Pericallis Hybriden, Aschenblume, Garten-Zinerarie - Pflege

AschenblumeGarten-Zinerarien sind hübsche Frühlingsblüher, die mit ihrer farbenprächtigen Blüte den Beginn der Gartensaison ankündigen. Die exotischen Gewächse sind nicht nur fürs Zimmer geeignet, sondern können bei warmen Temperaturen ihren Platz auf dem hellen Balkon bzw. der Terrasse einnehmen. Mit einigen Tricks



lassen sich die ein- und zweifarbigen Sorten zu einer langen Nachblüte anregen. Entgegen der weitverbreiteten Meinung sind Aschenblumen keine einjährigen Gewächse. Denn mit der richtigen Vorbereitung ist es möglich, die immergrünen Läuseblumen sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Steckbrief

  • Familie: Korbblütler
  • Wuchshöhe: maximal 60 cm
  • Wuchsbreite: ca. 20 cm
  • Laub: dunkelgrün; dreieckig bis eilanzettlich geformt
  • Blütezeit: März bis Juni
  • Blütenfarbe: Weiß, Rosa, Rot, Violett oder Blau (abhängig von der Sorte)
  • Besonderheit: immergrün, ausdauernd krautig

Standort und Substrat

Pericallis-HybridenDie Vertreter der Gattung Pericallis besitzen unterschiedliche Namen. Im Volksmund werden sie häufig als "Zinerarien" oder "Aschenblumen" bezeichnet. Der häufig fallende Begriff "Läuseblume" stammt von der Behauptung, dass die Korbblütler Blattläuse regelrecht anziehen. Pericallis Hybriden sind ursprünglich in Madeira und auf den Kanarischen Inseln beheimatet.
  • Der Standort muss halbschattig sein
  • Zugluft vermeiden
  • Ein warmer Ort wird bevorzugt
Gut geeignet für die Aschenblumen ist ein Platz auf der nach Osten ausgerichteten Fensterbank oder im Sommer auf der hellen Terrasse. Sind die tropischen Gewächse den ganzen Tag dem Sonnenlicht ausgesetzt, können die Widerstandsfähigkeit und die Blütenausbildung darunter leiden. Dunkle, schattige Standorte sind ungeeignet für die Pflanze. Aufgrund ihrer besonderen Pflegebedürfnisse wird die Garten-Zinerarie häufig nur in Pflanzgefäßen kultiviert. Eine Umsiedlung ins Zierbeet ist möglich, aber mit viel Aufwand verbunden. An das Substrat werden nur wenige Anforderungen gestellt. Nur humusreich und durchlässig sollte es sein. Herkömmliche Blumenerde hat sich hier bewährt.

Gießen und Düngen

Die immergrünen Gewächse sind eine Zierde im großen Pflanzkübel. Um die buschige Form und die üppige Blüte zu fördern, ist Fingerspitzengefühl bei der Versorgung mit Nährstoffen und Wasser gefragt. Pericallis Hybriden vertragen es beispielsweise nicht, wenn immer wieder über die dreieckigen Blätter gegossen wird. Aufgrund der großen Laubfläche ist die Feuchtigkeitsverdunstung bei den Ascheblumen hoch. Schlaff herabhängende Triebe und Blätter sind fast immer ein Anzeichen für einen Wassermangel.
  • Die oberste Substratschicht abtrocknen lassen
  • Am Vormittag bzw. späten Nachmittag gießen
  • Staunässe vermeiden
  • Der Wurzelballen darf nicht austrocknen
  • Bei der Überwinterung das Erdreich regelmäßig kontrollieren
Senetti BlauGedüngt wird im Zeitraum von April bis August. Für diese Aufgabe hat sich ein Universal-Flüssigdünger bewährt. Alternativ können Sie auf einen Langzeitdünger zurückgreifen. Mitte bis Ende August bereitet sich die Garten-Zinerarie auf den Winter vor. Die übermäßige Zufuhr von Nähr- und Mineralstoffen regt das Gewächs zur unnötigen Ausbildung neuer Blüten an. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Düngen rechtzeitig einzustellen.

Vermehren

Die Vermehrung der exotischen Zierblume erfolgt ausschließlich über die Aussaat. Es ist schwierig, Samen der Läuseblume im Fachmarkt zu kaufen. Das Saatgut von eigenen Pflanzen zu gewinnen, ist problemlos möglich. Wählen Sie dafür 3 bis 5 Gewächse aus. Von diesen Pericallis Hybriden werden die verwelkten Blütenstände nicht entfernt, sodass die Exemplare Samen ausbilden können. Mit einem einfachen Mittel verhindern Sie, dass sich die Pflanzen selbst aussäen: Legen Sie kurz vor der Reife des Saatguts den Boden mit einem engmaschigen Material aus. Selbst wenn Sie es nicht mehr rechtzeitig schaffen, die Samen abzuernten, können Sie die kleinen Körner bequem mitsamt dem Stoff aufsammeln. Die Aussaat erfolgt unter kontrollierten Bedingungen in einem Pflanzgefäß.
  • Wählen Sie einen flachen Anzuchtbehälter
  • Das Substrat sollte nährstoffarm sein
  • Die Samen leicht ins Erdreich drücken
  • Mit

    einem Wasserzerstäuber anfeuchten
Tipp: Setzen Sie das Anzuchtgefäß nicht dem direkten Sonnenlicht aus. Die UV-Strahlung könnte den Keimlingen schaden.

AschenblumenWärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind relevante Faktoren, welche die Keimung beschleunigen. Auf der Fensterbank kann man aus durchsichtiger Folie und feinen Holzstäben ein Mini-Gewächshaus bauen. Bereits nach wenigen Wochen zeigen sich die ersten Triebspitzen. Sobald die jungen Pflanzen mindestens 2 Blattpaare ausgebildet haben, können sie einzeln in kleine Blumentöpfe umgesetzt werden.

Pflanzen und Umtopfen

Pericallis Hybriden kommen an besten in Gruppenpflanzung zur Geltung. Kombinieren Sie beispielsweise verschiedenfarbig blühende Sorten miteinander. Unter idealen Bedingungen blühen die Gewächse von März bis in den Juni hinein und bieten Ihnen ein farbenprächtiges Bild. Sobald die Zeit der Kahlfröste vorbei ist, können die Korbblütler ihren angestammten Platz im Freiland beziehen. Um den Gewächsen den Stress des Umsetzens zu ersparen, sollten Garten-Zinerarien nur in großen Blumenkübeln kultiviert werden.
  • Befreien Sie die Pflanzen - mit Ausnahme von Keimlingen - vom alten Substrat
  • Eine Drainageschicht aus porösem Material am Gefäßboden anlegen
  • Als Puffer zwischen Wurzeln und Drainage dient eine ca. 5 cm dicke Schicht aus Erde
  • Pericallis Hybriden einsetzen und die Hohlräume mit Substrat auffüllen
  • Leicht andrücken und kräftig angießen
Sie können mehrere Aschenblumen in einen Kübel einsetzen. Halten Sie dabei einen Mindestabstand von ungefähr 12 cm ein. Diesen Platz brauchen die Pflanzen, um sich optimal entfalten und entwickeln zu können. Ein Umtopfen der immergrünen Gewächse ist nur selten notwendig. Ersetzen Sie alle 2 Jahre das Substrat durch humusreiche Erde.

Tipp: Lavasplitt und Tonscherben haben sich als Basismaterial für die Drainage bewährt.

Schneiden

senetti pericallis rotDurch das regelmäßige Ausputzen verwelkter Blüten lässt sich die Garten-Zinerarie zur Ausbildung neuer Knospen anregen. Verwenden Sie dafür ein

scharfes Messer bzw. eine Schere, die nach der Arbeit gründlich gereinigt wird. Damit verhindern Sie, dass sich potenzielle Schädlinge auf anderen Pflanzen niederlassen können. Kranke, welke und schnell wachsende Triebe sollten Sie ebenfalls entfernen bzw. stark einkürzen. Die Gewächse sind dafür bekannt, dass sie nur im ersten Jahr üppig blühen und danach zum starken Wildwuchs neigen. Mit einem starken Rückschnitt können Sie das ansatzweise verhindern. Diese Maßnahme kann jederzeit in der Hauptvegetationszeit erfolgen. Ab Anfang September sollte sich die Läuseblume ungestört auf die kalte Jahreszeit vorbereiten können.

Überwintern

Im Handel werden Pericallis Hybriden fast ausschließlich als einjährige Pflanzen verkauft. Mit nur wenig Aufwand können Sie die Pflanzen sicher durch den Winter bringen und im Frühling zu einer neuen Blüte anregen.
  • Ein heller Raum mit 10° bis 15° C Umgebungstemperatur wird benötigt
  • Direktes Sonnenlicht und Zugluft meiden
  • Die unmittelbare Nähe von aktiven Heizkörpern setzt den Gewächsen unnötig zu
  • Das Substrat darf nicht austrocknen
  • Im Winter darf nicht gedüngt werden
Im Frühling können Sie die Pflanze wieder an ihren gewohnten Standort umsiedeln. Schützen Sie die Blätter in den ersten Tagen vor dem Sonnenlicht. Das Gewächs muss sich langsam an die UV-Strahlung gewöhnen, damit keine Schäden bzw. Verbrennungen an den Blättern entstehen.

Krankheiten und Schädlinge

AschenblumeDer Beiname "Läuseblume" kommt nicht von ungefähr. Die Pericallis Hybriden zählen zu den Delikatessen der Zellsaft saugenden Insekten. Wärme und durch Pflegefehler geschwächte Pflanzen sind besonders anfällig. Selten kommen Blattläuse alleine. Ameisen werden von den Ausscheidungen der Läuse angezogen und sind bereit, "ihre" Schädlinge zu verteidigen. Das erschwert die Bekämpfung der Blattläuse. Die Beseitigung der Schädlinge ist ohne den Einsatz chemischer Mittel möglich, man sollte nur Geduld und Zeit mitbringen.
  • Besprühen Sie die Triebe mit einem Brennnessel-Sud
  • Stark befallene Blätter komplett entfernen
  • Bringen Sie Klebefallen aus
  • Setzen Sie natürliche Fressfeinde in der Nähe aus, wie beispielsweise Marienkäfer und Florfliegenlarven
Wenn die Wurzeln der immergrünen Pflanze permanent stehender Nässe ausgesetzt sind, kann dies einen Befall mit Wurzelfäule fördern. Ein wirksames Gegenmittel gibt es nicht, dafür vorbeugende Maßnahmen. Achten Sie auf einen durchlässigen Boden bzw. legen Sie eine Drainage am Kübelboden an. Im Anfangsstadium der durch Pilzerreger verursachten Krankheit können Sie versuchen, die Pflanze in frisches, trockenes Substrat umzusetzen. In einigen Fällen erholt sich das Gewächs wieder.

Fazit

Pericallis Hybriden sind interessante Zierblumen, die für die heimische Fensterbank ebenso geeignet sind wie für die sonnige Terrasse. Die Aschenblume ist nicht pflegeintensiv. Werden alle Anforderungen optimal erfüllt, lässt sich die Pflanze im Folgejahr zu einer neuen Blüte anregen.
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Tipps für Schnellleser
- Aschenblumen brauchen einen hellen Standort.
- Direktes Sonnenlicht kann die Pflanze schwächen und die Blütezeit verkürzen.
- Vor Zugluft und Kälte schützen.
- Als Substrat hat sich herkömmliche, durchlässige Blumenerde bewährt.
- Pericallis Hybriden sind immergrün, der Wurzelballen darf nicht austrocknen.
- Gegossen wird, wenn die oberste Substratschicht trocken und krümelig ist.
- Staunässe kann Wurzelfäule verursachen.
- von April bis August wird die Pflanze gedüngt.
- Die Vermehrung erfolgt ausschließlich durch Aussaat.
- Kübelpflanzen brauchen eine Drainage am Topfboden.
- Bei der Pflanzung sollte ein Mindestabstand von ca. 12 cm eingehalten werden.
- Verwelkte Blüten und abgestorbene Triebe regelmäßig entfernen.
- Überwintert wird in einem frostsicheren Raum bei 10° bis 15°C.
- Garten-Zinerarien sind anfällig für Blattläuse.
- Die Schädlinge werden mit biologischen Mitteln entfernt.
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