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Sollte man verblühte Blüten von Margeriten entfernen?

Margeriten

Mit ihren weißgelben Blüten verbreiten Margeriten eine fröhliche Stimmung im Garten. Im Idealfall beginnen sie ihre Blütenproduktion im Mai und hören erst Ende Oktober damit auf. So ist es normal, dass sich an einem Strauch zeitgleich herrliche Blumen, ungeöffnete Knospen, aber auch verblühte Werke befinden. Wer alles Verwelkte zeitnah ausputzt, könnte mit der eingesparten Energie sogar noch mehr Blüten hervorlocken.

Zeitraum für die Margeriten-Blüte

Sobald der Frühling naht und kein Frost mehr zu befürchten ist, erwacht die Margerite, bot. Leucanthemum zu neuem Leben. Überwinterte Exemplare dürfen das Winterquartier verlassen und schrittweise an einen sonnigen, warmen Platz ziehen. Es dauert nicht lange, und sie treiben fleißig aus. Auch die ersten Knospen werden bald sichtbar. Unter guten Bedingungen blühen die ersten von ihnen schon im Mai auf. Von da an ist jeder warme Tag ein potenzieller Blütentag. Bis in den Oktober hinein oder gar länger kann sich der Strauch mit neuen weißgelben Blumen schmücken.

Die Blütezeit verlängern

Auch wenn der Blühzeitraum der Margeriten sich über Monate erstreckt, ist die Verweildauer einer Blüte doch um einiges kürzer. Damit ein solches Gewächs bis in den Herbst blüht, müssen folglich neue Blüten gebildet werden. Das erfordert den Einsatz von Energie. Diese ist aber bekanntermaßen begrenzt und wird auch anderweitig benötigt. So ist beispielsweise die Samenbildung nach der Blüte für die Margerite eine energieintensive Tätigkeit. Da Samen jedoch für die Entstehung junger Pflanzen notwendig sind, haben sie für die Margerite erste Priorität. Die Bildung neuer Blüten muss da zurückstehen. Es sei denn, ihr Besitzer verhindert die Samenbildung.

  • verblühte BlütenVerblühtes zeitnah entfernen
  • noch bevor sich Samen bilden können
  • dadurch wird viel Energie eingespart

Leucanthemum wird die eingesparte Energie nicht ungenutzt vergeuden. Sie wird in die Bildung neuer Blütenknospen fließen. Die Blütezeit geht damit in die gewünschte Verlängerung.

Gesundheit erhalten

Welkes ist nicht nur kein schöner Anblick für das verwöhnte Auge. Es wirkt zudem anziehend auf Pilze, die sich von totem Pflanzengewebe ernähren. Wenn verblühte Blütenblätter der Margeriten durch Regen nass werden und herabfallen, können sie an den grünen Blättern kleben bleiben. Sie schimmeln dann unmittelbar am gesunden Gewebe und stellen so ein potenzielles Krankheitsrisiko dar. Dasselbe gilt für Blütenblätter, die sich auf dem Boden sammeln und dort schimmeln. Auch der Pflanze zuliebe sollte man also alle verblühten Blüten entfernen, bevor sie gänzlich auseinanderfallen.

Einzelschnitt

Während der Vegetationszeit herrscht am Margeritenstrauch ein Kommen und Gehen der Blüten. Während sich die einen zum Öffnen vorbereiten, lassen andere die Blütenblätter welk herabhängen. Deswegen muss gezielt aussortiert werden, was am Strauch noch verbleiben kann und was weichen muss. Das ist eine zeitaufwendige Arbeit, die einen Naturliebhaber aber auch Freude bereiten kann. Idealerweise sollte alles Verwelkte gezielt und zeitnah ausgeputzt werden.

  • Leucanthemum regelmäßig ausputzen
  • mind. einmal die Woche
  • gezielt eine verblühte Blüte nach der anderen greifen und entfernen
  • noch bevor die Samenbildung einsetzt
  • unterhalb der Blütenkelche schneiden
  • auch vergilbte Blätter ausputzen
  • das Ausputzen bis in den Herbst hinein praktizieren
Tipp: In Margeriten ist ein Kontaktallergen enthalten. Dieses kann bei empfindlichen Menschen zu unangenehmen Hautreizungen führen. Tragen Sie beim Schneiden sicherheitshalber schützende Handschuhe.

Radikalschnitt

Nicht immer ist Zeit und Geduld vorhanden, um jede einzelne verblühte Blüte zur rechten Zeit zu entfernen. Auch sind neben Leucanthemum oft noch andere blühende Gewächse im Garten beheimatet, die ebenfalls von verblühten Pflanzenteilen befreit werden wollen. Da bleibt kaum noch Freiraum für entspanntes Relaxen auf der Gartenliege. Dafür gibt es eine alternative Lösung, die ebenfalls eine Nachblüte anregt. Die Rede ist von einem Radikalschnitt, mit dem Sie sämtliche verblühte Blumen auf einmal entfernen können.

  • nach der ersten Blütenrunde schneiden
  • etwa Juli bis Anfang August
  • ein Drittel der Pflanze zurückschneiden

LeucanthemumEinige Wochen später, etwa im September, wird Leucanthemum zu neuer Blütenpracht erwachen. Allerdings kann es sein, dass die Nachblüte vergleichsweise etwas bescheidener ausfällt. Der Rückschnitt wird sich dennoch lohnen.

Geeignetes Werkzeug

Auch wenn das Abrupfen der welken Blumen per Hand gelingen mag, sollte dafür lieber geeignetes Werkzeug verwendet werden. Es hinterlässt saubere Schnitte an den Margeriten, die schnell eintrocknen. So wird das Risiko einer Pilzinfektion an der offenen Schnittstellen minimiert. Da man während des Sommers viele verschiedene Gewächse mit derselben Gartenschere beschneidet, ist zudem dringend auf deren Sauberkeit zu achten. Sie sollte nach jedem Schnittdurchgang gründlich mit Alkohol desinfiziert werden.

Selbstaussaat fördern

Die Leucanthemum kann sich selbst aussäen. So sorgt sie für den Fortbestand der eigenen Art. Wenn Sie sich damit anfreunden können, oder es sogar darauf anlegen, sollten Sie ihr die Samenbildung gestatten. In diesem Fall dürfen verwelkte Blüten nicht abgeschnitten werden.

  • bereits die ersten Blüten stehen lassen
  • Exemplare aus dem Spätsommer sind ungeeignet
  • ihnen könnten Zeit und Kraft fehlen, vollständig auszureifen
  • auch ein verfrühter Kälteeinbruch kann überraschend kommen

Wenn Sie die Margeriten an einer anderen Stelle aussäen möchten, sollten Sie die reifen Samen im Herbst einsammeln, bevor sie zu Boden fallen.

Tipp: Da die Margeriten reichlich blühen, kann es für die Samenvermehrung genügen, wenn Sie nur einen Teil der Blüten stehenlassen und die restlichen entfernen.

Verblühtes vor dem Winter entfernen

Viele Garten- bzw. Balkonbesitzer holen sich jedes Jahr neue Margeriten aus dem Handel. Diejenigen des Vorjahres haben sie vor dem Winter entsorgt. Dabei kann dieser Dauerblüher mehrjährig kultiviert werden. Dafür werden Topfexemplare vor dem ersten Frost ins Haus geholt. Spätestens dann sollte das Verblühte zusammen mit den Trieben abgeschnitten werden. Auch ausgepflanzte Exemplare können den Winter im Freien überstehen, wenn man sie schützt. Verblühte Blüten stören beim Abdecken und müssen auch hier entfernt werden. Bis auf eine Handbreit über dem Boden wird alles zurückgeschnitten. So wird auch Pilzkrankheiten vorgebeugt.