Anleitung: Gartengrill selber bauen - Grill mauern

Grill aus SteinDie Grillsaison naht und der klapprige Dreibein-Grill soll endlich durch einen richtig schönen Gartengrill ersetzt werden, den Sie selber mauern möchten? Mit folgender Anleitung kein Problem, die auch die Herstellung des Fundaments und die



Grundzüge des Mauerns erklärt, samt einigen Vorschlägen für das Aussehen des Gartengrills:


Fundament oder nicht

Ihr Grill sollte am besten ein Fundament als Untergrund bekommen, das ist auf jeden Fall empfehlenswert, wenn Sie ihn auf einen Untergrund stellen möchten, der nur aus Erde oder ein paar Platten über der Erde besteht. Auch wenn es sich um sehr feste Erde handelt: Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Grill nach einigen Jahren zu einer Seite hin wegkippt, sollten Sie ihn auf ein Fundament stellen, das frostfrei gegründet ist.

Zum Beispiel eine Bodenplatte, die dort, wo die Seitenmauern des Grills aufgemauert werden, in ein frostsicheres Streifenfundament übergeht. So entsteht Ihr Fundament:
  • Zuerst werden die Maße für die gesamte Bodenplatte mit Hilfe eines Schnurgerüsts abgesteckt. Ein Schnurgerüst können Sie selbst herstellen, aus Maurerschnur und Holzpflöcken.
  • Im gesamten Bereich der Fundamentplatte heben Sie den Boden nun in einer Tiefe von rund 20 bis 30 cm aus.
  • Die Fundamentstreifen werden tiefer ausgehoben, hier müssen Sie mindestens eine Tiefe von 80 cm herstellen, damit diese Streifen frostsicher werden.
  • Wenn die Fundamentschächte und der Aushub für die Bodenplatte fertig sind, wird die sogenannte Sauberkeitsschicht angelegt.
  • Dazu schütten Sie auf die Bodenplatte ein Kiesbett auf, das anschließend mit einer Rüttelplatte verdichtet werden sollte.
  • Nun wird das Kiesbett auf der Bodenplatte mit einer PE-Folie überlappend bedeckt.
  • Als nächstes kommt die Schalung an die Reihe, sie wird rund um die Bodenplatte aufgestellt.
  • Auf der Bodenplatte werden Bewehrungsmatten ausgelegt, die mit Betonbindedraht verbunden werden.
  • Anstatt Schalbrettern können Sie auch eine sogenannte "verlorene Schalung" einsetzen.
  • Sie besteht aus fertig zu kaufenden Kunststoff-Elementen, die nach dem Gießen im Fundament bleiben können.
  • Wenn Sie diese Arbeit erleichternde Variante wählen, müssen Sie die Bewehrungsmatten zusätzlich an den Schalungselementen befestigen.
  • Die Oberkante der Schalung wird waagerecht ausgerichtet, nun geht es schon an den Beton für das Fundament.
  • Für dieses kleine Fundament können Sie den Beton von Hand mischen:
  • Dazu schütten Sie einfach die notwendige Menge an Sand und Zement in einen Eimer oder zur Not sogar auf eine saubere Unterlage.
  • Wenn Sie Befürchtungen haben, nicht die richtige Mischung von Sand und Zement zu treffen, können Sie vorgemischt gekauften Beton verwenden.
  • Der muss nur noch mit Wasser angerührt werden, ist aber teurer als die Eigenmischung.
  • Oder Sie mischen den Beton in einer Schubkarre an, das empfiehlt sich, wenn der Grill hinten im Garten stehen soll, Sie können den Beton dann dorthin fahren.
  • Nun nehmen Sie eine Schaufel und vermischen die Bestandteile gut, dann wird und nach Wasser dazugegeben, bis die Masse ein dicker Brei ist.
  • Wie dick, hängt von Ihrer Schalung ab, wenn der Grill um drei Ecken gehen soll und die Schalung entsprechend verwinkelt ist, sollte der Brei recht flüssig sein.
  • Das Großfundament für den Großgrill entsteht unter Einsatz eines Betonmischers.
  • Auch hier werden erst Sand und Zement in den Mischer gegeben und gemischt.
  • Dann kommt Wasser dazu, ein großer Trog mit Eimer zum Umfüllen sollte also bereitstehen.
  • Wenn das Wasser zugegeben wurde, lassen Sie die Maschine noch ein paar Minuten laufen, dann kann der Beton gegossen werden.
  • Achten Sie dabei auf die gleichmäßige Verteilung des Betons, er sollte wirklich in jede Ecke gelangen.
  • Beim Gießen sollten Sie zu zweit sein, einer sollte gelegentlich mit einer Schaufel in die Masse stechen, so vermeiden Sie Lufteinschlüsse im Beton.
  • Wenn der Beton gleichmäßig verteilt ist, wird er mit

    einem Stampfer verdichtet, eventuell muss jetzt bis knapp unter Bodenniveau noch etwas nachgefüllt werden.
  • Als letztes wird der Beton glatt abgezogen und mit Baufolie bedeckt. 
Wenn Sie fertig sind, müssen alle Werkzeuge und der Betonmischer gereinigt werden, nur mit Wasser, wobei keine Betonreste in Abwasserleitungen gelangen dürfen, die verstopfen dann gerne. Gehen Sie schnell an die Reinigung, einmal eingetrockneter Beton lässt sich kaum mehr entfernen. Auch mit Hautkontakt zum Beton sollten Sie vorsichtig sein, Beton reizt ziemlich die Haut. Wenn er ins Auge gelangen sollte, spülen Sie ihn bitte sofort aus. Nun heißt es warten, die für Ihre Betonmischung vorgeschriebene Trocknungszeit sollte unbedingt eingehalten werden.

Grillkamin aus SteinWenn Sie Ihren Grill auf einer glatten Betonfläche auf einer Terrasse aufstellen wollen, die über einem richtigen Unterbau mit gerütteltem Splitt-Bett gefertigt wurde, können Sie Ihren Grill auch direkt auf die Betonfläche stellen.

Anleitung: Gartengrill mauern

Einen Grill selber zu mauern, ist wirklich kein Hexenwerk. Wenn Sie einen frei aufliegenden Metallrost einsetzen, brauchen Sie noch nicht einmal feuerfesten Mörtel, und der Grill selbst besteht einfach aus Ziegelsteinen, die auf dem Fundament aufgemauert werden. So gehen Sie vor:
  • Machen Sie sich eine Zeichnung von Ihrem Grill und rechnen Sie aus, wie viel Ziegel Sie brauchen.
  • Besorgen Sie sich hitzeunempfindliche Steine (Klinker, Backstein) in errechneter Menge.
  • Kaufen Sie vorher schon den Grillrost, den Sie verwenden möchten und stapeln Sie die Steine einmal probeweise ohne Mörtel auf.
  • Das ist gerade für ungeübte Maurer empfehlenswert, denn die Steine müssen teilweise wie Bausteine ineinander greifend zusammengefügt werden.
  • Einige Ideen, zu welchen Grundformen Sie die Steine für einen Grill zusammenfügen können, erhalten Sie gleich unten.
  • Auf jeden Fall geht es jedoch viel schneller, wenn Sie die Steine einfach probeweise aufstapeln.
  • Dabei

    wird zunächst die unterste Reihe Steine ausgelegt, die Steine der nächsten Reihe werden um einen halben Stein versetzt aufgebracht.
  • Die Ecken werden so geplant, dass auf der einen Seite immer ein halber Stein gebraucht wird, auf der anderen Seite ein ganzer.
  • Wenn Sie in jeder Reihe immer abwechselnd von links einen ganzen und von rechts einen Stein und umgekehrt enden lassen, verschränken sich die Ecken ineinander.
  • Sie lernen schnell beim Probestapeln, dass die Steine versetzt aufgesetzt werden müssen und sich so an den Ecken automatisch ineinander verschränken.
  • Im Internet finden Sie Bilder, wie sich ein Mauerverband zusammensetzt, z. B. unter www.klinker.de/produkte/klinker--verblender/mauerverbaende
  • Wenn Ihr Test-Mauerwerk steht, testen Sie, ob der Grillrost später genauso sitzen wird, wie Sie es geplant haben.
  • Wenn das gewährleistet ist, können Sie mit dem Mauern beginnen.
  • Hier gehen wir davon aus, dass Sie am fertigen Mauerwerk Auflageschienen aus Stahl festschrauben.
  • Das hat den Vorteil, dass sie mit einem frei aufliegenden Grillrost arbeiten, für die Mauern selbst brauchen Sie keinen feuerfesten Mörtel verwenden.
Für Anfänger: So funktioniert das Mauern

Bevor Sie mit dem Mauern beginnen, sollten Sie alle Zutaten beisammen haben. Das wird gebraucht:
  • Ziegelsteine
  • Maurerhammer
  • Maurerkelle
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Senklot
  • Richtschnur
  • Fertig angemischte Mörtelmasse, für Anfänger am besten fertiger Trockenmörtel, der nur mit Wasser angerührt wird
GirllkaminDie erste Reihe ist auch die wichtigste Reihe, wenn die nicht gerade ist, wird später die gesamte Mauer immer mehr "außer Rand und Band" geraten. Sie tragen eine dicke Schicht Mörtel auf das Fundament auf, möglichst in Ziegelbreite, vielleicht nehmen Sie dazu einige Holzbretter zu Hilfe, die eine Art Rahmen vorgeben. Auf dem Mörtel werden die Ziegelsteine ausgelegt, unter Zuhilfenahme der Wasserwaage, des Zollstocks, des Maurerhammers und der Richtschnur, mit einer Ein-Zentimeter-Schicht Mörtel zwischen den einzelnen Ziegeln. Der darf ruhig ein bisschen raushängen, dazu kommen wir noch, nur trocknen darf er so nicht. Die Ziegel sollten möglichst exakt in einer Ebene sitzen, mit genau gleichen Abständen dazwischen.

Als nächstes mauern Sie Ihre Ecken und die seitlichen Mauerabschlüsse an der jeweils anderen Seite. Die Abschlüsse können Sie wie eine Treppe aufmauern, sodass Sie nicht immer nur einen und einen halben Ziegel aufstapeln müssen, sondern unten vier nebeneinander, dann drei, usw. Auch hier sollten Sie Wasserwaage und Senklot benutzen, damit die Ausrichtung der Ziegel stimmt. Wenn diese Teile hochgemauert sind, werden die Lücken dazwischen geschlossen, die Mauer wird nun also mithilfe von Maurerkelle und Maurerhammer Schicht für Schicht hochgezogen.

Passen Sie auf, dass der überflüssige Mörtel auf der Bodenplatte und der überstehende Mörtel in den Fugen der bereits fertigen Mauerteile nicht fest wird. Wenn Sie sehr langsam arbeiten oder zwischendurch pausieren, sollten Sie erst die Bodenplatte reinigen und den Mörtel aus den fertigen Fugen jeweils etwa 1,5 cm tief herauskratzen.

Diesen Trick mit den Fugen sollten Sie auf Ihr gesamtes erstes Mauerwerk anwenden. So brauchen Sie nämlich zwischendurch überhaupt nicht darauf achten, wie schön Ihre Fugen sind, Hauptsache, die Steine werden vollflächig und im richtigen Abstand mit Mörtel verbunden. Zwischendurch kratzen Sie immer weiter die Fugen um 1,5 cm aus, wenn die Mauer ganz in Ruhe hochgezogen ist (und Sie Ihre verdiente Pause gemacht haben), nehmen Sie frischen Mörtel und eine Fugenkelle zur Hand und verfugen die offenen 1,5 cm ohne Eile, sorgfältig und gleichmäßig.

Verschiedene Grill-Designs

Sie können einen Grill wie oben beschrieben, bei dem der Grillrost auf angeschraubte Auflageschienen aufgelegt wird, in mehreren Designs mauern. Sie brauchen mindestens zwei gerade Wände, die so zueinander stehen, dass Sie an ihnen Auflageschienen festschrauben können, die anschließend einen Grillrost in einer bestimmten Form aufnehmen können.

Die logischste und klassische Variante ist eine U-Form aus drei Mauern, zwischen denen der Grillrost seinen Platz findet. Hier wird also zunächst der Rost ausgemessen, dann werden die Mauern um ihn herum konstruiert. Ein ganz einfaches Konstrukt, das einen recht großen Grillrost umgeben kann, ohne selbst viel Platz zu verbrauchen.

Dieses Modell kann natürlich auf vielfache Weise abgewandelt werden: Sie können zwei "U-Formen" nebeneinander mauern, in einer findet eine Ablage Platz. Sie können ein "U" mit Öffnung in die eine Richtung neben ein "U" mit Öffnung in die andere Richtung mauern, das ist eine Variante für viele Gäste, die von zwei Seiten Zugang zum Grill haben. Sie können auch einfach nur zwei Wände zu einer Grillecke mauern, die in einem Winkel von 90 Grad zueinander stehen, diese Version nimmt wenig Raum ein, Sie brauchen aber einen dreieckigen Grillrost.

Fazit: Einen Grill selber zu mauern, ist durchaus möglich, Sie müssten sich jedoch mit den Grundzügen des Maurerhandwerks vertraut machen. Wenn Sie in dieser Hinsicht keinen besonderen Ehrgeiz verspüren, könnten Sie sich z. B. aus Gabionen und einem Einbaugrill einen Gartengrill in echtem Naturdesign zusammenstellen, der ohne Mörtel gebaut werden kann.
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Tipps für Schnellleser
Gartengrill mauern

- Ein Gartengrill muss immer dann ein frostfrei gegründet Fundament bekommen, wenn er auf einer nicht speziell befestigten Fläche stehen soll
- Empfehlenswert ist hier eine Kombination aus betonierter Bodenplatte mit frostsicherem Streifenfundament
- Im Artikel wird die Entstehung eines solchen Fundaments in Einzelschritten dargestellt
- Wenn Sie einen frei aufliegenden Metallrost verwenden, kann Ihr Gartengrill aus normalen Ziegelsteinen und Mörtel entstehen
- Der Grill wird quasi um den Grillrost herum gemauert, in der Anleitung erfahren Sie, wie Sie am besten vorgehen
- Außerdem wird erläutert, welche Zutaten Sie zum Mauern brauchen und in welcher Reihenfolge der Grill entsteht
- Die Mauern, aus denen der Grill entsteht, können verschieden kombiniert werden, einige Vorschläge werden vorgestellt
- Der Grillrost selbst wird auf am Grill angeschraubte Auflageschienen aus Stahl aufgelegt
- Sie können verschiedene Auflageschienen am Grill anbringen, für verschiedene Rosthöhen bzw. Ablagen
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