Gartenpflege Unkrautbekämpfung - Unkraut entfernen

Moos von Steinen entfernen: 7 Hausmittel

Moos von Steinen entfernen

Ob Terrasse, Zuweg oder Gartenmauer, über kurz oder lang werden Pflaster und Co. von lästigem grünem Bewuchs heimgesucht. Erfahren Sie, wie Sie das Moos durch einfache Hausmittel wieder von den Steinen entfernen.

Warum überhaupt Hausmittel?

Vielleicht nehmen Sie an, dass sich Moose doch eigentlich ganz einfach von Steinen lösen lassen. Bereits mit dem Finger, zumindest aber mit Schaber oder Drahtbürste, lassen sich die unerwünschten Pflanzen doch einfach beseitigen. Und damit haben Sie zunächst auch Recht. Denn natürlich lässt sich der sichtbare Bewuchs wunderbar lösen und entsorgen. Allerdings werden Sie feststellen, dass bereits nach wenigen feuchten Nächten oder etwas Regen wieder die ersten grünen Spuren zu erkennen sind. Denn auch wenn Sie das Moos entfernen, verbleiben Teile insbesondere der Wurzeln vorhanden, von denen aus die Steine in kurzer Zeit wieder überwuchert werden. Wichtig ist deshalb, auch wirklich die ganze Pflanze zu entfernen, was besonders gut mit folgenden Hausmitteln geschieht:

Bürste

Das einfachste Hausmittel gegen Moosbefall ist eine handelsübliche Bürste mit harten Borsten sowie etwas Wasser. Die Feuchtigkeit reduziert den Halt der Wurzeln. Je glatter die Steine ausfallen, umso einfacher lösen die Borsten dann selbst winzigste Rückstände von der Oberfläche.

Unkraut von Steinen entfernen - Drahtbürste

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Diese Methode ist vor allem für sehr glatte Steine geeignet. Je poröser die Oberfläche dagegen ausfällt, umso eher sollten Sie zu einer der anderen Varianten greifen, um auch Sporen und verbliebene Bestandteile sicher zu beseitigen.„]

Cola

Ob man es glaubt oder nicht, mit der allerorts bekannten süßen Brause können Sie Moosen zuverlässig zu Leibe rücken. Die enthaltene Phosphorsäure greift die Gewächse rasch an und macht ihnen den Gar aus:

  • Cola unverdünnt auf bewachsene Steinflächen sprühen
  • kurz einwirken lassen
  • Bewuchs mit Schaber lösen
  • unbedingt intensiv mit Wasser nachspülen
Moos von Steinen entfernen - Cola

[infobox type=“alert“ content=“Achtung: Der Zucker der Limonade zieht rasch Insekten an. Setzen Sie Cola daher nur gegen kleinere Bereiche ein und vermeiden Sie den großflächigen Einsatz im Garten!„]

Essig

Sowohl verdünnt als Essiglösung als auch pur können Sie die bekannte und verbreitete Fruchtsäure gegen Moose zur Anwendung bringen:

  • Essigessenz, Essiglösung oder puren Essig mit Sprühflasche großzügig aufsprühen
  • einige Trage einwirken lassen
  • bei Regen oder intensiver Taufeuchte mehrmals nachsprühen
  • Moos abschaben oder abbürsten
  • mit Wasser nachspülen
Essigessenz
Essigessenz

[infobox type=“alert“ content=“Achtung: Bei Kalkstein kann purer Essig rasch zu Verfärbungen oder sogar Beschädigungen am Stein führen. Testen Sie den Essig vorab an einer wenig einsehbaren Stelle. Vermeiden Sie außerdem naturtrüben Essig, da auch die Schwebstoffe im Stein Flecken hinterlassen können.„]

Heißes Wasser

Ganz ohne chemische Zusätze kann bereits heißes Wasser ausreichend sein, den Bewuchs von Steinoberflächen so zu lösen, dass Sie ihn problemlos entfernen können. Durch das Übergießen werden die Pflanzenzellen außerdem abgetötet und ein rasches Nachwachsen somit unterbunden:

  • Leitungswasser aufkochen
  • mit Eimer über bemooste Bereiche gießen
  • Moos abbürsten oder abschaben
  • Rest mit ebenfalls heißem Wasser abspülen
Wasserkocher
Wasserkocher

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Achten Sie darauf, das kochende Wasser nicht über angrenzende Pflanzbeete zu gießen. Andernfalls werden auch die dort befindlichen Gewächse ungewollt in Mitleidenschaft gezogen.„]

Salz

Salz ist der Tod einer jeden Pflanze. Auch gegen Moose lässt es sich wirkungsvoll einsetzen, um diese zu entfernen und Ihre Steine wieder in gewünschter Optik herzustellen:

  • Moosfläche mit Sprühflasche anfeuchten
  • Salz über feuchtes Moos streuen
  • ggf. Nachsprühen, um Auflösung des Salzes zu beschleunigen
  • einige Tage warten
  • Moosflächen gut wässern
  • Gewächse abbürsten oder abkratzen und entsorgen
  • restliches Salz mit klarem Wasser abspülen
Salz

[infobox type=“alert“ content=“Achtung: Nutzen Sie diese Methode nur, wenn das entstehende Salzwasser nicht in den Garten gelangen kann. Ansonsten entfernen Sie außer den Moosen auch sonstige Bepflanzungen.„]

Schmierseife

Schmierseife ist bekannt zur Läusebekämpfung. Sie kann aber auch gegen Moos ein wirkungsvoller Helfer sein:

  • Schmierseifenlösung aus Wasser und Seife herstellen
  • flächig auf vermooste Bereiche auftragen, z.B. mit Malerquast
  • rund eine Stunde einwirken lassen
  • Bewuchs abbürsten oder abschaben
  • restliche Seifenlösung mit klarem Wasser abspülen
Malerquast
Malerquast

Waschsoda

Natriumcarbonat, auch Waschsoda genannt, lässt sich wunderbar gegen Moos auf Steinoberflächen einsetzen:

  • Waschsoda in heißem Wasser vollständig auflösen
  • Lösung mit Sprühflasche intensiv auf Bewuchs sprühen
  • rund eine halbe Stunde einwirken lassen
  • Moos mit Schaber oder Bürste lösen
  • Reste abspülen

Häufig gestellte Fragen

Lassen sich Moose auch mit dem Hochdruckreiniger entfernen?

Grundsätzlich ist Wasser mit hohem Druck tatsächlich sehr gut geeignet, um Bewuchs, darunter auch Moose, von Steinoberflächen zu beseitigen. Allerdings kann der Einsatz eines Hochdruckreinigers auch zu Abplatzungen an den Steinen selbst führen und sollte daher nur in Erwägung gezogen werden, wenn es sich um besonders unempfindliche Kunststeine oder vergleichbare Natursteine handelt.

Helfen Unkrautvernichter gegen Moosbefall auf Steinen?

Natürlich können Sie neben den Hausmitteln auch zu chemischen Erzeugnissen greifen, um den Belag von Ihren Steinoberflächen zu beseitigen. Allerdings wirken sich diese auch immer auf andere Gewächse und mitunter sogar Sie selbst als Gartennutzer aus und sollten daher soweit möglich vermieden werden.

Warum muss Moos überhaupt entfernt werden?

Auf Dauer wachsen Moose nicht nur auf der Steinoberfläche, sondern dringen auch in kleinste Fugen und Poren vor. Auf diesem Wege gelangt auch Feuchtigkeit dorthin und kann im Winter gefrieren. Die Folge sind abplatzende Steinschichten und eine in Mitleidenschaft gezogene Steinoberfläche.