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Laichzeiten für 49 Fische: wann laicht wer?

Fische, Teich, Laichzeit

Wann Fische laichen hängt überwiegend von der Jahreszeit beziehungsweise Monaten ab, aber auch die Gegebenheiten ihres Lebensraums sind entscheidet, ob sie überhaupt laichen. Folgend finden Sie eine Übersicht, wer wann laicht.

Laichzeiten als wichtiges Detail

Goldfische laichen
Goldfischlaich

Vielfach geht die Vermehrung und Laichzeit an Teich- und Aquarienbesitzern unbemerkt vorüber. Dabei gibt es einige Gründe, warum sie wissen sollten, wann ein Ablaichen stattfindet, denn unter Umständen ist ein Handeln gefragt. Dieses kann aus folgenden Gründen begründet sein:

  • um Vermehrung zu verhindern werden Eier abgefischt
  • Eier abfischen und in geschütztere Behältnisse zu setzen, um sie vor Fressfeinden zu schützen
  • Eier abfischen und separieren, um Entwicklung der Eier/Brut/Jungtiere besser unterstützen zu können

Sommerlaicher

  • Aland (Leuciscus idus): März bis Mai
Äsche (Thymallus thymallus), Laichzeit
Quelle: High Plains Grifter, Grayling Thymallus thymallus, Bearbeitet von Gartendialog, CC BY-SA 4.0
  • Äsche (Thymallus thymallus): März bis Juni
  • Bachschmerle (Barbatula barbatula): April bis Mai
  • Barbe (Barbus barbus): Mai bis Juni
  • Barsch (Percidae): März bis Mai
  • Bitterling (Rhodeus amarus): April bis Mai
  • Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva): April bis Juni
  • Brassen (Abramis brama): Mai bis Juli
  • Döbel (Squalius cephalus): April bis Juni
  • Elritze (Phoxinus phoxinus): April bis Juni
  • Finte (Alosa fallax): Juni bis Juli
Flußneunauge (Lampetra fluviatilis)
Quelle: Tiit Hunt, Jõesilmud2, Bearbeitet von Gartendialog, CC BY-SA 3.0
  • Flußneunauge (Lampetra fluviatilis): März bis Mai
  • Flunder (Platichthys flesus): Februar bis Mai
  • Giebel (Carassius gibelio): April bis Mai
  • Gründling (Gobio gobio): Mai bis Juni
  • Güster (Blicca bjoerkna): Mai bis Juni
  • Hecht (Esox lucius): Februar bis Mai
  • Huchen (Hucho hucho): März bis April
  • Plötze/Rotauge (Rutilus rutilus): April bis Mai
  • Karausche (Carassius carassius): Mai bis Juni
  • Karpfen (Cyprinus carpio): Mai bis Juli
  • Koi-Karpfen (Cyprinus rubrofuscus): Juni bis August
Laichzeit, Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua)
Quelle: Tiit Hunt, Gymnocephalus cernuus Pärnu River Estonia 2010-01-06, Bearbeitet von Gartendialog, CC BY-SA 3.0
  • Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua): März bis Mai
  • Maifisch (Alosa alosa): April bis Juni
  • Meerneunauge (Petromyzon marinus): Mai bis Juli
  • Moderlieschen (Leucaspius delineatus): April bis Juni
  • Nase (Chondrostoma nasus): März bis Mai
  • Rapfen (Leuciscus aspius, Syn.: Aspius aspius): April bis Juni
  • Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus): April bis Juni
  • Schleie (Tinca tinca): Mai bis Juli
Schneider (Alburnoides bipunctatus)
Quelle: FOTO-ARDEIDAS, Tenca 3. M. FOTO-ARDEIDAS, Bearbeitet von Gartendialog, CC BY-SA 3.0
  • Schneider (Alburnoides bipunctatus): Mai bis Juni
  • Stint (Osmerus eperlanus): März bis Juni
  • Stör (Acipenseridae): April bis Juli
  • Strömer (Telestes souffia, Syn.: Leuciscus souffia): April bis Juni
  • Ukelei (Alburnus alburnus, Syn.: Cyprinus alburnus): April bis Juni
  • Wels/Waller (Silurus glanis): Mai bis Juli
  • Zander (Sander lucioperca, Syn.: Stizostedion lucioperca, Lucioperca sander): April bis Juni

Winterlaicher

Als Winterlaicher werden solche Fische bezeichnet, deren Laichzeiten zum Jahresende beginnen. Manche laichen nur zwischen Oktober und November und andere teilweise sogar vom Herbst/Spätherbst bis in den Frühling hinein. Zu den bekanntesten und am häufigsten vorkommenden Winterlaicher-Fischen zählen:

Bachsaibling, Laichzeit
Quelle: U.S. Fish and Wildlife Service Southeast Region, Brook trout in cool water (7725114898), Bearbeitet von Gartendialog, CC BY 2.0
  • Bachsaibling (Salvelinus fontinalis): Oktober bis März
  • Bachforelle (Salmo trutta fario): Oktober bis Januar
  • Felchen/Ferchen (Coregonus): November bis Januar
  • Lachs (Salmonidae): November bis Februar
  • Quappe (Lota lota): November bis Februar
  • Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss): November bis Mai
  • Seeforelle (Salmo trutta lacustris): Oktober bis Dezember
  • Seesaibling (Salvelinus alpinus): Oktober bis Januar

Typische/klassische Aquariumfische

Bei den meisten Aquariumfischen bietet der Zeitraum zwischen Frühjahr bis weit in den Sommer hinein optimale Bedingungen für die Vermehrung und das Ablaichen. Das sowie die Laichzeiten hängen aber vorrangig von den weiteren Gegebenheiten ab, wie Wasserqualität, Wassertemperatur, Pflanzenangebot und Bodenbeschaffenheit. Ist das alles auf die Fische abgestimmt, laichen sie in der Regel mehrmals in der Saison ab. Selbst im Winter ist ein Ablaichen möglich, wenn andere Verhältnisse als im Frühjahr/Sommer bestehen.

Folgend einige Beispiele:

Goldfische (Carassius auratus)

Voraussetzung zum Laichen:

  • Goldfische im GartenteichpH-Wert: zwischen 7.0 und 8.0
  • Wasserhärte: zwischen 12 und 18 °dH
  • Ammonium: < 0.1 Milligramm pro Liter
  • Nitrit: < 0.1 Milligramm pro Liter
  • Nitrat: < 25 Milligramm pro Liter
  • CO2: < 20 Milligramm pro Liter
  • Wassertemperatur im Sommer: zwischen 18 und 24 Grad Celsius
  • Wassertemperatur im Winter: 6 und 14 Grad Celsius

Gepunktete Panzerwels (Corydoras punctatus)

Folgendes fördert die Laichbereitschaft dieser Fische:

  • Wasser um zwei bis drei grad absenken und wieder auf Normaltemperatur erhöhen
  • Regelmäßiger Wasserwechsel
  • Weiches Wasser verwenden
  • Reichlich füttern
  • Optimale Laichtemperatur: 26 bis 27 Grad Celsius
  • Laichdauer: etwa vier Tage

Guppy (Poecilia reticulata)

Guppy (Poecilia reticulata), Laichzeit

Das sollten Sie wissen:

  • Werfen zwischen 25 und 40 Tagen nach Befruchtung
  • Lebensgebärend und laichen nicht ab (keine Eier)
  • Bekommt zwischen zehn und 20 Junge, manchmal auch zu 100
  • Weibchen mehrmals pro Jahr befruchtbar

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Sie vermehren sich unkontrolliert sehr stark. Eine zielgerechte Vermehrung ist daher empfehlenswert.„]

Zebrabärbling (Brachydanio rerio)

  • Vermehrung nur möglich, wenn Wassertemperatur außerhalb von 25 Grad Celsius und 31 Grad Celsius
  • Im wöchentlichen Rhythmus Ablaichung von bis zu 300 Eiern pro Weibchen möglich