Zamioculcas zamiifolia - Glücksfeder - Zamie

Die Zamioculcas Zamiifolia, kurz Zamio, wird sie auch Glücksfeder, Kartonpapier-Palme oder Zamie genannt. Auf alle Fälle gehört sie zu den Aronstabgewächsen, was man an der Blüte deutlich sehen kann. Allerdings haben die Blüten keinen großen Zierwert, die Blätter dagegen schon. Die breiten Stiele mit den glänzenden Blättern machen schon was her.

Aussehen

Die Zamioculcas Zamiifolia punktet vor allem mit ihrem Aussehen, mit den dicken, dunkelgrünen, glänzenden Blättern. Sie eignet sich vor allem für offene, helle Räume, kommt aber auch mit dunkleren Standorten gut klar. Je heller sie aber steht, um so schneller wächst sie und umso heller werden die Blätter. Steht sie dunkel, wächst sie etwas langsamer, aber die Blätter haben dadurch ein satteres, dunkleres grün. Häufig entwickeln sich Blüten, meist gleich mehrere. Es sind helle, kolbenartige Blütenstände, typisch für Aronstabgewächse

Achtung!
Zamioculas zamiifolia ist leicht giftig, es ist halt ein Aronstabgewächs. Alle Teile sind davon betroffen. Man muss nicht viel von der Pflanze aufnehmen, um Symptome zu bekommen. So kann es zu einer Reizung der Mundschleimhäute kommen, verbunden mit einem Brennen im Mund. Außerdem können die Schleimhäute anschwellen und sich rot verfärben. Bei Augenkontakt ist eine Augenspülung empfehlenswert. Einen Arzt muss man erst bei stärkeren Symptomen aufsuchen.

Zamiuculcas Zamiifolia – Pflege

Die Zamioculcas Zamiifolia ist absolut pflegeleicht. Sie kommt mit fast jedem Standort klar, toleriert normale Zimmertemperatur und braucht nur ab und zu etwas Wasser, mehr verlangt sie nicht. Wichtig ist, Staunässe zu vermeiden und die Pflanze nicht zu niedrigen Temperaturen auszusetzen. Dagegen kommen die Gewächse mit Lichtmangel, trockener Heizungsluft und Wassermangel gut klar. Krankheiten sind nahezu unbekannt und Schädlinge verschonen die Zamie ebenfalls.

Standort

  • Heller Standort ist günstig für einen schnellen Wuchs.
  • Etwas dunklerer Platz ist gut für die Blattfarbe.
  • Die Pflanze verträgt fast jeden Standort, auch Schatten und Sonne.
  • Knallige Mittagssonne ist ungünstig, das führt schon mal zu Verbrennungen. Abend- und Morgensonne werden aber gut vertragen.
  • Wer mag, kann die Pflanze im Sommer auch nach draußen stellen, aber nicht in die Sonne. Das führt garantiert zu hässlichen Verbrennungen.
  • Ideal sind normale Zimmertemperaturen. 

Im Winter reichen 15 °c, besser ist aber das Wohnzimmer mit Temperaturen um die 20 bis 22 °C.

Pflanzsubstrat

Zamioculcas Zamiifolia Glücksfeder ZamieAuch beim Pflanzsubstrat ist die Zamioculcas Zamiifolia anspruchslos. Einige Experten empfehlen Universalerde, Blumenerde oder spezielle Palmenerde. Wichtig ist aber ein lockeres Substrat, am besten auf Kompostbasis.

Die Zamioculcas Zamiifolia eignet sich auch für Hydrokultur, wenn man einige Besonderheiten beachtet. Wichtig ist, nur sehr groben Blähton zu verwenden, ein hohes Pflanzgefäß zu nutzen und auf einen niedrigen Nährlösungsstand zu achten!

Noch besser finde ich persönlich, die Pflanze in ein Gefäß mit Wasserreservoir zu setzen. Ich nutze ja Lechuzzagefäße, aber es gibt auch andere. (siehe auch Gießen und Düngen)

Pflanzen und Umtopfen

Mit dem Umtopfen wartet man am besten, bis Zamioculcas Zamiifolia ihre Wurzeln aus dem Pflanzgefäß schiebt. Dann ist es Zeit. Bei Töpfen mit Bewässerungssystem ist das schwieriger zu sehen. Dann topft man um, wenn kein Platz mehr ist, wo noch ein neuer Stängel aus dem Wurzelsystem geschoben werden kann und die neuen Triebe über den Rand hinausragen.

  • Die beste Zeit zum Umtopfen ist zu Beginn der Wachstumsphase, also im März oder April.
  • Beim Umtopfen kann man auch gleich Teile für die Vermehrung abtrennen (Rhizome).

Gießen und Düngen

Auch in punkto Gießen und Düngen ist die Zamie recht anspruchslos. Ideal ist die Kultur in Pflanzgefäßen mit Bewässerungssystem. Dann kann sich die Pflanze immer so viel Wasser nehmen, wie sie braucht. Sie wächst dadurch recht zügig und nimmt stark an Umfang zu. Auch blüht die Pflanze so gehalten häufig und das gleich mit mehreren Blüten. Ich habe da beste Erfahrungen mit gemacht. Allerdings wächst die Zamioculcas Zamiifolia so recht zügig, so dass sie alle zwei, spätestens drei Jahre umgetopft werden muss.

Auch ohne Bewässerungssystem ist die Pflege recht einfach.

  • Gleichmäßig feucht halten und im Winter etwas weniger gießen – so wächst die Zamie kontinuierlich weiter.
  • Wenn man insgesamt weniger gießt und im Winter gar nicht, hält die Pflanze eine Winterruhe. Sie zehrt von ihren Wassereinlagerungen in den Stielen. Allerdings können diese dann eintrocknen. Die Pflanze braucht dann nach Gießbeginn im Frühjahr etwas länger, um wieder voll durchzustarten.
  • Staunässe ist etwas, was die Pflanze nicht verträgt.
  • Gedüngt wird, sobald die Pflanze im Frühjahr auszutreiben beginnt.
  • Ideal ist Flüssigdünger. Nach Vorschrift dosieren.
  • Gedüngt wird alle 4 Wochen.

Schneiden

Zamioculcas Zamiifolia Glücksfeder ZamieDie Zamioculcas Zamiifolia muss nicht geschnitten werden. Selbst wenn ein Blatt abstirbt, kann man es nach einiger Zeit einfach abziehen. Übrig bleibt nur ein Stumpf und den lässt man besser bis zum nächsten Umtopfen dran. Die Pflanze wird, sollte sie zu groß werden, einfach geteilt. Geschnitten wird dabei nicht. Das ist absolut überflüssig.

Überwintern

Überwintern kann man die Zamie im warmen Wohnzimmer, aber auch in einem etwas kühleren Raum. Zu kühl darf sie aber nicht stehen. Unter 15 °C sollten die Temperaturen nicht fallen. Man kann die Wassergaben drastisch reduzieren. Ich empfehle aber, einfach nur weniger zu gießen. Die Pflanze muss keine richtige Winterpause einlegen. Man fährt den Akku nur etwas herunter, dann braucht sie im Frühjahr keinen richtigen Neustart. Bei meiner Zamie fülle ich den Wasserspeicher im Oktober das letzte mal auf und dann erst wieder Ende Februar. 3 Monate kommt die Pflanze generell ohne Nachfüller aus und man soll ja nicht gleich nachgießen. Ich warte einfach nur ein bisschen länger als gewöhnlich. So stellt die Zamie nur ihr Wachstum ein, bildet aber die Blätter nicht zurück. Das funktioniert perfekt. Allerdings muss die Pflanze angewachsen sein. Gleich nach dem Umtopfen in solch ein Gefäß funktioniert es nicht.

Vermehren

Man kann die Zamioculcas Zamiifolia durch Teilung der Rhizome, Abtrennung von Seitensprossen oder durch Blattstecklinge vermehren.

  • Eine einfache Art der Vermehrung ist die durch Blattstecklinge.
  • Man nutzt dazu einzelne Fiederblätter, nicht einen ganzen Stängel.
  • Ideal ist, das Blatt direkt zu etwa 1/3 in Pflanzsubstrat zu stecken.
  • Nach einiger Zeit bilden sich kleine Knöllchen, aus denen dann Wurzeln sprießen.
  • Allerdings kann der ganze Vorgang einige Monate dauern, Geduld ist gefragt.
  • Die Teilung der Rhizome gleich beim Umtopfen ist der einfachere Weg.

Krankheiten und Schädlinge

Die Zamioculcas Zamiifolia ist eine sehr gesunde und robuste Pflanze. Krankheiten sind extrem selten. Auch Schädlinge treten so gut wie nie auf. Wenn sich doch Symptome für eine Erkrankung zeigen oder die Pflanze von Schädlingen heimgesucht wird, liegen meist Pflegefehler vor.

Pflegefehler

Zamioculcas Zamiifolia Glücksfeder ZamieDie Zamioculcas (Zamio) verzeiht viele Pflegefehler, aber auch sie zeigt an, dass ihr etwas nicht gefällt. So sollte man gelbe Blätter nicht ignorieren. Meist deuten sie auf einen Missstand hin.

  • Gelbe Blätter sind oft ein deutliches Zeichen dafür, dass die Erde zu nass ist. Man muss die Wurzel kontrollieren, am besten umtopfen, faule Wurzeln vorsichtig abtrennen und neu einpflanzen. Dann deutlich weniger gießen. Vertrocknen ist eher selten, „ersaufen“ kommt dagegen recht häufig vor.
  • Bei zu wenig Wasser trocknet mal ein ganzer Stängel ein, manchmal auch zwei, aber das ist nicht schlimm. Davon erholt sich die Pflanze ganz schnell.
  • Spinnmilben (Rote Spinne) treten auf, wenn die Raumluft zu warm und zu trocken ist. Das ist im Winter bei Heizungsluft oft der Fall. Die feinen Spinnweben, die dann zwischen den Fiederblättern gesponnen werden, sind anfangs schlecht zu erkennen. Oft haben sich die Schädlinge schon stark vermehrt, bevor man sie bemerkt. Spinnmilben sind die am schwersten zu bekämpfenden Schädlinge. Hilfreich ist meist, die Pflanze erst einmal abzuduschen, besonders die befallenen Teile. Wichtig ist, auch von unten abzubrausen, unter den Blättern. Die Luftfeuchte muss unbedingt erhöht werden. Um Spritzmittel kommt man meist auch nicht umhin. Allerdings wirken die meisten Mittel nicht gegen alle Entwicklungsstadien, was die Bekämpfung so schwierig macht. Man muss deshalb kontinuierlich mehrere Male gegen die Plagegeister vorgehen, bis die letzte Spinne geschlüpft und abgetötet ist, bevor sie sich vermehren konnte.

Fazit
Ich habe die besten Erfahrungen mit der Zamioculcas Zamiifolia gemacht. Einziger Nachteil ist der furchtbar schlecht zu merkende Name. Zum Glück können die meisten Pflanzenliebhaben mit Zamie etwas anfangen und wissen, welche Pflanze gemeint ist. Diese ist also die perfekte Einsteigerpflanze. Wer gerne mal das Gießen vergisst und außerdem wenig Zeit hat, dem empfehle ich Pflanzgefäße mit Bewässerungssystem. Man muss nur alle paar Wochen Wasser nachfüllen und auch Düngen ist so ganz einfach. Ich finde diese Pflanzen sehr dekorativ. Sie wachsen schnell und passen in jeden Raum. Selbst wer gar kein Händchen für Pflanzen hat, sollte diese Pflanze einmal versuchen. Man muss schon permanent alles falsch machen, um sie zum Aufgeben zu veranlassen.