Gartenpflanzen Pflege von Pflanzen im Winter

Winter: darf man normales Salz/Speisesalz streuen?

Speisesalz zum Streuen

Im Winter besteht bei Eis und Schnee eine Streupflicht. Wenn dann nur normales Speisesalz vorhanden ist, stellt sich die Frage, ob man auch damit streuen darf.

Unterschiede zwischen Streu- und Speisesalz

Grundsätzlich gibt es zwischen den verschiedenen Salzarten kaum Unterschiede. So besteht auch Streusalz zu einem großen Teil aus Natriumchlorid oder alternativ aus Calciumchlorid. Allerdings können ihm noch andere Stoffe in geringen Mengen beigemischt sein, die die Wirkung verstärken sollen. Deshalb wirkt Tausalz beim Streuen meist besser, schneller und nachhaltiger als Speisesalz.

Speisesalz als Streumittel

Die Frage, ob man statt mit Tausalz auch mit Speisesalz streuen kann, stellt sich eigentlich gar nicht, weil der (private) Gebrauch von Salz als Streumittel sowieso fast überall verboten ist. Das hat verschiedene Gründe:

  • gelangt ins Grundwasser
  • schädigt Pflanzen
  • verletzt Tierpfoten
  • schadet Fahrzeugen und Bauwerken

Da normales Salz die gleichen Eigenschaften hat und deshalb genauso umweltschädlich ist wie Streusalz, gelten dafür auch die gleichen Beschränkungen für die Verwendung als Streumittel. Verwenden Sie also bestenfalls weder Tau- noch Speisesalz zum Streuen, sondern greifen lieber gleich zur Schneeschaufel.

Mann streut Salz und Salzablagerungen an Auto
Streusalz kann unter Umständen Fahrzeugen schaden (rechts), noch schlimmer sind aber die negativen Auswirkungen auf die Umwelt.

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Nur weil es Streusalz überall zu kaufen gibt, ist der Einsatz nicht automatisch erlaubt.„]

Gesetzliche Vorgaben

Ob und wie genau der Einsatz von Salz als Streumittel verboten ist, regelt jede Gemeinde für sich selbst. Es ist deshalb wichtig, vor dem Einsatz in der jeweiligen Satzung nachzulesen oder sich anderweitig kundig zu machen. Meist finden sich Hinweise zur Räum- und Streupflicht im Winter in der Straßenreinigungssatzung. Einem besonderen Schutz unterliegen häufig Grünflächen, auf denen nicht einmal Schnee gelagert werden darf, der mit Streusalz in Berührung gekommen ist

Bußgeld

Wer trotz des Verbotes Speisesalz oder Auftausalz zum Streuen einsetzt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Je nach Bundesland sind dafür unterschiedlich hohe, teils sehr empfindliche Strafen vorgesehen. Dies gilt mitunter schon, wenn es sich um Fahrlässigkeit handelt, also Salz aus Versehen auf eine Fläche gelangt ist.

Fahrzeug des Winterdiensts streut Salz

[infobox type=“info“ content=“Hinweis: Der (private) Einsatz von Streusalz kann auch dann verboten sein, wenn die Gemeinde selbst es nutzt.„]

Häufig gestellte Fragen

Welche Alternativen zu Auftausalz gibt es?

Streupflicht bedeutet nicht, dass unbedingt ein Auftaumittel gestreut werden soll. Es geht eher darum, die Glätte, die von Eis oder Schnee stammt zu beseitigen, dies geht auch mit abstumpfenden Mitteln. Etwa Kies, Splitt, Sand oder Asche. Asche ist jedoch in einigen Gemeinden ebenfalls nicht erlaubt. Sägespäne werden auch gern verwendet, haben jedoch kaum eine Wirkung.

Wann darf man Salz doch streuen?

Nur in Ausnahmefällen und an besonders gefährlichen Stellen, zum Beispiel bei Eisregen auf Treppen oder abfallenden Wegen. Zu allererst sollte immer versucht werden, ohne Auftausalz auszukommen. Meist reicht es schon, immer gründlich Schnee zu räumen.

Hat es Vorteile Kochsalz zu streuen?

Eigentlich nicht. Speisesalz ist auf die Menge gerechnet in den allermeisten Fällen sogar teurer, da hier stärker auf Hygiene und Qualität geachtet wird. Der einzige Vorteil ist die schnellere Verfügbarkeit, weil es so gut wie immer im Haushalt vorhanden ist. Bei Kochsalz ist jedoch die Aufwandmenge meist höher.