Gartenpflanzen Hibiskus

Hibiskus treibt nicht aus: wann treibt es normalerweise?

Hibiskus treibt nicht

Im Frühjahr ist die Zeit, dass der laubabwerfende Hibiskus neu austreibt und seine satten grünen Blätter bildet. Doch es kann vorkommen, dass der Austrieb einfach nicht erfolgen will. Dies kann verschiedene Ursachen haben, zudem muss zwischen im Freiland und im Kübel kultivierten Pflanzen unterschieden werden. Denn nicht jede Sorte ist winterhart. Welche Ursachen es gibt und wie die Maßnahmen zur Behebung aussehen wird im folgenden Artikel erklärt.

Mögliche Ursachen

Es gibt verschiedene Ursachen, warum ein Hibiscus im Frühling nicht austreibt. Diese sehen wie folgt aus:

  • Zeitpunkt Austrieb noch nicht erreicht
  • Freilandkultivierung
  • Kübelkultivierung
  • falsche Düngung
  • falscher Standort
  • falsches Gießen
  • erfrorene Triebe
Hinweis: Beim Kauf des Hibiskus muss immer auf die Art geachtet werden. Manche Sorten sind winterhart und andere müssen im Winter nach Innen verbracht und vor Frost geschützt werden.

Zeitpunkt Austrieb

Der Hibiskus treibt nicht aus und der Hobbygärtner fragt sich nun, warum. Allerdings sollte hier als erstes der richtige Zeitpunkt für den Austrieb überprüft werden. Denn dieser ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich, auch die Überwinterung spielt hierbei eine große Rolle. So sehen die Zeiten für einen Austrieb in der Regel wie folgt aus:

  • erst spät im Jahr
  • meist zwischen April oder Mai
  • in wärmeren Klimazonen auch früher

Hibiskusbaum - HibiscusDaher ist es ganz natürlich, wenn die Pflanze auch mal etwas später austreibt und noch kein Grund zur Sorge. Erst, wenn auch bis Ende Mai Anfang Juni keine Blätter zu sehen sind, dann ist es Zeit, sich Gedanken hierüber zu machen. Zeigen sich allerdings die ersten kleinen Triebe, dann geht es ganz schnell, bis der ganze Strauch grün ist.

Freilandkultur

Sind die Hibiskussträucher im Freiland in einem Beet kultiviert und treiben nicht aus, dann müssen als erstes die in diesem Artikel möglichen Ursachen überprüft werden. Ist dies nicht der Fall, dann kann es auch einfach am Klima und einer schlechten Witterung liegen. Denn scheint in einem Frühjahr kaum die Sonne, ist es kühl und regnet es oft, dann kann sich dies durchaus auch auf das Austreiben der Hibiskuspflanzen auswirken. In einem solchen Fall kann es dann zu einer normalen verspäteten Austreibung erst im Juni kommen.

Kübelpflanzen später

In der Regel treiben die Kübelpflanzen später aus. Dies liegt vor allem daran, dass diese später aus dem dunklen und kühleren Winterquartier wieder nach draußen verbracht werden. So werden die im Kübel kultivierten Pflanzen erst später nach den letzten frostigen Nächten und den Eisheiligen im Mai wieder der Helligkeit und der Wärme der Sonne ausgesetzt und treiben somit auch erst später aus. Natürlich kann es aber auch an den weiteren genannten Ursachen liegen. So sollte eine überwinterte Pflanze wie folgt normal austreiben:

  • Kübel auf sonnigen Balkon oder Terrasse
  • vor kaltem Wind geschützter Platz
  • direkt erste Düngung
  • Pflanze feucht halten
  • bereits nach ein bis zwei Wochen zeigen sich erste Blätter
Hinweis: Unterschieden wird bei den Hibiskus-Sorten grob zwischen dem nicht winterharten Rosen-Eibisch und dem Gartenhibiskus. Der Rosen-Eibisch ist nicht winterhart und sollte immer im Kübel kultiviert werden, der Gartenhibiskus kann, wie der Name schon sagt ins Gartenbeet ziehen, sollte aber auch in jungen Jahren noch vor Frost geschützt werden.

Falsche Düngung

Auch fehlende Nährstoffe können schuld daran sein, dass die Pflanze nach dem Winter nicht austreibt. Gerade für das Wachstum und die Bildung neuer Blätter wird Stickstoff benötigt. Wird daher im Frühling nach der Winterruhe das erste Mal gedüngt, sollte hier vor allem auch auf einen Zusatz von Stickstoff geachtet werden.

  • KompostKompost und Horndünger unterheben
  • Flüssigdünger mit Stickstoffzusatz
  • eignet sich vor allem für Kübelpflanzen
  • Mulch im Winter mit Hornmehl mischen
  • setzt Stickstoff frei

Falscher Standort

Der Hibiskus treibt nicht aus, dann kann es am falschen Standort liegen. Denn die Pflanze bevorzugt Sonne und einen Windschutz. Je heller es an einem Standort ist, desto besser. Der Boden sollte durchlässig sein und viele Nährstoffe enthalten. Damit die Erde nie austrocknet wird angeraten, den Boden rund um den Hibiskus ganzjährig zu Mulchen und nicht nur im Winter als Frostschutz. So gelangen immer wieder Nährstoffe in das Substrat und es bleibt schön feucht und trocknet nicht so schnell aus. Der Standort für den Hibiskus könnte daher ab dem Frühjahr wie folgt aussehen, damit die Pflanze auch austreibt:

  • Hibiskus treibt nicht ausvor einer hellen Hauswand
  • ideal auf der Südseite eines Hauses
  • Westseite ebenfalls
  • nicht auf Ost- oder Nordseite
  • zu dunkel und windig

Falsches Gießen

Der Hibiskus darf weder zu trocken noch zu nass stehen. Daher ist darauf zu achten, dass die Erde immer leicht feucht bleibt, aber keine Staunässe entsteht. Denn dies können Gründe dafür sein, dass der Hibiskus nicht austreibt. Gerade bei einem Freilandstrauch direkt nach dem Winter muss der Boden darauf überprüft werden, ob sich hier eventuell das Wasser staut. Aber auch Trockenheit im Winter kann der Pflanze im Freiland zusetzen. Daher sind hier sofort die folgenden Maßnahmen einzuleiten:

  • bei Trockenheit sofort gut gießen
  • an einem frostfreien Tag
  • bei zu viel Nässe
  • Erde rund um Strauch auflockern
  • Wurzeln nicht schädigen
  • eventuell trockene Erde zugeben
  • kleinen Strauch ganz ausgraben
  • Wurzelballen trocknen lassen
  • frische, trockene Erde einfüllen
  • Pflanze wieder einsetzen
Tipp: Wurde bei einer Hibiskuspflanze bislang im Pflanzloch noch keine Drainage angelegt, dann sollte dies jetzt, wenn der kleine Strauch ausgegraben wird, sofort nachgeholt werden. Ansonsten gilt, bei jeder Neupflanzung ob im Kübel oder im Beet sollte immer eine Drainage aus Kies, Steinen oder Tonscherben angelegt werden.

Triebe erfroren

Handelt es sich um einen Freilandhibiskus und war es ein sehr harter Winter, dann kann es durchaus sein, dass Triebe erfroren sind. Ein erfrorener Trieb jedoch treibt nicht aus. Daher ist bei einem zu erwartenden sehr harten Winter auch ein eigentlich winterharter Hibiskusstrauch zu schützen. Dieser erfriert nicht an den Wurzeln oder am Stamm, sondern nur dort, wo sich die Blätter später wieder bilden. Daher sollte gerade auch ein junger Strauch mit den folgenden Maßnahmen wie folgt geschützt werden:

  • viele junge Triebe am Strauch
  • mit Pflanzenvlies schützen
  • vor dem Herbst schneiden
  • dann treibt er im Frühling an den Augen neu aus
  • erfrorene Triebe sofort entfernen
  • eventuell treibt die Pflanze dann noch aus
Tipp: Da es sich bei den Hibiskuspflanzen um sehr schnell wachsende Sträucher handelt, können diese vor dem Winter zurückgeschnitten werden, damit die neuen Triebe nicht erfrieren. Die Pflanzen sind sehr schnittverträglich und treiben an den Augen im Frühjahr sofort wieder aus, wenn es wärmer und heller wird.

Fazit
Eine gute und passende Pflege sowie der richtige Standort sind wichtig, damit der Hibiskus auch austreibt. Ist dies nicht der Fall, dann gibt es hierfür verschiedene Gründe. Entweder, die Zeit hierfür ist noch nicht gekommen, die Pflanze steht zu dunkel, bekommt nicht genügend Nährstoffe, ist über den Winter ausgetrocknet, hat über den Winter zu viel Feuchtigkeit erhalten oder aber am Strauch befindliche junge Triebe sind erfroren. Ist die Ursache dafür gefunden, können sofort die geeigneten Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.