Liste beliebter Küchenkräuter - Anpflanzen und Pflegen

KüchenkräuterKüchenkräuter bereichern viele Gerichte und haben größtenteils noch einen gesundheitlichen Aspekt. Die meisten können sowohl im Garten als auch im Topf auf der Fensterbank kultiviert werden. Zu den beliebtesten gehören u.a. Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano. Die Ansprüche an die Pflege sind von Kraut zu Kraut verschieden.

Mit Küchenkräutern lassen sich die verschiedensten Gerichte verfeinern. Deshalb sollten sie in keinem Garten und auf keiner Fensterbank fehlen. Sie können sowohl frisch als auch in getrocknetem Zustand verwendet werden. Alle erwähnten Kräuter können sowohl drinnen im Topf als auch im Freien kultiviert werden. Man kann sie aussäen und teilweise über Stecklinge oder Wurzelausläufer vermehren. In den meisten Fällen ist es jedoch wesentlich leichter und sinnvoller sich im Handel kräftige Pflanzen zu kaufen und diese im Garten auszupflanzen.

Nachfolgend möchten wir Ihnen oben genannte Küchenkräuter kurz vorstellen und Tipps zum Anbau auf Balkon und Fensterbank geben.





Weitere beliebte Küchenkräuter und Gewürzpflanzen sind
Petersilie

Petersilie im BeetEs gibt sowohl glatte als auch krause Petersilie, wobei die krause Petersilie am häufigsten verwendet wird. Die glatte Petersilie soll etwas aromatischer im Geschmack sein. Neben Zwiebeln, Tomaten und Radieschen gepflanzt, kann Petersilie Schadinsekten abwehren.

Aussaat

Aussäen kann man Petersilie im Frühjahr und ein weiteres Mal im Juli etwa ½ cm tief in humusreichen Boden. Bis zur Keimung dauert es etwa 2 Wochen. Da sie sehr langsam wächst, ist ein großzügiger Anbau empfehlenswert. Petersilie sollte immer wieder an einen anderen Standort gesät werden, da sie mit sich selbst unverträglich ist.

Standortansprüche, Pflege und Düngung
  • Sehr heller Standort, jedoch keine direkte Sonne.
  • Der Boden sollte nährstoff- und humusreich sowie feucht sein.
  • Boden um die Petersilie hin und wieder auflockern!
  • Regelmäßig gießen, Petersilie liebt feuchte Böden.
  • Staunässe sollte vermieden werden.
  • Deshalb für einen guten Wasserablauf sorgen.
  • Vor dem erneuten Gießen, oberste Erdschicht erst abtrocknen lassen.
  • - Im Frühjahr etwas Dünger verabreichen.
  • Zur Düngung kann bereits bei der Bodenvorbereitung Kompost mit eingearbeitet werden.
  • Frühzeitige Düngung auch bei Topfpflanzen ratsam.
Schnitt und Überwinterung

Schneiden bzw. ernten kann man Petersilie von April bis Oktober, teilweise sogar bis in den November hinein. Beim Schnitt sollten die inneren, die Herzblätter, stehen bleiben, sodass das Kraut immer wieder nachwachsen kann. Abgeerntet werden sollte Petersilie immer nur portionsweise, damit die Pflanze ausreichend Zeit hat, wieder nachzuwachsen.

Mehrjährige Petersilie ist relativ winterhart. Trotz allem sollte man sie mit Reisig, Stroh oder einer Abdeckplane vor zu starken Frösten schützen. Man kann sie auch ausgraben, in einen Topf setzen und auf der Fensterbank weiter kultivieren. Im Haus bevorzugt sie während der Wintermonate einen hellen und kühlen Standort und regelmäßige aber sparsame Wassergaben.

Basilikum

BasilikumBasilikum gehört zu den Wärme liebenden Klassikern unter den Küchenkräutern. In unseren Breiten wächst es meist als einjähriges Kraut und muss deshalb jedes Jahr neu ausgesät bzw. gepflanzt werden. Als Unterpflanzung bei Tomaten, Gurken und verschiedenen Kohlgewächsen, kann Basilikum einem Befall mit Mehltau und der weißen Fliege entgegenwirken.

Aussaat

Basilikum kann im Haus ab März vorgezogen werden. Dazu werden die Samen in spezielle Aussaaterde gelegt und leicht angedrückt. Mit Erde bedecken sollte man die Samen nicht, da Basilikum zu den Lichtkeimern gehört. Das Anzuchtgefäß sollte dann an einen hellen und warmen Platz gestellt und feucht gehalten werden.

Nach den Eisheiligen (nach dem 15. Mai), können Pflänzchen mit mindestens zwei ausgebildeten Blattpaaren in den Garten gepflanzt oder im Topf auf der Fensterbank kultiviert werden. Vor dem Auspflanzen im Garten sollte der Boden gut aufgelockert und mit Kompost angereichert werden. Dann wird in Abständen zwischen 20-25 cm gepflanzt.

Standortansprüche, Pflege und Düngung

Im Freien benötigt Basilikum einen windgeschützten und sonnigen Standort.
  • Der Standort sollte möglichst jedes Jahr wechseln.
  • Nach der Pflanzung muss Basilikum immer leicht feucht gehalten werden.
  • Das Gleiche gilt auch für Basilikum im Topf.
  • Staunässe sollte dennoch auf jeden Fall vermieden werden.
  • Beim Gießen nicht auf die Blätter gießen, das könnte Flecken hervorrufen.
  • Gedüngt werden kann einmal wöchentlich aber nur mäßig.
  • Ausschließlich organischen Dünger verwenden oder einen speziellen Kräuterdünger.
Schnitt und Überwinterung

Werden nur die Triebspitzen geschnitten, treibt die Pflanze kräftiger wieder aus und entwickelt viel Blattwerk. Je häufiger man Basilikum schneidet, desto kräftiger und buschiger wächst er. Allerdings sollte er vor dem ersten Schnitt eine gewisse Mindesthöhe erreicht haben.

Eine Überwinterung im Freien ist nicht möglich, da Basilikum ohnehin jedes Jahr frisch ausgesät oder gepflanzt werden muss. Im Topf auf der Fensterbank kann man dieses Kraut ganzjährig frisch ernten.

Rosmarin

RosmarinEbenso wie Basilikum ist auch Rosmarin ein sehr wärmebedürftiges Kraut, welches als buschig verzweigter, immergrüner Halbstrauch wächst. Rosmarin erweist sich als guter Nachbar zu Karotten und Kohlgewächsen, da er dazu beiträgt, Schadinsekten und den Kohlweißling abzuwehren.

Aussaat/ Vermehrung

Rosmarin kann ab Mitte März im Haus vorgezogen werden. Die Samen werden in einem Anzuchtgefäß etwa 1 cm tief in Aussaaterde gelegt und leicht mit Erde bedeckt. Die Keimzeit liegt bei ca. 21-35 Tagen. Nach den Eisheiligen können die Pflanzen dann ins Freie gepflanzt werden.
Bei einer Stecklingsvermehrung werden im März/ April etwa 10 cm lange Stecklinge von der Mutterpflanze geschnitten und eingepflanzt, bis sie bewurzeln. Das dauert etwa vier Wochen. Danach können sie verpflanzt werden. Die Stecklinge bewurzeln auch im Wasserglas.

Standortansprüche, Pflege und Düngung
  • Rosmarin bevorzugt warme, voll sonnige und geschützte Standorte.
  • Er gedeiht sehr gut auf steinigen, durchlässigen, humosen sowie sandigen und etwas kalkhaltigen Böden.
  • Empfehlenswert ist eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton.
  • Als Wasserspeicher kann eine Kiesschicht, die um die Pflanze herum ausgebracht wird, dienen.
  • Gegossen wird sparsam, im Sommer gegebenenfalls etwas mehr.
  • Lieber etwas weniger gießen als zu viel.
  • Im Frühjahr eine Grunddüngung aus Hornspänen oder reifen Kompost verabreichen.
  • Danach etwa zwei Mal im Monat düngen.
Schnitt und Überwinterung

Rosmarin ist relativ schnittverträglich. Beim Schneiden sollte man nicht bis ins alte Holz schneiden. Frisch geerntet werden kann dieses mediterrane Kraut vom Frühjahr bis in den Herbst.
Nicht winterharter Rosmarin sollte ausgegraben und bei 5- 10 Grad überwintert werden. Mittlerweile gibt es auch mehrere winterharte Sorten, die an geschützter Stelle im Garten überwintern können. Dennoch sollte man ihn im Winter abdecken und ab und zu etwas gießen.

Thymian

ThymianDie meisten Thymianarten weisen einen strauchigen, stark verzweigten Wuchs auf. Diese mediterrane Pflanze wächst sehr ausladend, zudem neigt sie dazu, im mittleren Bereich zu verkahlen. Ebenso wie Rosmarin und Basilikum kann Thymian auch ganzjährig auf der Fensterbank gehalten werden.

Aussaat

Ausgesät wird Thymian von März bis Mai möglichst unter Glas. Die Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt. Später werden die Sämlinge in Töpfe pikiert und nach dem 15. Mai, in Abständen von etwa 25 cm, ins Freiland gepflanzt. Nach der Pflanzung wird gut angegossen. Bis der Thymian richtig angewachsen ist, darf der Boden nicht austrocknen. Vermehrt werden kann die Pflanze über Stecklinge. Da in der Regel eine Pflanze ausreichend ist, ist es sinnvoller diese zu kaufen und in den Garten zu pflanzen.

Standortansprüche, Pflege und Düngung
  • Thymian sollte sonnig, trocken und windgeschützt stehen.
  • Bevorzugt wird ein lockerer und magerer Boden mit einem pH-Wert von 7-8.
  • Ist der Thymian gut angewachsen, nur noch bei andauernder Trockenheit gießen.
  • Auch übermäßige Düngergaben sind zu vermeiden.
  • Einmal jährlich etwas Kalk und Kompost untermischen ist völlig ausreichend.
Schnitt und Überwinterung

Damit Thymian kompakt und dicht wächst, sollte er regelmäßig zurückgeschnitten werden. Der erste Schnitt sollte bereits an der Jungpflanze erfolgen. Dabei werden die Triebe rundum gleichmäßig eingekürzt. Das kann im zeitigen Frühjahr erfolgen oder unmittelbar nach der Blüte. Auch eine regelmäßige Ernte der Triebspitzen oder ganzer Triebe dient der Verjüngung der Pflanze und trägt damit zur Pflege bei.

Thymian ist eingeschränkt winterhart. Die kleinen Blättchen bleiben ganzjährig grün, sodass sie das ganze Jahr über frisch geerntet werden können. Gefährlicher als Kälte ist für dieses Kraut zu viel Nässe im Winter. Zum Schutz vor strengen Frösten sollte man die Pflanzen in besonders frostgefährdeten Lagen leicht anhäufeln oder sie mit Stroh oder Reisig abdecken.

Salbei

SalbeiAuch vom Salbei gibt es unterschiedliche Sorten. Die meisten sind mehrjährig und krautig und stellen keine besonderen Ansprüche an ihre Pflege. In einer Nachbarschaft zu Fenchel, Kohl oder Karotten kann Salbei einen gewissen Schutz vor dem Kohlweißling bieten.

Aussaat/ Vermehrung

Ab März kann Salbei im Haus vorgezogen oder ab April/ Mai im Freiland ausgesät werden. Die Samen werden maximal 5 mm tief in feuchte Erde gelegt, mit Erde bedeckt und angedrückt. Nach regelmäßiger Wässerung keimen die Samen innerhalb von 7 bis 21 Tagen und können in Abständen von 35 cm im Garten ausgepflanzt werden.

Salbei kann über Stecklinge vermehrt werden. Dazu werden im Herbst ca. 6 cm lange, nicht blühende Triebe abgeschnitten und die unteren Blätter entfernt. Dann setzt man sie in einem Frühbeet in ein Torf-Sand-Gemisch (1:1), bei Überwinterungstemperaturen von etwa 10 Grad. An ihren endgültigen Platz können sie dann im Frühjahr gepflanzt werden.

Standortansprüche, Pflege und Düngung
  • Salbei bevorzugt einen voll sonnigen Standort.
  • Der Boden sollte idealerweise locker oder steinig, nährstoffärmer und mäßig feucht sein.
  • Er kann kalkhaltig oder neutral aber auf keinen Fall sauer oder frisch gedüngt sein.
  • Gegossen wird nur bei länger andauernder Trockenheit.
  • Staunässe ist der größte Feind des Salbeis und deshalb zu vermeiden.
  • Gedüngt wird nur selten oder gar nicht. 
Schnitt und Überwinterung

Bei Salbei ist ein regelmäßiger Schnitt empfehlenswert. Man schneidet die Pflanze mit Beginn des Austriebs im zeitigen Frühjahr auf ca. 10 cm zurück. Dabei sollte nicht bis ins alte Holz geschnitten werden. Bis August sollte der Rückschnitt erfolgt sein, damit die Pflanzen vor dem Winter noch ausreifen können. Wurde der richtige Zeitpunkt verpasst, sollte man den Rückschnitt aufs zeitige Frühjahr verschieben.

Salbei ist ein sehr robustes Kraut und bis - 15 Grad winterhart. In milderen Lagen kann er im Freien überwintern. Ein zusätzlicher Winterschutz aus Laub oder Reisig ist trotz allem empfehlenswert.

Oregano

Oregano ist auch unter dem Namen Dost bekannt. Er wächst als Staude, ist pflegeleicht und kann bis zu einem Meter hoch werden. Ebenso wie bei den meisten Kräutern gibt es auch von dem wuchsfreudigen Oregano verschiedene Sorten.

Aussaat/ Vermehrung

Ab April kann Oregano im Haus in Aussaaterde vorkultiviert werden, bei Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad und ab Mitte Mai kann direkt ins Freiland ausgesät werden. Oregano gehört zu den Lichtkeimern, das bedeutet, dass die Samen nicht mit Erde bedeckt werden dürfen.
Neben der Aussaat kann man Oregano auch über Teilung bzw. über Wurzelausläufer oder Stecklinge vermehren. Da sich Oregano über rhizomartige Ausläufer ausbreitet, kann er unter Umständen auch leicht zu einer Plage werden. Er vermehrt sich sozusagen selbst.

Standortansprüche, Pflege und Düngung
  • Oregano liebt warme, vollsonnige bis sonnige Standorte.
  • Geeignet sind normale, durchlässige Gartenböden aber auch trockene Böden.
  • Sehr magere Böden können mit Komposterde angereichert werden.
  • Zum besseren Anwachsen, die ersten Wochen nach der Pflanzung regelmäßig gießen.
  • Staunässe wird nicht vertragen.
  • Gedüngt werden sollte sparsam nach der Blüte.
  • Geeignet sind organische Langzeitdünger oder Komposterde.
Schnitt und Überwinterung

Im April ist der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt, vor allem bei älteren Pflanzen. Dazu sollte der Oregano etwa eine Handbreite über dem Boden abgeschnitten werden. Danach wächst er dichter und kompakter wieder nach.

Je älter der Oregano ist desto kälteresistenter ist er, wobei die buntlaubigen Sorten etwas empfindlicher auf Kälte reagieren als die grünlaubigen. Oregano übersteht Temperaturen zwischen - 10 bis teilweise - 20 Grad. Trotz allem sollte man ihn im Winter mit einem entsprechenden Winterschutz versehen.


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