Kaliduenger

Im NPK-Nährstoff-Triumvirat lässt Kalium seinen Mitspielern während der Vegetationsperiode den Vortritt. Stickstoff (N) und Phosphor (P) treiben im Frühling und Sommer das Wachstum und die Blütenbildung voran, unterstützt von Kalium (K) bei der Photosynthese sowie weiteren physiologischen Prozessen. Erst im Herbst schlägt die Stunde von Kalium, denn jetzt gilt es, die Pflanzen im Garten und den Rasen zu wappnen für die Winterzeit. Lesen Sie hier alle Infos zur richtigen Verwendung von Kalidünger. Welche Düngemittel den Nährstoff in der optimalen Menge enthalten und zu welchen Preisen sie zu kaufen sind, erfahren Sie hier.

Bedeutung von Kalium als Düngemittel

In Form von Kaliumchlorid und Kaliumsulfat ist reines Kalium für Pflanzen verfügbar. Wenngleich es zu den zehn häufigsten Elementen in der Erdkruste zählt, kann es dennoch zu einem Mangel an Kalium im Gartenboden kommen, da es aufgrund seiner Beweglichkeit leicht ausgewaschen werden kann. Je geringer der Tongehalt, desto höher der Grad des Kaliumverlustes infolge von Auswaschung. Um den Zier- und Nutzpflanzen einen ausgewogenen Vorrat an Nährstoffen zur Verfügung zu stellen, gleicht Kalidünger den Kaliumentzug regelmäßig aus. Wird über mehrere Jahre hinweg keine oder eine zu geringe Kaliumdüngung durchgeführt, resultieren daraus die folgenden Symptome:

  • Stauden büßen an Frosthärte ein und frieren stärker zurück
  • Pflanzen weisen Kümmerwuchs und Wachstumsdepressionen auf
  • Trockenstress wird schlechter verkraftet, sodass die Blätter von den Rändern her eintrocknen
  • An Koniferen färben sich die Nadelspitzen braun
  • Rasenflächen vergilben und vertrocknen im Verlauf des Winters

Obstbäume reagieren besonders sensibel auf Kaliummangel, indem sich die Blätter einrollen, vertrocknen und abfallen. Da die Früchte über das Laub nicht mehr ausreichend versorgt werden, fällt die Ernte geringer oder vollkommen aus. Rosen signalisieren Kaliummangel, indem sich die Blütenblätter an den Rändern braun verfärben. Fatal wirkt sich das Nährstoff-Defizit an Tomaten, Kohlrabi und Radieschen aus, denn hier bilden sich Platzwunden und Risse.

Tipp: Ebenso ungünstig wie ein Mangel an Kalium, wirkt sich ein Überschuss des Nährstoffs im Boden aus. Kommt es zu einer Überdosierung von Kalidünger, resultieren daraus Blattchlorosen mit vergilbten Blattflächen und grünen Blattadern. Die Krümelstruktur im Erdreich wird beeinträchtigt, einhergehend mit Wurzelverbrennungen.

Wirkung von Kalium

Kalium ist für die gesamte Flora und Fauna ein lebenswichtiges Element und beteiligt sich an zahlreichen physiologischen Prozessen. Worin genau die Wirkung auf Ihre Gartenpflanzen und Rasenflächen besteht, vermittelt der folgende Überblick:

  • Stärkung des Zellgewebes durch Erhöhung des Zelldrucks
  • Unterstützung von Zellstreckung und Wachstum der Blattflächen
  • Begünstigung der Aufnahme von CO2 zur Förderung der Photosynthese
  • Verbesserung des Stoffwechsels für optimalen Wasserhaushalt und robuste Trockenheitsresistenz

Indem Kalium dazu beiträgt, den Zellsaftdruck zu erhöhen, wird die Winterhärte optimiert. Es sind weniger die frostigen Temperaturen, die Ihren Zier- und Nutzpflanzen oder Rasengräsern zu schaffen machen. Problematisch ist vielmehr der wiederholte Wechsel zwischen Tau- und Frostwetter. Greift Kalium hier nicht unterstützend ein, halten die Zellwände dem Druck nicht stand und zerbersten. Im Übergang vom Winter zum Beginn der Vegetationsperiode beteiligt sich Kalium aktiv am Wachstum der Blätter, Blüten, Triebe und Früchte.

Empfehlenswerte Kalidünger mit Preisen

KalidüngerIm Hausgarten ist die Gabe von Kaliumchlorid nicht zu empfehlen. Eine Vielzahl Ihrer Zier- und Nutzpflanzen reagiert ausgesprochen empfindlich auf diese geballte Ladung an Salzen. Einzig als Bestandteil von Volldüngern kommt 40er oder 60er Kali (KCI) zur Anwendung, in Ergänzung mit Stickstoff, Phosphat und Spurenelementen. Demgegenüber ist Kaliumsulfat (K2SO4) arm an Chlorid und somit ausgezeichnet geeignet, um die Pflanzen im Garten und Ihre Grünflächen mit dem lebenswichtigen Nährstoff zu versorgen. Wir haben Dünge-Experten über die Schulter geschaut und die folgende Selektion empfehlenswerter Kalidünger für den Hausgarten mit Preisen für Sie zusammengestellt:

Kalisop
Der hochkonzentrierte Zweinährstoffdünger enthält zu 50 Prozent Kaliumsulfat und ist nahezu frei von Kaliumchlorid. Ergänzt mit Schwefel, eignet sich dieses Düngemittel hervorragend für alle Kohlarten, Raps, Zwiebeln, Sonnenblumen, Beerenobst und Gemüse sowie die meisten Zierpflanzen und Koniferen.

  • Preis für 5 kg: 13,90 Euro (2,78 Euro je kg) zuzüglich Versandkosten

Patentkali/Kalimagnesia
Der Kalium-Spezialdünger ist angereichert mit Magnesium und Schwefel für Obst und Gemüse in bester Qualität. Im Herbst verhilft Kalimagnesia Ihnen zu einem strapazierfähigen, robusten Rasenteppich, den auch ein harter Winter nicht schrecken kann. Dank der feinen Körnung ist dieser Kalidünger qualifiziert für die Grund- und Kopfdüngung sowie zur Optimierung von Substraten. Einzig für die Flüssigdüngung taugt Patentkali nicht.

  • Preis für 5 kg: 8,95 Euro (1,79 Euro je kg)

Purital Kalium-Flüssigdünger
Für die Blattdüngung perfekt geeignet ist Kalidünger in flüssiger Form. Auch Ihre Kübelpflanzen können Sie mit dem Kalium-Flüssigdünger bequem versorgen, ohne zuvor das Granulat auflösen zu müssen. Mit einer NPK-Formulierung von 0+0+20 ist das chloridarme Präparat für nahezu alle Zier- und Nutzpflanzen eine gute Wahl.

  • Preis für 1 Liter: 9,95 Euro

Thomaskali
Wo es den Pflanzen nicht nur an Kalium mangelt, kommt Thomaskali ins Spiel. Mit einer NPK-Formulierung von 0+8+15, hat dieser Kalidünger zudem noch Magnesium und Schwefel im Gepäck.

  • Preis für 5 kg: 11,95 Euro (2,39 Euro je kg)

Sofern Sie Kalidünger in größeren Mengen kaufen, sinken die Preise je Kilogramm und Liter deutlich. So reduziert sich der Preis von Patentkali bei einer Abnahme von 25 kg auf 0,92 Euro je kg.

Tipp: Damit Ihre Pflanzen erst gar nicht unter Kaliummangel zu leiden haben, leistet Beinwell-Jauche einen wertvollen Beitrag. Indem Sie die Gartenerde alljährlich im Spätsommer und Herbst wiederholt mit der Pflanzenjauche überbrausen, wird den Wurzeln der lebenswichtige Nährstoff auf natürlichem Weg zugeführt.

Bodennährstoffanalyse konkretisiert Kalium-Bedarf

BodenanalyseSymptome für Nährstoffmangel sind für das ungeübte Auge nur selten eindeutig zuzuordnen. So kann beispielsweise Kümmerwuchs ebenso durch Kaliummangel wie durch Bodenmüdigkeit verursacht werden. Sie gehen dem Risiko einer unsachgemäßen Düngung und Überdosierung aus dem Weg, indem Sie alle 3 bis 5 Jahre ein zertifiziertes Prüflabor mit einer Bodenanalyse beauftragen. Die Experten geben eine genaue Anleitung, wie die Bodenproben im Garten und Rasen zu entnehmen sind. Im Rahmen einer Standarduntersuchung werden Hauptnährstoffe, wie Stickstoff (Nitrat), Phosphor, Kalium, Kalzium und Magnesium unter die Lupe genommen. Das Analyseergebnis gibt Ihnen daraufhin konkrete Empfehlungen, ob und in welcher Dosierung Dünger erforderlich ist.

Anwendung

Im Herbst ist die beste Zeit, um mit Kaliumdünger bestehende Pflanzen für den Winter zu rüsten. Da sich für Stauden und Gehölze über die Monate September bis November zudem die ideale Pflanzzeit erstreckt, erhalten junge Pflanzen mit Kalidünger beste Startbedingungen. So einfach wenden Sie das Düngemittel an:

  • Ideal ist ein Termin bei leicht feuchter Witterung und bedecktem Himmel
  • Auf zu bepflanzende Böden das Granulat ausstreuen und einharken
  • An bestehenden Pflanzungen die Düngekörner ausbringen und oberflächlich einarbeiten

Da der Kaliumanteil im Dünger gut wasserlöslich ist, wässern Sie die gedüngte Fläche anschließend mit der Gießkanne.

Rasendüngung

Eine Rasenfläche mähen Sie vor der Gabe von Kaliumdünger bitte auf 4-5 cm Halmhöhe. Anschließend verteilen Sie das Düngegranulat mit dem Streuwagen in der vom Hersteller empfohlenen Dosierung und beregnen die Grünfläche. Die Aufnahme des Nährstoffs wird optimiert, indem Sie zuvor mit dem Vertikutierer alle Verfilzungen und das Unkraut auskämmen. Sofern Sie den Herbst-Termin versäumt haben, bringen Sie den Kalidünger im zeitigen Frühjahr aus, sobald die Bodentemperatur die 10-Grad-Marke übersteigt.

Fazit
Lässt der Winter mit klirrendem Frost die Muskeln spielen, sollten Ihre Gartenpflanzen und der Rasen mit Kalidünger gewappnet sein. In Form von Kaliumsulfat ist das chemische Element als Düngemittel für Pflanzen und Gräser verfügbar. Verabreicht im Herbst, stärkt Kalium die Zellwände und erhöht den Zellsaftdruck, was die Winterhärte deutlich verstärkt. Mit chloridarmen Produkten, wie Kalisop und Patentkali kaufen Sie preisgünstige Kaliumdünger für den Hausgarten, die zugleich für den ökologischen Anbau zugelassen sind. Bester Zeitpunkt für die Verwendung ist der Herbst. Der Boden sollte nicht vollkommen ausgetrocknet sein, wenn Sie das Düngemittel ausstreuen oder in Wasser aufgelöst verabreichen.