Calla blüht nicht: aber warum? So bringen Sie sie zum Blühen

Calla blüht nichtDie Calla hat es in den vergangenen Jahren auf der Beliebtheitsskala der Garten- und Zimmerpflanzen ganz nach vorn geschafft. Mit ihren exotischen Blüten wirkt sie sehr dekorativ. Mittlerweile sind neben den bekannten weißen Blüten auch leuchtend bunte Züchtungen erhältlich. Pflanzen mit Blüten in Gelb, Rosa, Lachs, bis zum tiefen Burgunderrot und selbst nahezu schwarze Farbvarianten hält der Fachhandel bereit. Wenn die gewünschte Farbenpracht jedoch ausbleibt und Ihre Pflanze nicht blüht, müssen die Ursachen gefunden werden.


Die häufigsten Pflegefehler 

  • falscher Standort
  • fehlende Nährstoffe oder zu hohe Nährstoffkonzentration
  • Trockenheit oder Staunässe
  • Krankheiten und Schädlinge
  • fehlerhaftes Überwintern

Der Standort

Die Calla stammt aus Afrika, wo sie am Rande von Sumpfgebieten beheimatet ist. Sie benötigt viel Feuchtigkeit in der Blütezeit und absolute Trockenheit in der Ruhephase. Umso näher ihr Standort den Bedingungen ihrer afrikanischen Heimat kommt, umso reicher ist die Blüte. Staunässe schadet der Pflanze und sollte vermieden werden. Die Zierpflanze liebt es, im Sommer ab und an mit Wasser besprüht zu werden, sie wird es Ihnen mit prachtvollen Blüten danken. Die exotische Pflanze bevorzugt einen warmen, hellen Standort. Sie darf morgens und abends in der Sonne stehen, pralle Mittagssonne ist jedoch zu vermeiden. Zimmerpflanzen sollten in der Mittagssonne nicht zu nah am Fenster stehen, die Blätter könnten dadurch verbrennen.

  Tipp: Im Garten fühlt sich die Calla in der Nähe des Gartenteiches wohl. In der Ruhephase können die Knollen aus dem Boden genommen und trocken eingelagert werden.

Das Substrat

Calla Wie alle Vertreter der Gattung Zantedeschia liebt die Calla ein nährstoffarmes, leicht sandiges Substrat. Einfache Blumenerde ist ausreichend. Achten Sie darauf, dass die verwendete Erde frei von Pilzsporen ist.

Das Gießen

Gießen Sie mit sehr weichem Wasser. Empfohlen wird die Verwendung von Regenwasser. Staunässe ist zu vermeiden, sie kann zu Knollenfäule und dem Verlust der Pflanze führen.

Die Düngung

Seien Sie vorsichtig beim Düngen der Calla. Sie benötigt besonders während der Wachstumsphase eine nährstoffreiche Erde. Eine zu hohe Nährstoffkonzentration schadet der Pflanze jedoch und gehört zu den häufigsten Pflegefehlern. Verwenden Sie einen einfachen Grünpflanzendünger aus dem Gartenfachmarkt. Beginnen Sie mit der Düngung nach Beendigung der Ruhephase ganz langsam, in 14-tägigen Abständen. Steigern Sie die Nährstoffgabe nach und nach bis zu einer wöchentlichen Düngung in der Blütezeit. Reduzieren Sie die Düngergabe zum Abschluss der Blütezeit wieder auf 14-tägige Intervalle und stellen Sie sie vor der Winterruhe vollständig ein.

  Tipp: Achten Sie unbedingt auf die Dosierungsanleitung des Düngers. Eine Überdosierung kann die Ursache sein, wenn die exotische Pflanze nicht blüht. Fehldüngung kann auch zum Absterben der gesamten Pflanze führen.

Der optimale Schnitt

Die Grundlage für eine schöne Blüte im Folgejahr wird mit dem Schnitt gelegt. Entfernen Sie alle abgestorbenen Pflanzenreste nach der Blüte mit einem scharfen Messer. Säubern Sie das Messer ordentlich. So verhindern Sie Fäulnis und das Infizieren mit Krankheitserregern und die Pflanze kann sich wie gewünscht entfalten.

Das Überwintern

Calla Die Calla fällt nach der Blütezeit, wenn die Sonnenstunden deutlich abnehmen, in eine Art Winterruhe. Nehmen Sie die Calla-Knollen aus dem Beet heraus und überwintern Sie diese in Töpfen oder Kübeln. Gießen Sie die Zierpflanze in dieser Zeit auf keinen Fall. Die Knollen benötigen für zwei bis drei Wintermonate einen kühlen, trockenen Standort. Eine Temperatur von ca. 10 Grad Celsius wird empfohlen. Frost verträgt sie auch im Winter nicht. Der Boden trocknet in dieser Zeit vollständig aus.

Zu Beginn des Frühlings wird die Pflanze in frische Erde umgetopft, an einen wärmeren Standort gebracht und langsam wieder gegossen. Im März wird die übliche wöchentliche Gießmenge erreicht und mit der Düngung begonnen.

Hilfe bei Schädlingen und Krankheiten

Wenn die Calla nicht blüht, können auch Krankheiten und Schädlinge die Ursache sein. Häufig wird ein Befall mit Spinnmilben oder Blattläusen festgestellt. Handelsübliche Pflanzenschutzmitteln leisten schnell und zuverlässig Hilfe bei einem Befall mit Schädlingen.
Auch Bakterien und Pilze können die Pflanze beeinträchtigen und zum Verlust der Blüte führen. Tauschen Sie in diesen Fällen die Erde vollständig aus.

Fazit
Bleibt die Blüte der Calla aus, kann es auf verschiedene Ursachen zurück zu führen zu sein. Mit einen Standort- oder Substratwechsel, können Sie der gewünschten Farbenpracht auf die Sprünge helfen. Braune, gelbe oder eingerollte Blätter weisen auf Pflegefehler hin. Zu den Ursachen zählen zu starkes Gießen sowie unsachgemäßes Düngen. Empfohlen wird, die Düngung so lange einzustellen, bis sich die Zierpflanze erholt hat. Dann stellt sich auch die Blüte meist von selbst wieder ein.


Tipps für Schnellleser
- zu hohe Nährstoffgaben gefährden die Blüte
- warmer, feuchter Standort in der Blütezeit
- frostfreier, heller und trockener Standort in der Winterruhe
- im Winter nicht gießen und düngen
- Ruhezeit bis Ende Februar
- abgestorbene Blätter und Pflanzenteile nach der Blüte entfernen
- einfache, leicht sandige Blumenerde verwenden
- Spinnmilben und Blattläuse mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen
- Regenwasser oder weiches Wasser zum Gießen nutzen
- im Sommer gern im Freien
- als Zimmer-, Kübel- oder Beetpflanze geeignet
- pralle Mittagssonne vermeiden
- im Sommer immer wieder leicht mit Wasser besprühen
- Staunässe kann zu Knollenfäule führen
- die Pflanzenteile sind giftig
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