Pflanzsteine - Preise, richtig setzen und bepflanzen

Pflanzsteine setzenOb in Einzelstellung inmitten von Blumenbeeten, im Rahmen einer Kräuterschnecke oder als treppenartige Anordnung an einem Hang - Pflanzsteine stellen in jeder Grünanlage einen echten Blickfang dar. Für die Gestaltung des eigenen Gartens stehen verschieden



gefertigte Steine zur Verfügung, die individuell angeordnet werden können. Mit etwas Vorbereitung können leicht dekorative Elemente in den Garten eingefügt werden, an denen jeder Hobbygärtner lange Freude haben wird.


Pflanzsteine - Variationen und Preise

Pflanzsteine werden in unterschiedlichen Formen und Farben angeboten. Besonders beliebt sind Varianten mit natürlichen Nuancen, zum Beispiel braune, ockerfarbene oder rötliche Steine. Auch graue oder sandsteinfarbene Varianten wirken dekorativ. Je nach Einsatz können außerdem unterschiedliche Formen zum Einsatz kommen; runde oder halbrunde Varianten bzw. Pflanzringe werden beispielsweise häufig für den Bau von Terrassen verwendet; eckige Steine bieten sich hingegen zur Befestigung von Hängen an. Daneben stehen ungeformte, mitunter bizarr gestaltete Natursteine zur Verfügung, die besonders gerne innerhalb von Teichanlagen gepflanzt werden. Ausgehöhlte Kiesel, die mit Pflanzen gefüllt werden, stellen ebenfalls ein beliebtes dekoratives Element dar.
Je nach Größe und Ausformung variieren die Preise von Pflanzsteinen teilweise erheblich. So kosten rechteckige Varianten, die sowohl 30cm breit als auch dick sind und eine Höhe von 50cm aufweisen, zwischen fünf und sechs Euro pro Stück. Pflanzringe mit den Maßen 30cmx20cmx20cm hingegen sind mit etwa drei Euro etwas preisgünstiger. Ausgehöhlte Kiesel kosten je nach Größe zwischen 15 und Euro. Besonders vielfältig präsentiert sich die Preisgestaltung bei natürlich geformten Steinen. Je nach Beschaffenheit, Größe, Farbe und Form sind diese Pflanzsteine schon ab einigen Euro zu haben; besonders markante Varianten können jedoch schnell die Hundert-Euro-Grenze überschreiten. Besonders preisgünstig sind häufig Pflanzsteine-Sets, die das komplette Material für einen bestimmten Aufbau liefern, zum Beispiel für eine Kräuterschnecke. Solche Sets sind bereits ab einem Preis von unter hundert Euro zu haben. Insgesamt kommen Hobbygärtner bereits mit geringen finanziellen Mitteln aus, wenn sie ihren Garten mit Pflanzsteinen verschönern möchten.

Vorbereitungen zum Einsetzen der Steine

Pflanzsteine-TypenWenn Pflanzsteine in den Garten integriert werden, sollten bei der Planung bestimmte Überlegungen erfolgen. Bestimmte Fragen sollten in diesem Zusammenhang geklärt werden:
  • Welche Bereiche im Garten sollen mit Pflanzsteinen versehen werden?
  • Wie lassen sich die Steine in das Gesamtbild der Gartenanlage integrieren?
  • Welches Material und welche Ausformungen und Farben eignen sich?
  • Passen die ausgesuchten Pflanzen zu den gegebenen Standorten?
  • Wie hoch sind die finanziellen Mittel, die zur Verfügung stehen? 
Wenn die Planung anhand dieser Kriterien erfolgt ist, wird in einem ersten Schritt das Fundament gesetzt. Diese besondere Bodenkonstruktion verhindert das Versinken und Verrutschen von Pflanzsteinen, die ein hohes Gewicht auf den Boden ausüben. Zunächst erfolgt das Abstecken der ausgesuchten Bereiche im Garten, die mit Steinen bepflanzt werden sollen. Die Umrisse werden mit Holzpflöcken abgesteckt, um die eine Schnur gespannt wird. Innerhalb dieser Begrenzung kann anschließend mit einem Spaten die Erde ausgehoben werden. Bei Pflanzsteinen mittlerer Höhe reicht eine Tiefe von etwa 60cm aus, während Mauern, die eine Höhe von über einem Meter erreichen sollen, einen Aushub von 90cm benötigen.

Anschließend kann der Boden, der zum Setzen der Pflanzsteine genutzt werden soll, entsprechend vorbereitet werden. Der Aushub wird mit Holzdielen abgedeckt. Um einen guten Wasserabzug zu gewährleisten, wird eine Drainageschicht in die Erde eingebracht. Außerdem sorgt das Gemisch für zusätzliche Stabilität und einen optimalen Frostschutz. Diese Schicht, die im Idealfall aus grobem Schotter und Kies besteht, wird in einer Tiefe

von 20 bis 30cm in die Erde eingebracht. Die Drainage sollte eine Dicke von etwa 20cm aufweisen. Werden die Pflanzsteine an Hängen verarbeitet, ist auch eine flachere Schicht ausreichend, während flache Bereiche mit einer dickeren Kieslage ausgestattet werden sollten. Nach dem Einfüllen des Kiesgemisches wird die Masse gut fest gestampft. Anschließend muss über die Art des Substrats entschieden werden, dass für die Bepflanzung der Gewächse, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Steinen befinden, zum Einsatz kommen soll. Die meisten Pflanzen gedeihen bei herkömmlicher, leicht saurer Gartenerde. Besonders schwere Böden sollten allerdings mit Kompost oder Sand aufbereitet werden, bevor die Bepflanzung erfolgt.

Betonherstellung und Einsetzen der Steine

PflanzsteinBevor die Pflanzsteine gesetzt werden können, wird zunächst der Beton angemischt. Sollen größere Flächen mit Steinen bestückt werden, hat es sich bewährt, den Beton selbst zu mischen. Hierfür sind folgende Bestandteile notwendig:
  • Zement
  • Zuschlag (Sand und Kies mit einer Gesteinskörnung zwischen 16 und 32)
  • Wasser
Für die optimale Zubereitung werden alle trockenen Komponenten gründlich miteinander gemischt. Für einen Teil Zement wird insgesamt ein Zuschlag von 4 Teilen veranschlagt. Jetzt kann nach und nach das Wasser zugegeben werden. Die Befeuchtung des Betons sollte vorsichtig und anteilsweise erfolgen. Die Mischung ist fertig, wenn sich eine pastöse Masse gebildet hat, die leicht erdfeucht ist; der Beton weist im Idealfall eine leicht krümelige Konsistenz auf.

  Hinweis: Sollen kleinere Arbeiten erfolgen und nur kleine Flächen mit Steinen versehen werden, eignet sich am besten Fertigbeton; dieser muss lediglich mit einer bestimmten Menge Wasser angerührt werden.



Nachdem der Beton fertig angerührt ist, wird die Masse über die Kiesschicht gegossen. Soll die spätere Konstruktion eine Höhe von über einem Meter erreichen, muss die Betonschicht

etwa 20cm betragen. Für Steine, die in einer Höhe von unter einem Meter angeordnet werden, reicht eine Schicht von 10cm aus. Mit einer Mauerschnur wird jetzt der Verlauf der ersten Reihe festgelegt. Anschließend kann der erste Pflanzstein oder -ring im Beton platziert werden. Die Mischung muss noch feucht sein. Es hat sich deshalb bewährt, die Steine bereits in Griffnähe zu positionieren, wenn der Beton eingefüllt wird. Mit einem Gummihammer wird der Stein kräftig in die Betonmischung eingeschlagen. Anschließend sollte überprüft werden, ob der Stein gerade steht. Zu diesem Zweck wird eine Wasserwaage verwendet. Die nächsten Pflanzsteine werden mit einem Abstand von 5mm in den Boden geschlagen. Ist die Reihe beendet, wird diese zu einem Drittel mit Kies gefüllt. Sollen über der ersten Reihe noch weitere Aneinanderreihungen folgen, werden diese leicht nach hinten versetzt auf den Steinen in der ersten Reihe platziert. Die Steine werden zu etwa einem Drittel mit Kies gefüllt. Ist die gewünschte Höhe erreicht, können die Pflanzsteine, die bereits zu einem Drittel mit Kies gefüllt sind, mit Blumenerden aufgefüllt werden.

Bepflanzung von Pflanzsteinen

LavendelBei der Bepflanzung von Pflanzsteinen sind unterschiedliche Kriterien zu berücksichtigen. Grundsätzlich sollten bevorzugt mehrjährige Gewächse zum Einsatz kommen, damit der Arbeitsaufwand möglichst gering bleibt. Daneben ist bei den unterschiedlichen Sorten auch auf die verschiedenen Blühperioden zu achten. Auch der Standort der Pflanzsteine sollte berücksichtigt werden; wenn die Wand in Richtung Süden zeigt, sollten vorwiegend Steingartenpflanzen zum Einsatz kommen. Um eine ausgewogene und abwechslungsreiche Bepflanzung zu erzielen, eignet sich eine Kombination unterschiedlicher Blumen, Sträucher und Gräser. Zu der Grundausstattung gehören folgende Pflanzensorten:
Häufig werden Pflanzsteine auch direkt vor einer Mauer oder einer Hauswand platziert. Dann eignen sich zur Bepflanzung diverse Klettergewächse, die an der senkrechten Fläche empor ranken können. Hierzu zählen beispielsweise Sorten wie Wilder Mauerwein und Clematis. Die meisten Sorten wie Kletterhortensie, Walderdbeere oder Efeu wachsen über den Steinrand hinaus; unter Umständen wird durch den Wuchs das gesamte Steinmaterial überdeckt. Diese Entwicklung sollte bei der Bepflanzung berücksichtigt werden. Auch bei kriechenden Koniferen und Bodendeckern wie Blaukissen oder Phlox kann dieses Phänomen auftreten. Auch als Grundstücksgrenze werden Pflanzsteine häufig vorgefunden. Dann sind die Steine meist zu kleinen Türmen gestapelt und in eine Reihe gesetzt. In dieser Anordnung befinden sich die Pflanzsteine außerdem, wenn kleinere Hänge befestigt werden sollen; dann wird meist die Konstruktion eines treppenförmigen Gebildes vorgenommen. Solcherart genutzt, kommen vorwiegend unempfindliche und besonders pflegeleichte Bodendecker zum Einsatz. Vor allem Cotoneaster und Zwergmispel eignen sich für diese Bepflanzungsart gut. Aber auch Efeu und Buxus, geschickt kombiniert, bieten ein dekoratives Bild.

MargeritenWenn die Steine zur Umrundung von Terrassen verwendet werden sollen, eignet sich eine Kombination unterschiedlicher Blumen, die am besten bunt gemischt werden. Für den Einsatz auf der Terrasse eignen sich besonders Knollengewächse, die möglichst winterhart sein sollten. Neben klassischen Pflanzen wie Tulpen, Lilien oder Narzissen ergeben auch Phlox oder Margeriten ein sehr dekoratives Bild.

Die Bepflanzung selbst gestaltet sich problemlos. Das untere Drittel des Pflanzsteines ist mit Blähton oder Kies gefüllt. Durch diese Grundlage wird die Bildung von Staunässe wirksam verhindert. Direkt auf die Kiesschicht wird die vorbereitete Blumenerde gegeben. Diese wird bis kurz unter den Rand gefüllt. Je nach Pflanzensorte kommen dabei unterschiedliche Substrate zum Einsatz:
  • Steinpflanzen: lockere Erde mit hohem Sandanteil
  • Stauden: durchlässig, mäßig trocken bis frisch, zudem geringer Gehalt an Nährstoffen (Küchenschelle) oder nährstoffreich (Storchenschnabel)
  • Kräuter: gut durchlässig, mäßig trocken und frisch; leicht sauer (Thymian) oder kalkhaltig (Lavendel)
Bei der Bepflanzung sollte auf einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen innerhalb eines Ringes geachtet werden. Bei zu dichter Anordnung behindern sich die Gewächse gegenseitig in ihrem Wachstum. Um ein optimales Gedeihen zu ermöglichen, können die Gewächse zwischendurch entsprechend ausgedünnt werden.

Grundsätzlich muss auf eine ausreichende Bewässerung der Pflanzringe geachtet werden, da zahlreiche Sorten rasch austrocknen.

Kräuterschnecke anlegen und bepflanzen

Eine besonders beliebte und weit verbreitete Konstruktion der Pflanzsteine bieten die Kräuterschnecken. Hierbei handelt es sich um ein Kräuterbeet mit rundlichem Grundriss, das durch spiralartig angeordneten Natursteine ohne Mörtelverbindungen strukturiert wird. Zur Mitte hin steigt das Gebilde dabei turmartig an. Um seine optimale Wirkung zu entfalten, sollte die Kräuterspirale einen Durchmesser von mindestens zwei Metern aufweisen. Als vorbereitender Schritt wird die ausgewählte Fläche 20cm tief ausgehoben und mit Kies als Drainage aufgefüllt. Anschließend werden die Steine von außen nach innen in Spiralform ausgelegt, wobei man die Höhe durch mehrlagiges Aufschichten allmählich etwas ansteigen lässt. Die Mauerzwischenräume werden bis etwa auf halbe Höhe mit Schotter oder Kies aufgefüllt. Über diese Schicht wird Blumenerde gegeben. Je nachdem, für welche Schicht das Substrat gedacht ist, wird die Erde aufbereitet:
  • Pflanzen im unteren Bereich: mit Kompost
  • Pflanzen im mittleren Bereich: mit Sand
  • Pflanzen im oberen Bereich: mit Kies
Durch die unterschiedliche Höhe ergeben sich verschiedenartige Pflanzenstandorte. Im unteren Bereich werden eher Kräuter gesetzt, die viel Feuchtigkeit und Nährstoffe benötigen. Hierzu gehören beispielsweise Schnittlauch, Pfefferminze und Petersilie. Aufsteigend folgen Estragon oder Bohnenkraut, während die Schicht im obersten Bereich der Kräuterspirale im Idealfall mit Thymian, Lavendel oder Oregano bestückt wird. Diese Pflanzen benötigen viel Sonne und gedeihen am besten in trockenen Verhältnissen.

Fazit

Mit Hilfe von Pflanzsteinen können im heimischen Garten dekorative Akzente gesetzt werden. Richtig eingesetzt und abwechslungsreich bepflanzt, gehört die natürliche Konstruktion zu den pflegeleichten Elementen im Garten. Beim Setzen der Steine sollten unerfahrene Gärtner Hilfe in Anspruch nehmen; die spätere Pflege jedoch gestaltet sich einfach und problemlos, so dass sich insgesamt jeder Gartenfreund mit wenig Aufwand über eine langlebige Gartendekoration freuen kann.
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Tipps für Schnellleser
Pflanzsteine im Garten einsetzen

- Steinvariationen: rund, eckig, halbrund, Pflanzringe, ungeformte Natursteine, ausgehöhlte Kiesel; Farben; ockerfarben, rötlich, grau, braun, sandsteinfarben
- Preise: rechteckig 50cmx30cmx30cm etwa 5 Euro/Stück; Ringe 30cmx20cmx20cm etwa 3 Euro/Stück
- Vorbereitungen: Abstecken der gewählten Bereiche mit Pflöcken, Aushub von 60-90cm, Abdecken der Grube mit Holzdielen und Errichten einer 20cm dicken Kiesschicht
- Verlegen der Steine: Mischen des Beton, feuchtes Verlegen der Steine und anschließendes Festschlagen
- Pflanzenauswahl: Steinpflanzen (Blaukissen, Hauswurz), Kräuter (Lavendel, Thymian), niedrige Stauden (Glockenblumen, Storchenschnabel, Küchenschelle), Gräser und Farne, 
- Bepflanzung: Auswählen spezieller Substrate, Vermeidung zu enger Bepflanzung, ausreichende Bewässerung
- Kräuterschnecke: Verlegen von Natursteinen ohne Mörtel in spiralartiger Anordnung und in der Mitte turmartig aufsteigend; Bepflanzung erfolgt nach Etagen mit unterschiedlichen Substraten und Kräutern
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