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Teakholz-Gartenmöbel ölen: 4 Pflegeöle + Anleitung

Teakholz-Gartenmöbel ölen

Teakholz ist ein hartes Material, das durch Pflegeöle für lange Zeit seine Schönheit behält und deshalb auch gerne für Gartenmöbel Verwendung findet. Was es beim Ölen der Möbel zu beachten gilt und wie Sie dabei vorgehen, zeigt diese Anleitung.

4 Pflegeöle für Teakholz-Gartenmöbel

Zunächst stellen wir Ihnen 4 Öle, die zur Pflege von Gartenmöbeln aus Teakholz zum Einsatz kommen können, näher vor. Welche Vorteile, aber auch welche Nachteile hat ihre Anwendung?

Leinöl

Das Leinöl ist vor allem als Speiseöl bekannt, kann aber auch zum Schutz des Holzes verwendet werden. Es betont die warme Farbe des natürlichen Materials und ist vergleichsweise günstig. Da es aus den reifen Flachs-Samen gewonnen wird, stellt es in keinster Weise eine Gefahr für die Gesundheit oder die Umwelt dar.

Schale Leinöl
Leinöl und Leinsamen findet man eigentlich häufig in der Küche.

Ein möglicher Nachteil ist jedoch, dass es allein keinen umfassenden Schutz gegen alle potenziellen negativen Einflüsse darstellt.

Holzöl

Sogenanntes Holzöl oder Tungöl wird ebenfalls aus Samen gewonnen und trägt auch die Namen „Chinesisches Holzöl“ sowie „Elaeococcaöl“. Ursprünglich stammen die baumartigen Gewächse aus Südasien. Aufgrund der Einsatzmöglichkeiten bei der Holzpflege und in anderen Bereichen ist es allerdings so beliebt, dass die Pflanzen auch in anderen Bereichen der Welt angebaut werden. Holzöl kommt unter anderem in den folgenden Substanzen zum Einsatz:

  • Bedampfung von elektrischen Bauteilen
  • Bindemittel
  • Lacke
  • Linoleum
  • Schmieröl
  • Seife
Hinweis: In Verbindung mit Leinöl wird es besonders witterungsbeständig und Haltbarkeit. Zudem beschleunigt es das Trocknen.

Rizinusöl

Rizinusöl ist für vieles bekannt, für den Einsatz beim Holz jedoch nicht. Es wird unter anderem bei der Pflege von Haut und Haaren sowie bei Verstopfung eingesetzt. Für die Pflege von Holz eignet es sich aber ebenso. Es trocknet nicht und erzeugt daher einen sanften Glanz auf der Oberfläche.

Wunderbaum - Ricinus communis
Rizinusöl wird aus den Samen des Wunderbaums (Ricinus communis) gewonnen.

Ein Nachteil des Rizinusöls ist allerdings die Tatsache, dass es ranzig werden kann. Unangenehmer Geruch und Schäden an dem Material sind daher potenzielle Risiken. Das gilt zumindest dann, wenn es in großen Mengen eingesetzt und nicht richtig angewendet wird. Als Bestandteil in einer Mischung stellt es jedoch eine ideale Ergänzung dar.

Teak-Öl

Bei Teak-Öl handelt es sich um eine Mischung aus verschiedenen Ölen und weiteren Bestandteilen. Enthalten sind in der Regel:

  • Harz
  • Holzöl
  • Leinöl
  • Rizinusöl

Die Vorteile dieser Substanzen ergänzen sich optimal und erzeugen dadurch einen idealen Schutz.

Speiseöle meiden

Als Pflegeöle für Gartenmöbel aus Teakholz sollten außer den genannten Varianten keine Speiseöle zum Einsatz kommen. Zwar würden diese zunächst ebenfalls einen sanften Glanz erzeugen. Allerdings werden sie ranzig und können dann sowohl die Farbe als auch den Geruch des Holzes negativ beeinflussen.

Häufigkeit der Anwendung

Wie häufig Sie Gartenmöbel aus Teakholz einölen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darunter:

  • Art der Nutzung
  • Qualitätsgrad des Holzes
  • Schutz gegen Witterung
Teakholz ölen
Terrassenboden aus Teakholz ölen

Der Schrank im Wohnzimmer muss also nicht so oft behandelt werden wie Gartentische und Stühle auf dem nicht überdachten Balkon. Denn hier ist das Holz sowohl Niederschlag als auch UV-Strahlung ausgesetzt. In der Regel reicht es selbst im Außenbereich jedoch aus, aller ein bis zwei Jahre neues Öl aufzutragen.

Die Qualität des Holzes ist ein entscheidender Faktor. Wenn Teak Grad A oder Grad B entspricht, weist es einen hohen natürlichen Ölgehalt auf. Es ist dadurch teurer in der Anschaffung, bereitet allerdings weniger Aufwand in der Pflege und ist langlebiger. Grad C ist sogenanntes Splintholz, dass aus rindennahen Bereichen gewonnen wird. Aufgrund der geringen Kosten wird es häufig bei Billigmöbeln eingesetzt. Mit der richtigen Pflege kann es jedoch ebenfalls lange seine natürliche Farbe behalten und dekorativ bleiben.

Tipp: Ein entsprechender Schutz gegen Sonne, Temperaturschwankungen und Niederschlag durch die Einlagerung im Winter und das Unterstellen im Sommer verlängert die Lebensdauer und verhindert das Ergrauen des Holzes. Schutzhüllen können ebenfalls zum Einsatz kommen.

Teakholz ölen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Mit der richtigen Anleitung ist das Ölen von Gartenmöbeln aus Teakholz ganz einfach. Wichtig ist dabei, die Reihenfolge zu beachten und gründlich vorzugehen.

Erster Schritt: Reinigung

Mit der Zeit sammelt sich auf Gartenmöbel eine Menge Schmutz. Das gilt auch dann, wenn sie geschützt unter einem Terrassendach stehen. Möglich sind unter anderem:

Teakholz reinigen
Im ersten Arbeitsschritt reinigen Sie Ihre Gartenmöbel aus Teakholz gründlich.

Diese können das natürliche Material angreifen, Verfärbungen erzeugen und die Lebensdauer verringern. Bevor Öl oder ein anderes Schutzmittel aufgetragen wird, ist daher eine gründliche Reinigung erforderlich. Diese erfolgt im Idealfall mit Teak-Seife, einer Bürste und Wasser. Das Holz wird eingeweicht, abgebürstet und abgespült.

Wenn Sie es eilig haben oder sehr hartnäckige Verschmutzungen vorliegen, kann alternativ ein Hochdruckreiniger Anwendung finden. Ein potenzieller Nachteil ist jedoch, dass Schäden an dem Material auftreten können.

Tipp: Beim Einsatz eines Kärchers oder anderen Reinigers sollte ein geringer Druck gewählt werden. 70 bar reichen vollkommen aus. Besser ist es allerdings, häufig und regelmäßig zu reinigen und dadurch auf diese Maßnahme verzichten zu können.

Zweiter Schritt: Trocknen

Wenn die Verschmutzungen entfernt wurden, muss die Gartenmöbel aus Teakholz vollständig trocknen. Ein trockener, warmer Raum ist dafür ideal. Anderenfalls könnten Regen und anderer Niederschlag sowie hohe Luftfeuchtigkeit den Prozess verlängern oder wieder zu Verschmutzungen führen. Planen Sie hierfür wenigstens zwei Tage ein!

Dritter Schritt: Einölen

Teakholz mit Pinsel einölen
Gehen Sie beim Ölen Ihrer Teakholz-Gartenmöbel nicht zu sparsam vor!

Das gewählte Öl wird mit einem Schwamm und einem Pinsel großzügig aufgetragen. Der Schwamm kann bei größeren und durchgängigen Flächen zum Einsatz kommen. Bei Rillen und Ecken kann mit einem Pinsel gründlicher vorgegangen werden. Tragen Sie so viel auf, dass das Holz gut durchtränkt wird.

Vierter Schritt: Einziehen

Pflegeöle sollten für einen bis zwei Tage in das Holz einziehen dürfen. Hierdurch verteilen sie sich auch in tieferen Schichten und können gut abtrocknen. Benutzen Sie die Möbel während dieser Zeit nicht. Lassen Sie sie zudem weiterhin trocken und warm stehen.

Fünfter Schritt: Überschuss

Verwenden Sie nach der Einwirkzeit einen fusselfreien Lappen, um überschüssiges Öl aufzunehmen und das Holz zu polieren. Hierdurch erhält es einen ansprechenden und leichten Glanz.

Häufig gestellte Fragen

Warum muss das Holz geölt werden?

Teak ist von Natur aus vergleichsweise ölhaltig und daher gut geschützt. Mit der Zeit kann es jedoch ausbleichen und dadurch grau werden. Das regelmäßige Auftragen von Öl verhindert diesen Effekt.

Wann ist Abschleifen angeraten?

Wenn es bereits zu einer Graufärbung gekommen ist oder sehr starke Verschmutzungen bestehen, kann das Holz abgeschliffen werden. Dadurch wird die Aufnahme der Pflegeöle verbessert und die Oberfläche wird effizient aufgefrischt.

Was ist Entgrauer?

Bei diesem Mittel handelt es sich um einen Auffrischer, der ausgeblichenes Holz leicht pigmentieren kann. Er sollte vor dem Ölen aufgetragen werden.

Welche Rolle spielt die Häufigkeit?

Wird die Maßnahme jährlich durchgeführt, erhöhen Sie damit die Lebensdauer der Gartenmöbel. Das gilt auch für die regelmäßige Reinigung.