Gartenpflege Düngen und Bodenpflege

Bananenschalen als Dünger für diese 11 Pflanzen

Bananenschalen als Dünger

Bananen sind für viele ein Grundnahrungsmittel wenn es um Obstsorten geht. Auch handelt es sich hierbei um eine Frucht, die das ganze Jahr über im Handel erhältlich ist. Die Schalen werden in der Regel in den Restemüll gegeben. Doch gerade hierin befinden sich viele Nährstoffe, die verschiedene Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen. Daher sollten die Bananenschalen nicht entsorgt, sondern als Dünger verwendet werden. Welche Pflanzen mit der Schale gedüngt werden können und wie vorgegangen wird, erklärt der folgende Artikel.

Herkunft der Banane

Banane, Musa basjoo

Bananen sind in die hiesigen Gebiete bis jetzt als Anbaupflanzen noch nicht vorgedrungen. Die Früchte kommen immer aus Übersee, sind aber auch das ganze Jahr hier erhältlich und nicht nur saisonbedingt an den Obsttheken zu finden. Biobananen sind nicht viel teurer als die konventionell angebauten. So haben die Früchte überwiegend, etwa zu 90 %, ihre Herkunft aus den folgenden Ländern:

  • Costa Rica
  • Kolumbien
  • Ecuador
  • Panama
Idee: Wenn Sie die Schalen nach dem Verzehr als Dünger nutzen wollen, dann sollten Sie auf Bio-Bananen zurückgreifen. Diese werden nicht, wie herkömmlich vorgegangen, mit Fungiziden zur Vorbeugung behandelt. Bio-Schalen zersetzen sich schneller und sind zudem ohne Chemiekeule, die ansonsten über den hergestellten Dünger an Ihre Pflanzen gelangen würde.

Günstiger Dünger aus Bananenschale

Bananenschalen, die oftmals in den Restemüll wandern, sind ein guter Dünger für manche Pflanzen. Denn vor allem Kalium ist in den Schalen enthalten und dieses benötigen gerade starkzehrende Pflanzen in erhöhter Menge. Dennoch lassen sich die Schalen nicht als Volldünger nutzen, aber für eine regelmäßige Zudüngung bei Starkzehrern, die viel Kalium benötigen sind Bananenschalen eine gute Wahl. In der getrockneten Schale einer reifen Frucht sind die folgenden Nährstoffe enthalten:

  • 12 % Mineralienanteil insgesamt
  • davon etwa 10 % Kalium, etwa 1 % Magnesium und etwa 1 % Kalzium
  • zusätzlich etwa 2 % Stickstoff
  • Schwefel in kleiner Menge
Hinweis: Etwa durchschnittlich zwölf Kilogramm Bananen isst jeder Deutsche im Jahr. Wird hierbei von einem Fruchtgewicht von 115 Gramm pro Banane ausgegangen, dann können in einem Haushalt von vier Personen im Jahr über 400 Bananenschalen anfallen.

Dünger herstellen

Bananenschalen DüngerEinfach die Bananenschalen zerkleinern und unter die Erde mischen geht nicht. Für den natürlichen Dünger müssen die Schalen vorbereitet werden. Einmal können Sie getrocknet untergemischt werden, oder es wird ein Flüssigdünger hergestellt, der anschließend mit dem Gießwasser gegeben werden kann. Das erste Verfahren mit getrockneten Schalen eignet sich gut für Beetpflanzen, die Düngung mit dem Flüssigdünger hingegen eher für Kübelkultivierung. Bei der Herstellung des Düngers sollte wie folgt vorgegangen werden:

  • Schalen in kleine Stücke schneiden
  • alternativ mit Küchenmaschine zerhacken
  • an einem luftigen Ort trocknen lassen
  • dieser sollte trocken und warm sein
  • hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden
  • für Flüssigdünger zerkleinerte Schale aufkochen
  • 100 Gramm auf einen Liter Wasser
  • Sud etwa 12 Stunden ziehen lassen
  • danach abseihen
  • zum Düngen abschließend mit Wasser 1:5 verdünnen
Tipp: Die Schalen sollten Sie nicht in einem Plastikbeutel oder einem geschlossenen Gefäß verwahren, weil sie ansonsten anfangen zu schimmeln. Die trockenen, zerkleinerten Bananenschalen können Sie aber in eine offene Blechdose an einem trockenen, warmen Ort bis zur Verwertung lagern.

Kompost aus Bananenschalen

Einen Kompost nur aus Bananenschalen zu erhalten, ist nicht so einfach. Denn zwar verrotten die Schalen schneller als ursprünglich angenommen, hierzu benötigen sie allerdings eine Begleitung aus anderen Gartenabfällen. Denn nur die Schalen ohne eine andere Begleitung von Grünabfällen neigen dazu, aneinander zu haften und somit schnell Schimmel zu bilden. Dann sind Bananenschalen als Dünger nicht mehr geeignet. Bananenschalen auf den Kompost zu geben und diesen mit den enthaltenen Mineralien zu unterstützen ist aber möglich. Sollen die Schalen dennoch alleine zu einem Kompost verrotten, dann kann wie folgt vorgegangen werden:

  • GartenerdeGartenerde in ein ausreichend großes Gefäß
  • zerkleinerte Bananenschale zugeben
  • unterheben
  • Erde später für die Neupflanzung nutzen

Alternativ können die zerkleinerten Schalen auch direkt in die Erde um die Pflanzen eingearbeitet werden. Sie zersetzen sich hier mit der Zeit und geben daher nach und nach die Mineralien und das Kalium an die Wurzeln der Pflanzen ab.

Gemüsepflanzen

Es gibt einige Gemüsepflanzen, die viel Kalium benötigen und daher über die Vegetationszeit gut mit einem Dünger aus Bananenschalen zusätzlich versorgt werden können. Da hierin nur wenig Stickstoff enthalten ist, fördert dieser nicht das Wachstum der Pflanzen, allerdings aber die Blühfreudigkeit und die Fruchtbildung. So können die folgenden Pflanzen gut mit Bananendünger versorgt werden, um eine reiche Ernte sowie auch eine bessere Lagerfähigkeit der Früchte zu erhalten.

Gurken (Cucumis sativus)

  • Gurkenpflanzewindgeschützter, sonniger Standort
  • Boden locker und humos
  • Standort jedes Jahr wechseln, Starkzehrer
  • benötigen viel Dünger und Wasser
  • vor dem Pflanzen Erde mit Kompost anreichern
  • Mulchschicht auf Erde geben
  • Nachdüngen mit Kalium im Juli
  • ab jetzt wöchentlich
  • nach Blütenansatz nur noch alle zwei Wochen

Kartoffeln (Solanum tuberosum)

  • mittelschwerer und tiefgründiger Boden
  • keine Staunässe
  • benötigt viele Nährstoffe
  • nur bei Trockenheit wässern
  • sonniger, warmer Standort
  • nur alle vier Jahre im gleichen Beet anbauen
  • Gartenboden mit Kompost vor dem Pflanzen anreichern
  • während Vegetationszeit regelmäßig düngen
  • etwa alle zwei Wochen mit Kalium versorgen

Kürbisse (Cucurbita)

  • durch Bananendünger lagerfähiger
  • benötigen viele Nährstoffe
  • Hokkaido Kürbisvor dem Pflanzen Beet mit Kompost vorbereiten
  • regelmäßige Düngergaben über Vegetationszeit
  • alle zwei Wochen weitere Kompostgaben
  • diese mit trockenem Bananendünger anreichern
  • bei langer Trockenheit ausreichend gießen
  • als einjährige Pflanze kultivierbar
  • müssen vor erstem Frost geerntet werden
Hinweis: Wenn Sie Kürbisse oder auch Zucchini aus selbst gesammelten Kernen aussäen wollen, dann kann es passieren, dass die Früchte giftig werden. Denn bei den im Handel erhältlichen Samen wurde dieses Gift herausgezüchtet. Schmecken die Früchte daher bitter, auch bei Gurken kann dies vorkommen, sollten Sie diese nicht weiter verzehren, da es sonst zu starken gesundheitlichen Problemen kommen kann.

Möhren (Daucus carota ssp. sativus)

  • sonniger Standort
  • lehmig-sandiger humoser sowie lockerer Boden
  • nur in trockenen Perioden gießen
  • Möhre Karotteviele Düngergaben, Starkzehrer
  • vor dem Aussäen Boden vorbereiten
  • bereits jetzt Pulver aus Schalen unterheben
  • zusammen mit Kompost
  • während der Wachstumszeit regelmäßig düngen
  • überwiegend Kalium
  • alle zwei bis drei Wochen

Pastinaken (Pastinaca sativa subsp. sativa)

  • sonniger bis halbschattiger Standort
  • lockerer, tiefgründiger Sandboden
  • hoher Humusgehalt und leicht feucht
  • benötigt viele Nährstoffe
  • vor Aussaat Beet mit Kompost vorbereiten
  • von Juni bis Oktober regelmäßig düngen
  • alle zwei Wochen Kaliumdünger aus Bananenschalen
  • in trockenen Perioden gießen

Sellerie (Knolle) (Apium graveolens var. rapaceum)

  • Knollenselleriefeuchter, gut gelockerter Boden
  • humos, sandig und lehmig
  • sonniger bis halbschattiger Standort
  • Starkzehrer
  • benötigt viel Wasser
  • vor dem Pflanzen Boden mit Kompost vorbereiten
  • regelmäßige Düngergaben mit Kalium
  • von Mai bis September alle zwei Wochen
  • gute Lagerfähigkeit
  • durch Bananendünger wird diese erhöht
Tipp: Auch die anderen Selleriearten wie Stauden/Stangensellerie (Apium graveolens var. dulce) oder Schnittsellerie (Apium graveolens var. secalinum) sind Doldenblütler, stark zehrend und benötigen daher viel Kaliumzugabe, die durch die Bananenschalen noch vergrößert werden kann.

Tomaten (Solanum lycopersicum)

  • sonniger, windgeschützter warmer Standort
  • Früchte sollten vor zu viel Regen geschützt werden
  • humoser und nährstoffreicher Boden
  • keine Staunässe
  • dennoch genügend wässern und düngen
  • Erde vor dem Pflanzen vorbereiten
  • Kompost und zerkleinerte Schalen mischen
  • zusammen unter die Erde mischen
  • danach alle zwei Wochen mit Kalium versorgen
Tipp: Werden Tomaten und Co. in einem Topf kultiviert weil der Garten fehlt, können die Pflanzen hier in die mit der zerkleinerten Bananenschalen vorbereitete Erde und ein wenig Kompost oder anderem stickstoffhaltigem Dünger eingesetzt werden.

Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina)

  • Zucchinisortensonniger bis halbschattiger Standort
  • humoser und lockerer Boden
  • in Trockenperioden wässern
  • benötigt als Starkzehrer viel Dünger
  • bei der Aussaat mit Kompost düngen
  • in Töpfen gezogen reicht Anzuchterde aus
  • späteres Beet mit Kompost vorbereiten
  • ab Blütenbildung mit Kalium düngen
  • alle zwei Wochen bis zur Ernte

Blühende Pflanzen

Nicht nur unter den Gemüsepflanzen, auch bei den dekorativen blühenden Gewächsen gibt es einige, die als Starkzehrer gelten und aus diesem Grund viel Kalium benötigen. So sind auch die folgenden Garten- und Balkonpflanzen für die Düngung mit Bananenschalen sehr gut geeignet:

Fuchsien (Fuchsia)

  • Fuchsien überwinternbenötigen viel Kalium für reichhaltige Blüte
  • sonniger oder halbschattiger bis schattiger Standort
  • durchlässiger, nährstoffreicher Boden
  • regelmäßig düngen
  • von Mai bis Oktober
  • idealerweise mit dem hergestellten Flüssigdünger
  • alle zwei Wochen
  • im Winter nicht düngen
  • im März Mischung aus Stickstoff und Kalium
Tipp: Wenn Sie viele Grünpflanzen mit großen Blättern besitzen, dann können Sie die Blätter auch mit der Bananenschale abreiben und so Staub entfernen sowie die Blätter wieder schön zum Glänzen bringen.

Geranien (Pelargonium)

  • sonniger Standort
  • nährstoffreicher Boden
  • regelmäßig für üppige Blüte düngen
  • von Mai bis Oktober
  • selbst hergestellten flüssigen Dünger nutzen
  • alle zwei Wochen mit dem Gießwasser
  • über den Winter Düngung einstellen
  • im März Mischung aus Kalium und Stickstoff

Rosen (Rosa)

  • Rosa Bananenschalen als Düngerluftiger und sonniger Standort
  • zweimal im Jahr düngen
  • einmal im März/April
  • ein zweites Mal während Blüte im Sommer
  • benötigen viel Kalium, wenig Stickstoff
  • Bananenschalen als Dünger ideal
  • Rosen im Beet mit Pulver düngen
  • Pflanzen im Kübel mit flüssig hergestelltem Dünger versorgen
  • stärkt auch gegen Krankheiten und Pilze