Sonnenbraut, Helenium - Pflanzen, Pflege und Sorten

Sonnenbraut PflanzeDie Sonnenbraut trägt den botanischen Namen Helenium und ist eine wunderschöne und pflegeleichte Sommerstaude, welche in den hiesigen Gärten immer beliebter wird. Aufgrund ihrer robusten Frosthärte und guten Wachstumskraft erfreut die Pflanze über viele Jahre das Herz jeden Gärtners und breitet sich von



alleine schnell weiter aus. Die Blüten leuchten in einer abwechslungsreichen Farbpalette und haben die Staude und ihre verschiedenen Arten und Hybride zu einer weit verbreiteten Zierpflanze für den Garten lanciert. Die Sonnenbraut gedeiht vor allem in sonnigen Lagen sehr gut, kommt aber auch mit einem Platz im sonnendurchfluteten Halbschatten zurecht. Mit der richtigen Pflege blüht die attraktive Staude den ganzen Sommer üppig und farbenfroh.


Standort, Pflanzsubstrat, Pflanzen

Da sich die Sonnenbraut schnell ausbreitet, braucht die mehrjährige Pflanze genügend Raum zur freien Entfaltung. Für ein prächtiges Gedeihen benötigt die Sonnenbraut einen geräumigen, nach allen Seiten offenen und sonnigen Standort. Die Staude liebt das Sonnenlicht, ein Umstand der bereits durch ihren Namen deutlich wird. Unterhalb von Bäumen, Sträuchern und anderen großwüchsigen Pflanzen kann sie sich nicht besonders gut entfalten, außerdem würde ihr hier das Sonnenlicht fehlen. Der Standort sollte vor Wind und Wetter geschützt sein, damit die Blumen durch heftigen Wind und starken Regen nicht umgeknickt werden. Bei dem Einpflanzen in einen Kübel, ist auf eine ausreichende Größe des Kübels zu achten.

Sonnenbraut mit gelben BlütenFür eine ansprechende Entwicklung braucht sie einen gut kultivierten Gartenboden, mit ausreichend vorhandenen Nährstoffen. Der Pflegeaufwand ist sehr gering, das pflegeleichte Helenium ist extrem robust und ausdauernd. Solange der Boden nicht mehr oder noch nicht gefroren ist, kann gepflanzt werden.
  • ideal sind vollsonnige Standorte
  • Sonnendurchfluteter Halbschatten möglich
  • Schattige Plätze werden gar nicht vertragen, Blüte und Wachstum bleiben hier aus
  • Geschützte Standorte bevorzugen
  • Kübelpflanzung durchführbar
  • Gut durchlässiges, leicht feuchtes und nährstoffreiches Pflanzsubstrat
  • Humusreichen Erdboden bevorzugen
  • Ausbringen von Mulch gegen Trockenheit
  • Pflanzzeit ist zwischen Frühling und Herbst
Gießen und Düngen

Die Sonnenbraut gedeiht am Besten in einem leicht feuchten Erdboden, zu viel Nässe kann jedoch zu Schäden an der Pflanze führen. Um das Helenium vor anhaltender Trockenheit ausreichend zu schützen, bietet sich das Ausbringen von feuchtigkeitsspeicherndem Mulch an. Kurzzeitige Trockenheit wird besser als Staunässe vertragen, deshalb sollte vor einem erneuten Gießen die oberste Erdschicht stets angetrocknet sein. Neue eingesetzte Pflanzen müssen während der anfänglichen Vegetationszeit besonders viel und konstant gewässert werden. Die Gabe eines Düngers ist speziell zum Zeitpunkt des Austriebes der Staude im Frühling zu empfehlen, danach sind zyklische Düngergaben erwünscht.
  • Regelmäßig und genügend Gießen
  • Schädliche Staunässe vermeiden
  • Zu große Trockenheit führt zu Verkümmerungen
  • Den Boden mit Fingerprobe vor einem erneuten Gießen überprüfen
  • Dünger vor allem im Frühjahr einsetzen
  • Monatlich und schwach Düngen
Wuchs, Blätter und Blüten

Helenium rotDie Blüten erstrahlen oft in zwei Farben und leuchten in einer variantenreichen Farbpalette. Die Körbchenblüten der Staude sind den Margeriten oder den Gänseblümchen sehr ähnlich und haben eine kugelförmige Mitte, dazu geben die dunkelgrünen Blätter einen dekorativen Hintergrund ab. Die Blütenstiele sind unten mit den Blättern besetzt und oben mit den doldenartigen Blütenständen. Der Wuchs ist aufrecht und kann eine menschengroße Höhe erreichen, mit einem entsprechenden Umfang. Die Sonnenbraut bringt speziell in einen herbstlichen Garten ein stimmungsvolles Ambiente und verschönert jeden Standort. Um die Blütezeit beim Helenium zu verlängern, ist der vordere Teil des Stockes im Mai um die Hälfte einzukürzen. In einer frei stehenden Lage ist die Staude aufgrund ihrer Größe über eine Unterstützung sehr

dankbar. Die Blüten erfreuen sich einer großen Beliebtheit bei den Bienen und helfen dadurch bei der Bienenzucht und der Gewinnung von Honig.
  • Goldgelbe, orange, rote und rotbraune Blüten
  • Spezielle Züchtungen und Hybride in Bronze-, Kupfer- und Mahagonitönen
  • Radförmige und flache Blütenform
  • Langanhaltende Blütezeit ist sortenabhängig, normalerweise zwischen Juli und September
  • Manche Sorten blühen bis zum Oktober
  • Schmale und längliche Belaubung in einem dunklen Grün
  • Wuchshöhe: 50 - 160 cm, Breite 40 - 50 cm
  • Aufrechte, buschige und horstartige Wuchsform
  • Hoch wachsende Sorten mit Stangen oder ähnlichem unterstützen
  • Eignen sich als Schnittblumen für die Vase
  • Blätter und Blüten welken extrem schnell bei Trockenheit
Schneiden und Überwintern

Helenium PflanzenAufgrund des schnell ausufernden Wachstums, ist ein regelmäßiger Schnitt sehr ratsam. Die Blätter bleiben oft bis zum ersten Frosteinbruch grün und müssen deshalb nur bei Platzmangel beschnitten werden. Die Standfestigkeit der Pflanze kann erhöht werden, wenn die Spitzen am Austrieb abgeschnitten werden. Dieses Entspitzen nur solange durchführen, bis die ersten Knospen austreiben, danach leidet die Pflanze unter dem Schnitt. Die Sonnenbraut ist trotz ihrer lieblichen Blüten und grazilen Wuchsform sehr winterhart und verträgt mit dem richtigen Schutz auch extrem kalte Winter, mit eisigen Temperaturen und anhaltenden Schneefällen. Um das Helenium sicher durch den Winter zu bringen, darf sich zu keinem Zeitpunkt Staunässe im Wurzelbereich bilden.
  • Verblühte Blütenstängel regelmäßig abschneiden
  • Abgestorbenes Laub zeitnah entfernen
  • Radikalen Schnitt im Herbst oder Winter einplanen
  • Pflanze nah am Boden beschneiden
  • Frostharte Pflanze
  • Zum Überwintern mit Mulch, Reisig, Vlies oder Jute abdecken
Vermehrung und Einpflanzung

Die Sonnenbraut lässt sich relativ leicht vermehren, für ein erfolgreiches Resultat sind die kräftig entwickelten Stöcke der Staude optimal. Das Wurzelwerk mit den Stöcken ist ungefähr alle drei Jahre zu teilen und neu einzusetzen. Dazu wird am Rand der Wurzeln ein Teil mit dem Spaten abgestochen und dieser an einer anderen Stelle eingepflanzt. Für diesen Prozess ist es

erforderlich, die bereits verbrauchten Teile im Inneren der Staude wegzuwerfen und nur die Äußeren zu verwenden. Ein idealer Zeitpunkt ist entweder der Beginn oder das Ende der Wachstumsperiode. Um ein einwandfreies Anwachsen der neuen Stauden zu gewährleisten, ist eine und ausreichende Bewässerung von großer Bedeutung. Das Helenium kann auch über Samen vermehrt werden, dafür sind im Herbst die Samen einzusammeln. Diese sind sehr klein und sollten deshalb im April erst in Blumentöpfen ausgesät werden, die Keimdauer beträgt bis zu 2 Wochen. Wer keine Samen zur Vermehrung ernten möchte, der sollte die Blütenstiele kurz oberhalb des letzten Blattpaares abschneiden. Dieser Vorgang regt außerdem die Bildung neuer Blüten an.
  • Im Frühjahr oder Herbst vermehren
  • Grundständige Stecklinge verwenden
  • Wurzelballen mit Stöcken teilen
  • Teilung sollte alle 3 - 4 Jahre erfolgen, um die Pflanze zu verjüngen
  • Im Abstand von etwa 30 cm einpflanzen
  • Speziell zu Anfang die Stecklinge genügend und regelmäßig gießen
  • Aussaat mit Samen möglich
  • Keimdauer: 7 bis 14 Tage
Umtopfen und Umzug

Sonnenbraut im BeetAufgrund des schnell ausufernden Wachstums bringt die Sonnenbraut oft die benachbarten Pflanzen in Bedrängnis und kann auch zum kompletten Absterben dieser führen. Wenn das Helenium überhandnimmt, ist ein Umzug oder eine Verkleinerung von Nöten, zum Schutz der anderen Pflanzen und für eine ausgewogene Entwicklung der Staude. Beim neuen Standort ist vor allem auf ein ausreichendes Platzangebot zu achten. Bei der Kübelhaltung besteht das gleiche Problem, wenn die Wurzeln unten herausschauen, ist ein Umtopfen nötig.
  • Umzug problemlos möglich, kann für eine Verjüngung genutzt werden
  • Umtopfen, wenn Wurzeln aus dem Behälter ragen
  • Viel Platz für zukünftige Entfaltung einplanen
Sortenvielfalt, Hybride und Pflanznachbarn

Die hierzulande bekannte und verbreitete Sonnenbraut ist eine weitergehende Züchtung, die wilden Arten sind vor allem in Kalifornien anzutreffen. Beim Helenium werden ca. vierzig Arten unterschieden, von denen das Helenium autumnale und dessen Hybride sehr beliebt sind. Die Pflanze gehört zur Gattung der Korbblütler, genauso wie der Sonnenhut und die Goldrute. Als Pflanznachbarn eignen sich eher kleinwüchsigere Blumen und Sträucher, da die Sonnenbraut schnell viel Platz in Anspruch nimmt.
  • Hybridsorten faszinieren mit ungewöhnlichen Farbnuancen
  • Baudirektor Linne, rote Blüte, Höhe: 120 cm
  • Kugelsonne, hellgelbe Blüte, Höhe: 160 cm
  • Moerheim Beauty, kupfer-rote Blüte, Höhe: 90 cm
  • Blütentisch, gelbe Blüten mit brauner Mitte, Höhe: 120-130 cm
  • Goldlackzwerg, rotbraune Blütenblätter mit einer gelben Mitte, Höhe: 70 cm
  • Goldrausch, goldgelbe Blüten, Höhe: 140 cm
  • Kanaria, gelbe und leicht gebogene Blütenblätter mit kugeliger und großer Mitte, Höhe: 120 cm
  • Mahagoni, rotbraune Blüten mit gelben Spitzen, Höhe: 90cm
  • Septembergold, goldgelbe und spät blühende Blüten, Höhe: 110 cm
  • Waltraud, goldbraune Blütenblätter mit gelber Mitte, Höhe 90 cm, eher gedrungener Wuchs
  • Geeignete Pflanznachbarn: Aster, Blauweiderich, Flammenblume, Goldrute, Goldgarbe, Rittersporn, Sonnenhut und verschiedene Ziergräser
  • Unterschiedlicher Sortenmix ergibt in Kombination ein farbenfrohes Gesamtbild
Krankheiten und Schädlinge

Wenn es zu einer anhaltend feuchten Witterung kommt, können insbesondere Schnecken durch ihren Fraß der Sonnenbraut starke Schäden zufügen. Deshalb sollten die Stauden konstant auf einen Schneckenbefall hin kontrolliert werden. Es empfiehlt sich, vorbeugende Maßnahmen bereits im Frühling vorzunehmen, damit nicht die ersten Triebe der Pflanze den Schnecken zum Opfer fallen. Des Weiteren kann es stellenweise zu einem Befall mit Blattläusen kommen, in vielen Fällen werden diese durch die benachbarten Pflanzen übertragen. Die meisten Schädlinge und Krankheiten sind für das robuste Helenium nicht relevant.
  • Pflanzen beständig kontrollieren, speziell bei regnerischen Wetterlagen
  • Schnecken andauernd einsammeln
  • Frühzeitiges Ausbringen von Schneckenkorn
  • Schneckenfallen aufstellen
  • Um die Horste Rindenmulch als natürliche Barriere ausbringen
  • Blattläuse mit sanfter Spülmittellösung abwaschen
Fazit

Die Sonnenbraut ist eine farbenfrohe Staude mit herrlich leuchtenden Blüten, die eine Zierde für jeden Gartenbereich ist. Durch die vielen Farbnuancen der verschiedenen Sorten und Hybride, erstrahlt jedes Blumenbeet in einem bunten Farbkaleidoskop, welches bedingt durch die Farbtendenzen für ein herbstliches Ambiente sorgt. Aufgrund der pflegeleichten Eigenschaften und der unkomplizierten Vermehrung der Staude, steht dem Gärtner ein breitgefächertes Einsatzspektrum zur Verfügung. Es muss lediglich auf eine regelmäßige Wasserzufuhr und einen sonnendurchfluteten Standort geachtet werden, damit das Helenium hervorragend gedeihen kann.
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Tipps für Schnellleser
Sonnenbraut, Helenium im Garten und als Kübelpflanze

- Ideal sind vollsonnige Standorte, leichter Halbschatten ist möglich
- Einpflanzen in großformatigen Kübeln möglich
- Geschützter Bereich auf der Terrasse oder im Garten
- Durchlässiger, leicht feuchter und nährstoffreicher Erdboden 
- Humushaltiges und frisches Pflanzsubstrat
- Extrem dichte Böden auflockern
- Bei undurchlässigen Bodenlagen Mulch einarbeiten
- Wurzelballen stets leicht feucht halten
- Trockenheit und Staunässe auf jeden Fall vermeiden
- Düngen mit Blumendünger, speziell zu Beginn der Vegetationsperiode
- Viele mehrjährige Sorten und Hybride vorhanden
- Winterhart und frostunempfindlich
- Winterschutz in Form von Vlies, Jute, Reisig oder Mulch
- Wurzeln und Stämme im Winter mit Matten aus Schilfrohr abdecken
- Sortenabhängige Wuchshöhe, liegt zwischen 50 - 160 cm
- Breite der Staude: 40 - 50 cm
- Üppige Körbchenblüten mit kugeliger Mitte
- Blütenfarben: Gelb, Orange, Rot, Rotbraun, Kupfer, Bronze, Mahagoni
- Sorten mit zweifarbigen Blüten
- Vermehrung durch Aussaat und Teilung durch des Wurzelwerkes
- Frühzeitiger Schnitt verhindert Samenausbildung und fördert die Blüte
- Stecklinge der Staude im Frühjahr oder Herbst einsetzen
- Schneckenbefall, Blattläuse
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