Zinnien Zinnia

Ursprünglich wuchsen die Zinnien in den warmen Regionen Südamerikas. Von Anfang Mai bis in den September hinein können im Gartenhandel blühende Zinnien erworben werden. So bereichern diese prächtigen Blumen mit ihren kompakten, bunten Blütenteppichen auch im Spätsommer noch die Blumenbeete der Gärten. Als Schnittblumen halten Zinnien bis zu 10 Tage in der Vase. In Kombination mit anderen Sommerblumen lassen sich mit Zinnien besonders schöne Bauerngartensträuße gestalten.

Wuchsform

Die einjährige Gartenblume erreicht eine Wuchshöhe zwischen 15 und 100 cm. Ihre Stängel sind aufrecht und wirken manchmal etwas steif. Die Blätter der Zinnie sind einfach geformt und haben einen glatten Rand. Sie stehen gegenständig an den Blütenstängeln. Stängel und Blätter sind behaart und fühlen sich leicht rau an. Das Laub der Zinnie zeigt besonders schöne Farbschattierungen in den unterschiedlichsten Grüntönen.

Insbesondere die kleinblütigen, niederwüchsigen Sorten bilden kompakte Blütenteppiche aus vielen Einzelblüten. Diese Sorten eignen sich auch hervorragend zur Bepflanzung von Schalen und Blumenkästen.

Blütezeit

Zinnien zeigen ihre Blütenpracht von Juni bis in den späten Oktober hinein. Die vielen Blüten der Zinnie sind eine willkommene Nektarquelle für Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Insekten. Auch Nützlinge wie Florfliegen und Marienkäfern werden von den Pflanzen angezogen. Deshalb eignet sich die Zinnie auch sehr gut für naturnahe Gärten.

Standort und Bodenbeschaffenheit

Zinnien Zinnia Zinnien sind sehr wärmeliebend und benötigen, um optimal zu gedeihen, sonnige und geschützte Standorte. Ihrer ursprünglichen Heimat entsprechend kommen sie im Sommer auch mit Hitze und vorübergehender Bodentrockenheit gut zurecht. Einzig auf Windschutz sollte man bei diesen Gartenschönheiten achten. So robust die Zinnien im Allgemeinen sind, Wind mögen sie gar nicht.

Die Pflanzen lieben einen gut durchlässigen Boden. Aber auch leicht lehmige Böden werden von Zinnien toleriert. Da die Pflanzen kräftig wachsen und viele Nährstoffe benötigen, empfiehlt sich vor der Aussaat oder Anpflanzung eine Bodenanreicherung mit Kompost.

Zinnien sehen besonders hübsch in Vergesellschaftung mit anderen Sonnenstauden aus. Hervorragende Nachbarn sind beispielsweise der Sonnenhut (Rudbeckia) und die Sonnenbraut (Helenium). Attraktiv ist auch eine Pflanzung aus Zinnien und Ziergräsern. Auch herrliche bunte Blumenbeete lassen sich mit den Zinnien in Kombination mit niedrigen Dahlien (Dahlia), Sonnenhut (Echinacea), Studentenblume (Tagetes) oder Ringelblumen (Calendula officinalis) gestalten.

Aussaat

Zinnien kann man aus Saatgut leicht selbst heranziehen. In den Samentütchen befinden sich meist Zinnien einer Sorte, die aber in den unterschiedlichsten Farben blühen werden. Zinniensamen haben ein sehr charakteristisches Aussehen, denn sie wachsen als dreikantige Achnäen. So bezeichnet man eine Nussfrucht, die aus einem Fruchtknoten entsteht. Sie ähneln damit optisch zu groß geratenen Apfelkernen und weniger den Samen zarter Sommerblumen. Durch ihre besondere Beschaffenheit lassen sich die Samen besonders gut in den Boden einbringen.

Zinnien können ab Februar in kleinen Saattöpfchen im Haus herangezogen werden. Die Anzucht gelingt am besten in speziellen Frühbeeten für die Fensterbank. Zu diesem Zweck:

  • Zinnien Zinnia Anzuchttöpfchen aus Torf mit Aussaaterde, die einen pH-Wert zwischen 5,8 und 6,2 haben sollte, befüllen
  • Höchstens 3, besser sogar nur einen Samen in den Topf legen
  • Samen mit etwas Erde bedecken (Dunkelkeimer)
  • gut wässern
  • In einem Frühbeet mit Deckel, der leicht geöffnet wird, an einem warmen Platz auf der Fensterback stellen
  • Evtl. nach der Keimung, sofern mehrere Samen pro Topf aufgegangen sind, pikieren
  • Sobald die Temperaturen im Freien über 18 Grad erreicht haben, ins Freiland verpflanzen

Die großwüchsigen Zinniensorten sollten auf 30 – 40 cm Abstand verpflanzt werden, damit sie genügend Platz haben, um sich prächtig zu entfalten. Kleineren Sorten reicht ein Pflanzabstand von 20 cm aus. Sie bilden dichte Blütenkissen, die sogar in der Lage sind, Unkraut zu unterdrücken.

Die Erde im Pflanzbeet sollte gut gelockert werden. Zur Bodenverbesserung und um den Nährstoffbedarf der Pflanzen zu decken, empfiehlt es sich, reifen Kompost unterzumischen.

Alternativ können Zinnien in den wärmeren Regionen ab Anfang Mai direkt im Gartenbeet ausgesät werden. Oft liest man Tipps, dass die Zinnien im Freiland großflächig ausgesät werden sollen. Im Nachhinein werden bei dieser Vorgehensweise zu dicht sitzende Pflanzen entfernt, bis nur noch die prächtigsten übrig bleiben.
Besser ist es jedoch, aus Respekt vor der Natur, die Pflanzen in Reihen mit einem Pflanzabstand von 20 – 40 cm auszusäen. Die Samen werden ca. 3 cm tief in den Boden gegeben und gründlich gewässert. Frisch aufgegangene Pflanzen müssen nicht vereinzelt und „entsorgt“ werden, was dem heutigen Gedanken des nachhaltigen Gärtners eher entspricht.

Alternativ können vorgezogene Zinnien ab Anfang Mai im Gartenhandel erworben werden. Diese Pflanzen können direkt in die Blumenrabatte eingepflanzt werden.

Pflege

Zinnien Zinnia Verblühte Blütenköpfe sollten regelmäßig entfernt werden. Dieses Prozedere regt die Pflanze an, vermehrt neue Blüten zu bilden. Bei Trockenheit müssen die Pflanzen regelmäßig gewässert werden. Dies geschieht am besten in den Morgen- oder Abendstunden. Wird in den Mittagsstunden gewässert, könnten auf den Blättern der Zinnie Wassertropfen verbleiben. Die Folge sind Hitzeschäden durch Verbrennungen. Trotz ihrer Anspruchslosigkeit ist die Zinnie für regelmäßige Düngergaben dankbar und lohnt diese durch einen besonders prächtigen Blütenfloor.

Auf den Blütenständen bilden sich zahlreiche Samen, die zur Aussaat einer neuen Generation Zinnien verwendet werden können. Über den Winter werden die Samen kühl und trocken gelagert. Bei der Samenentnahme ist auf trockenes Wetter zu achten, denn bei Regenwetter entnommene Samen neigen zur Fäulnisbildung und büßen dadurch ihre Keimfähigkeit ein. Im Gegensatz zu anderen Sommerblumen die Samen ausbilden, eignen sich Zinnien nicht zur Selbstaussaat im Blumenbeet. Dies ist begründet in der Frostempfindlichkeit der Pflanzen. Neu ausgetriebene Sämlinge verkümmern im Frühjahr, wenn die Temperaturen nachts noch einmal stark fallen.

Balkonbepflanzung

Auch als ländliche Balkonbepflanzung eignet sich die vielseitige Zinnie gut. Heiße Phasen oder Gewittersommer übersteht die robuste Pflanze auch auf dem Balkon ohne Probleme. Dies macht sie auch für Anfänger in der Balkongärtnerei interessant. Als ausdauernde Blühpflanze in Balkonkästen benötigt die Zinnie aber unbedingt ausreichend Wasser und Dünger, um sich prachtvoll zu entwickeln. Dann blüht die Zinnie auch im Balkonkasten ausdauernd bis in den Herbst hinein.

Besonders hübsch sieht im Balkonkasten eine Kombination aus Zinnien, Elfensporn (Diascia), Zauberschnee (Euphorbia) und Zauberglöckchen (Calibrachoa) aus.

Überwinterung

Zinnien Zinnia Da sie extrem frostempfindlich sind, gelten Zinnien bei uns als einjährige Pflanzen, die nicht überwintert werden können. Man belässt die Pflanzen so lange im Gartenbeet, bis sie unansehnlich geworden sind und gräbt sie dann mit dem Wurzelballen aus.

Möchte man versuchen, Zinnien im Haus zu überwintern, sollten diese bereits vor den ersten Frösten ins Haus geholt werden. Nach einer gründlichen Kontrolle auf Schädlingsbefall stellt man die Zinnien in einen kühlen, hellen Raum. Die Wassergabe wird im Winter stark reduziert. Es genügt, darauf zu achten, dass der Wurzelballen der Pflanze nicht vollständig austrocknet.

Krankheiten und Schädlinge

Zinnien sind ausgesprochen robuste Pflanzen, die nur selten von Schädlingen befallen werden. Sie sind außerdem sehr regenfest und damit ausgesprochen dankbare Gartenblumen.

In warmen und feuchten Sommern kann allerdings Mehltau eine Gefahr für die Schönheiten sein. Stark befallene Pflanzenteile sollten sofort entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die von Mehltau befallenen Pflanzen nicht auf den Kompost gegeben werden, um eine Ausbreitung der Pilzerkrankung zu verhindern.

Es besteht bei leichtem Befall auch die Möglichkeit, den Pilz auf den Pflanzen zu bekämpfen. Dabei ist zwischen echtem und falschem Mehltau zu unterscheiden:

  • Echten Mehltau erkennt man an dem mehlartigen Belag auf der Oberseite der Blätter. Dieser Belag verlieh dem Pilz seinen charakteristischen Namen.
  • Falschen Mehltau erkennt man an rötlich-violetten oder gelb-braunen Flecken auf der Blattoberseite.

Zinnien Zinnia Milch hat sich als Hausmittel gegen Mehltau bewährt. Ein Teil Milch wird mit neun Teilen Wasser gemischt. Mit dieser Mixtur werden die befallenen Pflanzen gleichmäßig eingesprüht. Wichtig ist, dass frische Milch verwendet wird! Die Mikroorganismen der Milch bekämpfen und vernichten das Pilzmyzel. Gleichzeitig stärkt das in der Milch enthaltene Natriumphosphat die Zinnien. In der Regel reicht eine zwei- bis dreimalige Behandlung der Pflanzen im Abstand von 3 Tagen aus.

Besonderheiten

Die kleinen Korbblütler werden von Nematoden (Fadenwürmern) gemieden. Deshalb eignen sie sich als biologischer Schädlingsschutz.

Sie sollten sich regelmäßig mit Sträußen aus dem eigenen Zinnienbestand versorgen. Die ausgedünnten Pflanzen setzen so schnell neue Blüten an und gedeihen noch prächtiger.

Sorten

  • Dahlienblütige Riesenzinnien, 90 cm Wuchshöhe
  • Chrysanthemenblütige Riesenzinnien, 90 cm Wuchshöhe
  • Skabiosenblütige Zinnien, 80 cm Wuchshöhe
  • Liliput Zinnien, 60 cm Wuchshöhe, kleine Blütenköpfe
  • Zinnia „Zinnia haagena“: „Perserteppich“, 40 cm Wuchshöhe, kleine, margeritenähnliche Blütenköpfe
  • „Old Mexiko“: 40 – 50 cm Wuchshöhe, kleine Blüten, die rotbraun gefärbt sind und an den Spitzen goldgelb auslaufen
  • Däumling: 15 cm Wuchshöhe, eignet sich besonders gut zur Beeteinfassung und zur Bepflanzung von Blumenkästen
  • „Cherry“, 90 cm Wuchshöhe, großblumig, kirschrot, perfekte Schnittblume
  • „Green Envy“, ausgefallene, grüne Blütenfärbung