Ameisen bekämpfen - Tipps gegen Ameisen im Haus & Garten

Ameisen im GartenAmeisen sind interessante und fleißige Insekten. Im Wald finden sie alle toll und es macht Spaß, sie zu beobachten. Im Garten sind sie dagegen unbeliebt. Keiner will sie haben. Dafür gibt es recht unterschiedliche Gründe. Zum einen „züchten“ Ameisen Blattläuse, sie lieben deren Ausscheidungen, den so genannten Honigtau. Es ist die wichtigste Kohlehydratquelle der Ameisen. Zum anderen bauen Ameisen ihre Nester bzw. Bruthöhlen gern unter die Platten einer Terrasse und heben die Platten an. Überall erscheinen die kleinen Krater, wo die Insekten ihren Aus- und Eingang haben. Es ist eine unschön anzusehende und wackelige Angelegenheit. Die Ameisen müssen verschwinden.


Blick ins Ameisennest

Ameisen im Haus

Ameisen an GebäckMitunter traut man seinen Augen nicht, wenn plötzlich eine Ameisenstraße mitten durchs Wohnzimmer führt. Sehr beliebt bei Ameisen sind auch Fensterbretter. Sie werden gern als Straße genutzt. Eine ganz klare Sache, die Insekten gehören nicht ins Haus, müssen weg. Die Frage ist, wieso die Ameisen sich diesen Weg ausgesucht haben. Meist sind es die für die Ernährung zuständigen Tiere, die angelockt von Lebensmitteln die Straße angelegt haben. Folgendes ist zu tun:
  • Keine Lebensmittel offen stehen lassen!
  • Müll regelmäßig, möglichst täglich ausräumen!
  • Befallene Lebensmittel entsorgen!
  • Lebensmittel dicht verschließen!
Zugänge, also Ritzen und Spalten schließen, damit Ameisen nicht mehr eindringen können! Man nutzt Klebebarrieren Silikon, Leim, Lehm oder ähnliche Materialien.

Kein Tierfutter offen im Napf stehen lassen! Das lockt Ameisen scharenweise an.
Intensive Duftstoffe auslegen! Wacholderblätter, Gewürznelken, Majoran oder gemahlenen Kaffee direkt auf die Straße legen, möglichst über eine längere Strecke, dass die Straße lange unterbrochen wird!

Abhilfe schaffen auch Lavendelöl, Zitronensaft und Backpulver.

Ameisen melken BlattläuseBackpulver, aber auch Hirschhornsalz sind für Ameisen giftig, für Menschen dagegen völlig ungefährlich. Zum Anlocken kann man Zucker verwenden.

Natürlich helfen auch Ameisenköder, die im Handel angeboten werden. Sie werden von den Ameisen in ihr Nest getragen und an die Königin verfüttert. Diese stirbt und so wird ihr Volk ausgelöscht. Im Haus sollte man die Köder aber nicht verwenden. Man plaziert sie im Freien an der Ameisenstraße!

Ameisen im Garten

Auf natürlich Feinde setzen

Besser als jede chemische Keule und oft effektiver als alte Hausmittel ist die Regulierung des Ameisenbestandes durch natürliche Feinde, Fressfeinde, die sich Ameisen ernähren. Dabei kommt kein Mensch oder Ahustier zu Schaden und es fallen keine Kosten an. Alles passiert ganz natürlich.
  • Ameisen fressende Vögel: Grün- Bunt- und Schwarzspecht. Ein Grünspecht frisst pro Tag zwischen 3.000 und 5.000 Ameisen.
  • Amphibien, Spinnen und auch andere Insekten wie Käfer und Tausendfüßler fressen Ameisen.
  • Selbst Wanzen verschmähen Ameisen nicht.
  • Effektiv ist auch der Ameisenlöwe, der Ameisen in einem Trichter fängt.
  • Ameisenbären gibt es in Mitteleuropa leider nicht. Diese Tierart ist ein großer Ameisenliebhaber. Er vertilgt Unmengen der Insekten.
Ameisen umsetzen oder vertreiben

WaldameisenSelbst wenn Ameisen sehr stören, muss man sie nicht gleich umbringen. Es gibt auch für die Insekten schonende Wege. Die sind zwar etwas aufwändiger, als eine Fressfalle aufzustellen, aber auch Ameisen haben ihre Daseinsberechtiguung. Sie sind ja auch durchaus nützlich. Schließlich fressen sie tote Insekten und Tiere im Garten, sorgen für die Ausbreitung von Pflanzen und sind gut für den Komposthaufen, den sie umackern.

Ameisen umsiedeln - Günstig ist, das gesamte Ameisenvolk umzusiedeln. Es wird ein mittelgroßer Blumentopf einfach mit Erde oder besser noch mit Holzwolle gefüllt. Dieser wird mit der Öffnung nach unten direkt auf das Nest gestellt. Die Ameisen siedln sich darin an. Wenn sie in den Topf gezogen sind, vorsichtig mit einem Spaten unter den Topf fahren und das Nest anheben. Es kann an jeden beliebigen Ort transportiert werden.

Ameisen siedeln sich gern in Blumentöpfen und –kübeln an. Dann kann man diesen richtig unter Wasser setzen. Entweder taucht man alles komplett unter Wasser, was natürlich den Tod der Tiere bedeutet oder man lässt ihnen einen Fluchtweg, also beispielsweise einen Steg, über dne sie fliehen können. Sie suchen sich ein neues Teretorium. Den eingeschwämmten Topf also in einiger Entfernung aufstellen!

Ameisen melken Blattläuse
Ameisen mit Hausmitteln vertreiben

Ameisen im HausAmeisen haben uns Menschen schon immer gestört, wenn sie uns zu nahe kommen. Im Laufe der Zeit haben wir gelernt, die Tierchen zu vertreiben, meist ohne uns groß anstrengen zu müssen. Es gibt recht simple Methoden, wie man der Plagegeister Herr wird. Man muss sie auch nicht gleich töten, meist jedenfalls.

Damit Ameisen gar nicht erst in Häuser eindringen, zieht man auf dem Boden vor Türen mit Kreide einen dicken Strich. Dieser muss häufig nachgezogen werden. (Dumm ist natürlich, wenn die Ameisen erst irgendwo eine Wand hochklettern und dann von oben durch die Tür eindringen. Dann muss man den Strich belbstverständlich direkt in den Weg ziehen!)
Starke Gerüche vertreiben Ameisen recht zuverlässig. Schon aromatisierte Tees reichen da oft. Pfefferminztee auf den Wegen verteilen, kann sie schon zur Flucht bewegen.
Auch Kräuter wie Majoran, Thymian oder Rainfarn und Schafgarbe sind hilfreich. Man nimmt etwa 40 g davon für einen Liter Wasser und gibt auch diese Mischung direkt auf die Laufstraßen.

Backpulver, mit etwas Zucker vermischt, hilft nicht nur im Haus, sondern natürlich auch im Freien, tötet aber wie schon erwähmt.

Auch eine Mischung aus Honig und Hefe, die man in der Nähe der Nester auslegt, sind geeignet, töten aber ebenfalls.

Besser sidn Kräuterjauchen, also Brennnessel- oder Wermutjauchen. Diese vertreiben die Plagegeister, riechen aber auch für Menschen recht unangenehm.

Natürlich kann man auch kochendes Wasser in das Ameisennest schütten, das hilft radikal.
Natron in Ameisenlöcher gegeben, hilft ebenfalls auf krasse Weise.

Ameisen auf SteinplatteAuch Ameisenköder aus Honigwasser, Himbeerwasser, gezuckertem Bier oder Sirup locken Ameisen an. Man kann sie darin ertrinken lassen, erwischt so aber nicht die ganze Truppe.
Chemische Bekämpfung von Ameisen

Natürlich kann man Ameisen auch mit Chemie zu Leibe rücken.

In ganz schlimmen Fällen und wenn man sich gar nicht mehr helfen kann, ist ein Anruf beim zuständigen Schädlingsbekämpfer das beste Mittel. Diese Spezialisten kennen sich mit Plagegeistern aller Art aus und beseitigen das Problem meist recht schnell und zuverlässig. Wer mit Chemischen Mitteln umgeht, sollte sich unbedingt an die Anweisungen auf der Verpackung halten. Das hilft Verletzungen und Gesundheitsschädigungen zu vermeiden.

Man kann Sprüh-, Nebel und Stäubemittel gegen Ameisen verwenden.
Außerdem helfen auch die Fressköder. Obwohl auch sie töten, muss gesagt werden, dass sie am effektivsten sind. Sie rotten das ganze Volk aus. Dafür schädigen sie nicht die Umwelt und bei sachgemäßer Anwendung weder Mensch noch Haustier.
  • Beim Ausbringen der Mittel Handschuhe tragen!
  • Nach Möglichkeit keine bienengefährlichen Mittel nutzen.
  • Sind die Mittel bienengefährlich, nicht auf Blühpflanzen geben, auch nicht auf blühende Unkräuter!
  • Ausgestreute Mittel können den Rasen schädigen.
Fazit

Ameisen sind lästig, vor allem, wenn sie in Scharen durchs Haus ziehen. Dagegen muss man etwas tun. Allerdings hilft es oft schon, die Ursache für den Einfall zu beseitigen und die Straße zu unterbrechen. Man nutzt einfach Dinge, die Ameisen nicht mögen und bringt diese auf der Straße aus. Draußen ist die humanste Methode das Umsetzen des ganzen Nestes. Das ist auch gar nicht schwer. Wer endgültig Ruhe haben möchte, sollte Fressköder versuchen. Da wird die Königin samt ihrem Gefolge getötet. Nichts bewegt sich mehr. Wer die Ameisen vertreiben will, muss sie mit Gerüchen ärgern. Da suchen sie sich oft eine neue Bleibe, die kann aber nicht weit entfernt liegen. Hausmittel sind mitunter auch sehr rabiat, da werden die Plagegeister auch getötet, ganz ohne Chemeie. Es gibt aber auch harmlose, welche nur die Vertreibung zur Folge haben. Diese sollen immer die erste Wahl sein. Nicht immer gleich alles abtöten, was uns stört!
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Tipps für Schnellleser
- Ameisen eher nützlich als schädlich
- Nur im Haus haben sie absolut nichts zu suchen
- Ideal zur Bekämpfung sind natürliche Feinde, am besten geeignet der Grünspecht.
- Günstig für die Ameisen ist, das Nest umzusetzen.
- Dazu Blumentopf mit Erde, Holzwolle und Zeitungspapier verkehrt herum auf Nest oder nahe dazu aufstellen. Sind die Tiere drin, umsiedeln.
- Gute Hausmittel haben einen intensiven Duft, also Pfefferminte, Majoran, Thymian oder Brennnesseljauche.
- Backpulver, Natron oder Pottasche töten Ameisen (mit Zucker mischen)
- Hilfreich ist auch ertränken in Honigwasser oder gezuckertem Bier.
- Bestes Mittel um das ganze Volk zu töten sind Fressköder.
- Diese auf der Straße plazieren.
- Bei chemischer Bekämpfung Gebrauchsanweisung unbedingt einhalten!
- Seit nett zur Natur und setzt das Volk um!
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