pflanzenfreunde bevorzugen die gefüllten Blüten, ich mag eher die einfachen, aber das ist Geschmackssache. Der Ranunkelstrauch ist pflegeleicht und absolut hart im Nehmen. Er wird nur extrem selten krank und blüht zuverlässig Jahr für Jahr, meist sogar zweimal, auch wenn die zweite Blüte meist schwächer ausfällt. Beachten sollte man die Düngung und den Schnitt. Düngen ist meist nicht nur überflüssig, sondern sogar schlecht. Der Strauch wächst dann zu viel in die Länge und produziert kaum Blüten. Geschnitten wird immer nach der Blüte. Man schneidet ältere Triebe komplett am Boden ab, damit sich die Pflanze verjüngen kann. Ableger außenherum müssen entfernt werden, es sei denn, man möchte, dass sich der Ranunkelstrauch stark ausbreitet. Ansonsten gibt es nicht viel zu tun oder zu beachten. Der Ranunkelstrauch ist ein äußerst dankbarer Zeitgenosse.