Gartengestaltung Gartenprojekte

Naturpool-Infos: Kosten je m², Filtertechnik & Erfahrungen

Naturpool anlegen

Ein Pool zählt für viele Menschen zu den Inbegriffen an Freizeitqualität im eigenen Garten. Neben unzähligen Varianten an Fertigpools ist ein Naturpool heute eine echte Alternative, das Badeerlebnis mit einer naturnahen, optisch ansprechenden Erscheinung und zugleich ökologisch sinnvoll zu gestalten. Alle Naturpool-Infos rund um den Kostenrahmen und die erforderliche Filtertechnik finden Sie hier bei uns.

Was ist ein Naturpool?

Für ein Verständnis des Preises eines Naturpools ist zunächst eine Grundvorstellung erforderlich, welche charakteristischen Merkmale diesen Pooltyp ausmachen. Denn nicht jeder Naturpool muss zwingend intensiv mit Pflanzen und einem natürlich gestalteten Ufer ausgeführt sein. Selbst eine naturnahe Zone mit einer ganz oder teilweise natürlichen Filteranlage kann einen ansonsten stark vorgefertigten Systempool hinsichtlich seiner Funktionalität zum Naturpool werden lassen. Wesentliche Merkmale eines natürlichen Pools sind daher:

  • NaturpoolWasserfilterung auf biologischem Wege, jedoch unter Einsatz technischer Anlagen
  • Wasserdesinfizierung ohne typische Desinfektionsmittel, wie Chlor, Brom oder Wasserstoffperoxyd
  • Nicht zwingend, aber häufig in Kombination vorkommen: Vorhandensein einer naturnahen Filter- und Ruhezone zur unterstützenden Ansiedelung von reinigenden Wasserpflanzen und Mikroorganismen
Hinweis: Einen Schritt weiter als der Naturpool geht der Schwimmteich. Er vereint tatsächlich in allen Bereichen den Anspruch an eine naturnahe Umsetzung vom individuellen Anlegen ohne Fertigteile über eine intensive Begrünung der Randzonen bis hin zu einer vollständig natürlich erfolgenden Filtration des Wassers durch Pflanzen und Mikroorganismen.

Naturpool-Infos zur Filtertechnik

Auch wenn der Begriff des Naturpools etwas anderes vermuten lässt, kommt er nicht ohne Filtertechnik aus. Das wirkt sich natürlich auch auf die Baukosten, sowie die später regelmäßig anfallenden Folgekosten aus. Andererseits lässt sich der Pflegeaufwand beim Naturpool durch eine funktional ausgerichtete und gut eingeregelte Filtertechnik gegenüber Schwimmteichen sehr gering halten. Da diese in Bezug auf die Stabilität des natürlichen Filtrationszyklus meist grenzwertig klein dimensioniert werden, ist der tatsächliche Aufwand zur Aufrechterhaltung des Wassergleichgewichts und somit der Funktion der natürlichen Filterung enorm.

Die biologische Filtration des Poolwassers setzt sich aus zwei sich in ihrer wesentlichen Funktionsweise elementar unterscheidenden Systemen zusammen:

1. Biologische Wasseraufbereitung („Bio-Filter“)

  • Schwimmteichüblicherweise als Primärfilter zum Einsatz kommend
  • hält Verunreinigungen durch Grobfilter zurück
  • baut organische Stoffe, wie Fett, Harnsäure etc. durch Mikroorganismen ab
  • Gibt durch Mikroorganismen im Rahmen des Zersetzungsprozesses erzeugte Nährstoffe bzw. Nährsalze (Phosphate) an das Poolwasser ab

2. Physikalische Wasseraufbereitung

  • Sekundärfilter zum primären Bio-Filter
  • Entzieht dem Wasser Phosphate, somit Entzug der Lebensgrundlage für Algen, Bakterien etc.
Hinweis: Die praktische Umsetzung der Filtertechnik für den Naturpool kann im Detail stark variieren und hängt vor allem von den konstruktiven Vorlieben der einzelnen Hersteller ab. Die Grundprinzipien sind aber bei allen Anlagen nahezu identisch, so dass sich die vorangegangene Erläuterung der Systematik beinahe universell auf alle Naturpools anwenden lässt.

Naturpool-Infos zum Kostenrahmen

Wer mit der Errichtung eines Naturpools liebäugelt, für den stellt sich sicherlich eher früher als später auch die Frage nach dem Preis. Denn nicht nur der Pool selbst, auch die Planung mit einer biologischen Filteranlage lässt viele Interessenten hohe Kosten vermuten. Doch wie hoch sind die Kosten tatsächlich? Schauen wir uns zunächst einmal an, aus welchen Kosten sich der tatsächliche Gesamtaufwand eines Naturpools zusammensetzt:

1. Baukosten

An erster Stelle steht selbstverständlich die Errichtung des Pools. Zu den Baukosten zählen:

  • Materialkosten für Becken und Technik
  • Arbeitsaufwand für Erstellung der Grube, Einbau des Pools und Wiederherstellung möglicher Schäden durch die Bauarbeiten
  • Entsorgung des Erdaushubs mit Abfuhr und Deponiegebühren
  • Nebenkosten, beispielsweise Planungskosten und Kosten für baurechtliche Genehmigung des Naturpools

2. Folgekosten

Ist der Pool erst einmal gebaut, schlägt er mit immer wiederkehrenden Folgekosten zu Buche:

  • NaturpoolWartung und Instandhaltung der Technik
  • Unterhaltung von Becken, und Technikraum oder -bereich
  • Wasser-/Abwassergebühren (wenn auch Wassertausch idealerweise nur selten erforderlich)
  • Betriebskosten, v.a. Strom für Pumpenanlagen

Reale Preise für eine echte Planung

Nachvollziehbarerweise wird sich nun so mancher Leser fragen, wie hoch denn der Finanzielle Aufwand eigentlich ist. Denn alleinig das Wissen über die unterschiedlichen Kostenfaktoren hilft noch nicht weiter, ein solides Bauchgefühl über den zu erwartenden Kostenrahmen zu entwickeln.

Hierzu sei gesagt, dass sich nicht ohne weiteres fixe Preise für einen Naturpool angeben lassen, die dann auch immer und überall verlässlich herangezogen werden können. Denn sowohl regionale als auch saisonale Preisunterschiede für die Einbauleistung, sowie vor allem die breite Spanne möglicher Ausführungsdetails führen zu einer großen Streuung des Kostenrahmens. Nicht zuletzt können selbst individuelle Eigenheiten der Zugänglichkeit der Baustelle und des vorhandenen Grundstücks deutliche Unterschiede der Rahmenbedingungen und somit auch der Baukosten erzeugen. Letztlich verbleiben nur die Materialkosten als ortsunabhängig fixer Kostenpunkt, da sich die Preise hierfür durch die bundes- oder gar weltweit operierenden Lieferanten von Region zu Region nicht unterscheiden.

Im Folgenden werden daher nur sehr grobe Kostenrahmen angegeben. Außerdem wird der zu erwartende finanzielle Aufwand in Relation zu einem normalen, also nicht biologisch filternden Pool gesetzt:

Hinweis: Die Prozentwerte geben an, wie stark diese Kostenrahmen von den Kosten für einen normalen Pool ohne biologische Filterung abweichen. Zu Grunde liegt dabei die Annahme, dass es sich um einen fest installierten, im Boden eingelassenen Pool handelt. Varianten, wie beispielsweise ein Frame-Pool oder ein Quick-Up Pool können davon deutlich abweichen.

Baukosten

  • Erdaushub: einschließlich Entsorgung ca. 20 – 25,-EUR / m3 / +- 0%
  • Pool mit Materialkosten und Einbauaufwand: je nach Größe und Ausführung ca. 8.000,- bis 25.000,- EUR / +-0%
  • Filtertechnik: ca. 2.000 – 5.000,-EUR / bis zu +50%
  • Nebenkosten für Planung und Genehmigung: ca. 500,- – 2.000,- EUR / 0 bis +5%

Folgekosten und Pflegeaufwand

  • Teich reinigenWartung Technik: je nach Anlagengröße bis 300,- EUR / Jahr / 0 bis +20%
  • Unterhaltung bauliche Anlage: 0 – 200,- EUR / Jahr / +-0%
  • Wasser- / Abwassergebühren: abhängig von Poolgröße und Nutzungsintensität 50,- bis 150,- EUR / Jahr / +-0%
  • Betriebskosten: je nach Poolgröße und Nutzungsdauer um 100,- bis 200,- EUR / Jahr / +-0%
  • Poolchemie: 0,- EUR / -100%

Es wird an Hand unserer Naturpool-Infos also deutlich, dass sich die Kosten für einen Naturpool gegenüber seinem Gegenüber mit herkömmlicher Wasserbehandlung nur gering bis mäßig unterscheiden. Die größten Unterschiede ergeben sich durch ein deutliches Plus bei der Anschaffung der Technik. Der größte Minuspunkt liegt beim vollständigen Entfall der durch die biologische Filterung entfallenden Poolchemie. Die Errichtung der eigentlichen Baulichen Anlage, sowie der zu erwartende Pflegeaufwand unterscheiden sich durch die unterschiedliche Filteranlagen dagegen nicht oder nur marginal.

Quadratmeterkosten

Fasst man die Kosten zusammen und legt sie auf einen Betrag je Quadratmeter Poolfläche um, ergibt sich ein Betrag für die Anschaffung von rund 200,- EUR bis 500,- EUR je Quadratmeter. Diese kostentechnisch nur sehr vagen Naturpool-Infos ergeben sich durch unterschiedlichste Bauformen und stark variierende Preise in Abhängigkeit der bereits benannten individuellen Faktoren des Poolstandorts, sowie der allgemeinen Größe der Anlage.

Erfahrungen

Sie haben noch nicht genügen Naturpool-Infos gesammelt? Sie sind sich noch nicht sicher, ob das Projekt „Naturpool“ in Ihrem Garten und mit Ihren Mitteln realisierbar ist? Dann profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Hobbygärtner und lassen Sie sich inspirieren.

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit, wurden kleine Rechtschreibfehler (Leerzeichen, Buchstabendreher, etc.) in den Zitaten korrigiert. Die genauen Quellen sind dabei unter der Angabe des jeweiligen Forums verlinkt.

Ab 100€ je m²

„Ich hab alles selber und mit Bekannten gemacht. Bin jetzt bei 8500 Euro. 1500 werden noch drauf gehen, denk ich mal. Sind also 10.000 Euro für 100m² Schwimmteich. Hab viel Granit verbaut, einen großen Betonschachtring als Filter, Bodenablauf, 2 Skimmer, ein paar Schieber, 20 Tonnen Kies. Nix besonderes halt. Also solltest du mindestens 100€/m² rechnen. Wenn du nix besonderes willst, wenn doch dann eher 150 bis 200 Euro pro Quadratmeter.“

Quelle: https://www.hobby-gartenteich.de/xf/posts/236019/
Nutzer: Eckentaler

Selber machen spart Kosten

„[…] Also wir haben oder besser ich habe (Frau alleine + mit etwas Hilfe meiner über 60 jährigen Eltern) fast alles selber gemacht und der Schwimmteich von ca. 150m² hat etwa 7000 € gekostet (inklusive wirklich alles und wir haben sehr viel Granit und Steinfolie verwendet) – es geht auf jeden Fall noch günstiger!!!! […]“

Quelle: https://www.hausgarten.net/gartenforum/threads/schwimmteich-vor-und-nachteile-kosten-beim-anlegen.85/post-115073
Nutzer: Andy Spiess

„Mein Schwimmteich mit Filtergraben hat eine Wasserfläche von ca 120m².
Insgesamt mit allem drum und dran hat der Teich von Naturagart 6000 Euro gekostet.
Allerdings habe ich alles selber gemacht bis auf die Baggerarbeiten.[…]“

Quelle: https://www.teichbau-forum-naturagart.de/index.php/forum/22-allgemeines/1342-kosten-eines-schwimmteiches#1345
Nutzer: reinhardsiess

Ansprüche machen den Preis

„[…] Zu den Kosten kann ich als Firma sagen, dass ein Schwimmteich für 7000 bis 8000€ durchaus realisierbar ist, es kommt halt wirklich ganz auf die Ansprüche drauf an die man an den Teich stellt. Was nicht heißen muss, das ein teurer Teich einen besserer Teich ist.

Grundsätzlich kann man sagen:
– viel Technik -> hohe Kosten (auch im Unterhalt) -> weniger Pflegeaufwand
– wenig Technik -> geringere Kosten -> mehr Pflegeaufwand

Der Pflegeaufwand eines Teiches hängt natürlich wieder stark von den Ansprüchen ab, die man an den Teich stellt. […]“

Quelle: https://www.hausgarten.net/gartenforum/threads/schwimmteich-vor-und-nachteile-kosten-beim-anlegen.85/post-115834
Nutzer: baumundborke

Viele Kleinigkeiten beachten

„[…] Ich habe selbst einen Schwimmteich mit 38.000 Litern. Ich liste dir das mal kurz mit Links und Preisen auf:
500,- Baggern (Freundschaftspreis)
800,- Folie und Vlies
500,- Teichpflanzen
0,- Rohrleitungen und Bodenabläufe (kann ich nicht mehr sagen)
230,- Rohrpumpe
1500,- Spaltfilter Fa. FIAP
1400,- Patronenfilter P50
179,- UVC
500,- Skimmer
Also rund 5609,- Euro und dabei habe ich wahrscheinlich noch viele Sachen vergessen.[…]“

Quelle: https://topteich-forum.de/forum/thread/2031-schwimmteich-kosten/?postID=6018#post6018
Nutzer: Klaus E.

Folgekosten beachten

„[…] Wir haben unseren Teich ausbaggern lassen, haben Vlies 900 unter und auf der Folie 1,00 (grün) und Ufermatte komplett im ganzen Teich. Weiterhin haben wir einen Pumpenschacht, einen Saugsammler, 2 Skimmer, 2 Bodenansaugpunkte, Teichbeleuchtung, Funkstromverteiler, eine Pumpe NG 8000, einen Standardfilter, ein UV-55-Gerät, Pflanzen, einen Bachlauf mit Wasserfällen, 2 Tonnen Sandsteine im und um den Teich/Bachlauf, eine Granitbrücke, NG-Klemmleisten rund um den Teich (50 umlaufende Meter) und ca. 4 Kubikmeter Kieselsteine auf dem Uferwall (zwischen den Trittsteinen). Weiterhin haben wir 50 Säcke Beton im und am Teich/Bachlauf verarbeitet. Kostenpunkt: ca. 17.000 Euro.

[…]

Zu den Folgekosten kann ich dir genau keine Antwort geben, da unser Teich noch nicht in Betrieb ist. Wir rechnen mit ca. 300€/Jahr an Wasserkosten und ca. 500€/Jahr an Stromkosten. Fällig wird nächstes Jahr bestimmt auch noch ein Schlammsauger im Wert von 279€ Euro.“

Quelle: https://www.teichbau-forum-naturagart.de/index.php/forum/22-allgemeines/1342-kosten-eines-schwimmteiches#1343
Nutzer: Biene

Naturpool ohne Chemie und Filter

„[…] Wenn du meinst, dass es doch auch ganz ohne Chemie/Filter, etc. gehen muss, kann ich das aus eigener Erfahrung (Schwimmteich in ähnlicher Größenordnung, 1,50m tief, teilweise 2,50m tief) nur bestätigen. Du musst halt 1 bis 3 mal/Jahr einen leicht grünstichigen, trüben Ton im Schwimmteich akzeptieren. Wobei ich meine, dass das eben Natur in seiner „reinsten“ Form ist. Wenn du nur glasklares Wasser akzeptieren kannst, um glücklich zu werden, kommst du nicht umhin, ein paar Euros für Filter, etc. in die Hand zu nehmen.

Hinweis zu meinem Teich: ich arbeite nur mit einer Umwälzpumpe für den Wasserfall/Bachlauf, aber das sind höchstens 4.000 l/h. Eine rechnerische Umwälzung erfolgt somit nur alle 1,5 bis 2 Tage. Funktioniert aber seit 4 Jahren ohne Probleme.“

Quelle: https://www.teichbau-forum-naturagart.de/index.php/forum/8-wasseraufbereitung-filtertechnik-fuer-fisch-und-schwimmteiche/14903-schwimmteich-filtern-aber-wie#14904
Nutzer: Daniel 7