Japanische Segge winterharte Gräser

Winterharte Gräser sorgen nicht nur für Akzente, sondern erweisen sich auch als langlebige und pflegeleichte Gartenbewohner. Damit sie unbeschadet über den Winter kommen, ist ein gewisses Maß an Pflege unerlässlich. Doch die meisten Arten können sich selbst überlassen werden. Es gibt sowohl niedrige als auch hohe Ziergräser, die winterfest sind. Einige Arten können auch im Kübel draußen überwintern.

Pflege im Winter

Auch wenn viele Ziergräser winterfest sind, benötigen die meisten Arten etwas Aufmerksamkeit. Während niedrig wachsende Gräser sich selbst überlassen werden können, sollten Sie die hoch wachsenden Arten im Herbst zu einem Schopf binden. Dadurch verhindern Sie, dass die abgestorbenen Stängel unter der Schneelast zu Boden gedrückt werden. Erst im kommenden Frühjahr werden vertrocknete Ziergräser zurückgeschnitten. Winter- oder immergrüne Arten müssen nicht geschnitten werden, benötigen aber während des Winters Wasser. Gießen Sie die Pflanzen an frostfreien Tagen mit lauwarmem Wasser, damit die Gräser ihren Wasserverlust ausgleichen können.

Niedrige winterharte Gräser

Braun-Segge ZiergräserUnter den Sauergräsern gibt es eine Reihe von Arten, die äußerst robust und winterfest sind. Sie stammen aus den Gattungen Carex und Luzula und bieten optische Abwechslung auf Rasenflächen, an Gewässerufern oder in Steingärten. Ihre Farbenvielfalt ist enorm und viele Arten können in Gruppen gepflanzt unschöne Bereiche im Garten bedecken.

Braun-Segge (Carex nigra)

Das bis zu 50 Zentimeter hohe Sauergras wächst rasen- bis horstförmig. Im Sommer erscheinen die beblätterten Stängel, die an der Basis Scheiden in brauner bis rotbrauner Färbung entwickeln. Die männlichen Ähren sind purpurfarben, während die weiblichen Blütenstände schwarz-grün gefärbt sind.

Hinweis: Wussten Sie, dass die Braun-Segge auf den Feuchtwiesen in Skandinavien kniehohe Horste entwickelt? Die Polster stechen deutlich in der Landschaft hervor und treiben jedes Jahr neu aus.

Japanische Segge (Carex morrowii)

Der halbkugelige Wuchs dieser Segge kommt in Einzelstellung gut zur Geltung. Die Blätter hängen über und bleiben den gesamten Winter hindurch grün. Die winterharte Japanische Segge bevorzugt halbschattige Standorte, da ihre Blätter in der Sonne leicht verbrennen. Die Blattfärbung unterscheidet sich zwischen den Arten:

  • ‚Variegata‘ mit dunkelgrünen Blättern
  • ‚Aureovariegata’mit goldgelben Blatträndern
  • ‚Icedance‘ mit grünen Blättern, weißlich-gelb gerändert

Schneeweiße Hainsime (Luzula nivea)

Schneeweiße HainsimeAls Pflanze der Alpen hat diese Luzula keine Probleme mit Minusgraden. Ihr grasgrünes Laub und die schneeweißen Blüten entwickeln sich optimal in halbschattigen bis schattigen Bereichen, wenn der Boden mäßig frisch und modrig ist. Ein humoser Lehmboden im neutralen bis mäßig sauren Bereich liefert optimale Wachstumsbedingungen.

Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)

Sie fügt sich optimal zwischen Ziergräser auf halbschattigen bis schattigen Standorten ein und entwickelt glänzend grüne Blätter. Zwischen Mai und Juni zeigt die heimische Art ihre bräunlichen Blütenstände. Auf einem modrig-humosen Boden mit mäßig sauren bis sauren Verhältnissen fühlt sich die Luzula wohl.

Tipp: Luzula sylvatica bildet in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit dichte Bestände. Unter Gehölzanpflanzungen wirkt sie der Ausbreitung von Bäumen und Sträuchern entgegen.

Hoch wachsende Gräser

Einige Süßgräser erreichen Wuchshöhen zwischen einem und zwei Meter. Sie eignen sich ideal zur Gestaltung von Sichtschutzhecken. Da sich Gräser im Herbst zurückziehen, vertrocknen die oberirdischen Pflanzenteile. Dennoch schützen die braunen Halme vor unerwünschten Blicken und bieten zudem überwinternden Insekten einen geschützten Rückzugsort. Im Frühjahr werden die Stängel bodennah zurückgeschnitten, damit der frische Austrieb genügend Licht abbekommt und die Gräser einen üppigen Bestand entwickeln können.

Chinaschilf, ChinagrasChinaschilf ‚Silberfeder‘ (Miscanthus sinensis ‚Silberfeder‘)

Das Süßgras erreicht Wuchshöhen bis zwei Metern und fühlt sich in Wassernähe besonders wohl. Ein lehmiger bis sandiger Untergrund mit frischen bis feuchten Bedingungen sorgt für ideale Wachstumsbedingungen. Das Gras schmückt den Garten mit auffälligen Blütenrispen, die bis in den Winter erhalten bleiben.

Hinweis: Die Sorte wächst sehr üppig und ausladend. Auf einem Quadratmeter reicht ein Exemplar völlig aus.

Moor-Reitgras (Calamagrostis x acutiflora)

Das winterharte Ziergras wächst bis 130 Zentimeter hoch und blüht zwischen Juli und August. Seine Fruchtstände bleiben im Winter erhalten. An sonnigen Standorten fühlt sich das straff aufrecht wachsende Reitgras wohl. Im Hintergrund von Beeten und Staudenpflanzungen sorgt es für eine natürliche Abgrenzung. Es stellt geringe Ansprüche an den Boden:

  • Reitgras winterharte Gräserlehmig bis sandig
  • durchlässig und frisch
  • humos und nährstoffreich

Pfahlrohr (Arundo donax)

Das aus dem Süden Europas stammende Gras wächst bis zu drei Meter hoch und eignet sich als winterharte Sichtschutzhecke. Es überzeugt als Schmuckstaude mit bis zu 60 Zentimeter langen Blättern. Das Gras bevorzugt feuchte Böden und fühlt sich an Uferrändern stehender oder fließender Gewässer wohl. Hat es sich einmal etabliert, breitet sich die Art auch auf trockenen Böden aus.

Riesen-Chinaschilf (Miscanthus giganteus)

Das Ziergras erreicht eine Wuchshöhe von maximal drei Meter und ist wegen seiner üppigen Beblätterung auch im Winter sehr gut blickdicht. Das Ziergras bildet keine Ausläufer und kann ohne Rhizomsperre in die Nähe von Rasenflächen und Beeten gepflanzt werden. Ideale Standorte sind sonnig bis halbschattig.

Rohrkolben (Typha)

RohrkolbenDas Süßgras wächst in Ufernähe oder im flachen Wasser in sonnigen Lagen. Die heimischen Arten sind winterfest und überstehen die kalte Jahreszeit auch bei vereister Wasseroberfläche. In der Tiefe sollte das Wasser nicht zufrieren, da sonst die Wurzelknollen geschädigt werden. Häufig gepflanzt werden diese drei Typha-Arten:

  • Breitblättriger Rohrkolben in Wassertiefen bis 60 Zentimeter
  • Schmalblättriger Rohrkolben für sumpfige Ufer
  • Zwerg-Rohrkolben bis 40 Zentimeter Wassertiefe

Winterharte Gräser für den Kübel

Es gibt einige Gräser, die sich einzeln oder in Gesellschaft mit verwandten Arten für die Bepflanzung von Balkonkästen und Kübeln eignen. Die optimale Kübelgröße ist von großer Bedeutung, damit die Ziergräser den Winter überstehen. Obwohl sie winterfest sind, können die Wurzeln durch Frost geschädigt werden. Wählen Sie daher einen Topf, dessen Volumen zwei- bis dreimal so groß ist wie der Wurzelballen. Dadurch besteht ausreichend Platz zwischen Wurzelwerk und Gefäß, sodass die dazwischenliegende Erde als Pufferzone wirken kann. Schützen Sie den Kübel im Winter zusätzlich vor der Kälte:

  • an eine südliche Hauswand stellen
  • Gefäß mit Gartenvlies oder Jutesäcken umwickeln
  • Dicke der Isolation an die Frostzone anpassen

Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri)

Gräser schneiden BärenfellschwingelDie rasenartig wachsende Pflanze bildet immergrüne Teppiche mit nadelförmigen Blättern. Ihr dichter und kompakter Wuchs erinnert an einen weichen Bärenpelz. Der Kübel sollte an einen sonnigen Standort gestellt werden. In durchlässiger und nährstoffarmer Erde fühlt sich das Gras besonders wohl. Es bevorzugt mäßig trockene bis frische Verhältnisse.

Blaues Schillergras (Koeleria glauca)

Das in Europa heimische Gras entwickelt Blätter mit einer graugrünen Färbung. In der Natur wächst das Schillergras bis 40 Zentimeter hoch. Bei einer Anpflanzung im Kübel bleibt die Zierpflanze etwas kleiner. Sie benötigt sandige und trockene Bedingungen und hat einen geringen Nährstoffbedarf.

Tipp: Kombinieren Sie das Gras mit heimischen Heidekrautgewächsen und stellen Sie den Kübel in die pralle Sonne. Hier sorgen die Blätter der Gräser zwischen den verholzten Trieben auch im Winter für schillernde Momente.

Blau-Schwingel (Festuca cinerea)

Das Gras entwickelt kugelförmige Horste mit blaugrauer Beblätterung. Da es sich unempfindlich gegenüber Trockenheit zeigt, eignet es sich ideal für die Topfkultur. Karge Böden mit einer hohen Durchlässigkeit bieten optimale Wachstumsbedingungen. Mit einer Höhe von etwa 15 Zentimeter wird es im Kübel nicht aufdringlich.

Echter Schaf-Schwingel (Festuca ovina)

Echter Schaf-SchwingelDie wintergrünen Blätter dieser heimischen Art schimmern graublau. Der winterharte Schaf-Schwingel entwickelt halbrunde Horste und blüht zwischen Mai und Juli mit grüngelben bis braunen Ähren. Das Gras fühlt sich in normaler Gartenerde wohl und hat einen geringen Wasserbedarf. In der Sonne kommt es besonders gut zur Geltung. Es gibt einige Unterarten, die sich als winterfest erweisen:

  • Feinblättriger Schwingel (Festuca ovina tenuifolia)
  • Härtlicher Schwingel (Festuca ovina duriuscula)
  • Gemeiner Schwingel (Festuca ovina vulgaris)
  • Walliser Schwingel (Festuca ovina vallesiaca)

Gestreiftes Garten-Pfeifengras (Molinia caerulea ‚Variegata‘)

Dieses Ziergras harmoniert mit anderen Heidekrautgewächsen. Es entwickelt grünliche Blätter mit gelben Streifen, die im Austrieb rosa gefärbt sind. In sonnigen bis halbschattigen Lagen kommt das Gras gut zur Geltung. Es bevorzugt ein durchlässiges und humusreiches Substrat mit frischen bis feuchten Bedingungen.

Hinweis: Das winterharte Gras überzeugt nicht nur im Frühjahr, sondern liefert auch im Herbst einen attraktiven Blickfang. Dann verfärben sich Blätter und Stängel goldgelb.

Zartes Federgras (Stipa tenuissima)

In der Gruppe der Ziergräser für Garten und Pflanzgefäße sticht diese Art durch seinen feinen und zarten Wuchs heraus. Der federartige Blütenstand erscheint zwischen Juni und Juli in weiß-silberner Färbung über den haarähnlichen Blättern. Das Federgras bevorzugt karge und trockene Böden in sonniger Lage.