Zimmerpflanzen

15 ideale Pflanzen fürs Bad mit Bild

Badezimmer voller Pflanzen

Zimmerpflanzen können ein tristes Badezimmer in eine erholsame grüne Wellnessoase verwandeln. Die unterschiedlichsten Arten fühlen sich hier wohl. Allerdings sollte die Auswahl der Pflanzen fürs Bad immer sorgfältig erfolgen.

Bauliche Gegebenheiten beachten

Gerade Blattschmuckpflanzen haben auf uns Menschen eine beruhigende Wirkung und können so unser Wohlbefinden steigern. Mit ihnen kann im Bad eine kleine Wohlfühloase zum Entspannen geschaffen werden. Aber Vorsicht, nicht alle kommen dabei mit dem dort vorherrschendem Raumklima zurecht. Bei der Auswahl sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • bestehende Lichtverhältnisse
  • höhere Temperaturen als im Rest der Wohnung
  • sehr hohe Luftfeuchtigkeit durch baden und duschen

Im Badezimmer entsteht dadurch ein meist tropisches bis subtropisches Klima. Vielen Zimmerpflanzen kommt diese Atmosphäre gerade recht, da sie genau solche Verhältnisse aus ihrer Heimat gewohnt sind.

Pflanzen fürs Bad

Nachfolgend eine kleine Auflistung der besten Pflanzen, die im Badezimmer gut gedeihen.

B bis E

Bergpalme (Chamaedorea elegans)

Die schattenliebende Bergpalme stammt aus den Bergregionen in Guatemala und Mexiko, wo sie unter Bäumen wächst. Sie ist robust und pflegeleicht.

Bergpalme (Chamedorea elegans)
  • Wuchs: aufrecht, teils leicht überhängend, 150 bis 300 cm hoch
  • Licht: hell bis schattig, keine direkte Sonne, mindestens 20 °C
  • Substrat: leicht alkalisch, durchlässig, Palmenerde oder Mischung aus Blumenerde und Sand (1:1)
  • Pflege: einmal wöchentlich tauchen, von März bis September 14-tägig düngen, Palmen- oder Grünpflanzendünger

Bogenhanf (Sansevieria)

Das Spargelgewächs (Asparagaceae) kommt aus dem tropischen Afrika. Die robuste Sukkulente braucht kaum Pflege.

Bogenhanf (Sansevieria cylindrica)
  • Wuchs: rhizombildend, aufrecht, 20 bis 150 cm hoch
  • Standort: sonnig bis halbschattig, keine Zugluft, optimal 21 bis 24 °C
  • Substrat: durchlässig, mineralisch, Mischung Blumenerde, Sand, Tongranulat zu gleichen Teilen oder Kakteenerde, bestens für Hydrokultur geeignet
  • Pflege: sparsam gießen, von März bis Oktober alle drei Wochen düngen, Kakteendünger

Echte Aloe (Aloe vera)

Das Grasbaumgewächs (Xanthorrhoeaceae) mit seinen fleischigen, stachligen Blättern bringt im Januar einen gelben, roten oder orangefarbenen Blütenstand hervor. Die Heilpflanze wird auch zur Herstellung von Kosmetik verwendet.

Echte Aloe (Aloe vera)
  • Wuchs: ausläuferbildend, 40 bis 60 cm hoch
  • Standort: warm, vollsonnig
  • Substrat: mineralisch, humusarm, durchlässig, Kakteenerde
  • Pflege: wenig gießen, 14-tägig düngen, Kakteendünger

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Bei einer hohen Luftfeuchtigkeit sind keine zusätzlichen Wassergaben notwendig.„]

Einblatt (Spathiphyllum wallisii)

Das Aronstabgewächs (Araceae) stammt aus den tropischen Gebieten Südamerikas. Zwischen den langen dunkelgrünen Blättern erscheint in den Monaten Juni bis September ein nach Vanille duftender weißlicher Blütenstand.

Einblatt (Spathiphyllum)
  • Wuchs: aufrecht, überhängende Blätter, horstbildend, 30 bis 80 cm hoch
  • Licht: absonnig bis schattig, 18 bis 25 °C
  • Substrat: Blumenerde mit hohem Humusanteil, Beimischung von Sand oder Blähton
  • Pflege: Wurzelballen leicht feucht halten, während Blüte wöchentliche Flüssigdüngergaben, im Winter nur alle drei Wochen

[infobox type=“check“ content=“Tipp: Das giftige Aronstabgewächs ist bestens zur Hydrokultur geeignet.„]

Efeutute (Epipremnum)

Das subtropische Aronstabgewächs stammt ursprünglich aus Südostasien und Australien. Die Kletterpflanze kann gut an einem Moosstab wachsen, aber auch als Hängepflanze in einer Blumenampel.

Efeutute (Epipremnum aureum)
Epipremnum aureum
  • Wuchs: krautig, überhängend, 50 bis 200 cm hoch
  • Licht: hell bis schattig, keine direkte Sonne und Zugluft, mindestens 20 °C
  • Substrat: normale Blumenerde, bestens für Hydrokultur geeignet
  • Pflege: gleichmäßig feucht halten, von März bis August 14-tägig düngen, Blattpflanzendünger

F bis N

Flamingoblume (Anthurium-Hybriden)

Die zu den Aronstabgewächsen gehörende Anthurie stammt aus den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. In den Monaten Februar bis Juli erscheint ein gelber Blütenkolben, umgeben von einem herzförmigen, dunkelrotem, orangefarbenem, oder weißem Hochblatt. Das macht die Pflanze, egal ob im Bad oder nicht, zu einem echten Blickfang.

Flamingoblume (Anthurium andreanum)
Anthurium andreanum
  • Wuchs: horstbildend, aufrecht, 40 bis 100 cm hoch
  • Standort: hell, halbschattig, keine volle Sonne, 20 bis 25 °C, hohe Luftfeuchtigkeit
  • Substrat: grobe, lockere, kräftige Humuserde, Einheitserde, flache Pflanzgefäße, auch Hydrokultur möglich
  • Pflege: mäßig gießen, kalkfreies Wasser, im Sommer 14-tägig düngen, im Winter einmal im Monat

Geweihfarn (Platycerium bifurcatum)

Der zu den Tüpfelfarngewächsen (Polypodiaceae) gehörende robuste Farn stammt aus dem tropischen Australien. Er eignet sich gut als Ampel- und Epiphytenstammpflanze.

Geweihfarn (Platycerium bifurcatum)
  • Wuchs: überhängend, ausladend, 50 bis 100 cm hoch
  • Standort: halbschattig bis schattig, 20 bis 23 °C, Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 %
  • Substrat: grobbrockige Lauberde mit Torf und Sand oder Nadelerde gemischt
  • Pflege: ab und zu in zimmerwarmes Wasser tauchen, von Frühjahr bis Herbst alle zwei Wochen düngen, Grünpflanzendünger

Korbmarante (Calathea crocata)

Das Marantagewächs (Marantaceae) mit den dunkelgrünen, auf der Unterseite braunroten Blättern kommt aus Brasilien. Im Januar/Februar zeigt die Safran-Korbmarante orangefarbene Blütenstände.

Korbmarante (Calathea crocata)
  • Wuchs: buschig, 30 bis 50 cm hoch
  • Standort: halbschattig, keine volle Sonne, 20 bis 23 °C, feuchte Luft
  • Substrat: mäßig sauer, pH-Wert 5,0 bis 5,5, ideal Mischung aus grobem Torf mit Nadel- oder Lauberde
  • Pflege: mäßig feucht halten, mit weichem Wasser gießen, März bis August 14-tägig düngen

Monstera (Monstera deliciosa)

Die aus Mittel- und Südamerika stammende, ausladend wachsende Pflanze klettert dort an Baumstämmen empor. Das Fensterblatt ist besonders für ein großes Bad geeignet.

Fensterblatt (Monstera)
  • Wuchs: aufrecht, Kletterpflanze, Bildung von Haftwurzeln, 50 bis 300 cm hoch
  • Standort: hell, keine volle Sonne, über 21 °C, hohe Luftfeuchtigkeit
  • Substrat: humusreich, nährstoffarm, pH-Wert neutral bis schwach sauer
  • Pflege: regelmäßig gießen, keine Staunässe, von April bis August 14-tägig düngen, Grünpflanzendünger

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Die Pflanzenteile sind für Kleinkinder, Hunde, Katzen und Vögel giftig.„]

Nestfarn (Asplenium nidus)

Das aus den tropischen Regionen stammende Streifenfarngewächs (Aspleniaceae) wächst dort als Aufsitzerpflanze (Epiphyt) auf Bäumen. Die aus einer Rosette entspringenden, grundständigen und lanzettlich-langen Blätter sind mit der Zeit überhängend.

Nestfarn (Asplenium nidum)
  • Wuchs: aufrecht bis überhängend, ausladend, 90 bis 100 cm hoch
  • Licht: halbschattig, keine direkte Sonne, 20 bis 25 °C, mindestens 60% Luftfeuchtigkeit
  • Substrat: Einheitserde, humusreich, pH-Wert 5, Drainage aus Blähton oder Kies
  • Pflege: Wurzelballen feucht halten, aber nicht nass, von April bis September alle zwei Wochen Gabe von Flüssigdünger für Grünpflanzen

O bis Z

Orchideen 

Die elegant wachsenden Pflanzen stammen aus den tropischen Regenwäldern. Besonders geeignet fürs Badezimmer ist die Phalaenopsis philippinensis.

Orchidee (Phalaenopsis)
  • Wuchs: rhizombildend, Bildung von Luftwurzeln, 10 bis 120 cm hoch
  • Standort: hell, keine direkte Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit
  • Substrat: spezielle Orchideenerde, luftig und grobkörnig
  • Pflege: einmal wöchentlich tauchen, von Frühling bis Herbst ein- bis zweimal monatlich düngen, Orchideendünger

Schusterpalme (Aspidistra elatior)

Dieses aus den Wäldern Chinas und Japans stammende Spargelgewächs verzaubert mit seinen ausladend wachsenden, speerförmig gestielten Blättern. Die Pflanze wächst sehr langsam.

Schusterpalme (Aspidistra elatior)
  • Wuchs: krautig, rhizombildend, 60 bis 80 cm hoch
  • Licht: hell bis schattig, keine direkte Sonne
  • Substrat: Kübelpflanzenerde mit Sand gemischt, Blähton als Drainage
  • Pflege: regelmäßige Wassergaben, hohe Luftfeuchtigkeit, von Frühjahr bis Herbst monatliche Flüssigdüngergabe

Schwertfarn (Nephrolepis exaltata)

Der aus den Tropen stammende Farn hat dichtgebüschelte, gefiederte, nickende Blätter. Die Pflanze ist sehr dekorativ und fühlt sich in einem hellen Bad sehr wohl.

Schwertfarn (Nephrolepsis exaltata)
  • Wuchs: aufrecht, horstbildend, bis 1 m überhängende Blätter
  • Standort: halbschattig, keine volle Sonne, mindestens 20°C, hohe Luftfeuchtigkeit
  • Substrat: nährstoffarm, normale Blumenerde oder Mischung aus Laub- und Komposterde, geeignet für Hydrokultur
  • Pflege: gleichmäßig feucht halten, Blätter häufig besprühen, Frühjahr bis Herbst einmal wöchentlich düngen

Tillandsien (Tillandsia)

Die Heimat des Bromeliengewächses (Bromeliaceae) liegt in den tropischen und subtropischen Regenwäldern Südamerikas. Dort wächst es als Aufsitzerpflanze auf Felsen und Bäumen.

Tillandsie (Tillandsia)
  • Wuchs: epiphytisch, Bildung von Haftwurzeln, bis 40 cm hoch
  • Standort: hell, sonnig, mindestens 20 °C
  • Substrat: auf Holz, Steinen oder Muscheln aufbinden oder kleben
  • Pflege: täglich besprühen, von April bis September einmal monatlich düngen

Zamioculcas (Zamioculcas zamiifolia)

Das Aronstabgewächs stammt aus den Wäldern Ostafrikas. Die Glücksfeder ist eine sehr robuste Pflanze und gut für Anfänger geeignet und fürs Bad geeignet.

Zamioculcas zamiifolia
  • Wuchs: rhizombildend, aufrecht wachsend, 40 bis 60 cm hoch
  • Licht: absonnig bis schattig, 20 bis 23 °C
  • Substrat: Palmenerde oder Mischung aus Blumenerde mit Tongranulat
  • Pflege: mäßig feucht halten, keine Staunässe, von April bis September monatliche Düngung

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Je dunkler der Standort ist, desto dunkelgrüner färben sich die Blätter.„]

Häufig gestellte Fragen

Sollten Pflanzen im Badezimmer unbedingt in Hydrokultur kultiviert werden?

Nein, nicht unbedingt. Nicht alle Pflanzen vertragen eine solche Kultur. Natürlich können Zimmerpflanzen im Bad auch in Erde stehen. Allerdings kann es hier durch die hohe Feuchtigkeit schneller zur Schimmelbildung auf dem Substrat kommen. Dieses sollte daher regelmäßig kontrolliert werden. Bei Bedarf wird dann einfach die Erde ausgetauscht.

Müssen Pflanzen im Badezimmer nicht mehr gegossen werden?

Natürlich benötigen auch diese Pflanzen zusätzliche Wassergaben. Hydrokultur mit Blähton kann hier durchaus hilfreich sein. Das Substrat speichert länger Wasser. Egal, ob Hydro- oder Erdkultur, es sollte immer ein Wasserstandsanzeiger Verwendung finden. Dieser zeigt genau an, wenn es wieder an der Zeit für neue Wassergaben ist.