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Ahorn-Blüten: Aussehen, Merkmale und Blütezeit

Ahorn-Blüten

Ahorn-Blüten sind aufgrund ihrer Farbe und Größe nicht so auffällig wie die anderer Bäume. Dennoch sind sie einen Blick wert, wenn sie näher betrachtet werden.

Aussehen und Merkmale

Ahorn-Blüten sind an ihrem Aussehen direkt erkennbar, wenn Sie zwischen dem Laub nach ihnen suchen. Je nach Art sind sie aufgrund ihrer Farbe leichter zu erkennen. Während der Fächer-Ahorn über rote Blüten verfügt, präsentieren sich am Feldahorn gelbgrüne. Das sind aber nicht die einzigen Merkmale, die die Blüten der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) ausmachen:

Acer palmatum, Japanischer Fächerahorn
  • fünfzählig, seltener vier- oder sechszählig
  • radiärsymmetrisch
  • verfügen über ein doppeltes Perianth
  • Blütenstand: doldig, traubig, schirmtraubig, rispenförmig
  • anfangs aufrecht, später häufig hängend
  • Anzahl Staubblätter: 8, seltener 4, 5, 10, 12
  • Anzahl Kronblätter: 5, seltener 4 oder 6
  • Fruchtknoten: oberständig
  • Griffel: 2
  • eingeschlechtig oder zwittrig
  • pro Fruchtblatt wird eine Samenanlage ausgebildet, seltener 2
  • Farbe (abhängig von Art): gelblich, gelbgrün, grün, rot
  • geschlechtsspezifische Farbunterschiede möglich
  • bilden viele Pollen aus
  • viele Ahornarten duften angenehm

[infobox type=“check“ content=“Tipp: Bestäubt werden Ahorn-Blüten entweder über den Wind (Anemophilie) oder Bestäuberinsekten (Entomophilie). Besonders gerne laben sich Bienen und Hummeln am umfangreichen Nahrungsaufgebot der Bäume.„]

Blütezeit

Einer der wichtigsten Aspekte zur Bestimmung der verschiedenen Ahornarten ist die Blütezeit. Der Zeitraum der Blüte erstreckt sich für die Bäume der Gattung von Februar bis Juni in Mitteleuropa. Die einzelnen Arten blühen aber nicht alle gleichzeitig, was Sie beachten sollten. Zudem kommt es vor, dass manche Taxa bereits vor dem neuen Blattaustrieb blühen, was den Blick auf die Blüten lenkt. Einen Überblick über die Zeitpunkte verschiedener Taxa erhalten Sie über die folgende Liste:

Feldahorn (Acer campestre)
Quelle: AnRo0002, 20170408Acer campestre2, Bearbeitet von Gartendialog, CC0 1.0
  • Silberahorn (Acer saccharinum): Februar bis März
  • Eschenahorn (Acer negundo): März
  • Rot-Ahorn (Acer rubrum): März bis April
  • Spitzahorn (Acer platanoides): April
  • Bergahorn (Acer pseudoplatanus): April bis Mai
  • Fächer-Ahorn (Acer palmatum): April bis Mai
  • Japanischer Ahorn (Acer japonicum): April bis Juni
  • Feldahorn (Acer campestre): Mai
  • Persischer Bergahorn (Acer velutinum): Mai
  • Feuerahorn (Acer ginnala): Mai bis Juni

[infobox type=“check“ content=“Tipp: Rot- und Silberahorn gehören aufgrund ihrer frühen Blüte zu den ersten Laubbäumen, die von Bestäuberinsekten angeflogen werden. Aus diesem Grund sind sie hervorragend für einen bienenfreundlichen Garten geeignet.„]

Häufig gestellte Fragen

Sind die Blüten essbar?

Ja, Ahornblüten sind für den Verzehr geeignet. Dank des süßen Geschmacks kann aus ihnen ein Sirup hergestellt werden. Ebenfalls beliebt sind Kombinationen mit Honig und Gewürzen. Verzehren Sie keine Blüten, die vom Baum gefallen sind, sondern ernten Sie diese direkt.

Welcher Ahorn bildet giftige Blüten aus?

Der Bergahorn, Eschenahorn, Silberahorn und Persische Bergahorn gehören zu den Taxa innerhalb der Gattung, die aufgrund ihrer Blüten speziell für Esel und Pferde giftig sind. In ihnen wird Hypoglycin A, ein Nervengift, gebildet, das nach Verzehr zu einer Vielzahl von Symptomen führt. Menschen können sich ebenfalls vergiften.