Zwiebeln ernten und lagern - die richtige Erntezeit

Zwiebeln erntenZwiebeln werden je nach Sorte von Juni bis September geerntet. Nach der Anbaumethode wird zwischen „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“ unterschieden. Von dieser Methode und ob es sich um Saat- oder Steckzwiebeln handelt, ist der Erntezeitpunkt abhängig. Natürlich kommt es auch etwas auf die



verschiedenen Zwiebelsorten an. Den richtigen Erntezeitpunkt zu erkennen ist nicht schwer, genau wie die eigentliche Ernte. Bei der Lagerung ist dann schon einiges zu beachten, will man die Zwiebeln einlagern und mehrere Monate aufbewahren. Wenn Sie wissen möchten, woran man erkennt, dass Zwiebeln reif sind und wie man sie richtig lagert, lesen Sie weiter!


Der richtige Erntezeitpunkt

Der Erntezeitpunkt richtet sich danach, ob die Zwiebeln ausgesät oder gesteckt wurden, ob es Sommer- oder Herbstzwiebeln sind und welche Sorte man gewählt hat. Pi mal Daumen kann davon ausgegangen werden, dass im Frühjahr gesteckte Zwiebeln ab Ende Juli, meist ab August geerntet werden können. Im Herbst gesteckte Zwiebeln, die sich länger entwickeln konnten, reifen eher, schon ab Ende Juni. Saatzwiebeln reifen etwa einen Monat früher, manchmal auch 6 Wochen, egal, ob sie im Frühjahr oder im Spätsommer gesät wurden.
  • Geerntet werden kann, je nachdem, wann ausgesät bzw. die Zwiebeln gesteckt wurden.
  • Steckzwiebeln im Frühjahr in den Boden gebracht, zwischen März und April, werden etwa Ende Juli bis September, je nach Sorte geerntet
  • Bei Steckzwiebeln im Herbst gesteckt, zwischen September und Oktober, erfolgt die Ernte etwa ab Ende Juni.
  • Saatzwiebeln, gesät im März/April werden ab August bis September reif.
  • Bei Saatzwiebeln, gesät im August, erfolgt die Ernte ab Juni bis Juli des Folgejahres.
  • Zu erkennen ist der Zeitpunkt der Ernte daran, dass mindestens ein Drittel des Laubes vergilbt ist und auch das andere schon nicht mehr richtig gut aussieht.
  • Zu frühes Roden führt zu schlechter Lagerfähigkeit.
  • Zu spätes Roden kann zum Abfallen der Schalen und zu früherem Austreiben führen.
Die Zwiebelernte

Erntereife ZwiebelpflanzeZwiebeln beginnen in der heißesten Phase des Jahres, im Hochsommer, mit der Vorbereitung auf den Winter. Die Nährstoffe aus den Blättern werden in der Knolle eingelagert. Das hat zur Folge, dass die Blätter vergilben, umfallen und einfach nicht mehr gesund aussehen. Dieser Prozess startet von der Spitze der Blätter her. Wer mag, kann etwas nachhelfen und die Zwiebeln mit der Grabegabel etwas im Boden lockern und anheben. Die Wurzeln sollen nicht mehr fest im Boden verankert sein. Sie stellen ihr Wachstum ein und entziehen dem Laub sämtliche Nährstoffe.

Früher war es weit verbreitet, dass das Laub umgetreten oder gar abgerissen wurde. Heute weiß man es besser. Dieser Vorgang erleichtert Krankheitserregern das Eindringen und außerdem wird der Neuaustrieb der Zwiebel angeregt. Das ist gar nicht erwünscht. Die Folge ist, dass bei der Lagerung die Zwiebel stärker zur Fäulnis neigt.

Der richtige Termin für die Ernte ist, wenn das Zwiebellaub nicht mehr steht, sondern liegt und zu einem guten Teil eingetrocknet ist. Idealerweise wird in einer Trockenperiode geerntet. Dann sollten die Zwiebeln noch etwa zwei Wochen im Freien nachtrocknen.
  • Ernten während einer Schönwetterperiode, da sonst die Gefahr groß ist, dass die feuchten Zwiebeln faulen
  • Bei angesagtem schönen Wetter die Zwiebeln auf dem Beet ausbreiten und trocknen lassen.
  • Erdreste und lose Schalen entfernen
  • Die Zwiebeln alle zwei Tage wenden
  • Nach spätestens 10 Tagen ins Haus holen, aber weiter trocknen
  • Entweder fasst man die Zwiebeln dann zu Bündeln zusammen oder bindet sie zu Zöpfen. Sie werden an einer luftigen, aber unbedingt regensicheren Stelle aufgehängt, um weiter trocknen zu können.
  • Bei schlechtem

    Wetter können die Zwiebeln nicht im Garten liegen gelassen werden. Dann ist es empfehlenswert, sie an einem überdachten Platz auszubreiten, am besten in Obstkisten, da diese gestapelt werden können und trotzdem Luft an die Zwiebeln kommt. Bei schönem Wetter können die Kisten in die Sonnen gestellt werden.
  • Wer die Zwiebeln ohne Laub lagern möchte, dreht das Laub ab oder schneidet etwa fünf Zentimeter über dem Zwiebelhals das Laub einfach ab.
  • Alternativ legt man die vom Laub befreiten Zwiebeln großflächig in Holzkisten aus, wo sie mehrere Wochen gelagert werden können.
Zwiebeln lagern

ZwiebelnDas Lagern von Zwiebeln ist eigentlich nicht schwer, wenn die Bedingungen stimmen. Die optimale Lagertemperatur beträgt 1° C bei 70% Luftfeuchtigkeit. Diese Bedingungen sind kaum einmal gegeben. In der Regel reicht es, die Zwiebeln kühl, dunkel und trocken zu lagern, dann halten sie bis zu einem halben Jahr. Wichtig ist, dass Zwiebeln nicht zusammen mit Obst gelagert werden. Das wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit aus. Die Lagerfähigkeit ist von einigen Faktoren abhängig, vom Boden, der Zwiebelsorte, der Düngung und dem Wetter. Zwiebeln aus verregneten Jahren halten nicht so gut, wie aus sonnigen.
  • Lagerort muss trocken und gut durchlüftet sein
  • Keine Temperaturen über 30° C
  • Nur einwandfreie, unbeschädigte Zwiebeln einlagern
  • Lieber zu warm als zu kalt lagern
  • Bei hellem Lagerort trieben die Zwiebeln schneller aus. Es entwickeln sich grüne Triebe, die schnell in die Höhe schießen. Kraft und Aroma der Knolle gehen in diesen Trieb über, übrig bleibt eine Hülle, die auch ziemlich schnell in sich zusammenfällt.
  • Häufiges Umlagern treibt den Neuaustrieb an, also, bei den regelmäßigen Kontrollen nicht drehen
  • Zu feuchte Lagerung führt recht schnell zu Fäulnis.
  • Zwiebeln regelmäßig kontrollieren, damit Veränderungen sofort entdeckt werden.
  • Kranke und faulende Zwiebeln auszusortieren, damit sich die Krankheits- oder Fäulniserreger nicht

    ausbreiten können
  • Zwiebeln nie in einer Tüte lagern. Sie schwitzen darin, werden feucht und faulen. 
Besser ist die Lagerung in einem Netz, einem luftigen Korb oder auch lose in Obstkisten. Im Kühlschrank verlieren Zwiebeln ihren Geschmack.

Fazit

Zwiebeln sind lecker. Kochen ohne Zwiebeln kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Wir verbrauchen jede Menge dieser gesunden Gewächse. Der Anbau ist recht unkompliziert. Die Ernte muss zum richtigen Zeitpunkt erfolgen, vor allem, wenn man die Zwiebeln lagern möchte. Eigentlich ist gut zu erkennen, wann die Knollen reif sind, auch wenn man das erste Mal Zwiebeln anbaut. Wichtig ist, nur die gesunden Zwiebeln aufzubewahren. Alle nicht einwandfreien Exemplare müssen weg, damit sich Krankheits- oder Fäulniserreger nicht ausbreiten können. Das ideale Lagerquartier mit 1° C und 70 % Luftfeuchte hat wohl kaum jemand in seinem Zuhause. Meist reicht es aber, die Zwiebeln kühl, dunkel und trocken zu lagern. Zwar sind sie dann nicht bis zu einem halben Jahr haltbar, aber mindestens sechs Wochen, mit etwas Glück auch deutlich länger.
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Tipps für Schnellleser
Zwiebeln ernten und lagern

- Zwiebelernte je nach Sorte und Anbaumethode
- Man unterscheidet „Sommerzwiebeln“ und „Winterzwiebeln“
- Erntezeitpunkt muss man mit Auge erkennen
- Laub fällt um und vergilbt
- Steckzwiebeln (März/April) – Ernte ab Ende Juli/Anfang August
- Steckzwiebeln (August bis Oktober) – Ernte ab Juni
- Saatzwiebeln (März/April) – Ernte August/September
- Saatzwiebeln (ab August) –Ente ab Juni
- Zu frühe Ernte – schlechte Lagerfähigkeit
- Zu späte Ernte – Abfallen der Schale und frühes Austreiben
- Ernte – Zwiebel einfach aus der Erde ziehen
- Bei trockenem Wetter ernten
- Bei gutem Sommerwetter Zwiebeln auf dem Beet liegen lassen und trocknen
- Ansonsten in Obststiegen luftig trocknen
- Zu Bündeln fassen oder Zöpfen flechten und luftig und trocken aufhängen
- Alternativ lose und ohne Laub in Kisten packen
- Lagerung – ideal bei 1° C und 70% Luftfeuchte
- Wichtig – dunkel, trocken und kühl
- Nur einwandfreie Zwiebeln lagern
- Regelmäßig auf Fäulnis und Krankheiten kontrollieren
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