Zweizahn

Der Zweizahn ist ein sehr blühwilliger gelber Korbblüter, der sich besonders in Balkonkästen und Pflanzkübeln großer Beliebtheit erfreut. Der pflegeleichte Dauerblüher glänzt mit Blüten vom Frühsommer bis weit in den Herbst hinein. Die goldgelben filigranen Blütenköpfchen erinnern stark an die von Margeriten oder Cosmeen. Sie werden ein bis drei Zentimeter groß. Es gibt auch orange Arten. Der Wuchs der Pflanze ist überhängend, weshalb sich die Goldmarie prima in Hängeampeln macht. Die Triebe können bis 80 cm lang werden, aber dazu braucht die Pflanze ideale Bedingungen. Der Zweizahn, der seinen Namen den Zähnen an den Samen verdankt, bildet dichte Polster und erzielt eine gute Fernwirkung, kann aber auch gut mit anderen Pflanzen zusammengesetzt werden. Egal ob im Pflanzgefäß, im Garten in Blumenbeeten oder Rabatten oder sogar auf Gräbern, diese Pflanze leuchtet mit der Sonne um die Wette.

Bidens – Arten

  • B. gardneri – orange, sehr feine und zarte Blüte
  • B. pilosus – weiße Blüten mit gelbem Inneren
  • B. connata – braungelbe Blüten, oft rot überlaufen
  • B. ferulifolia ’Big Sunlight’ – gelb-orange Blüten
  • B. ferulifolia ’Goldilocks Rocks’ – leuchtend gelbe Blüten
  • B. ferulifolia ’Golden Goddess’ – mittelgelbe Blüten
  • B. ferulifolia ’Olympic Star’ – goldfarbene Blüten
  • B. ferulifolia ’Yellow Glow’ – dunkelgelbe Blüten

Die Pflege von Zweizahn bzw. Goldmarie

Die Pflege von Bidens ferulifolia ist nicht schwer. Wissen muss man, dass die Pflanze im Sommer einen hohen Bedarf an Licht, Wasser und Dünger hat. Wenn man diesen drei Dingen nachkommt, steht einer großartigen Blüte nichts mehr im Weg. Bei guten Bedingungen wächst die Goldmarie rasch und kräftig und beansprucht viel Platz. Sie verdrängt dann gern ihre Nachbarn. Man muss sich also etwas einfallen lassen oder die restliche Bepflanzung gut auswählen.

Standort

Die Goldmarie benötigt einen warmen und sonnigen Standort. Selbst gezogene oder sehr jung erworbene Pflanzen sollten nicht gleich der vollen Sonne ausgesetzt werden. Später macht ihnen Hitze und direkte Mittagssonne nichts mehr aus.

  • Jungpflanzen eher halbschattig, keine direkte Mittagssonne
  • Erwachsene Pflanzen sonnig, vertragen auch große Hitze und Sonne
  • Halbschatten und Schatten werden toleriert, allerdings blühen die Pflanzen dort nicht so reich
  • Sonne ist schon am besten, allerdings ist dann der Wasserbedarf sehr hoch.

Pflanzsubstrat

ZweizahnAn das Pflanzsubstrat stellt der Zweizahn keine großen Ansprüche. Meist reichen Einheitsherde, Balkonpflanzenerde oder Gartenerde völlig aus. Günstig ist, das Substrat noch etwas durchlässiger zu machen, damit sich keine stehende Nässe entwickeln kann. Zu durchlässig darf die Erde aber auch nicht sein, dann werden die Nährstoffe zu schnell ausgeschwemmt.

  • Frische, durchlässige, nährstoffreiche und humose Erde
  • Einheitserde mit Sand oder Splitt durchlässiger machen
  • pH-Wert 5 bis 6

Pflanzen

Um zu vermeiden, dass Bidens ferulifolia die anderen Gewächse im Gefäß verdrängt, lässt man die Pflanze im Pflanztopf, wählt aber einen größeren, ein bis zwei Nummern, als den gegenwärtigen. So können noch reichlich Wurzeln gebildet werden, aber auch die anderen Pflanzen haben Platz sich zu entwickeln. Das funktioniert sehr gut, habe ich letztes Jahr getestet. Ich hatte eine Goldmarie zusammen mit einem Zauberglöckchen ’Bella Limoncella’ oder ’Lemon Slice’ und einem Zauberschnee ’Diamond Frost’ zusammengepflanzt, das sah ganz toll aus, frisch und fruchtig.

  • Für die gewöhnlichen Hanging Baskets benötigt man drei Pflanzen
  • Sehr schön sehen die leuchtend gelben Zweizähne in Kombination mit gleichfarbigen oder ähnlichfarbigen Pflanzen aus oder solchen, mit einem großen Kostrast, z.B. in blau oder rot.
  • Pflanzabstand im Kasten 20 cm

Gießen und Düngen

Gießen und Düngen sind beide wichtig zum Gedeihen des Zweizahns. Zwar ist stehende Nässe ungünstig, aber Ballentrockenheit ist genauso schlecht. Das Substrat sollte immer etwas feucht, aber nie richtig nass sein, zumindest nicht für längere Zeit. Das mögen die Wurzeln nicht, die Pflanze mickert. Düngen ist auch wichtig. Zwar geht es auch ohne oder mit wenig Dünger, aber die Blühfreudigkeit ist mit Dünger deutlich größer. Ich habe es mal getestet. Einen Korb nicht gedüngt und einen recht regelmäßig wöchentlich. Der Unterschied war augenscheinlich.

  • ZweizahnBei sonnigen Standorten ist der Wasserbedarf sehr hoch.
  • Bei großer Hitze und Sonnenschein kann es notwendig sein, zweimal am Tag zu gießen, morgens und abends.
  • Das Wasser fehlt, ist gut an den schlapp herabhängenden Trieben zu erkennen.
  • Trockenheit führt zu Blütenfall
  • Staunässe wird nicht vertragen
  • Starkzehrer, brauchen viel Dünger – PK-betont
  • Wenn richtig angewachsen – wöchentlich Düngen

Schneiden

Bei einjähriger Kultur entfällt das Schneiden weitestgehend. Nur die abgeblühten Blütenköpfe sind regelmäßig zu entfernen. Das fördert die Bildung weiterer Blüten. Man muss das nicht tun, denn die abgeblühten Reste fallen nicht sehr auf. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Pflanzen länger blühen und auch einfach besser aussehen. Bei der dichte der Blüten ist das aber eine ziemliche Aufgabe. Ich stelle die Gefäße immer vor mich auf den Gartentisch und zwicke die Blüten mit dem Fingernagel ab. Das Gefäß drehe ich langsam, so dass ich von allen Seiten gut herankomme. Eine sehr beruhigende einfache Arbeit zum Abschalten von Stress und Hektik.

  • Ein teilweiser Rückschnitt im Juli oder August sorgt dafür, dass der Zweizahn länger blüht.
  • Wer im Frühjahr die Triebspitzen abschneidet, sorgt für einen buschigeren Wuchs.

Überwintern

Eine Überwinterung ist prinzipiell möglich, lohnt aber nicht wirklich, da die Pflanzen einfach nicht langlebig genug sind. Besser ist, Stecklinge zu schneiden und sich über den Winter eine neue Pflanze heranzuziehen.

  • Bidens ferulifoliaStark zurückschneiden
  • Können in ihren Pflanzgefäßen bleiben
  • Bei 15° C überwintern
  • Nicht zu dunkel stellen
  • Wenig gießen, aber nicht austrocknen lassen
  • Im Frühjahr noch einmal zurückschneiden und unbedingt in neue Erde setzen.
  • Wieder mehr gießen und heller stellen.
  • Nach den Eisheiligen können die Pflanzen wieder nach draußen.

Vermehren

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder Stecklinge. Beides funktioniert sehr gut. Die Samen sind sehr klein, kaum zu sehen beim Aussäen. Man muss schätzen, wie sie verteilt werden. Später muss man die Sämlinge vorsichtig vereinzeln, wenn sie zu dicht stehen. Besser man sät genügend aus und entfernt die, wo die Zwerge zu dicht stehen. Die Samen können übrigens von den eigenen Pflanzen aus dem Vorjahr genommen werden.

Aussaat

  • Schon ab Januar/Februar
  • Breitflächig aussäen
  • Unter Glas aussäen
  • Keimdauer 12 bis 18 Tage
  • 20 °C

Stecklinge – Kopf- und Teilstecklinge

Um dichte, buschige Pflanzen zu bekommen, zwei bis drei Stecklinge zusammenpflanzen

Krankheiten und Schädlinge

Der Zweizahn ist eine recht robuste Pflanze. Krankheiten sind sehr selten und meist auf Pflegefehler zurückzuführen. Schädlinge treten dagegen immer mal wieder auf, allen voran Blattläuse. Bei den Plagegeistern ist es wichtig, dass man sie gleich bekämpft, sobald man sie entdeckt, damit sie gar keine Chance haben, sich auszubreiten.

  • Weiße Fliege – da Gelbsticker im Freien nicht wirklich helfen, ist es besser, ein systemisch wirkendes Mittel zu verwenden. Die Pflanze nimmt den Wirkstoff, der mit dem Gießwasser verabreicht wird, auf. So gelangt das Mittel in die an den Pflanzen saugenden Insekten, die dann verenden. Die Methode ist recht zuverlässig und der Zweizahn ist recht robust und verträgt die Pflanzenschutzmittel indes ziemlich gut.
  • Thripse FransenflüglerThripse – die systemischen Mittel wirken auch bei Thripsen. Es sind ebenfalls saugende Insekten.
  • Blattläuse – auch Blattläuse werden so bekämpft. Hat man ausschließlich Blattläuse an den Pflanzen, kann man auch erst einmal versuchen, sie mit einem kräftigen Wasserstrahl wegzuspülen. Auf dem Balkon ist das freilich keine so gute Idee, aber wenn man den Kasten oder Behälter in den Garten auf die Wiese stellen kann, funktioniert das sehr gut, im Beet sowieso. Oft reicht das völlig aus, die Läuse zu dezimieren.

Fazit
Der Zweizahn gehört zu meinen Favoriten in Pflanzgefäßen, wenn es um rein gelbe Pflanzen geht. Mit dem Gießen habe ich keine Probleme, seitdem ich Pflanzgefäße mit Bewässerungssystem nutze, muss ich nicht mehr so häufig Wasser nachfüllen. Die Pflanzen nehmen sich, was sie brauchen und das Röhrchen zeigt mir an, wann ich gießen muss. Einmal düngen pro Woche ist auch kein Problem. Alles in allem sind es sehr pflegeleichte und einfach heranzuziehende Pflanzen, die ausgesprochen reich sowie langanhaltend blühen. Ich kann sie jedem nur empfehlen. Bei mir gehören sie zur jährlichen Bepflanzung unbedingt dazu. Überwintert habe ich sie noch nicht, einfach aus Platzgründen.