Gartengestaltung Gartenteich + Teich

Haltung von Teichmuscheln im Gartenteich: Pflege und Überwintern

Teichmuscheln

Die pflegeleichte Teichmuschel kann jeden Gartenteich bevölkern, in dem keine Fische beheimatet sind. Denn diese werden von den Larven der Muscheln als Wirte genutzt, auf der anderen Seiten dienen die Muscheln als Nahrung. Doch ein Schwimm- oder ein ausschließlich bepflanzter Teich können durch die Haltung der Muscheln ohne ein extra Filtersystem gefiltert werden. Wie die Teichmuschel idealerweise gepflegt und überwintert wird, zeigt der folgende Artikel.

Steckbrief

  • lat. Name Anodonta
  • besitzt dünne und leichte Schalen
  • Schale bis zu 20 cm lang
  • lebt in stehendem Süßwasser
  • pflegeleicht
  • Wasser kalkhaltig
  • winterhart
  • nicht mit Fischen zusammen
  • werden zum Filtern des Wassers eingesetzt
  • ernähren sich von Algen

Lebensbedingungen

Die Teichmuscheln sind kleine Tiere, die sich kaum bewegen. Mit ihrem Fuß graben sie sich in sandigen Boden unterhalb der Wasseroberfläche ein, meist schaut nur ein kleiner Teil der Schale aus dem Sand heraus. Daher sollte der Sandboden mindestens zehn Zentimeter tief sein. Bei guten Bedingungen kann die langsam wachsende Muschel übrigens bis zu fünfzehn Jahre alt werden. Fische können zu Fressfeinden werden, auch wenn die Muschel sich mit ihrer Schale vor den Fischen schützen kann, bedeutet dies dennoch Stress, sie filtert kein Wasser und nimmt so auch keine Nahrung mehr zu sich.

Haltung und Pflege

Die Haltung und Pflege von Teichmuscheln in einem Gartenteich ist einfach. Die Tiere werden in kleinen Gruppen am Rand des Teichs gesetzt. Doch auch wenn die Pflege der Muscheln sehr einfach ist müssen einige Punkte bei der Haltung beachtet werden. Die Muscheln bewegen sich kaum und filtern den Teich. Hierbei ernähren sie sich von kleinsten Partikeln sowie Algen im Wasser. Hierfür benötigt das Tier dennoch ideale Lebens- und Nahrungsbedingungen. Daher sollte die Umgebung im Teich wie folgt aussehen:

  • Teichmuschelsandiger Boden ist wichtig
  • Muscheln graben sich ein
  • Algen als Hauptnahrungsquelle
  • nur ein bis zwei Teichmuscheln einsetzen
  • hängt von der Größe des Teichs ab
  • eine Muschel filtert bis zu 400 Liter Wasser am Tag
  • auf wasserklärende Filteranlage verzichten
  • nimmt den Muscheln die Nahrung
Hinweis: Werden mehr als zwei Teichmuscheln in einen Teich eingesetzt, dann kann es passieren, dass das Wasser schnell zu klar wird und die Muscheln keine Nahrung mehr finden. Daher sollte die Haltung erst mit ein, zwei Tieren begonnen und das Wasser hierbei beobachtet werden. Bleibt es trüb, können weitere Muscheln gehalten werden.

Überwintern im Teich

In den warmen Monaten werden die Teichmuscheln an den seichten Rand des Teichs gesetzt. Doch hier friert im Winter die Oberfläche als erstes zu und den Muscheln wird der Lebensbereich genommen. Ist der Teich in der Mitte jedoch mindestens 80 cm tief, dann können die Tiere auch hier überwintert werden. Doch einfach nur in die Mitte des Gartenteichs zu setzen, ist keine gute Option. Bei der Überwinterung im Teich sollte wie folgt vorgegangen werden:

  • MuschelKorb oder Eimer nutzen
  • diesen mit genügend Sand füllen
  • mindestens 20 cm hoch
  • Korb oder Eimer auf den Teichboden setzen
  • Teichmuscheln dem Rand entnehmen
  • in vorbereitetes Behältnis einsetzen
Tipp: Wird am Eimer oder Korb eine zum Rand des Teichs geführte Schnur befestigt, kann dieser im Frühjahr mit den Muscheln gemeinsam wieder hochgezogen werden. Die Tiere werden dann wieder an ihrem ursprünglichen Platz am Teichrand abgesetzt.

Überwintern im Aquarium

Handelt es sich bei dem Teich um ein flaches Gewässer, bei dem die Muscheln am Rand sitzen, dann kann es im Winter dazu kommen, dass der Lebensbereich zufriert. So muss das Wasser mindestens eine Tiefe von 80 cm besitzen, damit hier eine Überwinterung möglich ist. Ist dies nicht der Fall, dann sollten die Teichmuscheln über den Winter in ein Aquarium ziehen. Hierbei ist das Folgende zu beachten:

  • bei einer Temperatur ab 5° Celsius
  • Muscheln dem Teich entnehmen
  • Aquarium mit Wasser aus Gartenteich füllen
  • sorgt für optimale Bedingungen
  • Boden mit Sand füllen
  • Aquarium immer wieder mit Gartenteichwasser versorgen
  • ansonsten keine Nahrung für Muscheln vorhanden
Tipp: Sobald das Wasser im Aquarium klar wird, sollte dieses gegen neues aus dem Gartenteich wieder ausgetauscht werden. Dazu kann das Aquarium auch vor kalten Temperaturen und Frost geschützt in der Nähe des Teichs aufgestellt werden.

Fazit
Teichmuscheln werden im Gartenteich in der Regel nicht zu Dekorationszwecken gehalten. Die Tiere sind jedoch ein guter natürlicher Filter für jedes stehende Gewässer, in dem sich keine Fische befinden. Denn diese werden von den Larven der Muscheln als Wirt genutzt und es ist daher nicht zu empfehlen, die beiden Tierarten gemeinsam zu halten. Hinzu kommt, dass größere Fischsorten die Teichmuscheln als Nahrung erkennen. Die Pflege der Teichmuscheln ist recht einfach, im Winter muss jedoch je nach Teichanlage darüber nachgedacht werden, die eigentlich winterharten Tiere in einem Aquarium zu überwintern.