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16 Bäume und Sträucher mit roten Beeren

Bäume und Sträucher mit roten Steinen

Bäume und Sträucher mit roten Beeren sind im Herbst ein optischer Blickfang. Viele dieser Pflanzen haben eine doppelte Funktion, sie sind essbar oder verschiedenen Wildtieren eine wichtige Nahrungsquelle im Winter.

Sträucher mit essbaren Beeren

Essbare Sträucher haben den Vorteil, dass sie beispielsweise als Sichtschutz verwendbar sind und Sie gleichzeitig die Früchte ernten können. Bei einigen Pflanzen ist der Aufwand jedoch groß, um daraus etwas Essbares zu machen. Dann bleibt jedoch noch immer die Möglichkeit, sie den Vögeln oder anderen Wildtieren zu überlassen, die Herbst und im Winter den Garten besuchen. Beeren stellen zudem im Winter für viele Wildtiere eine wichtige Ergänzung etwa zum Vogelfutter da, da sie noch immer viele Vitamine enthalten.

Echte Berberitze (Berberis vulgaris):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: kalkhaltig, trocken bis mäßig feucht
  • Früchte: kleine längliche Früchte, die zu Trauben zusammengefasst sind
  • Blätter: laubabwerfend, im Herbst attraktive rötliche Färbung
Berberitzen (Berberis)

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Von der Berberitze gibt es auch Zuchtsorten, die sich ganzjährig durch rotes Laub auszeichnen. Diese Zuchtformen sind nicht essbar.„]

Gemeiner Bocksdorn (Lycium barbarum):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: humos und nährstoffreich, absolut salz- und schwermetallunverträglich
  • Früchte: längliche einzelne Früchte
  • Blätter: laubabwerfend
Gemeiner Bocksdorn (Lycium barbarum), rote Beeren
Quelle: AnRo0002, 20150927Lycium barbarum5, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Die roten Früchte vom Bocksdorn sind auch bekannt unter dem Namen Goji-Beere. Die getrocknete Beere kann beispielsweise für Müslis genutzt werden oder ist eine gesunde Knabberei. Die Goji-Beere wird vor allem in der asiatischen Küche verwendet und ist dort ein Bestandteil von süß-sauren Gerichten. Wer gerne exotische Gerichte ausprobiert, der kann zu bekannten Klassikern einige wenige getrocknete Früchte vom Bocksdorn hinzugeben. Geeignet sind beispielsweise Hühner- oder Rindersuppen und sie sind eine gute Ergänzung für Fonds von Wildgerichten.

Großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon):

  • Standort: sonnig
  • Boden: kalkarm, nährstoffreich
  • Früchte: mittelgroße runde Einzelbeeren
  • Blätter: immergrün, im Herbst jedoch oft rötlich-braun verfärbt
Großfrüchtige Mossbeere

Die Großfrüchtige Moosbeere ist bekannter unter dem Namen „Cranberry“. Sie wird als Beerenobst im Garten immer beliebter. Sie liefert hohe Erträge und kann beispielsweise zu Saft oder Marmelade verarbeitet werden.

Hunds-Rose (Rosa canina):

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Boden: anspruchslos
  • Früchte: mittlere Früchte
  • Blätter: laubabwerfend, gelbliche Herbstfärbung
Hunds-Rose (Rosa canina)

Die Früchte der Hunds-Rose werden als Hagebutte bezeichnet. Obwohl das Sammeln durch die Stacheln der Rose nicht ganz einfach ist, lohnt sich der Aufwand. Die Hagebutten können zu Marmelade verarbeitet werden und die getrockneten Früchte verleihen Früchtetees ein frisches Aroma.

Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea):

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Boden: feucht, frisch, humos, durchlässig, leicht sauer
  • Früchte: mittelgroße runde Einzelbeeren, die zu kompakten Trauben zusammengefasst sind
  • Blätter: immergrün
Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea)

Die Preiselbeere ist im Garten eher selten zu finden, da die Ernte der Früchte aufwendig ist. Es gibt einen speziellen Pflückkamm, wodurch Sie in kurzer Zeit größere Mengen ernten können, anderenfalls bleibt nur die Ernte der Einzelbeeren mit der Hand. Im Vergleich zu anderen Beerensträuchern ist selbst bei Kultursorten der Ertrag gering. Wildsorten bleiben in der Höhe klein und wachsen maximal zu Zwergsträuchern heran. Kultursorten können durchaus eine Höhe von 80 cm und mehr erreichen.

Rote Johannisbeere (Ribes rubrum):

  • Standort: bevorzugt sonnig, maximal Halbschatten
  • Boden: nährstoffreiche und humos, feucht
  • Früchte: mittlere rundliche Beeren, die zu Trauben zusammengefasst sind
  • Blätter: laubabwerfend
Johannisbeeren

Die Johannisbeere wird etwa seit dem 15. Jahrhundert als Kulturpflanze angebaut. Mittlerweile gibt es zahlreiche Sorten, die teilweise sogar als eigene Arten wie die Felsen-Johannisbeere geführt werden. Die Marmelade bzw. Gelee daraus, wird selten als Frühstücksmarmelade gegessen, sondern vorwiegend für Süßspeisen wie Torten oder Gebäck genutzt.

Roter Holunder (Sambucus racemosa):

  • Standort: halbschattig bis schattig
  • Boden: kalkarm, nährstoffreich, aber durchlässig mit hohem Lehm- oder Sandanteil
  • Früchte: kleine rundliche Beeren, die zu Trauben zusammengefasst sind
  • Blätter: laubabwerfend
Roter Holunder (Sambucus racemosa), rote Beeren
Quelle: AnRo0002, 20170715Sambucus racemosa3, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Der Rote Holunder wird zwar gelegentlich als giftig eingestuft, ist jedoch eine beliebte Wildfrucht, wenn er richtig verarbeitet wird. Es wird lediglich der Saft, der mittels Dampfentsaftung gewonnen wurde, verwendet und zu Säften oder Gelees verarbeitet.

Bäume mit essbaren Beeren

Es gibt zahlreiche Bäume, die Früchte haben, die wie rote Beeren aussehen. Meist handelt es sich dabei um Wildpflanzen, die jedoch längst den Weg als attraktive Pflanzen mit Doppelnutzungsmöglichkeit in den Garten geschafft haben.

Eberesche (Sorbus aucuparia):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: durchlässig, frisch
  • Früchte: mittelgroße runde Früchte zu großen Scheindolden zusammengefasst, oft orange bis rote Farbe
  • Blätter: laubabwerfend, graugrüne Farbe
Baumarten, Eberesche (Sorbus aucuparia)

Die Eberesche gibt es mittlerweile auch als Kulturform, die sogar besser verträglich ist als Wildformen. Für den Verzehr müssen die Früchte zwingend gekocht werden. Kulturformen haben zudem den Vorteil, dass sie deutlich ertragreicher sind, als die Wildformen, die bei Vögeln sehr beliebt sind.

Kirschpflaume (Prunus cerasifera):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: humos, nährstoffreich
  • Früchte: mittelgroße ovale Früchte an langem Stiel, oft auch rot-gelbe Färbung
  • Blätter: laubabwerfend
Kirschpflaume (Prunus cerasifera), rote Beeren
Quelle: Forest & Kim Starr, Starr-110727-7940-Prunus cerasifera x salicina-fruit-Polipoli-Maui (24983742512), Bearbeitet von Gartendialog, CC BY 3.0 US

Vogelkirsche (Prunus avium):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: humos, nährstoffreich, durchlässig
  • Früchte: mittelgroße runde Einzelbeeren, oft dunkelrote bis blutrote Farbe
  • Blätter: laubabwerfend, Herbstfärbung in gelb, orange und rot
Vogelkirsche (Prunus avium)

Die Vogelkirsche oder Wildkirsche ist meist ein Resultat von einer Kulturkirsche, die ein Vogel gefressen hat. Die Bäume sind in der Natur typischerweise entlang von Waldrändern oder Lichtungen zu finden, wo sich die Vögel niederlassen, um in Ruhe das Fruchtfleisch zu fressen.

Weißdorn (Crataegus monogyna):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: anspruchslos, kalkhaltige Böden bevorzugt
  • Früchte: kleine Beeren, die gelegentlich Trauben bilden, dunkelrote bis oft fast schwarz-rote Färbung
  • Blätter: sommergrün
Weißdorn (Crataegus monogyna), rote Beeren
Quelle: AnRo0002, 20190307Crataegus monogyna4, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Ziersträucher

Nicht immer muss ein Strauch für den Menschen essbar sein, oft sind ungenießbare Pflanzen für Wildtiere genießbar und für sie ein wichtiger Futterlieferant.

Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium):

  • Standort: halbschattig bis schattig
  • Boden: anspruchslos
  • Früchte: kleine rote einzelne Beeren
  • Blätter: immergrün
Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium), rote Beeren
Quelle: Jebulon, Ilex aquifolium L. JdP, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Die roten Früchte der Stechpalme bleiben bis weit in den Winter an den Bäumen, bis sie Vögeln als Futter dienen. Sie sind auch die einzigen, für die die Giftstoffe in den Früchten der Stechpalme nicht gefährlich sind. Für andere Tiere hingegen können schon wenige Einzelbeeren zu schweren Vergiftungen führen. Die Stechpalme mit ihren Früchten wird zu Weihnachten gerne als Dekoration verwendet, sollte jedoch, aufgrund der giftigen Früchte, nicht erreichbar für Kinder oder Haustiere sein.

Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: frisch, nährstoffreich, leicht sauer
  • Früchte: kleine glänzende Beeren, die Dolden bilden, ältere Beeren riechen unangenehm säuerlich
  • Blätter: laubabwerfend, attraktive rötliche Herbstfärbung
Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus)
Quelle: AnRo0002, 20150701Viburnum opulus3, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: anspruchslos, kalkhaltige Böden bevorzugt
  • Früchte: viergeteilte Fruchtstände mit einer rötlichen Hülle, in der orangefarbene Samen sind
  • Blätter: laubabwerfend, leuchtend gelbliche bis rötliche Herbstfärbung
Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
Quelle: AnRo0002, 20151116Euonymus europaeus3, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0

Zwergmispel (Cotoneaster):

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: durchlässig, leicht sauer
  • Früchte: viele runde Beeren, die direkt am Zweig sitzen
  • Blätter: laubabwerfend
Zwergmispel (Cotoneaster), rote Beeren

Nur wenige Sträucher sind im Garten so beliebt wie die Zwergmispel. Dies liegt vor allem daran, dass sie Trockenheit sehr gut verträgt und im Herbst durch ihre üppige Beerentracht ein Blickfang in jedem Garten ist. Die Früchte werden gerne von Vögeln gefressen, wodurch sie zur Verbreitung beitragen.

Zierbäume

Bäume mit roten Beeren, die lediglich einen Zierwert haben, gibt es nur wenige. Allerdings lassen sich viele Sträucher auch mit etwas Mühe zu einem Baum erziehen. Dies ist beispielsweise beim Pfaffenhütchen der Fall.

Europäische Eibe (Taxus baccata):

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Boden: anspruchslos, durchlässig, keine Staunässe
  • Früchte: einzelne runde Beeren, Fruchtmantel lässt sich einfach zerquetschen
  • Blätter: immergrün
Eibe (Taxus)

[infobox type=“alert“ content=“Achtung: Während der Fruchtmantel der Eibe nicht giftig ist, sind alle anderen Teile der Pflanze hochgiftig. Obwohl dieser Teil essbar wäre, wird allgemein jedoch davon abgeraten, da bereits bei einer Beschädigung des Kerns, Toxine in bedenklicher Menge austreten können.„]

Häufig gestellte Fragen

Lassen sich unterschiedliche Sträucher mit roten Beeren kombinieren?

Ja, vor allem bei Wildfruchthecken ist es üblich, dass unterschiedliche Sorten miteinander kombiniert werden. Achten Sie beim Anbau lediglich darauf, dass die einzelnen Sträucher ausreichend Platz haben, sich gut zu entwickeln.

Gibt es Eiben ohne Früchte?

Ja, männliche Eiben bringen keine Früchte hervor. Zudem gibt es im Handel chemische Präparate, die auch die Fruchtbildung bei weiblichen Eiben verhindern oder diese zumindest mindern.