Zucchinisorten im Überblick: 32 alte und neue essbare Sorten

ZucchinisortenZucchinis sind nicht nur gesund, sondern besitzen durch ihre teilweise außergewöhnlichen Formen auch einen dekorativen Aspekt. Neben dem klassisch grünen, länglichen Kürbisgewächs, begeistern weitere Zucchinisorten durch ihre Geschmacks- und Verarbeitungsvielfalt. Doch Vorsicht, denn nicht jede Sorte der Zucchinis ist essbar. Welche es sind und welche sich auch für den Balkon/Kübel-Anbau eignen, ist Folgend zu erfahren.


 

Zuccchinisorte intelligent wählen

Die Sortenvielfalt von Zucchinis macht die Auswahl oftmals schwierig. Zu berücksichtigen sind mehrere Faktoren.

Platzangebot

In der Regel sind alle Sorten üppig wachsende Exemplare, die durchaus 1.5 bis zwei Quadratmeter Platz für sich in Anspruch nehmen. Steht nur ein geringes Platzangebot beispielsweise auf einem kleinen Balkon zur Verfügung, sollte auf platzsparende Züchtungen wie Ranken, zurückgegriffen werden.

Lichtverhältnisse

Pflanzen benötigen alle Licht, um zu gedeihen. Manche Zucchinisorten kommen an schattigeren Plätzen gut zurecht, während andere nur in der Vollsonne Früchte bilden. Hier sollte bei der Auswahl darauf geachtet werden, welche Lichtverhältnisse vorhanden sind und dementsprechend die Wahl auf die passende Zucchinisorte fallen.

"Schlecht-Wetter" Zucchinis

ZucchinisortenDas Wachstum der Cucurbita pepo ist stark abhängig von den gegebenen Witterungsbedingungen. Bei zu niedrigen Temperaturen lässt die Ernte auf sich warten. Ist der Sommer stark verregnet, liegt ein höheres Erkrankungsrisiko vor. Abhilfe können hier die neuen sogenannten parthenokarpe Sorten schaffen. Sie gelten als die widerstandsfähigsten Exemplare gegen typische Pflanzenkrankheiten wie Mehltau und Viren sowie gegen Kälte. Diese Sorten können unter einem Vlies bereits früher ins Freie und bringen entsprechend früher die erste Ernte.

Bei parthenokarpen Sorten handelt es sich um rein weiblich blühende Kürbisgewächse, die keine Befruchtung benötigen und sich durch eine besonders ertragreiche Ernte auszeichnen. Männliche Exemplare neigen bei viel Regen zu verklebten Blüten. Die Bestäubung wird dadurch erschwert und der Ernteertrag kann deutlich zurückgehen.

Farben

  • Hell- und dunkelgrüne Zucchinisorten umfassen in der Regel die größte Gruppierung und sind in Deutschland überwiegend erhältlich. Meist sind es rankende, schnell wachsende Sorten, die sich optimal für den Anbau auf kleinem Raum eignen, wie zum Beispiel in einem Kübel auf dem Balkon.
  • Die Unterschiede der gelben Zucchinisorten liegen im Geschmack und der Formenvielfalt. Sie weisen von allen Artgenossen den intensivsten Geschmack auf und sind in zahlreichen Formen erhältlich.
  • Die weiße Zucchini dient überwiegend der Dekoration. Sie weist eine Sternenform aus. Die weiße Zucchini wird vor allem zur Dekoration verwendet und ist aufgrund ihrer Sternenform sehr beliebt. Solche, die essbar sind, unterscheiden sich von den anderen überwiegend durch ihr zartes Fruchtfleisch.

Essbare grüne Zucchinisorten und ihre Unterschiede

ZucchinisortenAmbassador (F1)
Zu den parthenokarpen Zucchinisorten zählt die Ambassador (F1). Die Unterschiede zu den alten Sorten liegen in der Frühreife und der Erregerresistenz gegen Mehltau. Eine wachsartige Beschichtung umgibt die glatthäutigen, dunkelgrünen Früchte.

Diamant (F1)
Ein früher Fruchtansatz und eine Resistenz gegen Mehltau zeigen sich als Unterschiede zu alten Zucchinisorten. Ihr Geschmack ist fein und die Früchte der Diamant (F1) bestechen mit einem zarten Glanz der mittel-grünen Fruchtfarbe.

Defender
Die Defender-Sorte gehört den Frühreifern unter den Kürbisgewächsen (Curcubitaceae) an. Diese Zucchinisorte zeichnet sich durch hohe Erträge und eine lange Erntezeit aus, die bis in den Herbst reicht. Zudem ist sehr robust gegen den Gurkenmosaikvirus.

Malstil (F1)
Mit hohen Ernteerträgen und mittel-grünen Früchten zeigt sich die neue Malstil F1-Hybridsorte. Echter Mehltau kann ihr nichts anhaben und auf den Gurkenmosaikvirus reagiert sie mit einer hohen Resistenz. Unterschiede gegenüber vielen anderen Sorten weist sie vor allem mit einem leicht süßlichen Geschmack und einem verhältnismäßig festen Fruchtfleisch auf.

  Tipp: Diese Sorte eignet sich optimal zum Füllen und Überbacken, weil sie durch ihr festes Fruchtfleisch nicht stark zerfällt.

Partenon (F1)
Wer sich für den Anbau der Partenon (F1) entscheidet, wählt eine parthenokarpe Sorte, die früh im Jahr unter einem Vlies bereits im Freien überlebt und sehr robust gegen typische Krankheitserreger ist. Die Frühsorte bildet große dunkelgrüne Früchte in Zylinderform.

Essbare gelbe Zucchinisorten und ihre Unterschiede

ZucchinisortenGolden Rush (F1)
Goldgelb präsentieren sich die zylindrisch geformten, leicht glänzenden Früchten der Golden Rush (F1). Diese Hybridsorte besitzt ein köstliches Aroma, je kleiner die Früchte geerntet werden.

Lemon
Den Namen "Lemon" verdankt diese Cucurbita pepo ihrer Ähnlichkeit zu Zitronen. Kugelförmig bilden sich die Früchte zwischen frühen Sommermonaten und spätem Herbst. Ein feines Aroma begleitet diese Sorte.

Sebring (F1)
Die Sebring F1-Hybridsorte lässt sich schnell durch ihre glatte und glänzende Schale sowie die Früchte in Zylinderform von anderen Exemplaren unterscheiden. Es handelt es sich um eine neue, parthenokarpe Zucchinisorte, die eine hohe Robustheit gegen Echten Mehltau besitzt.

Soleil (F1)
Echtem Mehltau gegenüber zeigt die neue Soleol (F1) als parthenokarpe Sorte. Unterschiede zu anderen gelben Exemplaren sind vor allem die leuchtend gelbe Fruchtfarbe sowie ein feinerer, leicht fruchtiger Geschmack.

Essbare weiße und hell-grüne Zucchinisorten und ihre Unterschiede

Alfresco (F1)
Bei der Alfesco (F1) Zucchini handelt es sich um eine Neu-Züchtung aus Italien, die auch in hiesigen Gefilden wunderbar heranwächst. Sie bildet hellgrüne Früchte mit einem festen Fruchtfleisch und intensiven Geschmack.

  Tipp: Die Blüten der Pflanze sind nicht nur prima zur Teller-Deko geeignet, sondern auch essbar.

Cavili (F1)
Ein kompaktes Wachstum erlaubt dieser Cucurbita pepo auch den Anbau auf einem kleinen Balkon beziehungsweise in einem Kübel. Sie zeichnet sich durch einen guten Geschmack, Ertragsreichtum und einer hohen Robustheit gegen zahlreiche Krankheitserreger aus.

ZucchinisortenIsmalia (F1)
Ein süßlich-milder Geschmack geht von der Ismalia (F1) Frucht aus. Die essbare Zucchinisorte zeigt sich als einzige resistent gegen zahlreiche Erreger wie Mosaikkrankheit, Echten Mehltau und die Ringfleckenkrankheit. Die Früchte besitzen eine zarte Farbe in creme-grün.

Long White Bush
Mit einem hellen Pastellgrün und weißen Flecken zieht die Long White Bush die Blicke auf sich. Die Zucchinis sind geformt wie eine Keule. Essbar sind sie roh ebenso, wie gekocht, wo sie eine sämige Konsistenz annehmen und sich deshalb perfekt für Saucen eignen. Eine der größten Unterschiede ist ihre Haltbarkeit, die im Kühlschrank bis zu fünf Wochen beträgt, während andere Sorten oft nicht länger als bis zu zehn Tagen verwendbar sind.

Patisson Blanc
Wie kleine Ufos sehen sie aus, die creme-weißen Früchte der älteren Sorte "Patisson Blanc". Geschmacklich zeigt sie sich mit einem Nussaroma. Durch ihre Festigkeit lässt sie sich optimal mit allerlei Leckereien füllen.

Mehrfarbige Zucchinisorten

ZucchinisortenCoucourzelle
Die Coucourzelle ist essbar und gleichzeitig als Dekoration verwendbar. Sie besitzt ein Streifenmuster in den Farben Creme-weiß und Grün. Die Früchte sind wie ein Zylinder geformt. Ab Juli bis zu den ersten Frosttemperaturen liefert sie Früchte. Durch eine verhältnismäßig hohe Widerstandsfähigkeit zeichnet sie sich besonders aus, die sie auch bei nasskaltem Wetter wachsen lässt.

Green Tiger (F1)
Essbar ist die Green Tiger (F1), die mit leuchtend grünen und dunklen, sattgrünen Streifen einen optischen Akzent in jeden Garten setzt. Ihre Früchte werden als hervorragend schmeckend betitelt und sie vor allem im Salat hervorstechend lässt. Die Frühsorte ist wie alle neuen parthenokarpen Sorten, sehr robust gegenüber Krankheitserregern.

Patisson Strie Melange
Essbar ist die an einen Diskus erinnernde Patisson Strie Melange, die mit einem leicht süßlichen artischockenähnlichen Geschmack besticht. Allerdings vergeht dieser, je größer die Frucht wird, was über ein holziges Aroma bis zur Geschmackslosigkeit führt. Zu erkennen ist sie vor allem an ihrer warzigen Schale, die im frühen Erntegrad sehr weich ist.

Shenot Crown of Thorns
Runde Zucchinis mit kronenartigem Aufbau sind in creme-weiß, aber auch in Orange- oder Gelbtönen erhältlich. In manchen Fällen besitzen sie farbige Streifen und/oder sind zweifarbig. Wird die Shenot Crown of Thorns mit circa sieben Zentimetern Größe geerntet, besitzt sie einen besonders zarten Geschmack. Sie wächst als Ranke und eignet sich auch optimal für die Kultivierung auf Balkonen.

Striato D'Italia
Mild im Geschmack und mit grün-gesprenkelten, weißen Schalen präsentieren sich die zylinderförmigen Früchte der essbaren Striato D'Italia Zucchini.

Zephyr (F1)
Selten, aber essbar, ist die Zephyr (F1). Sie zählt zu den Raritäten unter den Zucchinisorten. Zu erkennen ist sie an einem Lindgrün im unteren Zucchini-Bereich, der dann nach oben übergeht in ein leuchtendes, zartes Gelb.

Zucchinisorten mit attraktiven Formen

ZucchinisortenEight Ball (F1)
Bei der Hybrid-Züchtung "Eight Ball (F1)" handelt es sich um ein sehr robustes Kürbisgewächs, das am besten schmeckt, wenn die dunkelgrünen, kugelrunden Früchte Tennisballgröße erreicht haben, denn dann besitzen diese einen sehr aromatischen und zarten Geschmack. Die Pflanze wächst buschig.

Marrow
Unter den Zucchinisorten gilt die Marrow als die größte, welche schon manchen Rekord aufgestellt hat. Die gelben- orangefarbenen, runden bis ovalen Früchten bringen nicht selten ein Gewicht von über 60 Kilogramm auf die Waage. Dementsprechend viel Platz benötigt die Pflanze. Essbar sind die Früchte im Frühstadium ihrer Reife, wo sie ein zartes, feines und leicht süßliches Aroma aufweisen. Die Riesenfrüchte sind ebenfalls essbar, indem sie in kleine Stücke geschnitten werden. Ihr Geschmack lässt allerdings mit zunehmender Größe ab.

One Ball (F1)
Mit einer Frühreife und Resistenz gegenüber vielen Krankheitserregern überzeugt die neue Zucchinisorte "One Ball F1". Orangefarbene, runde Früchte bestechen mit einem aromatischen Geschmack, wenn sie mit ungefähr sieben Zentimetern Größe geerntet wurden.

Tondo Chiara Di Nizza
Dieser Speisekürbis zeigt sich mit kugelrunden, hellgrünen Früchten, welche die Vollendung ihres Geschmacks erreicht haben, wenn sie ungefähr apfel- oder orangengroß geerntet werden. Essbar sind sie roh ebenso, wie in Salaten, gedünstet oder gekocht als Beilage.

Yellow Crookneck
In verschiedenen Gelbtönen sticht die ertragreiche Yellow Crookneck Zucchini hervor. Ihren Namen verdankt sie ihrer gebogenen Form, die zum Fruchtende hinführend, an einen Schwanenhals erinnert. Essbar sind die Früchte vor allem im jungen Alter, weil sie dann über ein köstliches Aroma verfügen. Werden sie im fortgeschrittenen Reifeprozess geerntet, können sie noch gekocht werden, dienen dann aber vor allem als Deko.

Zucchinisorten zum Kultivieren

ZucchinisortenBlack Forest (F1)
Sehr unanfällig für Krankheitserreger zeigt sich die Black Forest (F1) Zucchini. Die Pflanze wächst als Ranke und kann auf diese Weise platzsparend auf jedem Balkon gedeihen. Sie bildet dunkelgrüne Früchte bis zum Herbst.

Floridor (F1)
Die jungen gelben Früchte der Floridor (F1) besitzen vor allem als Jungfrüchte ein kräftiges Aroma. Die runden Mini-Zucchinis bilden sich bis in den Frühherbst an einem buschigen Gebilde, das eine maximale Wuchshöhe von 40 Zentimeter erreicht.

Leila (F1)
Bis auf maximal 80 Zentimeter wächst der kompakte Busch der Leila (F1) Sorte heran. Er trägt kleine, dunkelgrüne Früchte, die über einen aromatischen Geschmack verfügen. Diese Zucchinisorte ist auch als Bio-Produkt in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Nano Verde Di Milano
Mit einem zarten exotischen Geschmack überzeugen die kleinen, zarten, zylinderförmigen Früchte in dunkelgrün der Nano Verde Di Milano. Diese neue früh-/mittelreife Sorte stammt aus Italien und kann mit einer Rankenhilfe auch auf Balkonen einen Platz finden. Im Freiland wächst die Pflanze buschig und weit-auslaufend.

ZucchinisortenPatio Star (F1)
Kompakt in ihren Abmessungen und schmackhaft im Aroma präsentiert sich die Patio Star (F1). Sie eignet sich optimal als kleiner nicht-rankender Busch für den Anbau in einem Kübel. Die dunkelgrünen Früchte wachsen sehr dünn und länglich.

Piccolo (F1)
Als klein-wachsender Busch nimmt die Sorte "Piccolo (F1)" nur wenig Platz auf dem Balkon in Anspruch. Bei regelmäßiger Ernte wachsen die eiförmigen, grün-weiß gestreiften Früchte bis in den Herbst zügig nach.

Sunburst (F1)
Ein leicht süßlicher Geschmack ist von der ertragreichen Zucchinisorte "Sunburst (F1)" zu erwarten. Die gelben Früchte besitzen eine Sternenform und einen Durchmesser von rund sechs Zentimeter. Die Kletterpflanze erreicht maximal eine Höhe von 60 Zentimetern und eignet sich damit auch für die Kultivierung in einem Kübel.

Fazit
Für jeden Geschmack und Bedarf stehen verschiedene Zucchinisorten zur Auswahl. Ob für den Balkon, den Kübel-Anbau oder das Gemüsebeet, das Angebot an essbaren Zucchini-Pflanzen lässt keine Wünsche offen. Allerdings sollte immer berücksichtigt werden, dass bitter schmeckende Zucchinis ein Zeichen für beinhaltete Cucurbitacine ist, die schlimmstenfalls lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen können.


Tipps für Schnellleser
Tipps für Schnellleser:
- Die Farbenpalette von Zucchinis reicht von weiß über gelb und orange bis hin zu grün in den verschiedensten Farbintensitäten
- Mit hohem dekorativen Faktor zeigen sich essbare Zucchinisorten in verschiedensten Formen und farbkombinationen
- Kompakt wachsende sowie Rankenpflanzen eignen sich optimal für die Kübelbepflanzung und/oder den Anbau auf Balkonen
- Im Gartenbeet eingepflanzt, benötigen vor allem buschige Pflanzen viel Platz
- Neue Sorten (Hybrid-Züchtungen) zeigen sich sehr widerstandsfähig gegenüber typischen Pilzinfektionen
- Parthenokarpe Zucchinisorten bilden Früchte ohne Bestäubung
- Vorsicht bei bitterem Geschmack einer Zucchini - Vergiftungsgefahr - Nicht verzehren
- Beim Anbau mit selbst gewonnenem Saatgut besteht erhöhtes Risiko bitterer Früchte
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