Gartenpflege Düngen und Bodenpflege

Lavamulch im Garten verwenden: Vor- und Nachteile

Lavamulch

Der Boden ist trocken und rissig, lässt sich nicht gut bearbeiten oder ist besonders anfällig für Unkräuter jeder Art. Dies sind für Blumen und Pflanzen keine guten Bedingungen für das Wachstum. Doch in den letzten Jahren kommt in einem solchen Fall immer öfter Lavamulch zum Einsatz. Welche Vorteile diese Art des Mulchens bringt und wann besser hierauf verzichtet werden sollte erklärt der folgende Artikel.

Eigenschaften

Wie bereits der Name erkennen lässt, handelt es sich bei Lavamulch um erstarrtes Lavagestein. Somit ist Lavakies ein Naturprodukt, das sich gut für die Bodenverbesserung eignet. Es kennzeichnet sich vor allem auch durch sein geringes Eigengewicht aus, die kleinen Steine drücken daher nicht in die Erde sondern bleiben locker liegen und sind hierdurch vor allem auch wasserdurchlässig. Zudem besitzt Lavakies die folgenden Eigenschaften:

  • Lavamulchsorgt für durchlässige Struktur im Boden
  • verrottet nicht (im Gegensatz zu herkömmlichen Mulch)
  • entzieht der Erde keine Nährstoffe
  • Staunässe hat keine Chance
  • besitzt einen hohen mineralischen Anteil
  • hält die Beete überwiegend unkrautfrei
  • geruchsneutral
  • rot-braun gefärbte Steine
Tipp: Wer kein rot-braunes Beet im Garten wünscht, kann auch auf viele verschiedene andere Lavamulch-Produkte im Handel zurückgreifen, die mittlerweile auch in anderen Farben eingefärbt erhältlich sind.

Richtige Körnung wählen

Lavakies ist nicht nur in unterschiedlichen Farben sondern auch in unterschiedlichen Körnungen erhältlich. Diese Größen sind wichtig für die einzelnen Funktionen, die der Mulch auf der Gartenerde bieten soll. Hier gilt als Faustregel bei der Auswahl der Körnung vor allem, je gröber die einzelnen Steine, desto schwerer kann später Unkraut entfernt werden, das hier doch seinen Weg gefunden hat. Auch ein neues Setzen von Pflanzen kann schwer werden, wenn die Körnung der Lava sehr grob ist. Daher ist die folgende Körnung in einem Gartenbeet wie folgt zu empfehlen:

  • Körnung von zwei bis acht Millimeter
  • oder auch von acht bis zwölf Millimeter
  • unterschiedliche Körnungen verwenden
  • so können sich die Steinchen dichter zusammenfügen
  • gleiche Körnung nutzen
  • Lavamulch bleibt lockerer liegen
  • bietet Vorteile beim Pflanzen
Tipp: Eine Schicht aus Lavamulch sollte immer zwischen sechs und acht Zentimeter hoch auf dem Gartenbeet aufgelegt werden, damit sich die volle Wirkung entfalten kann.

Vorteile

Die Verwendung von Lavamulch auf Gartenbeeten hat viele Vorteile zu bieten. Und das zu allen Jahreszeiten. Da er nicht verrottet, muss auch nicht in jedem Jahr wieder neu gemulcht werden, wie dies zum Beispiel bei Rindenmulch der Fall ist. So können die folgenden Vorteile bei der Verwendung von Lavakies benannt werden:

  • LavamulchBeete werden trittfest
  • Verdichtung des Bodens wird verhindert
  • keine Verrottung
  • sehr lange haltbar
  • Boden bleibt im Sommer kühl und feucht
  • Verdunstung von Wasser wird vermindert
  • im Winter Erde vor Auskühlung geschützt
  • Lavamulch erwärmt sich über Tag
  • gibt die Wärme nachts an den Boden ab
  • dämmt das Wachstum von Unkraut und Wildwuchs
Hinweis: Wird unterhalb der Lavasteinchen ein Unkrautvlies über den Boden gelegt, wird die Wirkung gegen das Unkraut und den Wildwuchs noch verstärkt.

Wirkung auf den Gartenboden

Der mineralische Lavamulch soll auf dem Gartenbeet aufgetragen vor allem für eine konstante Temperatur und eine gleichmäßige Feuchtigkeit im Boden sorgen. Da er sich am Tag über die Sonne aufwärmt und diese Wärme in der Nacht an das Substrat abgibt, kann so im Frühling die Erwärmung der Erde beschleunigt werden. Dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Gartensaison früher beginnen kann. Eingepflanzte und ausgesäte Gewächse wachsen so schneller an und keimen eher, was ein früheres Wachstum zur Folge hat. Zudem hat Lavakies auch die folgenden Wirkungen auf den Gartenboden:

  • verhindert Bodenerosion durch heftige Regenfälle
  • gleiche Wirkung wie eine im Boden angelegte Drainage
  • sorgt für schnellen Wasserdurchlass
  • ebenso für eine gute Durchlüftung
  • verhindert somit auch langfristige Staunässe
  • dennoch bleibt Boden für Wochen feucht
Tipp: Wenn der Gartenboden, auf dem recht robuste Pflanzen wachsen, mit Lava gemulcht wird, dann können die Gewächse auch längere Abwesenheiten des Gartenbesitzers problemlos ohne Gießen überstehen.

Lavamulch für die optische Gartengestaltung

Lava auf einem Gartenbeet bietet auch dem Auge des Betrachters viel und kann einen Vorgarten oder eine Terrassenumrandung zu einem optischen Highlight machen. Denn der in verschiedenen Farbtönen erhältliche Lavakies kann gezielt für die Gartengestaltung eingesetzt werden. So bieten sich optisch die folgenden Beete für das Mulchen mit Lava an:

  • KaktusStein- oder Präriegarten
  • Gartenwege und Einfahrten
  • entlang eines Gartenteichs
  • um einen Springbrunnen
  • in Rasennähe nur mit guter Einfassung
  • nicht unter Laubbäumen
  • geschnittenes Gras und Laub lässt sich nicht entfernen

Wer in seinem Garten Lavamulch auf den passenden Beeten ausbringt wird mit der Zeit merken, dass sich der Pflegeaufwand hier deutlich verringert.

Hinweis: Wichtig ist, dass die kleinen Steinchen des Lavamulchs nicht auf eine Rasenfläche gelangen. Nicht nur, dass es unansehnlich wirkt, wenn geschnittenes Gras zwischen dem Kies liegt. Die kleinen Steine können durchaus auch beim Rasenmähen gefährlich werden, wenn sie in die Rotorblätter gelangen und dann wie Wurfgeschosse durch die Gegend geschossen werden.

Nachteile

Es gibt einige wenige Nachteile, die vor dem Ausbringen von Lavamulch auf dem Gartenbeet bedacht werden sollten. Auch wenn es sich um ein mineralisches Gestein handelt, so werden doch nur wenige Nährstoffe in den Boden abgegeben, wenn dieser mit einer Schicht Lavakies bedeckt ist. Daher muss hier bedacht werden, dass die Pflanzen zusätzlich gedüngt werden sollten. Diese Düngung kann jedoch moderat erfolgen, da das Lavagestein dem Substrat keine Nährstoffe entzieht. Zudem sind noch die folgenden Nachteile zu nennen:

  • wächst dennoch Unkraut, schlecht zu entfernen
  • Kiesdecke wird dann zerstört
  • muss danach wieder begradigt werden
  • Neupflanzungen in bestehender Schicht schwierig
  • nicht als Einfassung eines Laubbaumes nutzen
  • herab fallende Blätter können nur schwer aufgesammelt werden
Tipp: Es ist besser, ein Beet vorab genau zu planen und die gewünschten Gewächse einzusetzen, damit danach die Mulchschicht aufgebracht werden kann. Nur wenn es gar nicht anders geht, sollten Pflanzen nach dem Mulchen eingesetzt werden.

Lava richtig verwenden

Die Mulchschicht aus Lava kann das ganze Jahr über ausgebracht werden. Einen bestimmten Zeitpunkt hierfür gibt es nicht. Das leichte Material wird hierbei einfach auf dem Beet ausgeschüttet und dann mit einer Gartenharke gleichmäßig verteilt. Hierbei sollten die folgenden Vorarbeiten bedacht werden:

  • erst die Pflanzen einsetzen
  • anwachsen lassen
  • gemulcht wird hier im Herbst
  • Erde für einige Zeit vorher unkrautfrei halten
  • Pflanzen nicht verletzen oder überschütten
  • im Herbst nur die Hälfte Mulch ausbringen
  • etwa vier Zentimeter dicke Schicht
  • im Dezember dann die zweite Schicht
  • nochmals drei Zentimeter
  • bietet besseren Frostschutz bei Jungpflanzen
Hinweis: Wird der Lavamulch in zwei Schritten, einmal im Herbst und dann noch einmal im Dezember ausgebracht, hat dies die Wirkung, dass eventuell vorhandene Samen von Unkräutern auf der ersten Lavaschicht so am Wachstum gehindert werden können.

Fazit
Die Vorteile für die Verwendung von Lavamulch auf einem Gartenbeet überwiegen deutlich gegenüber den Nachteilen. Denn die Mulchschicht wirkt entweder wärmend oder kühlend und feuchtigkeitshaltend zugleich. Zudem bietet sie dem Betrachter ein optisches Highlight im Garten. Wer daher richtig plant und das Beet vollständig vor dem Ausbringen der Mulchschicht anlegt, der hat somit kaum Nachteile. Einzig ein zusätzliches Düngen ist hier erforderlich, da die in den Lavasteinchen enthaltenen Mineralstoffe nur sehr langsam abgegeben werden und für das Wachstum der meisten Pflanzen nicht ausreichend sind.