Ahorn verliert Blätter

Der Japanische Ahorn wird in den hiesigen Breitengraden immer beliebter. Im Herbst verliert der dekorative Baum seine Blätter, doch was sind die Ursachen, wenn dies auch über die Vegetationsphase der Fall sein sollte? Wenn sich die Blätter plötzlich kräuseln, gelb oder trocken werden und dann ganz abfallen, stecken in der Regel Schädlingsbefall, falsche Pflege oder eine Krankheit dahinter.

Trockenschaden

Färben sich die Blattspitzen anfänglich braun, trocknet schließlich das ganze Blatt aus und fällt ab, dann kann dies an einer Trockenheit liegen. Der Fächerahorn wurde nicht ausreichend gegossen. Hier sollte sofort Abhilfe geschaffen und der Pflanze genügend Wasser geboten werden. Hierbei sollte wie folgt vorgegangen werden:

  • Kübel in ein Wasserbad tauchen
  • so lange, bis sich keine Blasen mehr bilden
  • alternativ die Pflanze gut wässern
  • anschließend abtropfen lassen
  • so wird Staunässe vermieden

In der Folgezeit wird der Ahorn wieder regelmäßig gegossen. Dann treibt er wieder neu aus, spätestens im nächsten Frühjahr werden sich wieder neue Blätter zeigen. Sind allerdings auch die Triebe und Äste bereits vertrocknet, dann müssen diese entfernt werden. Ist bereits auch der Stamm betroffen, ist der Japanische Ahorn nicht mehr zu retten.

Tipp: Braune Blattränder können auch auf Staunässe hindeuten, daher nicht sofort gießen, wenn sich die ersten Blätter verfärben sondern erst die Erde auf eine eventuelle Trockenheit überprüfen.

Staunässe

Ahorn verliert BlätterStaunässe kann dem Japanischen Ahorn sehr schaden. Denn steht er zu lange zu nass, dann kommt es zu Wurzelfäule und die Pflanze ist bei einer ausgeprägten Fäule nicht mehr zu retten. Wird erkannt, dass es sich um Staunässe handelt, dann muss sofort gehandelt werden. In einem Fall von Staunässe sollte wie folgt vorgegangen werden:

  • Pflanze dem Kübel entnehmen
  • alle Erde vom Wurzelballen entfernen
  • von Fäulnis betroffene Wurzeln abschneiden
  • hierzu scharfe und desinfizierte Schere nutzen
  • Wurzelballen gut abtrocknen lassen
  • danach in neues Substrat einpflanzen
  • Drainage gegen weitere Staunässe anlegen
  • hierfür Kies oder Tonscherben über Abflussloch
  • hierauf Pflanzenvlies
  • dann erst die Erde einfüllen

In der Folgezeit mäßige Wassergaben verabreichen und weitere Staunässe vermeiden. Nach jedem Gießvorgang den Unterteller nach etwa einer halben Stunde abgießen, wenn sich hier Wasser angesammelt hat.

Bodenbeschaffenheit

Fehlen dem Substrat die Eigenschaften, die der Japanische Ahorn wünscht, dann quittiert die Pflanze dies gerne mit braunen Blattspitzen und dem späteren Blattabwurf. So kann die Erde verdichtet sein. Der Fächerahorn benötigt aber einen durchlässigen und frischen Boden, um gut zu gedeihen und die benötigten Nährstoffe über die Wurzeln aufzunehmen. Ist die Erde verdichtet, dann sollte hier wie folgt vorgegangen werden:

  • Pflanze dem Kübel entnehmen
  • alle Erde vom Wurzelballen entfernen
  • neues Substrat in Kübel füllen
  • Erde mit Sand und Torf mischen
  • Ahorn wieder einpflanzen
  • mit aufbauendem Präparat düngen

Tipp: Oft gehen eine dichte Bodenbeschaffenheit sowie Staunässe Hand in Hand. Denn in einem verdichteten Boden staut sich auch schneller das Wasser.

Unpassender Standort

Ein falscher Standort begünstigt ebenfalls, dass die Blätter sich kräuseln könnten. So gehört zu den Ursachen, warum die Blätter des Ahorn reagieren, dass die Pflanze zu viel Sonne erhält. Zwar ist ein warmer und heller sowie auch sonniger Standort gewünscht, doch die pralle Mittagssonne im Sommer verträgt der Ahorn nicht. Die zarten Blätter verbrennen. So sollte der Standort für den Japanischen Ahorn wie folgt aussehen:

  • sonnig
  • pralle Mittagssonne vermeiden
  • ideal Ost- oder Westbalkon
  • überdachte Terrasse

Tipp: Wird der Kübel auf ein Untergestellt mit Rädern gestellt, dann kann er je nach Bedarf auf der Terrasse oder einem großen Balkon verschoben werden. Scheint die Mittagssonne im Sommer sehr stark, wird der Topf für diese Zeit einfach an einen schattigen Platz verschoben.

Zu wenig Platz

Ahorn verliert Blätter - umpflanzenIst der Japanische Ahorn seinem Topf entwachsen, bietet der Kübel den Wurzeln nicht mehr genügend Platz, dann reagiert die Pflanze hier ebenfalls mit einem Abwurf der Blätter. Abhilfe kann hier schnell geschaffen werden, indem ein größerer Kübel gewählt wird, in den der Fächerahorn umgetopft wird. Wichtig sind auch eine Drainage über dem Abflussloch sowie frisches Substrat. Die Ursachen hierbei sind, dass die Wurzeln in einem engen Topf nicht mehr genügend Nährstoffe aufnehmen können.

Schädlinge

Bei starkem Befall von Blatt- oder Schildläusen sowie Spinnmilben kommt es am Japanischen Ahorn ebenfalls schnell zu einem Blattverlust, denn viele Insekten saugen die zarten Blätter aus. Werden die Schädlinge an der Pflanze festgestellt, dann sollte diese gut abgebraust werden. Auch das Einsprühen mit einer Seifenlauge hilft gegen die lästigen Insekten. Ist der Befall schon sehr weit fortgeschritten, sollten Insektizide eingesetzt werden.

Verticillium-Welke

Weit verbreitet bei den Japanischen Ahornen ist eine Pilzkrankheit, die sich Verticillium-Welke nennt. Auch hier zeigen sich braune Ecke an den Blättern, die sich hierdurch auch an den Ecken kräuseln. Erkannt werden kann die Verticillium-Welke vor allem daran, dass nicht großflächig alle Blätter betroffen sind, sondern jeweils nur ein oder zwei Äste. Gerade aufgrund von Staunässe oder verdichtetem Boden geschwächte Pflanzen werden von dem Pilz befallen. Wird dieser erkannt, muss sofort wie folgt gehandelt werden:

  • alle befallenen Äste entfernen
  • nicht auf den Kompost geben
  • von hier verbreitet sich der Pilz im gesamten Garten
  • in gut verschlossener Tüte im Restemüll entsorgen
  • Schnittwerkzeuge nach Einsatz gut desinfizieren
  • Wunde mit Baumwachs gegen Pilze verschließen
  • Ahorn umtopfen
  • neues Substrat nutzen
  • mit stärkenden Nährstoffen versorgen

Tipp: Ein Einsatz von Fungiziden lohnt sich nicht, da der Pilz gut geschützt im Holz des Ahorns sitzt und hier nicht von den chemischen Mitteln erreicht wird. Daher müssen alle befallenen Äste entfernt werden. Wurde der gesamte Strauch beschädigt, dann hilft hier nur noch, diesen ganz zu entfernen.
Fazit
Wird dem Japanischen Ahorn die richtige Pflege zuteil, dann kann abfallenden Blättern während der Vegetationszeit vorgebeugt werden. Vor allem das Gießen, die Bodenbeschaffenheit und der Standort sind oft die Ursachen für einen Blätterabwurf bei der Pflanze. Denn unterlaufen hier in der Pflege Fehler, dann können die Wurzeln die benötigten Nährstoffe nicht richtig aufnehmen, der Fächerahorn wird so geschwächt und ist dann auch anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wie dem stark schädigendem Pilz, der Verticillium-Welke.