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Pflastersteine mit Essig reinigen: das Resultat

Pflastersteine reinigen

Pflastersteine mit Essig zu reinigen wird gelegentlich als Hausmittel empfohlen. Doch wie sieht das Resultat aus – hilft oder schadet die Säure? Und wie wird sie angewendet? Wir klären auf.

Alternative zu Hochdruck

Essig kann ebenso wie Soda als Alternative zu einem Hochdruckreiniger eingesetzt werden. Doch viele glauben, dass der Hochdruckreiniger wie beispielsweise ein Kärcher die bessere Wahl ist. Gerade durch den hohen Wasserdruck kann es jedoch zu Schäden an den Steinen selbst oder den Fugen kommen. Fugenmörtel kann Risse bilden oder sogar komplett von den Steinen abbrechen. Sand wird durch das Wasser aus den Fugen gespült.

Hochdruckreiniger

Bei Natursteinen mit einer weichen Oberflächenbeschaffenheit können die Steine zudem uneben werden, da Schichten abgetragen werden und gegebenenfalls Dellen entstehen. Essigwasser stellt daher eine gute Möglichkeit der Reinigung dar und kann zudem den Aufwand verringern.

Für welche Steinart?

Ob Essig geeignet ist, hängt von der Art der Pflastersteine ab. Gegossene Steine, wie Beton, kann man damit problemlos reinigen. Handelt es sich hingegen um Natursteine, wie Marmor oder Basalt, darf man es keinesfalls verwenden. Denn diese Materialien vertragen keinerlei Säure und würden Schaden von dem bloßen Kontakt nehmen, auch wenn das Essigwasser stark verdünnt zum Einsatz kommt. Die Oberfläche trübt sich ein und die Steine können porös werden.

Essigart

Am besten geeignet Essigarten sind:

  • Essigreiniger
  • weißer Haushaltsessig
  • Essigessenz
Essigessenz Pflastersteine reinigen

[infobox type=“check“ content=“Tipp: Essigessenz muss verdünnt werden und ist daher besonders ergiebig. Zudem ist sie ausgesprochen günstig erhältlich und daher auch finanziell sinnvoll. Dennoch lässt sich damit ein wunderbar sauberes Resultat erzielen.„]

Vorgehen

Um Pflastersteine mit Essigwasser zu reinigen ist nicht viel Aufwand erforderlich. Das richtige Vorgehen sollten Sie dabei jedoch beachten. Die folgende Anleitung zeigt, wie es geht:

Trockene Reinigung

Zunächst sollten alle trockenen Verschmutzungen mit einem Besen entfernt werden. Das Kehren ist zum einen wichtig, um grobe und große Teile – wie beispielsweise Blätter – zu beseitigen. Zum anderen werden die Wirkung beim Einweichen verbessert und die folgenden Schritte erleichtert.

Unkraut entfernen

Sofern die Fugen nicht mit Mörtel gefüllt sind, wächst darin häufig Unkraut. Dieses sollte man vor der Reinigung der Pflastersteine entfernen. Fugenkratzer helfen dabei, es möglichst einfach und gründlich zu beseitigen. Man kann es jedoch ebenso abbrennen oder von Hand heraus zupfen. Bei diesen Methoden entsteht allerdings ein größerer Aufwand.

Pflastersteine reinigen

Einweichen

Damit das Essigwasser Verschmutzungen gründlich lösen kann und sich diese im Anschluss einfach entfernen lassen, sollte die Mischung basierend auf Essig und Wasser mehrere Stunden einwirken können. Ideal ist es daher, wenn Sie einen kühlen Tag mit vergleichsweise hoher Luftfeuchtigkeit für die Reinigung wählen.

Abbürsten

Als Arbeitsmittel um die Pflastersteine zu reinigen sollte eine Bürste mit weichen Borsten gewählt werden, um die Verschmutzungen zu entfernen aber die Oberflächenbeschaffenheit nicht zu verändern beziehungsweise anzugreifen. Auch ein Schrubber kann verwendet werden, um Unreinheiten zu beseitigen. Allerdings sollte dabei nicht zu viel Druck ausgeübt werden.

Abspülen

Nach dem Abbürsten der Steine sollte man den verbleibenden Essig gut abgespülen. Hierdurch wird verhindert, dass die Materialien Schäden erleiden. Zudem sorgt das Abspülen dafür, dass der Essig verdünnt in den Boden eindringt. Hierdurch lassen sich negative Auswirkungen auf die Vegetation und das Grundwasser deutlich reduzieren und das Grundwasser verringern.

Pflastersteine reinigen

Wasser entfernen

Vor allem in den kalten Jahreszeiten sollten Sie darauf achten, dass kein Wasser auf den Pflastersteinen verbleibt. Zum einen kann es zur Gefahr für Tier und Menschen werden, da bei Frost das Risiko für die Bildung von Eisschichten besteht. Zum anderen kann es zu Frostschäden kommen, wenn das Wasser in kleinen Rissen gefriert und sich dabei ausdehnt. Auch hierbei kann man wieder mit einer Bürste mit weichen Bürsten oder vorsichtig mit einem Schrubber arbeiten.