Pflanztisch aus Holz

Ein richtiger Gärtner braucht einen Pflanztisch, und ein naturverbundener Gärtner möchte einen Pflanztisch aus Holz. Bitte schön – hier sind die Preise und viele Tipps zum bauen.

Preise für fertige Pflanztische aus Holz

Pflanztische aus Holz werden in verschiedensten Ausführungen zum Kauf angeboten, hier eine Übersicht:

1. Ein Pflanztischchen könnte man das erste Modell nennen, mit einer Länge von 84 cm und einer Tiefe von 38 cm ist es etwa so groß wie ein geräumiges Tablett.

Für die Pflanz-Utensilien auf einem Balkon oder einer kleinen Terrasse könnte das jedoch genau das richtige Maß sein, und schick und praktisch ist der kleine Pflanztisch allemal. Er ist stabil gefertigt, aus aus massiver Kiefer, die Arbeitsfläche ist verzinkt. Der praktische Pflanztisch erlaubt komfortables Pflanzen, Umtopfen und Pikieren in angenehmer Arbeitshöhe, im Wandbereich ist eine Ablagefläche eingebaut, die dem gesamten Pflanztisch eine Höhe von 130 cm gibt. Im Ablagebord sind Zwischenfächer integriert, in denen alle Pflanz-Utensilien griffbereit bereitgehalten können, im Winter kann der Pflanztisch leicht in den Keller geräumt werden, er wiegt nur 11,5 kg. Das verwendete Kiefernholz hat eine FSC-Zertifizierung und wurde mit einer wetterfesten Imprägnierung versehen, die ihm einen honigbraunen Ton gibt.

Der Pflanztisch mit Ablage kostet 69,95 € und kann z. B. über www.poetschke.de bestellt werden.

2. Ein etwas größerer Pflanztisch lässt sich platzsparend zusammenlegen, der Unterbau „verschwindet“ in der Tischfläche.

Aufbau und Abbau erfordern nur wenige Handgriffe, der Tisch ist zusammengepackt nur einige Zentimeter tief, dieser Pflanztisch kann also auch nur dann aufgebaut werden, wenn er gebraucht wird. Dieser Pflanztisch besteht ebenfalls aus massivem Kiefernholz und ist auch mit einer verzinkten Arbeitsfläche ausgestattet. Mit einer Länge von 97 cm, einer Breite von 45 cm und der verzinkten Arbeitsplatte in einer Höhe von 88 cm ist er ist er ein dekorativer Helfer für die Terrasse oder im kleineren Garten.

Der stabile Pflanztisch kostet 89,99 € und wird über die Website www.home24.de angeboten.

Pflanztisch mit Schubkästen3. Für alle Gärtner, die im Garten eher dunkleres Holz verwenden, ist der braune Garten-Arbeitstisch mit der richtige Helfer bei der Gartenarbeit.

Er ist mit drei Schubfächern ausgestattet, die die Pflanz-Utensilien aufnehmen, die Arbeitsfläche ist aus verzinktem Metall, der Pflanztisch hat die Maße von 78 x 38 cm und ist 112 cm hoch. Angenehm für alle, die das Tischchen öfter einmal umstellen möchten: Dieser Pflanztisch wiegt nur 10 kg.

Dieser Pflanztisch ist unter www.karstadt.de/Living-Garten-Arbeitstisch-braun/30179352.html zu finden und kostet 69,99 €.

4. Ein richtig exklusiver Pflanztisch hat dann schon den Namen Gärtnertisch verdient, es handelt sich um einen sehr komfortablen und geräumigen Arbeitsplatz für Hobbygärtner.

Die Tischplatte mit den Maßen von 151 x 76 cm bietet genug Fläche für eine ganze Rabatte von Anzuchttöpfen, bei deren Bepflanzung Sie auch gerne etwas Erde verstreuen können: Die Zinkfläche auf der Tischplatte hat einige Zentimeter Seitenrand und ist vorne über den Rand hinaus gearbeitet, sie lässt sich so sehr einfach säubern. Für Ordnung sorgen eine große Ablage im Bodenbereich, eine Ablage im Wandbereich und eine große Schublade. Der Gärtnertisch ist mit einem Gestell aus Kiefernholz gebaut, die Arbeitsplatte hat einen Aufsatz aus verzinktem Metall, inklusive Ablageaufsatz im hinteren Bereich hat dieser Pflanztisch eine Höhe von 172 cm.

Dieser Gärtnertisch wirkt in zurückhaltenden Design sehr edel, er ist über www.home24.de zu bestellen und kostet 249,99 €.

Pflanztisch aus Holz – Tipps zum schnellen Eigenbau

Nicht jeder Gärtner kommt mit der Balkonvariante eines Pflanztisches aus oder mit der immer noch nicht riesigen, aber dafür erheblich teureren Variante eines stylischen Gärtnertisches. Nicht jeder Gärtner kommt mit einer verzinkten Arbeitsfläche zurecht, deren Zink so dünn ist, dass jede Säure sich wahrscheinlich durchfressen wird und ein längerer Aufenthalt im Garten ohnehin nicht möglich ist. Für den Außeneinsatz vorgesehene Metalle werden nicht umsonst feuerverzinkt, damit kann eine wesentlich größere Schichtdicke aufgebracht werden, und wenn etwas nur als verzinkt und nicht als feuerverzinkt bezeichnet wird, ist es auch nicht feuerverzinkt.

Ein Gärtner, der das ganze Jahr mit den verschiedensten Pflanzen hantiert, mit 100 kleinen Anzuchttöpfen und mit mehreren großen Pflanzkübeln, mit Düngerjauchen und Pflanzenresten, braucht ziemlich viel Platz, und einen wirklich robusten Pflanztisch. Er will auf seinem Pflanztisch vielleicht auch einmal organischen Dünger selber mischen, Hornspäne verarbeiten oder Übertöpfe verzieren, mit tropfender Farbe oder unter Einbezug von Flecken verursachenden Klebstoffen, oder er will vielleicht Pflanzkübel aus Beton selber gießen. Kurzum, ein Vollblut-Gärtner braucht einen Pflanztisch zum Benutzen, nicht zur Zierde.

hoher PflanztischDieser Vollblut-Gärtner möchte seinen Pflanztisch mit einer Arbeitsfläche ausgestattet sehen, die für intensiven Gebrauch ausgelegt ist. Entweder einer sehr schwer zerstörbaren Arbeitsfläche, oder mit einer Arbeitsfläche, die er einfach auswechselt, wenn sie nach ein paar Jahren genug gelitten hat. So richtig schön „gartengerecht“ und rustikal soll das Ganze natürlich auch aussehen, nachfolgend wird eine Idee vorgestellt, wie Sie schnell und recht preiswert zu genau so einem gartengerechten Pracht-Pflanztisch kommen:

Suchen Sie sich einen alten Tisch von passender Größe, dürfte nicht schwerfallen, die Kleinanzeigen-Portale sind voll von Tischen, die zu verschenken oder für 1,- € „in gute Hände“ abzugeben sind. Die Tischplatte kann ruhig alt und fleckig sein, Hauptsache sie ist aus einem Material, in das Sie Schrauben versenken können.

Bringen Sie eine gartengerechte Tischplatte auf, entweder aus Brettschichtholz, diese Platte kann einfach (mit Leim dazwischen) auf die alte Tischplatte gelegt werden und in den Ecken durch Schrauben befestigt werden. Wenn die ursprüngliche Tischplatte ein „dünnes Fähnchen“ ist, können Sie die obere Platte durch eine Verschraubung aufbringen, die unten mit Scheiben und Gegenmuttern festgezogen wird. Diese Platte aus Brettschichtholz können Sie durch Holzöl so wasserfest imprägnieren, dass sie eine ganze Zeit lang aushalten wird, und dann wird sie einfach durch eine neue Platte ersetzt.

Oder Sie befestigen auf oder an den Seiten der alten Tischplatte einen Rahmen, aus wetterfesten Hartholz- oder Metallleisten, der mit bruchfesten, dünnen Gehwegplatten ausgelegt wird. Geht natürlich nur mit einem ausreichend robusten Untergestell und mit besonders dünnen Gehwegplatten. Solche Platten gibt es heute, sie sind nur 2 cm stark und wiegen nur rund 47 kg pro m2, trotz hoher Belastbarkeit. Diese Platten sind gleithemmend, werkseitig schutzimprägniert und insgesamt ziemlich pflegeleicht.

Diese Avelina-Platten (mit denen man natürlich noch alle möglichen anderen selbst gebauten „Kunstwerke“ im Garten gestalten kann) werden nur in einer Größe von 40 x 40 cm angeboten, Ihre eingerahmte Fläche könnte hier also z. B. 80 x 1,20 oder 80 x 1,60 cm sein, solche Tische gibt es viel. Wenn Sie einen Tisch von 90 x 1,50 oder 90 x 1,80 zum Pflanztisch umgestalten möchten, könnten Sie sich im Bereich bruchsicheres Feinsteinzeug umsehen, da gibt es auch Platten von 30 x 30 cm.

Oder sie bauen den Rahmen so, dass er die Tischplatte nur um Millimeter überragt, und tragen eine der modernen Beschichtungsmassen bzw. Giessmassen auf, hier einige dieser Produkte:
– Beton Floor ist eine Zwei-Komponenten-Beschichtung mit Zement und Harz als Basis, sie wird mit einer Schichtdicke von nur 1,5 mm in zwei Arbeitsgängen aufgetragen.
– Beton Ciré ist ein zementharz-gebundener Feinputz, der wie ein üblicher Putz mit einem Spachtel aufgebracht wird.
– „Periplan Extra“, eine faserverstärkte Holzdielenausgleichsmasse, kann gegossen werden, für eine Tischplatte in einer Schicht von ca. 25 mm.

Empfehlenswert ist, dass Sie Ihrem Arbeitstisch dann noch die Beine einhausen, mit metallenen Balkenschuhen, dann wird er lange der Witterung standhalten.

Ein Pflanztisch zum komfortablem Auf- und Abbau

Pflanztisch im HerbstWenn Sie jedoch zu den leidenschaftlichen Heimwerkern gehören, wird Sie eine so simple Lösung natürlich nicht befriedigen. Sie möchten Ihren Pflanztisch selber bauen, aus Ihrem liebsten Holz und/oder in Ihrer liebsten Farbe. Wenn Sie schon zum Selbstbau schreiten, sollten Sie sich dann am besten gleich ein Modell auswählen, das einen besonderen Nutzen hat, den die heute meist angebotenen Möbel mit Sperrholzkern nicht mehr bieten.

Zum Beispiel dieses Tischmodell, das schnell weggestellt ist, wenn es nicht gebraucht wird, gerade bei einem Pflanztisch eine gute Idee, dann kann das Holz im Winter nicht leiden. Dieser Pflanztisch ist ein sogenannter Bocktisch, eine sehr alte Konstruktion voller Tradition. Bei diesem Tisch wird das Untergestell nur zusammengesteckt und völlig ohne Leim durch Zapfen gesichert, die einfach herausgeschlagen werden, wenn der Tisch weggeräumt werden soll. So bauen Sie den transportablen Pflanztisch:

1. Tischplatte bauen
Die Tischplatte besteht aus einzelnen Brettern, die mit leichtem Abstand zueinander verschraubt werden, damit das Regenwasser ablaufen kann. Sie brauchen acht 22 mm dicke Bretter für die Tischplatte, 2 m lang und 10 cm breit, und fünf Querbretter gleicher Stärke, 83,5 x 10 cm cm. 83,5 cm deshalb, weil Sie so zwischen den einzelnen Längsbrettern immer 0,5 cm Platz als Wasserablauf lassen können.

Bei diesen Tischbrettern und den Querbrettern sollten Sie die Kanten mit einem Hobel etwas abschrägen, schön sieht es auch aus, wenn Sie die Ecken abrunden. Die Längsbretter werden nebeneinander gelegt, die Querbretter werden festgeschraubt, eins in der Mitte, zwei innen und außen am „X“ – die werden angeschraubt, indem Sie das Untergestell kopfüber auflegen und so die Position der Querbretter bestimmen.

2. Schragen bauen
Die „Schragen“ sind die Böcke für das Tisch-Untergestell, ein alter Begriff, der einen X-förmig gebauten Tischbock umschreibt. Der Tisch ruht an jedem Ende auf einem solchen Bock, die beide mittels eines durchgesteckten Querholzes verbunden werden. Wenn Sie die beiden Bretter der Schragen über der Lücke für das Querholz jeweils mit einer einzelnen Schraube mit Mutter verbinden, können Sie sogar die Schragen zusammenklappen.

Für die Schragen brauchen Sie vier Bretter, 90 cm oder länger und 15 cm breit, diese Bretter sollten stabil sein, also 5 cm dick. 90 cm oder länger bedeutet, dass Sie vorher ein „X“ zur Probe legen sollten, sodass sie ein tragfähiges, breites „X“ in Wunschhöhe erhalten. An der Außenkante der Bretter können Sie nun die Höhe abmessen und markieren, die der Tisch-Unterbau bekommen soll. Hier können Sie die Bretter in Wunschhöhe zunächst gerade abschneiden.

PflanztischSie legen nun zwei dieser Bretter auf einer glatten Unterlage kreuzförmig übereinander und fixieren die Bretter mit Zwingen in dieser Position. Oben und unten müssen Sie von den Brettern jeweils ein schräges Stück abschneiden, sonst würde Ihr „X“ auf den inneren Ecken stehen. In die Mitte, wo die Bretter übereinander liegen, kommt ein senkrechter, 16 cm hoher und 5 cm breiter Schlitz, wo später das Querholz durchgesteckt wird. Zeichnen Sie sich die Umrisse dieses Schlitzes auf, am besten geht das mit einer Vorlage aus Pappe (rundum sehr knapp), die Sie zentriert in die Mitte des „X“ legen. Sie bohren nun vier Löcher in die Ecken Ihres Schlitzes, eines (nach innen) etwas größer, damit Sie mit dem Sägeblatt der Stichsäge ansetzen können. Nun sägen Sie den Schlitz aus, von Ecke zu Ecke. Wenn er ein wenig zu klein geworden ist, macht das nichts, dann schließt sich ein arbeitsames halbes Stündchen mit Feile oder Schleifpapier an, aber sie werden den Schlitz ganz genau so hinbekommen, dass das Querholz hineinpasst.

Das Querholz ist 16 cm breit und 5 cm stark, passend zum Schlitz, wenn Sie eine Länge von 1,50 wählen, mit 10 cm Überstand aus dem Schragen, sitzen die Schragen jeweils 15 cm von der Tisch-Außenkante entfernt. Wenn Sie das Querholz durchgesteckt haben, bohren Sie auf jeder Seite vom Schragen ein Loch ins Querholz (auf Höhe der Mitte des „X“), passend für ein Stück Rundholz als Sicherung, das Sie vorne zum Zapfen gefeilt haben. Während der Saison wird die Tischplatte mit kleinen Winkeln auf dem Tischbock festgeschraubt, dann wackelt nichts.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, sich einen Pflanztisch aus Holz zu kaufen oder zu bauen, preiswerte bzw. simple und kostenintensive bzw. aufwendige. Eines ist jedoch sicher: Auf einen komfortablen Pflanztisch im Garten müssen (und sollten) Sie nicht verzichten, Ihr Rücken wird es Ihnen danken!