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12 Bäume mit wirklich großen Blättern

Bäume große Blätter

Über die Blätter lassen sich Bäume am besten bestimmen. Vor allem die Größe ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Im Folgenden sind Baumarten mit auffallend großem Laub beschrieben.

Bananenbaum (Musa)

  • Handelt sich meist um sehr frostfeste Sorte „Musa basjoos“
  • Wuchs: aufrecht, ausladend
  • Wuchsbreite: bis zu zwei Meter
  • Wuchshöhe: bis zu acht Meter
  • Blüte: nur in milden Regionen, grün-gelb-rötlich
  • Frucht: essbar
  • Blatt: längliche, länglich-elliptische Blattspreite, grün, Blattlänge bis zu drei Meter – Breite bis zu einem Meter
  • Standort: Halbschatten, Sonne
  • Winterhart: mindestens bis minus zehn Grad Celsius (Musa Basjoo)
  • Besonderheiten: als Solitär- und Kübelbaum geeignet, schnellwüchsig, fällt eigentlich unter Stauden
Bananenstaude

Bergahorn (Acer pseudoplatanus)

  • Wuchs: breitkronig, ausladender Wuchs
  • Wuchsbreite: 1.50 bis zwei Meter
  • Wuchshöhe: 2.50 bis drei Meter
  • Blüte: einfach, gelbgrün, rispenförmig, von Mai bis Juni
  • Blatt: lang gestielt, gelappt, dunkelgrün, gelbe Herbstfärbung, bis 20 Zentimeter groß
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Winterhärte: minus 34,5 bis minus 28,9 Grad Celsius (Zone 4)
  • Besonderheiten: bienenfreundlich, windverträglich
Bergahorn (Acer pseudoplatanus), große Blätter
Quelle: AnRo0002, 20170921Acer pseudoplatanus2, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)

  • Wuchs: breit, locker, steifer Triebwuchs, schnell wachsend
  • Wuchsbreite: acht bis zehn Meter
  • Wuchshöhe: acht bis 15 Meter
  • Blüte: einfach, rispenförmig, violett-blau, von April bis Mai
  • Früchte: nussähnlich, nicht essbar
  • Sehr große, herzförmige, behaarte und gegenständige Blätter, hell- bis mittelgrün
  • Standort: Sonne
  • Winterhärte: minus 17.8 bis minus 12.3 Grad Celsius (Zone 7b)
  • Besonderheiten: pflegeleicht, stadtklima- und industriefest, laubabwerfend, Winterschutz empfehlenswert, auch als Paulownia imperialis erhältlich
Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)
Quelle: AnRo0002, 20261019Paulownia tomentosa2, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

[infobox type=“alert“ content=“Achtung: Diese Bäume besitzen reichlich leicht giftige Pflanzenteile. Dazu zählen die Früchte und Samen, während die Blätter zum Verzehr geeignet sind und geschmacklich dem Spinat ähneln.„]

Essigbaum/Hirschkolben-Sumach (Rhus typhina)

  • Wuchs: breit aufrecht, meist mehrstämmig
  • Wuchsbreite: vier bis sechs Meter
  • Wuchshöhe: vier bis sechs Meter
  • Blüte: einfach, grünlich, rispenförmig, von Juni bis Juli
  • Blatt: glänzend, grün, im Herbst orange-rot, wechselständig, unpaarig gefiedert, bis zu 50 Zentimeter lang, Einzelblätter bis 12 Zentimeter lang
  • Frucht: rot, kolbenähnlicher Fruchtstand
  • Standort: Sonne
  • Winterhärte: minus 23.4 bis minus 17.8 Grad Celsius (Zone 6)
  • Besonderheiten: laubabwerfend, stadtklimafest, Solitärgehölz
Essigbaum - Rhus typhina, rote Blätter im Herbst

Feigenbaum (Ficus carica)

  • Zählt zu kleineren Blattarten unter den großblättrigen Exemplaren
  • Wuchs: sparrig, als kleiner strauchartiger Baum wachsend
  • Wuchsbreite: drei bis vier Meter
  • Wuchshöhe: drei bis vier Meter
  • Blüte: unscheinbar, von März bis August
  • Blatt: grün, tief geschlitzt, meist tief 3 bis 5-lappig, selten mit Unterteilung, bis 20 Zentimeter lang, gelbe Herbstfärbung
  • Frucht: essbar, grün bis violett, Erntezeit zwischen August und Dezember
  • Standort: Sonne
  • Winterhärte: minus 12.3 bis minus 6.7 Grad Celsius (Zone 8)
  • Besonderheiten: als Kübelpflanze geeignet, laubabwerfend, sehr windverträglich
Feigenbaum (Ficus carica)
Quelle: AnRo0002, 20261019Paulownia tomentosa2, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

  • Wuchs: breit ausladend, dichte Krone
  • Wuchsbreite: zwölf bis 20 Meter
  • Wuchshöhe: bis zu 30 Meter
  • Blüte: weiß, gelb und rot gefleckt, rispenförmig, von Mai bis Juni
  • Blatt: handförmig gefiedert, gesägter Blattrand, dunkelgrün, im Herbst leuchtend gelb
  • Frucht: kugelig, braun, stachelige Fruchthülle
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Winterhärte: minus 34.5 bis minus 28.9 Grad Celsius (Zone 4)
  • Besonderheiten: kann über 300 Jahre alt werden, laubabwerfend, ideale Bienenweide, bietet reichlich Kastanien zum Basteln
Aesculus hippocastanum, große Blätter

Indianerbanane (Asimina triloba)

  • Wuchs: langsam, aufrecht, schmal
  • Wuchsbreite: zwei bis 2.50 Meter
  • Wuchshöhe: zwei bis vier Meter
  • Blüte: einfach, braun bis purpurrot, glockenförmig, von Mitte Mai bis Ende Mai
  • Blatt: bis 30 Zentimeter oder mehr lange, länglich-große, dünne Blätter
  • Frucht: essbar, grün bis gelbgrün, Erntezeit zwischen Ende September und Anfang Oktober
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Winterhärte: minus 23.4 bis minus 17.8 Grad Celsius (Zone 6)
  • Besonderheiten: als Kübelpflanze geeignet, gelbe Herbstfärbung, laubabwerfend, sehr bienenfreundlich
Indianerbanane (Asimina triloba), große Blätter

Platane (Platanus hispanica)

  • Wuchs: breit, ausladend, schnell wachsend
  • Wuchsbreite: 15 bis 20 Meter
  • Wuchshöhe: 25 bis 30 Meter
  • Blüte: unscheinbar, gelblich-grün, von April bis Mai
  • Laubblätter: drei- bis fünf-lappig, meist gerader Blattgrund und glatter Blattrand, bis zu 25 Zentimeter breit, leicht glänzendes Sattgrün – gelbe, ockerfarbene Herbstfärbung,
  • Früchte: essbare Kochbananen
  • Standort: Sonne bis Schatten
  • Winterhärte: minus 23.4 bis minus 17.8 Grad Celsius (Zone 6)
  • Besonderheiten: laubabwerfend
Platane (Platanus hispanica)
Quelle: MONGO, London Planetree spring leaves, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Rot-Eiche (Quercus rubra)

  • Wuchs: runde Baumkrone, hochgewölbt, lang-stämmig mit zunehmendem Alter, starkwüchsig
  • Wuchsbreite: zwölf bis 18 Meter
  • Wuchshöhe: 20 bis 25 Meter, unter idealen Bedingungen bis 35 Meter
  • Blüte: unscheinbar im Mai
  • Blatt: Blattspreitenlänge bis zu 23 Zentimeter, erster Blattaustrieb gelb, später grün, leuchtend rote bis orangefarbene Herbstfärbung, eiförmig bis länglich, buchtig gelappt, vorne zugespitzt
  • Früchte: Eicheln ab zweitem Lebensjahr
  • Standort: Sonne
  • Winterhärte: minus 28.8 bis minus 23.4 Grad Celsius (Zone 5)
  • Besonderheiten: kann bis zu 400 Jahre alt werden, Stamm bis zwei Meter Durchmesser möglich, junge Bäume oft Triebe bis zu 2.5 Metern Länge, blüht frühestens nach 25 Jahren, sommergrün, resistenter gegen Schädlinge als andere Eichenarten, windempfindlich
Rot-Eiche (Quercus rubra)
Quelle: AnRo0002, 20170921Quercus rubra1, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Rote Maulbeere ‚Gelso Rosso‘ (Morus rubra ‚Gelso Rosso‘)

  • Wuchs: leicht ausladend, dichte Krone
  • Wuchsbreite: zwei bis drei Meter
  • Wuchshöhe: drei bis 3.5 Meter
  • Blüte: einfach, weiß,
  • Blatt: grün, gelbe, gelb-orangefarbene Herbstfärbung, große Laubblätter von bis zu 30 Zentimeter
  • Früchte: verzehrbare, süß-aromatische Beeren, rot-schwarz
  • Standort: Vollsonnig bis halbschattig
  • Winterhärte: minus 23.4 bis minus 17.8 Grad Celsius (Zone 6)
  • Besonderheiten: italienische Anbausorte, wenn im Kübel kultiviert hoher Wasserbedarf, laubabwerfend

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Die Beeren der Gelso Rosso gelten bei den Beeren-Liebhabern zu den geschmackvollsten, wenn nicht sogar als die aromatischste Beerensorte.„]

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)

  • Wuchs: breit, rundlich
  • Wuchsbreite: sechs bis zehn Meter
  • Wuchshöhe: zehn bis 15 Meter
  • Blüte: einfach, rispenförmig, weiß, von Juni bis Juli
  • Blatt: grün, herzförmig, bis zu 20 Zentimeter große Blätter
  • Frucht: bohnenähnlich
  • Standort: Sonne bis Halbschatten
  • Winterhärte: minus 23.4 bis minus 17.8 Grad Celsius (Zone 6)
  • Besonderheiten: laubabwerfend, sehr reichhaltig blühend, recht anspruchslos
Trompetenbaum (Catalpa bignonioides), große Blätter

Weinrebe (Vitis vinifera)

  • Wuchs: üppig, kletternd, meist mittelstark wachsend
  • Wuchsbreite: bis zu 1.5 Meter
  • Wuchshöhe: vier bis acht Meter
  • Blüte: Ende Mai bis Ende Juni, rispenförmig, weißlich, leicht duftend
  • Blätter: je nach Sorte grün, gelblich-grün, rot bis pflaumenfarben, Durchmesser zwischen 15 und 20 Zentimeter, bis zu zehn Zentimeter lange Stiele
  • Früchte: Weintrauben, geschmacklich von fruchtig süß bis bitter
  • Standort: Sonne, manche Sorten tolerieren Halbschatten
  • Winterhärte: meist zwischen Zonen sieben und acht bis höchstens minus 17.8 Grad Celsius
  • Besonderheiten: laubabwerfend, Kletterhilfe angeraten und meist notwendig, als Kübelpflanze geeignet, Frost beeinflusst die Fruchtentwicklung und kann zu Erfrierungen führen – deshalb in raueren Regionen immer Kälteschutz empfehlenswert
Weinrebe (Vitis vinifera), große Blätter

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Da Weinreben öfter einen Stammumfang von bis zu 1.5 Metern erreichen, halten sie viele für Bäume, weshalb sie in dieser Auflistung nicht fehlen sollten. Normalerweise zählen Weinreben aber zu den kletternden Strauchpflanzen.„]

Häufig gestellte Fragen

Sind die Blätter aller Eichen-Bäume groß?

Nein, denn je nach Eichen-Sorte variieren die Blattgrößen von klein bis auffallend groß. Das Blattwerk der Stieleiche ist beispielsweise „nur“ maximal 15 Zentimeter lang, oft auch nur zehn Zentimeter. Das Laub der Traubeneiche erreicht bis zu 20 Zentimeter. Die Rot-Eiche hat große Blätter von bis zu 23 Zentimetern.

Was ist bei Bäumen mit großen Blättern zu beachten?

Wichtig ist zu berücksichtigen, dass große Blätter einen hohen Verdunstungsgrad von Feuchtigkeit besitzen. Das bedeutet, dass Bäume mit großem Blattwerk meist auch einen höheren Wasserbedarf besitzen, weil viel über die großen Flächen der Blätter verloren geht. Das betrifft vor allem Flachwurzler, wie beispielsweise Bananenbäume. Sie besitzen aufgrund der recht oberflächlich liegenden Wurzeln nicht die Möglichkeit, ausreichend Feuchtigkeit aus der Bodentiefe zu ziehen, wie zum Beispiel der Blauglockenbaum als Tiefwurzler.

Wo sind Bäume mit großen Blättern überwiegend zu finden?

Das kommt auf die Baumart an, wobei hier meist die Wurzeln bestimmen, wo ein Baum gedeiht/gedeihen kann. Bei Eichen, Ahorne und Rosskastanien nehmen die Wurzeln immens an Platz ein und drängen im schlimmsten Fall auch unterirdisch liegende Rohrleitungen sowie bebaute Bereiche weg. Deshalb sind sie überwiegend in Parkanlagen und Alleen zu finden. Bananen- und Feigenbäume sowie die Rote Maulbeere und mittlerweile auch manch eine Weinrebe sind in deutschen Gärten weit verbreitet.