Gartenpflege Düngen und Bodenpflege

Sollte man den Rasen mit Hornspäne oder Hornmehl düngen?

Rasen düngen

Ein schöner, gepflegter und kräftig wachsender Rasen braucht neben dem regelmäßigen Mähen auch eine regelmäßige Düngung. Doch nicht jeder Dünger ist auch für eine Rasenfläche gut geeignet. Hornspäne und Hornmehl, die auch unter dem Oberbegriff Horndünger bekannt sind, sind eine gute Wahl. Wann der Dünger eingesetzt werden sollte, welche Unterschiede es hier gibt und wie die richtige Anleitung zum Düngen des Rasens aussieht, erklärt der folgende Artikel.

Richtiger Zeitpunkt

Um einen Rasen zu düngen, gibt es verschiedene passende Zeitpunkte. Der erste ist direkt nach dem Winter, hier sollte auf jeden Fall ein stickstoffhaltiger Dünger, wie es der Horndünger ist, eingesetzt werden, damit der Rasen nach der kalten und nassen Jahreszeit schnell wieder seine Vitalität zurück erhält. So sind die folgenden Zeitpunkte ideal, um den Rasen mit Hornmehl zu düngen:

  • direkt nach dem Winter
  • einen regnerischen Tag nutzen
  • Mehl wird in Erde geschwemmt
  • frostfreier Tag
  • gefrorener Boden kann Dünger nicht aufnehmen
  • zweite Düngung etwa drei Monate später
  • Juni oder Juli
Tipp: In der Regel wird empfohlen, den Rasen auch im Herbst vor dem Winter noch einmal zu düngen. Hier sollte dann aber nicht auf Horndünger zurückgegriffen werden, da dieser Stickstoff für das Wachstum enthält. Vor dem Winter muss die Rasenfläche jedoch für die kalte Zeit mit einem Kaliumdünger gestärkt werden.

Hornmehl oder Hornspäne

Horndünger kann als Mehl oder als Späne im Handel erworben werden. Hierbei handelt es sich um ein Tierabfallprodukt aus der Schlachtung von Huftieren und so ist der organische Dünger ein ganz natürliches Produkt. Horndünger besteht überwiegend aus Stickstoff, bietet aber auch weitere, andere Nährstoffe. Die Unterschiede zwischen den beiden Produkten sehen wie folgt aus:

  • HornspäneHornspäne
  • grobe Verarbeitung
  • Nährstoffe werden später in Erde abgegeben
  • daher Langzeitdünger
  • Hornmehl
  • feine Verarbeitung
  • Nährstoffe werden sofort in die Erde abgegeben
  • Sofortdünger

Für eine bestehende Rasenfläche eignet sich der Horndünger als feines Mehl besser, wenn man diesen auf die Erde aufstreut, da das Pulver schneller in der Erde mit Regen oder Gießwasser versickern kann. Die groben Späne hingegen bleiben lange auf der Rasenfläche liegen. Diese eignen sich als Langzeitdünger jedoch gut, wenn eine neue Rasenfläche ausgesät wird. Dann werden die Späne einfach mit Kompost unter die Erde gezogen, bevor die Rasensamen ausgestreut werden.

Anleitung zum richtigen Düngen

Auf einer Rasenfläche sollte der Horndünger, anders als dies bei anderen Pflanzen der Fall ist, auf die Oberfläche gestreut werden. Nur wenn die Rasenfläche neu gesät wird, bietet es sich an, Hornspäne unter die Erde zu heben, die dann als Langzeitdünger die ersten drei Monate dem neuen Rasen beim Wachsen helfen können. Bei einer bestehenden Rasenfläche hingegen sollte beim Düngen wie folgt vorgegangen werden:

  • Hornmehl nutzen
  • kann besser in Erde eindringen
  • 60 bis 80 Gramm pro Quadratmeter
  • beim Ausstreuen auf Regelmäßigkeit achten
  • bei großen Flächen Streuwagen nutzen

Rasen düngenDer Dünger kann am besten eindringen, wenn er von oben Wasser erhält. Daher sollte man nach der Düngung direkt ein Wassersprenkler einsetzen oder direkt einen regnerischen Tag nutzen. Stickstoff verfliegt schnell an der Luft und hat so als Nährstoff keinen Nutzen mehr, daher sollte das Mehl so schnell wie möglich unter die Erde gelangen.

Vorteile

Der organische Horndünger bietet viele Vorteile für den Rasen, aber auch für den Gartenbesitzer. Er enthält neben anderen Nährstoffen vor allem Stickstoff, was wichtig für das kräftige Wachstum der Halme ist. Hinzu kommt, dass Stickstoff auch Unkraut und Klee bekämpfen kann. Zudem gibt es die weiteren Vorteile, die Horndünger bietet:

  • keine Verbrennungen der Rasenfläche
  • pH-neutral
  • aus der Tierverwertung
  • ganzjährig verwendbar
  • es kann keine Überdüngung erfolgen
Hinweis: Gerade für Haushalte mit kleinen Kindern oder einem Haustier bietet sich der organische Horndünger an, der völlig unschädlich ist, die Rasenfläche daher auch direkt nach dem Düngen noch begehbar und nutzbar ist.

Fazit
Wenn eine Rasenfläche mit Hornmehl gedüngt wird, dann bietet dies viele Vorteile. Der organische Dünger schadet der Umwelt nicht, wird mit dem Regenwasser in die Erde der Rasenfläche gespült und gelangt von hier bei der Wasseraufnahme über die Wurzeln in die Grashalme. So wird der Rasen schön dicht und robust. Hornspäne hingegen eignen sich aufgrund ihrer dickeren Substanz nicht so gut, einen bereits bestehenden Rasen zu düngen, da sie lange auf der Oberfläche als kleine Stücke liegen bleiben, was zum Beispiel auch das Mähen erschweren kann. Hornspäne besitzen aber dieselben Nährstoffe wie Hornmehl und daher kann man sie bei der Neuanlage einer Rasenfläche vor der Aussaat mit der Erde vermischen.