Blumenbeet anlegen

Ein Blumenbeet bietet eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Je nachdem, was man auf dieses Blumenbeet pflanzen möchte, gibt es zuvor einiges zu beachten. So sollten beispielsweise sonnenverwöhnte Pflanzen nicht in den Schatten und Schatten liebende nicht in die pralle Sonne gepflanzt werden. Ebenso wichtig wie der Standort sind die Ansprüche der jeweiligen Pflanzen an die Bodenbeschaffenheit. Gegebenenfalls muss der Boden entsprechend aufgewertet bzw. angereichert werden.

Kombinationen im Beet

Besonders gut macht sich immer eine Kombination von Blühpflanzen und immergrünen Pflanzen in unterschiedlichen Größen und Formen. Dabei sollte man beachten, dass bei einer Kombination von größeren und kleineren Pflanzen die größeren die kleineren nicht verdrängen können und ihnen nicht das Sonnenlicht rauben. Die Pflanzen sollten aufgrund dessen auch nicht zu dicht gepflanzt werden.

Leider hält keine Blume ewig und verblüht irgendwann. Dementsprechend sollte man sich bereits vor der Anlage eines Blumenbeetes Gedanken über Pflanzen machen, die eine lückenlose Blühfolge vom Frühjahr bis zum Herbst gewährleisten.

Pflanzentypen zur Gestaltung eines Blumenbeetes

PhloxBei der Gestaltung eines Blumenbeetes unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Pflanzentypen, den Leit-, den Begleit- und den Füllpflanzen. Richtig miteinander kombiniert und an der richtigen Stelle platziert, sollen alle drei letztendlich ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Das kann teilweise schon durch eine ausgewogene Staffelung in den Höhen der jeweiligen Pflanzen erreicht werden.

Leit- oder Gerüstpflanzen
Als Leitpflanzen bezeichnet man hoch wachsende Pflanzen, die das Erscheinungsbild eines Blumenbeete oder auch einer Rabatte dominieren bzw. prägen. Das sind in der Regel größere Prachtstauden. Wie stark Leitpflanzen ein Blumenbeet dominieren, hängt von ihrer Anzahl und ihrem Standort im Beet ab. Eine Leitpflanze sollte eine zentrale Stellung im Beet haben. Alle anderen Begleit- und Füllpflanzen sollte man um sie herum gruppieren bzw. vor ihnen anordnen. Leitpflanzen können z.B. Fackellilie, Phlox, Rittersporn, Astilben, Silberkerze, Mohn oder Steppenkerze sein.

Begleit- oder Gruppenpflanzen
Begleitpflanzen stellen den mittleren Bereich im Blumenbeet oder einer Rabatte dar. Dabei handelt es sich häufig um niedrige bis mittelhohe, teils buntblättrige Stauden. Derartige Pflanzen werden in einer größeren Anzahl gepflanzt und sollten farblich mit der Leitpflanze harmonieren. Begleitpflanzen könnten beispielsweise Taglilien, Mädchenauge, Tränendes Herz, Sonnenhut oder die Sommermargerite sein.

Füll- oder Streupflanzen
Sogenannte Füllpflanzen füllen, wie der Name schon vermuten lässt, kleinere Lücken im Beet auf. Meist kommen hier Bodendecker, Zwiebelblumen oder niedrige, reich blühende Stauden oder solche mit dekorativem Blattwerk zum Einsatz. Diese werden dann je nach Größe des Blumenbeetes in größeren Stückzahlen gepflanzt als die Begleitpflanzen.

Farben gezielt kombinieren

  • Pantoffelblume - CalceolariaJede Farbe hat eine eigene Wirkungsweise.
  • Rot hat beispielsweise eine verkleinernde Wirkung.
  • Blau wirkt dagegen vergrößernd.
  • Weiß trennt die unterschiedlichen Farben voneinander.
  • Kräftige, satte Farben kommen vor allem an sonnigen Standorten sehr gut zur Geltung.
  • An schattigen Standorten entfalten eher Gelb und Pastellfarben ihre volle Wirkung.
  • Grün betont schattige Bereiche.

Gestaltungstipps für ein Drei-Jahreszeiten-Staudenbeet

Die Auswahl an Stauden ist nahezu unerschöpflich. Allerdings verblüht auch die schönste Staude innerhalb weniger Wochen. Dementsprechend bieten sich Stauden mit unterschiedlichen Blühzeiten an, sodass eine lückenlose Blühabfolge vom Frühjahr bis zum Herbst gewährleistet ist.

Stauden stellen unterschiedliche Ansprüche an Standort und Boden, deshalb sollte man darauf achten, Stauden mit gleichen oder ähnlichen Ansprüchen auszuwählen. Ebenso wichtig sind eine gute Bodenvorbereitung sowie die Qualität der Pflanzen und der jeweilige Platzbedarf.

Zu berücksichtigen sind zudem die Wuchsform- und höhe, Form und Farbe der Blüten und Blätter sowie die Art der Stauden, ob es sich um Horst bildende oder ausläuferbildende Stauden handelt. Ausläuferbildende Stauden, wie z.B. das Immergrün breiten sich teilweise so stark aus, dass sie andere Pflanzen leicht überwuchern und verdrängen können. Horst bildende dagegen sind relativ leicht im Zaum zu halten.

Bevor man ein solches Staudenbeet anlegt und wahllos drauf lospflanzt, sollte man sich gegebenenfalls einen Plan machen, auf dem man die Größe des Blumenbeetes, die jeweiligen Stauden und deren genaue Platzierung vermerkt.

RitterspornIst der passende Standort gefunden, der Boden entsprechend vorbereitet und die Beetumrandung angebracht, beginnt man zunächst mit den Leitstauden. Diese kann man je nach Größe des Blumenbeetes in der Mitte platzieren oder mit jeweils 1-3 Pflanzen in den Hintergrund gruppieren. Hierfür eignet sich beispielsweise Kandelaber- oder Bach-Ehrenpreis, Königskerze, Steppenkerze oder Rittersporn. Leitpflanzen sollten zu anderen Pflanzen in Abständen von 60 cm gepflanzt werden. Die Leit-, Begleit- und Füllpflanzen für ein Drei-Jahreszeiten-Staudenbeet sollten immer aus Früh-, Sommer- und Herbstblühern bestehen.

Vor oder um die Leitpflanzen herum pflanzte man die Begleitpflanzen in Abständen von etwa 40 cm zueinander gruppiert. Dazu gehören z.B. Sonnenbraut, Astern, Taglilie oder Mädchenauge. Größere Lücken zwischen den Begleit-Pflanzen bestückt man dann mit entsprechenden Füllpflanzen , wie z.B. Christrosen, Kissenastern, Leberblümchen, Seifenkraut, Ziersalbei oder Frauenmantel. Diese sollten im Abstand von 25 cm zu anderen Pflanzen gesetzt werden.
Für den Anfang sollte man lieber ein paar Pflanzen weniger setzen und erst mal abwarten, wie diese sich entwickeln, denn ein Blumenbeet muss wachsen. Im nächsten Jahr kann man dann gegebenenfalls nach pflanzen. Verbleibende kleinere Lücken können bis dahin erst einmal mit einjährigen Sommerblumen gefüllt werden. Abschließend ist es ratsam, den Boden um die Pflanzen herum mit einer Schicht Mulch abzudecken.

Gestaltungstipps für ein Rosenbeet

Die Rose gilt mit Recht als die Königin der Blumen. Auch hier ist die Sorten- und Farbauswahl sehr groß und der richtige Standort für das Rosenbeet Grundvoraussetzung für eine lange und üppige Blüte. Der optimale Standort sollte sonnig und windgeschützt sein. Rosen sollte man nicht dorthin pflanzen, wo zuvor bereits Rosen gestanden haben oder man muss die Erde in diesem Bereich komplett durch eine frische, durchlässige und lockere austauschen.

RosenDie Wahl der passenden Rosen ist da schon etwas schwieriger, da man hier zwischen Beet-, Strauch-, Edel-, Hochstamm-, Kletter- und Bodendeckerrosen sowie zwischen ein- und mehrfach blühenden Rosen die Qual der Wahl hat. Bei der Auswahl spielen vor allem der eigene Geschmack und die eigene Fantasie eine entscheidende Rolle. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob man lieber eine üppige Farbenpracht oder ein besonderes Dufterlebnis wünscht. Wenn der Duft im Vordergrund stehen soll, kann man sich für verschiedene Duftrosen entscheiden.

Reines Rosenbeet

  • Ein reines Rosenbeet besteht ausschließlich aus Rosen.
  • Das kommt am besten zur Geltung, wenn man niedrig wachsende mit hoch wachsenden Sorten kombiniert.
  • Dabei sollten auch hier die kleinsten den äußeren Abschluss des Beetes bilden.
  • Bei Blumenbeeten vor einer Mauer oder anderen Gehölzen, die kleineren Sorten immer vor den größeren platzieren.
  • Der beste Zeitpunkt zum Anlegen eines Rosenbeetes ist von Oktober bis November.

Rosen mit Stauden kombinieren

In Kombination mit niedrigen Stauden oder Gräsern können diese die Schönheit der Rosen besonders hervorheben. Prachtstauden wie Rittersporn, Schwertlilien oder gelbe Schafgarbe setzen mit Beginn des Sommers besondere Akzente in einem Rosenbeet. Da Rosen unterhalb meist etwas kahl sind, kann eine Unterpflanzung mit verschieden farbigen Bartnelken, Kapuzinerkresse oder der blau blühenden Jungfrau im Grünen zusätzlich farbliche Akzente setzen.

Blumenbeet RoseBesonders trendig ist es, Rosen und Stauden Ton in Ton in einem Beet zu kombinieren. Besonders beliebt ist die Farbe Weiß. So kann man weiße Rosen beispielsweise mit silbrig blättrigen und cremeweiß- oder reinweiß blühenden Stauden wie beispielsweise der weißen Spornblume kombinieren. Gelb- oder orangefarbene Rosen können dagegen u.a. mit dem Frauenmantel kombiniert werden.

Auffällige Farbkontraste kann man z.B. mit gelben Rosen und blau blühendem Rittersporn erzielen. Eine besondere Wirkung erzielt man auch mit den runden Blüten der Rosen in Kombination mit kerzenförmigen Blüten verschiedener Stauden wie z.B. der Silberkerze.

Rosen mit Kräutern oder Gräsern kombinieren

Rosen können Sie auch mit verschiedenen Kräutern kombinieren, wie beispielsweise Lavendel, Curry-Kraut, Berg- oder Ananasminze oder Purpurfenchel. Zwischen den Kräutern kommen Rosen besonders gut zur Geltung und zudem können einige dieser Kräuter, dank ihrer ätherischen Öle Fressfeinde von den Rosen fernhalten.
Eine Kombination mit Gräsern verdeckt zum einen die meist kahlen Stängel der Rosen und verleiht ihnen mehr Volumen. So können die Büschel des Lampenputzergrases (Pennisetum) oder die des Liebesgrases (Eragrostis spectabilis) die Rosenstöcke umschmeicheln. Eine ganz besondere Zierwirkung hat der Blauschwingel mit seinem blaugrauen Laub oder die Zierhirse (Panicum) mit ihrem beeindruckenden Laub, welches von einem saftigen Grün im Laufe des Sommers in ein strahlendes Rot übergeht und dieses bis in den Winter hinein beibehält.

Inselbeet

Ein sogenanntes Inselbeet ist von allen Seiten her einsehbar. Es kann dreieckige, runde oder unregelmäßige Formen aufweisen, wobei sich geometrische Formen eher für gut strukturierte Gärten eignen und runde besser in Gärten passen, die weniger streng gegliedert sind.

Christrosen Blumenbeet anlegenIn einem typischen Inselbeet werden die am höchsten wachsenden Pflanzen in der Mitte des Beetes platziert. Dabei können Sie Pflanzen verschiedener Pflanzengruppen miteinander kombinieren. Besonders wirkungsvoll sind auch hier Staffelungen von Pflanzen mit unterschiedlichen Wuchshöhen und Blütenfarben. Trotz allem sollte man die Bepflanzung eines Inselbeetes der restlichen Bepflanzung des jeweiligen Gartens anpassen.
Um die höchsten Pflanzen in der Mitte, wie z.B. Rittersporn oder Königskerze gruppieren sich dann Pflanzen mittlerer Größe wie Taglilien, Herbstanemone, Aster sowie Sterndolde. Die Kleinsten, wie z.B. bodendeckende Polsterstauden, Storchschnabel, Binsenlilie, Christrose, Katzenminze oder Bartnelke, pflanzt man außen herum.

Beetbegrenzung und Beetumrandung

Neben Standort, Boden und Pflanzenauswahl stellt sich gegebenenfalls auch die Frage nach einer passenden Beetbegrenzung oder Beetumrandung. Eine entsprechende Umrandung grenzt das Blumenbeet deutlich ab und erleichtert zudem das Rasenmähen um das Beet herum. Was das Material betrifft, hat man auch hier die Qual der Wahl und kann sich zwischen klassischem Holz oder Weide, Steinen und Beton, Edelstahl und Metall oder Kunststoff entscheiden.

Holz und Weide
Klassiker für den Garten sind sicherlich Holz oder Weide. Beides sind natürliche Baustoffe, die beispielsweise in Form von Palisaden als Beetumrandung in der Regel sehr gut mit dem betreffenden Blumenbeet aber auch mit dem restlichen Garten harmonieren. Besonders flexibel und rustikal sind Beetbegrenzungen aus Weide. Die entsprechenden Weidenzweige lassen sich in alle erdenklichen Formen biegen, sodass man eine Beeteinfassung ganz individuell in Form und Größe gestalten kann.

Steine und Beton
Eine Beetumrandung aus Steinen oder Beton ist vor allem sehr lange haltbar und witterungsbeständig. Sie ist in unterschiedlichen Größen und Formen, wie beispielsweise in Form von eckigen oder runden Palisaden sowie in dezenten Farben erhältlich und passt in nahezu jeden Garten.

Edelstahl und Metall
Edelstahl und Metall als Beetumrandung passen eher in modernere Gärten. Auch dieses Material ist witterungsbeständig und haltbar, strahlt jedoch eine gewisse Kälte aus und bildet dadurch teilweise einen starken Kontrast zu einem Blumenbeet bzw. der restlichen Bepflanzung im Garten.

Kunststoff
Eine weitere Alternative ist eine Beeteinfassung aus Kunststoff. Diese ist die vermutlich Preiswerteste, jedoch nicht besonders lange haltbar. So kann beispielsweise intensive Sonneneinstrahlung zum Ausbleichen und teilweise zu Verformungen führen. Aufgrund stärkerer Temperaturschwankungen kann es zudem zu Rissen oder anderen Schäden am Kunststoff kommen. Der Kunststoff wird unansehnlich und muss möglicherweise mehrfach ausgetauscht werden.