Mimose - Pflege von Mimosa-Pflanzen

MimoseDie Mimose ist eine überaus interessante Zimmerpflanze, die zwar in Sachen Pflege und Standort etwas anspruchsvoll ist, aber eine ganz besondere Reaktion aufweist: Die Pflanze klappt ihre gefiederten Blätter in Sekundenschnelle bei Berührungen, Erschütterungen und anderen äußerlichen Einflüssen ein. Auch der Blattstiel senkt sich dann nach unten



und manchmal gibt es sogar eine Kettenreaktion, sodass sich noch mehr Blätter der Pflanze zusammenfalten. Nach ungefähr einer halben Stunde öffnen sich diese wieder. Auch in der Nacht ziehen sich die Blätter zusammen und dann, wenn zu große Hitze, in etwa durch eine Kerze, an die Blätter kommt. Diese besondere Reaktion der Pflanze sollte jedoch nicht allzu oft geprüft werden: Mimosen, die ihre Blätter regelmäßig einfalten müssen, werden nicht nur auf Dauer geschwächt, sondern reagieren mit der Zeit immer weniger intensiv auf die Berührungen.



Eine Mimose, die sich rundum wohlfühlt, belohnt ihren Besitzer mit kleinen, flaumigen, kugelförmigen und rosafarbene Blüten, die im Zusammenspiel mit den interessant gefiederten Blättern die Pflanze zu einem besondern Hingucker machen. Die Blüten bildet die Mimose immer in den Monaten von Juli bis Oktober aus. Nach der Blüte werden diese von kleinen Hülsenfrüchten abgelöst. Ursprünglich stammt die Pflanze, die zu der Familie der Schmetterlingsblütler gehört, aus Südamerika, fühlt sich in letzter Zeit jedoch auch in den südeuropäischen Wurzeln heimisch. Die anspruchsvolle Mimose ist eine ideale Zimmerpflanze, die jedoch ein gewisses Maß an Pflege benötigt und eine Höhe von rund einem halben Meter erreicht. Die Anzucht der Pflanze ist problemlos aus Samen möglich - dank des schnelles Wuchses wird so in kurzer Zeit eine neue, hübsche Mimose herangebildet. Aufgepasst werden sollte jedoch unbedingt, wenn sich auch Kinder oder Haustiere in der Wohnung aufhalten: Alle Pflanzenteile der Mimose sind gesundheitsschädlich und unverträglich, sodass diese keinesfalls verzehrt werden sollten.

Standort

Blüte der MimoseEin heller Standort ist für die Mimose ideal - dieser sollte vor allem auch ruhig sein, damit die Pflanze sich ungestört entfalten kann. Allzu häufige Erschütterungen sollten demnach genauso vermieden werden wie große Temperaturschwankungen, sonst muss die Mimose so oft ihre Blätter einfalten, da dies die Pflanze schwächt. Junge Pflanzen müssen vor direkter Sonne geschützt werden; auch ältere Exemplare mögen keinen dauerhaft zu sonnigen Standort. In den Sommermonaten kann die Mimose jedoch durchaus für einige Stunden pro Tag in die Sonne, da das Licht ihr dabei hilft, die hübschen Blüten auszubilden. Die Pflanze sollte zudem unbedingt vor Zugluft geschützt werden. Die Mimose ist die ideale Zimmerpflanze und gibt sich mit den dort herrschenden Temperaturen zufrieden - nur Frost sollte sie nicht abbekommen. Auch bei verunreinigter Luft macht die Pflanze ihrem Namen alle Ehre und reagiert empfindlich, sodass sie in Räumen, in denen geraucht wird, nur schlecht wächst. Mimosen, die auf der Fensterbank über einem Heizkörper stehen, danken es mit gutem Wachstum, wenn kleine Schälchen aufgestellt werden, die mit Wasser befüllt sind - dadurch erhöht sich die Luftfeuchtigkeit und ein ideales Klima wird geschaffen.

Der perfekte Standort für die Mimose im Überblick:
  • hell, aber nicht dauerhaft in der direkten Sonne
  • vor Zugluft und Erschütterungen geschützt
  • normaler Temperaturbereich ohne Frost
  • möglichst saubere Luft ohne Zigarettenrauch
Pflanzsubstrat, Pflanzen und Umtopfen

Die Mimose sollte möglichst schnell nach dem Kauf umgetopft werden, damit die Wurzeln genug Platz haben, um sich zu entfalten. Oftmals ist schon bei Kauf der Topf zu klein - die Mimose wächst schnell und damit auch ihre Wurzeln. So sollte auch nach dem ersten Umtopfen öfters einmal kontrolliert werden, ob die

Mimose noch genügend Platz im Topf hat. Allerdings sollte dieser Platz auch nicht zu großzügig bemessen sein, da die Pflanze immer dann am schönsten blüht und die ansehnlichsten Blätter ausbildet, wenn das Platzangebot für die Wurzeln etwas eingeschränkt ist. Nach dem Umtopfen können die überaus empfindlichen Blätter der Pflanze durchaus etwas mitgenommen aussehen - diese erholen sich jedoch meistens sehr schnell wieder von dieser Strapaze. Als Pflanzsubstrat eignet sich für die Mimose am besten eine lockere Erde auf Kompostbasis.

Blätter der MimosaDas Pflanzen und Umtopfen der Mimose im Überblick:
  • lockere Erde auf Kompostbasis als Pflanzsubstrat
  • sofort nach dem Kauf umtopfen
  • regelmäßig kontrollieren, ob Pflanzgefäß noch ausreichend groß ist
  • leicht eingeschränktes Platzangebot für Wurzeln lässt die Pflanze besonders schön blühen
  • nach dem Umtopfen erholen sich die Blätter wieder schnell
Gießen und Düngen

Die Mimose ist kein Freund von allzu viel Nässe - die Pflanze nimmt sofort alles Wasser auf, was sie bekommen kann. Ist das zuviel, schadet das der Mimose und diese geht früher oder später ein. Das Pflanzsubstrat sollte jedoch immer vollständig durchfeuchtet sein, ohne dass Staunässe auftritt. Bevor die Pflanze erneut gegossen wird, ist es ratsam, die obersten Erdschichten leicht antrocknen zu lassen. Das Gießen stellt seinen ganz besonderen Anspruch an den Besitzer - kennt dieser jedoch einmal die Bedürfnisse der Pflanze genau, wird dieses schnell zur Routine. Damit die Mimose gut wachsen kann, können ihr regelmäßig im 14-Tage-Rhythmus Nährstoffe in Form von Dünger zugeführt werden. Die Pflanze kommt jedoch auch ohne Dünger gut aus. Jungpflanzen benötigen diese Düngung jedoch noch nicht - und auch erwachsene Pflanzen kommen gut mit der halbierten Menge der eigentlich auf der Verpackung angegebenen Konzentration eines Düngers für Grünpflanzen aus.

Das Gießen und Düngen der Mimose im Überblick:
  • Pflanzsubstrat immer leicht feucht

    halten
  • zuviel Wasser vermeiden
  • vor der nächsten Wassergabe die oberste Erdschicht leicht antrocknen lassen
  • Düngen nicht unbedingt erforderlich
  • Grünpflanzendünger alle 14 Tage in halbierter Konzentration verwenden
  • Jungpflanzen noch nicht düngen 
Schneiden

Nahaufnahme der BlütenDie Mimose gibt sich bei einem Rückschnitt oftmals etwas zickig - dieser ist also nicht unbedingt zu empfehlen. Jungpflanzen sollten demnach auf keinem Fall geschnitten werden, bei erwachsenen Pflanzen kann dies probiert werden. Eine Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht; ob die Mimose auch nach dem Rückschnitt wieder neu austreibt, ist keineswegs sicher. Sollten einige Blätter vertrocknet sein, so fallen diese nach einiger Zeit meist selbst von der Pflanze ab. Auch hier ist das Entfernen nicht ratsam, da die damit einhergehenden Erschütterungen Stress für die Mimose bedeuten. Sollen diese Blätter trotzdem entfernt werden, muss dies sehr vorsichtig erfolgen. Ist die Mimose zu sperrig geworden, sollte am besten eine neue, junge Pflanze herangezogen werden, die dann an die Stelle der alten tritt. Dadurch, dass die Mimose schnell wächst, dauert das nicht lang.

Das Schneiden der Mimose im Überblick

  • Rückschnitt ist nicht zu empfehlen
  • Jungpflanzen auf keinem Fall zurückschneiden
  • vertrocknete Blätter nur sehr vorsichtig entfernen - diese fallen nach einiger Zeit aber auch von selbst ab
Überwintern

Ganz problemlos kann die Mimose im heimischen Wohnzimmer überwintert werden - ohnehin fühlt sich die Pflanze dort besonders wohl. Dabei gilt es nur zu beachten, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig sein darf, da sonst die Gefahr von Spinnmilben besteht, die sich auf der Mimose ansiedeln könnten. Wassergefäße rund um die Pflanze helfen in den Wintermonaten dabei, dass immer eine ausreichende Luftfeuchtigkeit besteht.

Das Überwintern im Überblick:
  • im Wohnzimmer
  • auf hohe Luftfeuchtigkeit achten, eventuell Wassergefäße aufstellen
Vermehren

Mimose StauchEs ist ganz einfach und sozusagen kinderleicht, eine Mimose aus dem Samen der Pflanze selbst zu ziehen. Die ideale Zeit dafür ist das Frühjahr - der Samen wird dabei am besten vorgekeimt, um einen maximalen Erfolg zu erzielen. Dafür wird der Samen mit heißem Wasser übergossen und so lange stehen gelassen, bis sich dieser vollgesaugt hat. Das dauert ein paar Stunden bis zu einem Tag. Diese sollten dabei leicht aufquellen - Samen, die dies nicht tun, sollten aussortiert werden. Die gequollenen Samen werden dann in keimfreie Aussaaterde eingesetzt und mit einer dünnen Schicht Erde abgedeckt. Dieser Topf sollte anschließend an einen warmen, hellen Standort gebracht werden; die Erde muss immer leicht feucht gehalten werden. Neben der Vermehrung über Samen kann die Mimose auch über Stecklinge neu gezogen werden - diese schlagen in einem Glas mit Wasser meist sehr schnell neue Wurzeln. Hobbygärtner, die sich gut auf die Pflege einer Mimose eingestellt haben, können jedes Jahr so ganz leicht neue Pflanzen heranziehen. Gerade ältere Pflanzen, die schon oft geblüht haben, werden weniger schön, sodass junger Nachwuchs dann sehr willkommen ist.

Das Vermehren der Mimose im Überblick:
  • Vermehrung durch Samen oder Stecklinge
  • am besten im Frühjahr vermehren
  • Samen vor dem Aussetzen vorkeimen lassen
  • keimfreie Aussaaterde verwenden, Samen mit dünner Erdschicht bedecken
  • immer leicht feucht halten, nicht zuviel gießen
  • warmer, heller Standort zum Anziehen
Krankheiten und Schädlinge

Der größte Feind der Mimosen sind die Spinnmilben. Die Pflanzen werden öfters von diesen Schädlingen befallen, gerade in den Wintermonaten. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt dem am besten entgegen, da die Spinnmilben eine warme und trockene Luft bevorzugen. Die Pflanze sollte also gerade in den Monaten, in denen in der Wohnung stark geheizt wird, regelmäßig kontrolliert werden.

LäuseDie Spinnmilben sind an ihren hauchdünnen Netzen erkennbar, die immer dann sichtbar werden, die Pflanze vorsichtig mit Wasser besprüht wird. Haben die Spinnmilben einmal eine Mimose befallen, sollten die Blätter der Pflanze zuerst ganz vorsichtig mit einem sanften Wasserstrahl abgespült werden. Zusätzlich muss jedoch immer ein Spritzmittel eingesetzt werden, um auch wirklich alle Spinnmilben wirksam entfernen zu können. Systemische Mittel sind dabei am wirksamsten, denn diese werden von der Mimose aufgenommen und im Pflanzensaft transportiert. Saugen die Schädlinge dann diesen Saft auf, verenden sie durch das enthaltene Gift. Die Eier der Spinnmilben sind davon jedoch nicht betroffen, sodass die Behandlung mit diesem Schädlingsmittel unbedingt wiederholt werden sollte, damit auch die nachfolgende Generation zuverlässig abgetötet wird. Eine weitere Möglichkeit, den Spinnmilben entgegen zu wirken, ist der Einsatz von Raubmilben. Ein solches Vorgehen ist zwar frei von Chemikalien, aber ob diese Raubmilben alle Spinnmilben zuverlässig eliminieren können, ist nicht gesichert.

Die Krankheiten und Schädlinge der Mimose im Überblick:
  • Spinnmilben setzen den Mimosen zu
  • hohe Luftfeuchtigkeit verhindert den Befall am besten
  • wichtig: regelmäßige Kontrollen!
  • bei Befall von Spinnmilben die Pflanze vorsichtig abspülen und ein systemisches Mittel einsetzen
Fazit

Die Mimose trägt ihren Namen durchaus zu Recht - und das gleich im doppelten Sinne. So reagiert die überaus hübsch anzusehende Pflanze auf Berührungen mit dem Zusammenrollen der Blätter und stellt zudem einen hohen Anspruch an gute Pflege. Erhält die Mimose das Maß an Zuwendung, das sie fordert, so erfreut diese für alle Pflanzenfreunde überaus interessante Zimmerpflanze ihren Besitzer mit kleinen, rosafarbenen Blüten in den Monaten von Juli bis Oktober.
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Tipps für Schnellleser
Pflege der Mimose

- Mimosen erfordern viel Pflege
- Dekorative Pflanze mit gefiederten Blättern und flaumigen, kugelförmigen Blüten
- Rosafarbene Blüte in den Monaten von Juli bis Oktober
- Ideale Zimmerpflanze, die eine Höhe von einem halben Meter erreicht
- Vorsicht bei Kindern und Haustieren: Alle Teile der Pflanze sind gesundheitsschädlich und unverträglich
- Interessante Reaktion auf äußerliche Einflüsse wir Berührung, Erschütterung und große Hitzeeinwirkungen
- Pflanzsubstrat immer feucht halten
- Zuviel Wasser und Staunässe vermeiden
- Heller, ruhiger Standort ohne Luftzug
- Pflanze nicht dauerhaft direkter Sonne aussetzen - einige Stunden pro Tag sind in den Sommermonaten jedoch hilfreich beim Ausbilden neuer Blüten
- Erschütterungen und das zu häufige Einklappen der Blätter vermeiden
- Einfache Vermehrung durch Samen
- Düngung nicht unbedingt erforderlich, Jungpflanzen nie düngen, erwachsene Pflanzen mit der halbieren Konzentration eines Grünpflanzendüngers düngen
- Hohe Luftfeuchtigkeit verhindert den Befall von Spinnmilben
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