Gartengestaltung Rasen

Moos im Rasen dauerhaft entfernen – was hilft?

Moos im Rasen

Wer mit einem Sparrigen Runzelbruder zu kämpfen hat, muss in seinem Garten Moos aus dem Rasen entfernen, denn damit ist Rhytidiadelphus squarrosus oder das Rasenmoos gemeint. Jede Rasenfläche kann von einer Moosstelle betroffen sein, das ist im Grunde genommen auch nicht das Problem. Erst wenn sich die Stelle zusehends vergrößert und nicht bekämpft wird, kann es in Arbeit ausarten, sie zu beseitigen. Da die wenigsten Gartenbesitzer einen Gärtner beschäftigen, müssen sie sich mit dem Thema Moos im Rasen selbst beschäftigen.

Ursachen für Moos im Rasen

Fast jeder Gartenbesitzer wird deshalb das Problem kennen, es sei denn, er hat nicht die typischen Fehler bei der Anlage des Rasens oder bei dessen Pflege gemacht. Das sind nämlich die Quellen des Übels und die Tatsache, dass Moos eine sehr anpassungsfähige und zähe Pflanze ist. Sie ist auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel verbreitet, kommt auch in Neuseeland vor und macht vor allem Gärtnern in Mitteleuropa das Leben unnötig schwer.

  • Moos im Rasen Schwerer und dichter Boden
  • Staunässe
  • Nährstoffmangel
  • Saatgutmischung Berliner Tiergarten
  • Zu wenig Licht
  • Zu seltener Schnitt

Das sind die Faktoren, die das Wachstum des Mooses im Rasen begünstigen. Wird die Saatmischung Berliner Tiergarten zum Rasen aussäen verwendet, ist das die beste Grundlage für den Wuchs von Moos. Auch bei einer schönen Rasenfläche kommt der Erfolg nicht von ungefähr. Wer einen schönen und satten grünen Rasen besitzen möchte, muss Einsatz zeigen.

Gibt es Rasensorten, die weniger Moosbefall haben?

Auch wenn der Rasen einheitlich grün aussieht, besteht er nicht nur aus einer einzigen Pflanzensorte. In der Rasensamentüte sind immer verschiedene Grassorten vorhanden. Diese Gräser haben alle verschiedene Bedürfnisse und Eigenschaften und können deshalb auch verschiedene Mängel entwickeln. Um herauszufinden, welcher Rasen für den Garten der richtige ist, sollte man sich ein paar Fragen stellen. So zum Beispiel ist es wichtig zu beachten, ob die Sonne den ganzen Tag auf die Fläche scheint und welche Ecke davon lange von Schatten betroffen ist. Wenn Kinder darauf spielen, muss der Rasen viel robuster sein, als wenn er fast gar nicht betreten wird. Deshalb wird der Rasen auch in Kategorien eingeteilt:

  • Zierrasen
  • Gebrauchsrasen
  • Sportrasen

Man kann sich schon anhand der Bezeichnungen vorstellen, wie die Beanspruchung ausfällt. Aber gleichgültig, für welche Rasensorte man sich entscheidet, wichtig ist eine gute Qualität des Rasensamens.

Auch wenn man anschließend eine schöne bunte Wiese ausgesät hat, möchte man nicht unbedingt Moos im Rasen sehen. Denn auf Dauer verdrängt das Moos alle anderen Pflanzen, ebenso wie die Graspflanzen selbst. Es wird immer größer und damit auch der Aufwand, es wieder zu beseitigen. Wenn eine Rasenfläche neu angelegt wird, sollte man unbedingt darauf achten, dass der Boden ausreichend und richtig vorbereitet wird. Er muss aufgelockert und glatt geharkt werden. Im Frühling oder im Spätsommer ist die richtige Zeit für die Neuanlage einer Rasenfläche. Auch wenn man ihn als Rollrasen geliefert bekommt, kann er später Moos ansetzen.

Ursachen für Moos im Rasen

In erster Linie wächst Moos vor allem gerne an schattigen Stellen im Rasen. Dort, wo ständig Schatten die Rasenfläche bedeckt, wird es also bevorzugt wachsen und diese Moos Stelle sollte regelmäßig in Augenschein genommen werden. Sollte die Behandlung mit den geeigneten Maßnahmen relativ wirkungslos bleiben, man kann noch versuchen, an dieser Stelle mit speziellen Rasensaatgut zu arbeiten, das speziell für den Schattenbereich geeignet ist. Wenn auch diese Maßnahme nicht hilfreich ist, sollte man überlegen, ob man den Rasen an dieser Stelle nicht beseitigen und durch eine geeignete Pflanze ersetzen sollte.

Auch wenn Gras eigentlich robust im Nehmen ist, braucht es die richtige Mischung von Trockenheit und Nässe. An Stellen, wo das Erdreich verdichtet oder lehmig ist und die Nässe nicht richtig einsickert, faulen die Würzelchen des Grases ab und Moos kann sich ausbreiten. Eine erste Maßnahme könnte es sein, die entsprechende Stelle umzugraben und Sand unterzumischen. Dann kann das Wasser abfließen. Ist an dieser Stelle der Grundwasserspiegel zu hoch und die Erde immer mehr als feucht, sollte auch in diesem Fall überlegt werden, ob man diese Stelle alternativ gestaltet.

Moosvernichter

Moosvernichter haben die Eigenschaft, zwar die Symptome zu bekämpfen, aber nicht die Ursache zu beseitigen. Außerdem handelt es sich bei diesen Mitteln um Chemikalien, die nicht von jedem Gärtner akzeptiert werden. Neu ist ein Mittel mit dem Wirkstoff Quinoclamin, einem Stoffwechselgift, das nach Auskunft des Herstellers den Rasen für eine Saison frei von Moos halten soll. Auch bei diesem Produkt handelt es sich um ein chemisches Mittel und durch die Behandlung wird das Moos gelb und stirbt schließlich ab. Dieses Mittel sollte nur bei trockenem Wetter angewendet werden, um die erforderliche Konzentration einzuhalten. Es kann übrigens auf Steinen Rostflecken verursachen, deshalb sollte man bei der Anwendung an Gehwegen vorsichtig sein.

Holzasche

Im Zusammenhang mit Moos im Rasen wird auch gerne Holzasche als Mittel zur Abwehr erwähnt. Diese wird besonders dann in größerer Menge anfallen, wenn man einen offenen Kamin bzw. einen Kohleofen nutzt. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass nur „saubere“ Holzasche verwendet werden sollte. Das heißt, bereits beim Anzünden von Holz im Ofen sollte nur Papier ohne Farbe verwendet werden, Zeitungspapier in schwarz-weiß ist genau richtig. Die so entstehende Holzasche neutralisiert sauren Boden und entzieht damit dem Moos die Nährstoffe.

Tipp: Holzasche neutralisiert den Boden und ist als Dünger geeignet.

Eisendünger

Eisendünger wird sehr oft zur Entfernung von Moos im Rasen angeraten. Bei diesem Stoff handelt es sich jedoch um ein giftiges und hochgradig ätzendes Produkt, das wohl in erster Linie dem Gärtner schaden kann, als dem Moos. Es lässt sich jedenfalls nicht effizient damit beseitigen und sorgt nur für eine Belastung des Bodens. Eisendünger ist außerdem sauer und genau das ist es, was Moose lieben. Ähnlich verhält es sich mit allen Herbiziden, denn sie bekämpfen nicht die Ursache des Wachstums, sondern lediglich die Pflanzenteile, die überirdisch zu sehen sind.

Rasen vertikutieren

Rasen vertikutieren Häufig wird der Tipp gegeben, den Rasen zu vertikutieren, ihn also zu „belüften“. Das kann aus unterschiedlichen Gründen sehr nützlich für den Rasen sein. Ein Vertikutierer arbeitet mit Messern, die den Boden in unterschiedlich einstellbarer Tiefe einschneiden. Dadurch kommt nicht nur Luft in die Erde, auch die Wurzeln vom Moos werden herausgerissen. Zwar fallen auch einige Rasenwurzeln zum Opfer, aber das kann die Rasenfläche verkraften und macht Platz für neues Wachstum. So sollte die Rasenfläche zum Vertikutieren behandelt werden:

  • Rasen möglichst kurz mähen
  • Bei trockenem Boden vertikutieren
  • Messertiefe auf ca. 3 mm einstellen
  • Einmal in Längsrichtung, danach in Querrichtung
  • Evtl. Moosvernichter auftragen

Wenn Moosvernichter eingesetzt wird, muss mit der Nachsaat des Rasens gut 14 Tage gewartet werden. Anderenfalls können die kahlen Stellen sofort nachgesät werden. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Rasensamenmischungen, wie z. B. Schattenrasen und Rasensamen zum Nachsäen.

Hinweis: Je häufiger der Rasen begangen oder bespielt wird, desto mehr verdichtet sich die Oberfläche.

Vorbeugende Maßnahmen

Wenn die Rasenfläche gut gepflegt wird, sollte sich die Bildung von Moos weitgehend vermeiden lassen. Selbst wenn sich eine kleine Stelle Moos bildet, kann man sie sofort beseitigen und so erst gar keine großen Stellen entstehen lassen. Es ist eher angebracht, sich öfter um seine Rasenfläche zu kümmern und diese dann mit relativ wenig Pflegeaufwand zu bedenken, als umgekehrt.

  • Handvertikutierer Zierrasen 2x wöchentlich mähen
  • Gebrauchsrasen 1-2 mal pro Woche
  • Schattenrasen 1x pro Woche
  • Landschaftsrasen 1-3 mal pro Jahr

Je öfter der Rasen gemäht wird, desto mehr Triebe bilden die Graspflänzchen und desto dichter wird der Wuchs. Je dichter der Rasenteppich ist, desto robuster wird er und die Trittbelastung kann erhöht werden. Andererseits wird durch die Dichte verhindert, dass Licht und Luft in den Boden gelangen, das macht dem Rasen weniger aus als dem Moos.

Die Schnitthöhe ist entscheidend darüber, ob sich Moos mehr oder weniger schnell bildet. Die übliche Höhe liegt bei 35-50 Millimeter für den normalen Gebrauchsrasen, Zierrasen dagegen nur 10-30 Millimeter. Im Hochsommer kann man auf diese Höhen durchaus einmal verzichten, sonst wird die Rasenfläche zu schnell trocken und die Pflanzen werden geschädigt.

Aus diesem Grund ist auch das Bewässern des Rasens oft zu sehen, obwohl es einen großen Einsatz von Wasser notwendig macht. Wenn sollte das Bewässern in den Morgenstunden erfolgen, wenn die Sonne noch keine Hitze hat und der Boden das Wasser komplett aufsaugen kann.