Zimmerpflanzen Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen

Bogenhanf aus Ablegern vermehren in 5 Schritten

Bogenhanf vermehren

Bogenhanf aus Ablegern zu vermehren ist sehr einfach möglich, wenn man die richtigen Schritte befolgt. Wichtig ist in jedem Fall, dass das korrekte Vorgehen erfolgt und Geduld bewahrt wird.

Ableger

Bei den Ablegern handelt es sich um sogenannte Kindel, also kleine Pflanzen, die neben der Mutterpflanze entstehen. Über Wurzeln sind sie mit der Mutterpflanze verbunden, bis man sie von ihr trennt.

Damit sich Ableger entwickeln können, müssen drei Faktoren erfüllt sein:

  • ausreichend Platz und Substrat
  • genügend Nährstoffe
  • Zeit
Ableger Bogenhanf

Die Pflanzen bilden erst nach mehreren Jahren und mit ausreichend Raum im Pflanzgefäß Kindel aus. Daher sollte man bei jedem Umtopfen einen deutlich größeren Topf wählen als zuvor. Zudem sind ein regelmäßiger Substratwechsel und ausreichendes Düngen von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung von Ablegern.

Utensilien

Für die Vermehrung des Bogenhanfs werden einige Utensilien benötigt. Bei diesen handelt es sich um:

  • Pflanzgefäße
  • Sand oder Tongranulat
  • durchlässige Blumenerde
  • Messer oder Schere mit scharfen Schneiden

Anleitung

Die Vermehrung von Bogenhanf über Ableger ist vergleichsweise schnell und leicht, wenn man dabei die folgende Anleitung berücksichtigt:

Bogenhanf Ableger
  1. Haben die Kindel eine Höhe von mindestens fünf Zentimeter erreicht, kann man sie von der Mutterpflanze trennen. Eine Höhe von fünf bis 15 Zentimetern ist ideal. Sind die jungen Pflanzen kleiner, ist die Wurzelmasse noch zu gering. Sind sie deutlich höher, wird die Trennung schwieriger.
  2. Bei entsprechender Höhe der Kindel kann das Umtopfen dazu genutzt werden, um die Jungpflanzen von der Mutterpflanze zu trennen. Optimal ist ein Umtopfen im Frühjahr.
  3. Die Pflanze wird hierzu aus dem Topf gelöst und von dem Substrat befreit. Die Wurzeln kann man abspülen, um die alte Erde vollständig von den Wurzeln zu entfernen.
  4. Mit einem sauberen und im besten Fall desinfizierten Messer oder einer Schere werden die Wurzeln des Ablegers so dicht wie möglich an der Mutterpflanze durchtrennt. Die junge Sansevieria erhält dadurch bereits am Anfang vergleichsweise lange und viele Wurzeln, wodurch die Versorgung besser ausfällt.
  5. Um das Risiko für Fäulnis zu reduzieren, sollten die durchschnittenen Wurzeln einige Stunden an der Luft abtrocknen dürfen. Sind die Schnittflächen an den Wurzeln trocken, können Sie Ableger und Mutterpflanze in die Erde einsetzen und das Substrat befeuchten.

Nach dem Vermehren pflegt man die Kindel ebenso, wie zuvor die Mutterpflanze. Auch die Standortbedingungen sollten passend gewählt werden.

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Da Bogenhanf im Allgemeinen und Kindel im Besonderen sehr empfindlich auf Staunässe reagieren, sollte eine lockere, durchlässige Blumenerde gewählt werden. Durch eine Zugabe von Sand oder Tongranulat kann die Durchlässigkeit noch zusätzlich erhöht werden.„]

Alternativen

Alternativen zur Vermehrung der Sansevieria durch Kindel stellen Samen und Stecklinge dar. Für die Entwicklung von Samen ist allerdings etwas Glück notwendig, denn diese bilden sich erst nach mehreren Jahren und auch dann oftmals nicht in jedem Jahr.

Sansevieria

Deutlich schneller und einfacher ist es, Stecklinge von einer adulten Pflanze zu gewinnen. Hierzu wird im Frühjahr eines der äußeren Blätter dicht oberhalb der Erde abgeschnitten. In einem Abstand von jeweils fünf Zentimetern zerteilt man das Blatt der Länge nach in kleinere Stücke. Mit der Unteren Schnitthälfte werden diese Stücke ein bis drei Zentimeter tief in Erde gesteckt. Anschließend wird das Substrat leicht befeuchtet.

Wichtig ist bei dieser Variante, dass man auf die richtige Richtung achtet. Denn nur die untere Schnittfläche der Stecklinge kann Wurzeln ausbilden. Wird der Steckling also in die falsche Richtung in das Substrat gedrückt, wird diese Variante der Vermehrung nicht zum Erfolg führen.