Gartengestaltung Gartenteich + Teich

Würmer, Egel und Larven im Teich: was tun?

Teich

Die Natur hat alle ihre Kreaturen lieb und gibt ihnen einen geeigneten Raum zum Leben. Wenn es sich dabei um unseren liebevoll angelegten Teich handelt, sind wir mit ihrer Entscheidung nicht immer einverstanden. Ein paar bunte Fische im Wasser sind eine Wohltat für unsere Augen. Aber Würmer, Egel und Larven? Bitte woanders! Wie können wir die ungebetenen Gäste wieder loswerden?

Ursachen für eine unerwünschte Teichbesiedlung

Der Gartenteich ist ein offenes System, zugänglich von allen Seiten. So bleibt es nicht aus, dass das Gewässer auch für solche Lebewesen anziehend wirkt, die wir darin gar nicht haben wollen. Problematisch wird es vor allem dann, wenn deren Anzahl überhandnimmt. Das kann mehrere Ursachen haben:

  • neu angelegten Teichen fehlt noch das natürliche Gleichgewicht
  • stehendes Wasser ist ideal für Insekten
  • Pflegefehler begünstigen Ungeziefer

Grenzen bei der Bekämpfung

Das verbindende Element Wasser erschwert das gezielte Bekämpfen einzelner Bewohner. Chemische Mittel erreichen nicht nur den Schädling, sondern auch Teichfische und Pflanzen, die im und am Wasser gedeihen. Deswegen sollte unbedingt vorgebeugt werden, damit das Teichleben nicht aus dem Ruder läuft und unerwünschte Larven und Würmer keine einladenden Lebensbedingungen vorfinden.

Mückenlarven im Gartenteich

In manchen Sommern sind Mücken eine regelrechte Plage. Sie schwirren ständig um uns herum, bereit zuzustechen. Wer in seinem Garten einen Teich hat, verfügt damit über seine eigene Brutstätte für diese Insekten:

  • Mücken legen ihre Eier in stehende Gewässer
  • Larven schlüpfen nach drei Tagen
  • brauchen noch drei Wochen, bis sie ausgewachsen sind

Mücke In den drei Wochen des Wachstums können die Larven dem Teich nicht entfliehen. Auch um fliegende Mücken einzudämmen, sollten sie in dieser Zeit darin effektiv bekämpft werden. Zuerst könnten Sie versuchen, die an der Oberfläche schwimmenden Larven mit einem feinen Kescher abzusammeln. Das ist etwas mühsam, da sie sehr flink sind. Erst wenn das nicht ausreicht, könnten Sie sie weitere Maßnahmen ergreifen. Seien Sie aber vorsichtig mit Bekämpfungsmitteln, die für die Regentonnen empfohlen werden. Diese sind für einen bewohnten Teich oftmals schädlich. Im Handel sind spezielle Proteintabletten erhältlich, die die übrigen Teichbewohner verschonen:

  • Tabletten werden ins Teichwasser geworfen
  • benötigte Anzahl ist abhängig von Teichgröße
  • unbedingt Herstellerangaben beachten

Andere Larven im Wasser

Mückenlarven sind die häufigsten Larven im Teich und durch ihre große Anzahl auch besonders auffällig. Daneben können sich aber noch viele andere Larvenarten im Wasser tummeln. Die Ursachen sind vordergründig im guten Nahrungsangebot für viele Käferarten zu suchen. Sie fressen Teichpflanzen und legen in der Nähe ihre Eier ab, woraus später die Larven schlüpfen. Darunter könnten sein:

  • Köcherfliegenlarven
  • Gelbbrandkäferlarven
  • Libellenlarven
  • Schmetterlingslaven
  • Schlammfliegenlarven
  • Sumpfschnackenlarven

Köcherfliegenlarven und Sumpfschneckenlarven sind sehr gefräßig und sollten daher abgesammelt werden. Goldfische und Teichkarpfen lieben Köcherfliegen und helfen bei ihrer Dezimierung fleißig mit. Fadenwürmer fressen dagegen Sumpfschnackenlarven. Die Population der Gelbbrandkäfer bleibt zumeist auf niedrigem Niveau und sollte nur bekämpft werden, wenn sie ausufert. Das Herausfischen mit einem Kescher ist die effektivste Art, die meisten Larven aus dem Teich zu entfernen.

Egel im Gartenteich

Egel Im heimischen Teich gefällt es auch einigen Egelarten, da sie darin beste Lebensbedingungen und ausreichend Nahrung finden. Für den Menschen besteht keine Gefahr, jedoch für einige andere Teichbewohner. Ihr Anblick begeistert zudem nicht jeden Gartenbesitzer. Im Gartenteich sind häufig folgende Arten anzutreffen:

  • Schneckenegel
  • Fischegel

Der Name gibt Auskunft darüber, was auf ihrem Speiseplan steht. Eine weitere Egelart ist der Hundeegel, auch Rollegel genannt, der sich von Röhrenwürmern und Mückenlarven ernährt. Auch totes Tiergewebe wird von ihnen vertilgt. Pferdeegel mögen neben Mückenlarven auch den Laich von Amphibien.

Egel können auf mehreren Wegen in das heimische Gewässer gelangen:

  • beim Kauf befallener Fische
  • oder mit neuen Wasserpflanzen
  • aus nahen stehenden Gewässern

So bekämpfen Sie Egel im Teich

Egel sind zwar „eklig“ aber nicht sehr gefährlich. Lediglich kleine und geschwächte Fische sind ernsthaft durch mögliche Infektionen bedroht. Egel sind nur schwer loszuwerden, sollten daher möglichst nicht in den Teich gelangen:

  • achten Sie beim Kauf auf „egellose“ Fische
  • untersuchen Sie die Blätter neuer Wasserpflanzen
  • daran könnten Eikokons der Egel haften
  • halten Sie Ihren Teich schlammfrei

Sollten sich bereits einige Exemplare in Ihrem Teich tummeln und Sie keine Freude daran finden, können Sie sie auch gezielt bekämpfen. Folgende Methode soll Erfolg versprechen:

  1. Nehmen Sie eine gereinigte Metalldose und stanzen Sie einige kleine Löcher aus.
  2. Geben Sie rohe Leber in die Dose.
  3. Legen Sie diesen Leckerbissen für einen Tag ins Teichwasser.
  4. Holen Sie danach die Dose wieder raus und entsorgen Sie sie samt Inhalt.
  5. Bei Bedarf können Sie diese Art von Köder erneut einsetzen.

In diesen 24 Stunden sollte die Leber einige Egel angelockt haben. Nach dem sich diese satt gefressen haben, passen sie nicht mehr durch die Löcher hindurch und bleiben in der Dose gefangen.

Diverse Würmer im Teichwasser

Bandwurm Auch im Teich lebende Fische können Würmern zum Opfer fallen. Vorne weg sind folgende Wurmarten dabei:

  • Hautwürmer
  • Bandwürmer
  • Kiemenwürmer
  • Haarwürmer

Die meisten von ihnen sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, da sie im Verborgenen wirken. Lediglich der Hautwurm ist an der Haut des Fisches sichtbar. Sollten im Teich Fische sterben, ist die Möglichkeit eines Wurmbefalls zu prüfen und je nach Art mit entsprechenden Maßnahmen zu bekämpfen. Im Handel sind einige Mittel erhältlich, die schnell und zuverlässig wirken.

Darüber hinaus kann noch allerhand Gewürm im Teichwasser schwimmen, das aber nicht schädlich sein muss. Beobachten Sie deren Entwicklung und versuchen Sie herauszufinden, um welche Art es sich handelt. Erst dann kann abschließend beurteilt werden, ob sie weg müssen und welche Maßnahmen ihre Beseitigung bewirken.

Biologisches Gleichgewicht als Schutz

Ein gut angelegter Teich kommt nach einigen Jahren von selbst in ein Gleichgewicht, dass eine starke Vermehrung einzelner Tier- und Pflanzenarten verhindert. Der Mensch kann dieses ökologische Gleichgewicht durch unwissendes Handeln stören oder durch folgende Maßnahmen unterstützen:

  • wuchernde Pflanzen zurückschneiden
  • Laub und totes Pflanzenmaterial zeitnah entfernen
  • Algenwachstum begrenzen
  • sparsam mit Fischfutter umgehen
  • ggf. Schlammreiniger einsetzen
  • einen Teichfilter und Teichpumpe installieren

Tipp: Im Gartenteich sorgt ein Springbrunnen für eine unruhige Wasseroberfläche, die es den Mücken erschwert, ihre Eier abzulegen.
Fazit
Ein Teich ist voll mit Leben. Doch Würmer, Egel und Larven sind nicht nur eklig, sie können auch zu einer Plage werden. Die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts ist die beste Maßnahme zur Vorbeugung. Wenn das Getier allerdings schon da ist, hilft das Einsammeln, Abfischen oder das eine oder andere Präparat.