Efeutute - Pflege & Vermehrung

EfeututeDas tropische Pflanzen nicht immer eine aufwendige Pflege sowie einen perfekten grünen Daumen benötigten, beweist die Efeutute. Die Kletterpflanze bildet bis zu 10 Meter lange Ranken aus und ist in ihrer Pflege nicht nur relativ anspruchslos, sondern auch äußerst robust gegenüber typischen Pflegefehlern. Im Handel sind Vertreter des Epipremnum, welches umgangssprachlich auch als Goldranke bekannt ist, in verschiedenen Farbtönen und Blattmusterungen erhältlich. Mit nur wenig Geschick lässt sich die Pflanze aus dem asiatischen Regenwald zu einer dekorativen Wandbegrünung umwandeln, oder auch als Raumteiler verwenden.


Standort

In den asiatischen Regenwäldern ist das krautige Epipremnum kriechend oder kletternd an Bäumen anzutreffen. Durch das dichte Blätterwerk der Urwaldriesen dringt kaum Licht, weswegen die Aronstabgewächse an ein Leben im diffusen Halbschatten gewöhnt sind. In unseren heimischen Wohnräumen gedeiht die Efeutute deswegen an hellen Plätzen, direkte und lang anhaltende Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Zugluft ist ein Faktor, welchen die Pflanzen überhaupt nichts abgewinnen können und mit fleckigen bis welken Blättern darauf reagieren.

Die Tatsache, dass die Efeutute direktes Sonnenlicht kaum verträgt, bedeutet jedoch nicht, dass sie problemlos an einem lichtarmen Standort gedeihen kann. Ein zu dunkler Platz hemmt das Wachstum der Pflanze, die Blätter verlieren ihr Muster und verfärben sich dunkelgrün. Auch wenn die Goldranke an einen helleren Platz zurückgebracht wird, bleiben die bereits verfärbten Blätter in diesem Zustand.

Die Marmorierung der jeweiligen Efeututen-Art spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Wahl des richtigen Standortes. Denn je auffälliger die Marmorierung der Blätter ist, desto mehr Licht benötigt die Pflanze.

Gießen

Efeutute im TopfTrotz ihrer tropischen Herkunft ist die Efeutute enorm anpassungsfähig. Aber auch wenn sie kurzfristig Staunässe verträgt, so muss sie im Frühling und Sommer dennoch regelmäßig, aber mit Bedacht gegossen werden. Vor der nächsten Wasserversorgung sollte die oberste Erdschicht leicht angetrocknet sein. Im Winter benötigt die Pflanze weniger Feuchtigkeit, muss aber dennoch mit lauwarmem Wasser regelmäßig bestäubt werden.

Düngen

Das Aronstabgewächs ist relativ unproblematisch, was seine Versorgung mit frischen Nährstoffen betrifft. Im Abstand von etwa 14 Tagen wird die Pflanze mit Flüssigdünger versorgt. Aber auch die Verwendung von Düngestäbchen hat sich bei Efeututen bewährt. In den Wintermonaten, wenn auch die Pflanze ihr Wachstum reduziert, kann auf Dünger vollständig verzichtet werden.

Umtopfen

Wenn das Wurzelgeflecht der Pflanze den Blumentopf vollständig ausfüllt oder spätestens alle zwei bis drei Jahre, muss die Efeutute umgepflanzt werden. Beim Umsetzen der robusten Tropenbewohnerin gibt es relativ wenige wichtige Punkte zu beachten:
  • Der neue Blumentopf sollte um einige Zentimeter größer als der bisher verwendete sein.
  • Efeututen klettern bzw. kriechen gerne, deswegen auf eine stabile Blumentrog-Variante zurückgreifen.
  • Humusreiche Erde vorbereiten.
  • Die Wurzeln der Pflanze müssen vollständig mit Substrat bedeckt sein, dieses leicht festdrücken.
  • Die ersten Tage gut wässern - das erleichtert der Epipremnum das Anwurzeln.
EfeututeDie beste Zeit zum Umtopfen ist übrigens das Frühjahr, noch bevor die Hauptwachstumszeit der Efeutute beginnt. Aber auch zu anderen Zeitpunkten ist der Umzug in einen neuen Blumentopf unproblematisch und kann beispielsweise direkt mit der Entnahme von Stecklingen verbunden werden.

Wer gerne gegen Staunässe vorsorgen möchte und auch gerne einmal eine Wassergabe vergisst, für den empfehlen sich folgende Tipps:
  • Der Boden des Blumentopfes wird mit einer Drainage präpariert. Dies erfolgt in Form von Tonscherben oder grobem Kies. Das sorgt für einen besseren Wasserdurchfluss und wirkt Staunässe und der damit verbundenen Wurzelfäule entgegen.
  • Der Erde beigemischte, kleine Kugeln aus Styropor speichern das Wasser länger und versorgen die Pflanze mit Feuchtigkeit. Besonders für heiße Sommertage ist dies empfehlenswert.
Vermehren

Efeututen sind fast unverwüstlich und sehr gut dafür geeignet, um Zimmerwände rankend zu verschönern oder eine etwas andere Art, um für eine dekorative Veränderung des Treppengeländers zu sorgen. Die Wuchsfreude der tropischen Kletterpflanze trägt aber auch dazu bei, dass sie sich unkompliziert durch Stecklinge vermehren lässt.
  • Ein kleiner Pflanzentrieb, etwa 10 - 12 Zentimeter groß, wird mit einem scharfen Messer abgetrennt.
  • Zwei bis drei Blattknoten müssen am Trieb vorhanden sein.
  • Ein Knoten ohne Blattansatz wird in das Pflanzensubstrat gesteckt.
  • Eine konstante Umgebungstemperatur von ungefähr 20°C trägt für eine schnelle Wurzelbildung bei.
  • Dabei muss der Trieb gut feucht gehalten werden.
  • Ein heller Standort ist vonnöten.
Wem der Aufwand zu groß ist, der kann die abgetrennten Stecklinge für die Wurzelbildung auch in ein Wasserglas stellen. Nach ungefähr 3 Wochen hat sich ein sichtbares Wurzelwerk gebildet und die junge Efeutute kann in ein Gefäß mit humusreichem Pflanzensubstrat eingesetzt werden.

  Hinweis: Aronstabgewächse wachsen bei kalten Temperaturen erheblich langsamer, aber auch ein zu dunkler Standort kann das Wachstum der Pflanze sichtbar hemmen.



Überwintern

Wie viele tropisch Pflanzen ist auch die Efeutute nur bedingt für eine Kultivierung im Freiland geeignet. Ein Grund ist auf die warmen, konstanten Temperaturen zurückzuführen, welche die Goldranke benötigt. Zusätzlich bildet die Pflanze meterlange Ranken aus, die entweder emporklettern oder aber in der Länge kriechend wachsen. Dieser Umstand kann das Umsetzen der Pflanze erheblich beschweren.

Oft wird dazu geraten, die Efeutute in den kalten Wintermonaten bei einer Temperatur von ungefähr 15°C zu halten. Dieser Schritt ist nicht zwingend erforderlich jedoch muss die tropische Pflanze bei trockener Heizungsluft zusätzlich regelmäßig mit Wasserzerstäubern befeuchtet werden.

Schneiden

Als Zimmerpflanze benötigt die Efeutute keinen geregelten Schnitt. Jedoch gibt es einige Gründe, bei denen eine scharfe Schere zur Verwendung kommt:
  • Welke und abgestorbene Blätter können bedenkenlos entfernt werden.
  • Ein Schnitt direkt an der Blattachse regt die Efeutute zu einem buschigen Austrieb an.
  • Werden die Ranken der Pflanze zu lang, kann man sie problemlos auf die gewünschte Länge zurückstutzen. 
Pflegetipps für die tropischen Aronstabgewächse

Efeutute rankendDie Robustheit der Pflanze macht das Aronstabgewächs gerade für Anfänger sehr beliebt. So verträgt das Epipremnum beispielsweise auch über einen kurzen Zeitraum Staunässe, ohne direkt mit Wurzelfäule darauf zu reagieren. Etwas, was man nicht von jeder Pflanze behaupten kann. Selbst eine zeitweilige Trockenperiode übersteht die Efeutute, ohne sofort auf dem Kompost landen zu müssen. Wer die tropische Rankpflanze jedoch in ihrer vollen Pracht bewundern möchte, sollte einige Tipps beachten:
  • Efeututen lieben als Regenwaldbewohner eine hohe Luftfeuchtigkeit. Deswegen die Blätter der Pflanze an heißen Sommertagen oder in der trockenen Heizungsluft im Winter mit einem Wasserzerstäuber besprühen. Dieser Vorgang ersetzt jedoch nicht den herkömmlichen Gießvorgang.
  • Mit diffusen Lichtverhältnissen hat die Goldranke kein Problem. Auch ein Standort im Schatten oder an lichtarmen Plätzen kann gewählt werden. Jedoch besteht dadurch die Gefahr, dass das Wachstum gehemmt wird und eine vorhandene Marmorierung der Blätter verblasst.
  • Die Pflanze ist nicht in der Lage, sich selbst zu verzweigen. Um einen Blumenkübel dicht bewachsen zu lassen, müssen deswegen mehrere Stecklinge in einen Topf gepflanzt werden.
  • Die Blätter der Pflanze müssen regelmäßig mit einem feuchten Tuch vorsichtig gereinigt werden, damit die darauf sitzenden Poren wieder freier atmen können.
Efeututen können in unseren heimischen Regionen nur als Zimmerpflanze oder im Wintergarten ganzjährig gehalten werden. Wer dennoch in den warmen Sommermonaten nicht auf das zarte Grün des Aronstabgewächses auf seinem Balkon oder der Terrasse verzichten möchte, für den empfehlen sich folgende Punkte:
  • In einem ausreichend großen Pflanzentrog wird eine Rankhilfe gesteckt, an welchen sich die Pflanze windend hochranken kann.
  • Der Blumenkübel muss windgeschützt stehen.
  • Sinken die Temperaturen, auch in der Nacht, unter 13°C, muss die Efeutute umgehend an einen warmen Ort gebracht werden.
  • Überlange Ranken können vor der Umsiedlung ins Haus als Ableger abgeschnitten werden.
Aronstabgewächse bilden keine Haftwurzeln aus, wie es beispielsweise bei Efeu der Fall ist. Um den Trieben Halt an Wänden zu bieten, sind Nägel empfehlenswert, auf welcher die Ranken vorsichtig drapiert werden. Spaliere und Moosstäbe haben sich ebenfalls bewährt. Letzterer kann ohne Aufwand einfach selbst hergestellt werden und bietet zusätzlich zur Efeutute einen Blickfang im heimischen Blumenkübel:
  • Aus einem engmaschigen Gitter, wie etwa Hasengitter, wird eine Rolle geformt und fixiert.
  • In diese Rolle wird eng mit Moos gefüllt und in der Mitte des Blumentopfes eingegraben. 


Pflegefehler

Selbst die robusteste Pflanze ist nicht unverwüstlich und auch die Efeutute reagiert irgendwann mit Verfärbungen der Blätter und im schlimmsten Fall mit dem Absterben von Pflanzenteilen darauf.
  • Weisen die Blätter der Pflanze eine braun-gelbe Färbung auf, ehe sie abfallen, leidet die Efeutute an Trockenheit. Als Erste-Hilfe-Maßnahme wird der Wurzelballen für einige Minuten in eine Wasserschüssel gestellt, damit er sich gut mit Wasser vollsaugen kann.
  • Bei einem Nährstoffmangel zeigt sich an den Blättern der Goldranke eine gleichmäßige Gelbfärbung. Die Pflanze muss umgehend mit Flüssigdünger versorgt oder in humusreiche Erde umtopft werden.
  • Eine Überversorgung mit Nährstoffen macht sich durch gelbe Blattränder bemerkbar. Das Düngen wird auf absehbare Zeit eingestellt, bei einem starken Befall der Blätter muss auch hier die Efeutute in ein neues Pflanzensubstrat umgesetzt werden.
  • Wenn besonders marmorierte Sorten der Goldranke ihre Blattmusterung verlieren, mangelt es der Pflanze an Licht. Dieser Zustand ist dauerhaft, erst Neutriebe werden an einem helleren Standort die sortenabhängige Maserung wieder aufweisen. 
Krankheiten und Schädlinge

Parasiten auf Efeututen sind relativ selten, aber vor einigen Krankheiten ist auch die robuste Goldranke nicht gefeit. Braune oder fleckige Blätter sind jedoch auch oft auf eine falsche Pflege zurückzuführen.
  • Ein grauer, samtartiger Belag auf der Pflanze deutet auf einen Befall mit Grauschimmel hin. Diese Krankheit wird durch den Pilz "Botrytis" verursacht und tritt durch zu hohe Feuchtigkeit und einer Überdosierung mit Stickstoffdüngern auf. Die mit Grauschimmel befallenen Teile müssen umgehend entfernt und beseitigt werden. Im fortgeschrittenen Status muss die ganze Pflanze entsorgt werden.
  • Schwarze, faulende Triebe sind ein Hinweis auf die Schwarze Stängelfäule, welche auch Stecklingsfäule genannt wird. Diese Pilzkrankheit wird durch ein zu festes Erdreich verursacht und bei zu viel Feuchtigkeit. Die befallenen Stellen werden entfernt, da sie sich nicht mehr regenerieren.
  • Spinnmilben und auch Schmierläuse sind seltene Gäste auf Zimmerpflanzen. Ein Befall der selbigen kann wahlweise durch einen Brennnessel-Sud bekämpft werden oder aber durch die Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln. 
Fazit

Die robuste Efeutute verzeiht viele Pflegefehler und ist die ideale Pflanze für "Anfänger" oder diejenigen, welche über keinen grünen Daumen verfügen. Die meterlangen Ranken der tropischen Epipremnum können zum Begrünen von Spalieren, Zimmerwänden und Treppengeländern verwendet werden. Auch als Ampelpflanze ist das Aronstabgewächs mit den bis zu 10 Meter langen Ranken gut geeignet.
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Tipps für Schnellleser
Pflege der Efeutute

- Efeututen stammen aus den asiatischen Regenwäldern. 
- Die krautige Pflanze entwickelt meterlange kriechende oder kletternde Ranken ohne Haftwurzeln.
- Als Standort bevorzugt das Epipremnum halbschattige Standorte.
- An zu dunklen Plätzen verlieren die Blätter ihre Marmorierung und werden dunkelgrün.
- Humusreiche Blumenerde genügt der Rankpflanze.
- In der Hauptwachstumsphase, welche in den Monaten April - September liegt, wird die Efeutute 14-tägig mit Dünger versorgt.
- Temperaturen von unter 13°C verträgt die Efeutute nicht. Deswegen kann sie auch nur bedingt auf den Balkon oder der Terrasse kultiviert werden. 
- Rankhilfen in Form von Spalieren oder Moosstäben sind gut geeignet, um die Ranken der Efeutute abstützen zu können. 
- Der Wurzelballen darf nicht austrocknen, aber dennoch verträgt die Pflanze auch kurzfristige Trockenphasen und Staunässe.
- Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Stecklinge. 
- Vom Verzehr der Pflanze wird abgeraten, denn sie ist für Mensch und Tier gleichermaßen giftig.
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