Gartengestaltung Gartenteich + Teich

Lebenserwartung von Goldfischen: wie alt werden sie im Teich?

Goldfisch

Wer sich für einen Gartenteich mit Goldfischen entscheiden will, sollte verschiedene Punkte beachten. Vor allem auch das hohe Alter, das ein so relativ kleiner Fisch erreichen kann, sollte hierbei im Vordergrund stehen. In dieser Zeit muss er gehegt und gepflegt werden, denn es ist die Entscheidung für ein Lebewesen. Alles zum Alter der Goldfische und wie diese lange leben wurde im folgenden Artikel zusammengefasst.

Durchschnittliches Lebensalter

Goldfische können trotz ihrer relativ kleinen Größe ein sehr hohes Alter erreichen. In der Regel werden sie bis zu 25 Jahre alt. Leider ist es jedoch so, dass sich viele Goldfischhalter hierüber bei der Anschaffung keine Gedanken machen. Die Fische im Teich werden oft sich selbst überlassen und werden dann meist nicht älter als fünf oder sechs Jahre. Diese geringe Lebenserwartung liegt an vielen verschiedenen Faktoren, wie falsches Futter, Überfütterung, falsche Überwinterung oder auch natürliche Feinde für den Goldfisch. Doch alle diese Faktoren lassen sich mit der richtigen Pflege beeinflussen, so dass jeder Goldfisch eine Lebenserwartung von 25 Jahren und mehr haben kann.

Alter erkennen

Goldfisch Lebenserwartung

Das Alter von Goldfischen kann schlecht bis gar nicht eingeschätzt werden. Vor allem die Größe eines Tieres sagt nichts über das Alter aus. Denn ein Goldfisch wächst nur so weit, wie es ihm sein Lebensraum ermöglicht. Das heißt, ist der Teich sehr klein, bleiben auch die Fische recht klein. Sobald sie mehr Platz bekommen, fangen sie auch schnell an zu wachsen. Auch die Farbe hat nichts mit dem Alter zu tun. Dieses kann lediglich wie folgt bestimmt werden:

  • über die Schuppen
  • verhalten sich ähnlich wie Jahresringe an Bäumen
  • nur unter dem Mikroskop erkennbar
  • viel Stress für den Goldfisch
Tipp: Werden die Fische in einer eigenen Anzucht gehalten, dann kann hier ab der Geburt das Alter nachvollzogen werden.

Idealer Gartenteich

Damit die Goldfische auch ihre Lebenserwartung erreichen, benötigen Sie die richtigen Lebensbedingungen. Das heißt, der angelegte Gartenteich muss ideal sein. So lässt sich auch ein hohes Lebensalter beeinflussen. So sollten die folgenden Voraussetzungen stimmen:

  • etwa ein Drittel vom Teich im Schatten
  • niemals intensive Sonneneinstrahlung
  • Seerosen bringen Schatten
  • Sonne erhöht Wassertemperatur
  • Sonne fördert die Algenbildung
  • beides ungünstig für den Goldfisch
  • Gartenteich tief genug
  • dann kann Goldfisch Wohlfühlzone finden
  • natürlicher Grund zum „Gründeln“
  • nicht zu viele Fische im Teich

Goldfische bevorzugen eine Temperatur von 20° Grad, sie können aber bei Temperaturen zwischen 4° und 30° gut leben.

Futter richtig einsetzen

Goldfische müssen nicht unbedingt zugefüttert werden. Wird ein großer, natürlicher Gartenteich angelegt, dann ist eine Fütterung in der Regel nicht nötig. Wichtig ist auch, dass Sie das richtige Futter geben, denn durch die falsche Ernährung können auch die Goldfische Schaden nehmen und letztendlich sterben. Brot ist daher zum Beispiel gar nicht zu empfehlen, da sich dieses im Magen der Fische aufbläht und Verdauungsschwierigkeiten verursachen kann. So sollte beim gesunden Füttern auf das folgende geachtet werden:

  • Spezialfutter in Pelletform
  • gefriergetrocknete Kleintiere
  • Sticks
  • bunte Mischung aus allem ist sinnvoll
  • im Winter nicht Füttern
  • Goldfische halten Winterruhe

Schutz gegen Fressfeinde

Wenn es in der Umgebung Freigänger-Katzen, etwa vom Nachbarn gibt, dann sollten Sie hier den Teich auf jeden Fall schützen. Denn Katzen machen gerne Jagd auf die Goldfische im Teich. Wer außerhalb der Stadt lebt, sollte auch auf Vögel achten, die sich gerne im Gartenteich an den Goldfischen bedienen, wie zum Beispiel ein Fischreiher oder auch ein Storch. So kann der Gartenteich vor diesen Fressfeinden wie folgt geschützt werden:

Teich

  • Netz über Wasseroberfläche
  • schützt vor Vögeln
  • einfacher Teichzaun
  • Elektrozaun
  • natürlicher Katzenschutz aus geruchsintensiven Pflanzen
Hinweis: Einige der Schutzmaßnahmen können auch hilfreich sein, wenn Kinder in der Nähe wohnen, die ansonsten in den Gartenteich hineinfallen könnten.

Überwinterung

Ist der Gartenteich mehr als 1,50 Meter tief, dann sind dies die idealen Bedingungen für die Überwinterung. Denn Goldfische vertragen kalte Temperaturen, müssen sich aber auf den Grund des Teichs zurückziehen können, um hier in die Winterstarre zu verfallen. Die Goldfische im Winter draußen zu belassen ist weniger Stress für die Tiere, als wenn sie vor dem Winter in ein Aquarium umgesiedelt werden. So sollte für die höhere Lebenserwartung der Goldfische die Überwinterung wie folgt aussehen:

  • ein Stück von Wasseroberfläche muss eisfrei bleiben
  • so gelangt Sauerstoff in das Wasser
  • Schwimmer auf Wasseroberfläche geben
  • auch Koi-Kugeln verhindern das Zufrieren
  • nicht füttern
  • ab einer Temperatur von 8° Celsius
  • Fische sollten mindestens 6 Monate im Teich leben

Fazit
Mit den geeigneten Vorkehrungen lässt die sich die Lebenserwartung der Goldfische im eigenen Gartenteich gut beeinflussen. Denn erhalten die Fische die volle Aufmerksamkeit und Pflege, die sie benötigen, dann können sie ein recht hohes Alter von 25 Jahren und manchmal sogar mehr erreichen. Doch hierfür bedarf es einiger Maßnahmen auch zum Schutz vor anderen Tieren, wie zum Beispiel Katzen oder Vögeln, die gerne Jagd auf die Goldfische machen.